Navi schuld?

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Alter Meckermann
🎅Rätsel-Elite ’14
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Ein Kumpel hatte am Montag seinen ersten "Allein-Einsatz" auf einem 40 Tonner.
Schnellste Strecke hatte er im Navi eingestellt, Bocholt (A3 Nähe Holland) <==> Neuenstein (A7 Abfahrt Bad Hersfeld), normalerweise ca. 4 Stunden Fahrzeit, je nach Wetterlage. Abfahrt ca. 18 Uhr, Ankunft war dann um 10:00 Uhr morgens. Es war die reinste Irrfahrt, quer durchs Ruhrgebiet, durch das Sauerland und die Kassler Berge, das alles neben der Autobahn, von dem Rest macht Euch selbst ein Bild:

http://www.hna.de/nachrichten/kreis...rst-verfahren-dann-fest-gefahren-1078435.html

http://www.hna.de/videos/?bcpid=41331472001&bclid=25798128001&bctid=747037653001&refer=rightboxa

Was das wohl kostet? Trotzdem finde ich es lustig, es ist ja nichts weiter passiert. :lol:
 
Ich vermute mal das Navi war falsch konfiguriert.
Man kann in der Regel bei einem Navi einstellen, dass es Autobahnen vermeiden soll.

Wo ich grade das Video sehe:
Ein Freund von mir fährt Beton aus und der sagt, er benutzt kein Navi, weil es für LKW ungeeignet ist. Ein Navi beachtet z.B. keine für LKW gesperrten Brücken, keine engen Straßen und keine niedrigen durchfahrten.
 
Man kann in der Regel bei einem Navi einstellen, dass es Autobahnen vermeiden soll.
Ja, aber was bringt das einem LKW? Es sollte lieber LKW unfähige Strecken vermeiden und keine Autobahnen :D Schnellste Strecke muss nicht Autobahn sein - sondern auch manchmal Wald wie es aussieht :D

Es gibt extra LKW Navis damit sowas nicht passiert, aber die kosten auch was mehr.
 
Verwunderlich nur, dass er auch nicht stutzig wurde, als er an zwei Verbotsschildern für LKWs und einem Schild mit der Begrenzung auf 7,5t vorbei fuhr.
Ich find sowas eher traurig als lustig. Man sollte trotz Navi gelegentlich diese lustigen, bunt bedruckten Metallschilder am Strassenrand beachten. Nicht, dass diese eine Bedeutung hätten. :rolleyes: Die stehen da herum, weil's toll aussieht.
 
Benzer schrieb:
Ja, aber was bringt das einem LKW? Es sollte lieber LKW unfähige Strecken vermeiden und keine Autobahnen :D Schnellste Strecke muss nicht Autobahn sein - sondern auch manchmal Wald wie es aussieht :D

War vielleicht versehentlich eingestellt.
Und wenn man "Autobahnen vermeiden" aktiviert hat, dann errechnet er halt die schnellste Strecke ohne Autobahn ;)
 
Oh man, bei sowas schüttele ich nur noch meinen Kopf. Und Mitgefühl hält sich start in Grenzen.

1. Gibt es LkW-spezielle Navis bzw. Software
2. Jeder besitzt ein Gehirn und sollte es auch nutzen

Was haben nur unsere Vorfahren / älter Kollegen ohne Navi gemacht.
 
@ToXiD: genau das wollte ich auch schreiben... man darf seinen kopf, trotz navi, nicht ausschalten...

weiterhin siehts so aus, als wären autobahnen fürs navi nicht erlaubt gewesen...

also selber schuld, nicht die technik!
 
Mein Tipp zum Thema Navi's:

Navigationsstimme ausschalten und das Navi nur als "bessere Karte" oder Orientierung nutzen ;)
 
Es gibt extra LWK Navis die sowas "eigentlich" verhindern sollten.
Der Einsatz von "normalen" Navis führt nachweislich in solch Situationen.
Da wird auch gerne mal die Höhenbegrenzung der Brücke übersehen, Navi sagt ja da lang...oO
Lief letztens ein Bericht bei N24 Transportwelt drüber.
 
Da hat man schon die wildesten Dinge gesehen, mit am "besten" fand ich den eingekeilten und verdrehten Sattelschlepper auf einer Serpentinenstraße.

Da ist aber nicht das Navi, sondern schlicht der Verstand Schuld.
 
Es ist nunmal so, wenn der Mensch eingeschüchtert bzw. verunischert ist begeht er Fehler die er sonst nicht machen würde.

Der Herr dachte bestimmt "ich darf nichts falsch machen, also halte ich mich an den "Plan" " (den das Navi vorgibt)
Im Grunde war es wohl technisches Versagen gepaart mit hynoptischer Ohnmacht.
"Die Stimme sagte fahr in den Wald überfahr ein paar Eichhörnchen und begib dich auf die nächste Spielstraße Richtung Süd-osten" :lol:
 
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Brücken? Kein Problem !

Höhensteuerung ganz runter, und Luft aus denn Reifen ^^
 
Der gute Mann hat eine Umschulung zum Berufskraftfahrer gemacht, hat dann bei der Firma sein Praktikum absolviert. Ist danach 4 Wochen auf verschiedenen LKWs und mit wechselnden Kollegen eingewiesen worden. Am Montag hatte er seine erste Allein-Fahrt. Um es ihm einfach zu machen hatte man ihm eine sehr einfache Tour gegeben, Autobahn A3 Richtung Oberhauen, A2 Richtung Kamener Kreuz, A1 bis Kreuz Unna, A44 bis Kassel, A7 bis Bad Hersfeld, direkt an der Abfahrt ist ein Industriegebiet "Neuenstein", dort sind mehrere grosse Speditionssammelplätze (Hub), einfacher geht es gar nicht. Er ist auch über die Fahrstrecke informiert worden. Das Wetter war auch nicht so das man die Strecke anders hätte fahren müssen. Im Fahrzeug ist ein Navi für LKWs drin, der Mann war mit der ganzen Sachen einfach überfordert. Er hat bestimmt Angst gehabt etwas falsch zu machen (geht ja schliesslich auch darum, ob der Job in ein festes Arbeitsverhältnis wechselt) und hat alles falsch gemacht.
Die Technik hat nicht versagt, der Mensch hat versagt.

Höhensteuerung ganz runter, und Luft aus denn Reifen ^^
3 Punkte in Flensburg?
 
Woo.. shit.
Das erinnert mich an den LKW Fahrer letztens bei uns:
Fahr zu *peep* das ist einfach!
Dumm nur das dann sein Trailer, abgehängt und ungebremst voll ins Fussgängertor/Pforte gerasselt war. :eek:
Der arme Kerl war auch total fertig...

Dann kann man nur die Daumen drücken, dass man noch einen der wenigen korrekten Arbeitgeber hat, die sagen: Shit happens! Das nächste Mal bitte nich so und gut.

Das dein Kollege ein LKW Navi hatte ist ja immerhin schon ein großes Plus.
Viele Firmen scheuen sich der Kosten, auf Kosten der Fahrer... :rolleyes:
 
Wie blöd muss man sein?
Wenn ich immer das Gehirn ausmachen und nach einem Navigationsgerät
fahren würde wären heute sehr viele Menschen nicht mehr unter uns.

Aber bei einem LKW Fahrer ist das ja nicht so schlimm sind ja vielleicht nur 30 Tonnen Kartoffeln oder sonstwas.
 
ja gut, du hast keinen plan von der gegend und siehst nicht gerade einen rumlaufen, denn du nach dem weg fragen könntest, dann hast du nicht mehr viele möglichkeiten. die meisten verlassen sich dann wohl deswegen blind auf ihr navi. unverständlich, aber ein kleines stückchen nachvollziehbar.
als ich mal mit einem navi rumfuhr, war das beste, dass es mir mitten auf der autobahn sagte, ich solle bei der nächsten gelegenheit wenden. grund, der autobahnabschnitt war erst vor kurzem eröffnet worden und das navi kannte den noch nicht. aber weil ich den schildern mehr vertrauen geschenkt habe als dem navi musste ich weder wenden, um himmels willen bloss nicht, noch mich weiterhin auf das navi verlassen. es setzt dann aber doch ein wenig voraus, in welche richtung es gehen muss.
 
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