Netzteil nicht zu 100% in Ordnung - trotzdem weiternutzen?

Tayfe

Ensign
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Ich wollte bei meinem neuen Gaming-PC so viel sparen wie nur möglich und habe dafür nur gebrauchte Teile gekauft. Das hat auch bestens geklappt, nach einer Stunde ist der Computer dann aber leider doch kaputt gegangen. Ich weiß nicht, ob es einfach nur gigantisches Pech war oder doch an den Teilen lag, aber so ist es nun und ich brauche neue. Doch bei meinem Netzteil bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich ein neues brauchen.

Das Problem des Computers:

Nachdem der Computer etwa 1 Stunde lang lief und ich Zeit hatte, Windows zu installieren und die ersten Programe drauf zu packen, ist plötzlich das Bild eingefroren. Es hat sich nichts mehr getan und ich musste den PC per Powertaster ausschalten. Als ich ihn dann wieder anschalten wollte, hatte ich kein Bild mehr. Kein Logo, nichts. Alles bleibt von Anfang an schwarz.
Daraufhin habe ich den PC in eine Werkstatt gegeben, damit die das defekte Teil finden können. Da glaube ich, dass ich nicht die allerbeste Werkstatt erwischt habe, denn die hatten kein AM3+ Mainboard vor Ort, sodass sie abgesehen von der Grafikkarte nichts mit Gewissheit ausschließen konnten. Die Vermutung liegt allerdings bei einem defekten Mainboard.

Sie haben allerdings auch etwas zum Netzteil gesagt:

Das Netzteil haben die dort an ein anscheinend spezielles Mesggerät angeschlossen. Die Stecker, die normalerweise in das Mainboard hinein gesteckt werden, wurden in das Messgerät gesteckt, das daraufhin ein paar Werte angezeigt hat.
Dabei haben die Techniker 2 Auffälligkeiten gefunden:

1.) Das Netzteil fährt nicht so schnell hoch, wie es eigentlich sollte. Normalerweise würde das in einem Bruchteil einer Sekunde oder so geschehen, bis die volle Leistung erreicht ist. Bei meinem Netzteil hingegen würde es etwas zwischen 3 und 5 Sekunden dauern, bis die volle Leistung erreicht ist.
2.) Das Netzteil dreht noch einmal auf, wenn es ausgemacht wird. Dazu haben wir das Netzteil einfach laufen lassen und dann den Stecker gezogen. Dann hat man immer nochmal ganz deutlich gehört, dass das Netzteil noch einmal richtig aufgedreht ist.

Anhand dieser Analyse haben mir die Leute dort davon abgreraten, dieses Netzteil weiterhin zu benutzen. Falls das Problem beim Mainboard liegen sollte könnte es gar sein, dass das Netzteil vielleicht diesen Schaden verursacht haben könnte.

Ich habe das Netzteil hier im Forum auf dem Marktplatz gekauft und habe das Problem auch nochmal meinem Verkäufer geschildert. Dieser hat mir gesagt, dass er das nicht ganz glauben könnte und es weiterhin nutzen würde. Es wäre eigentlich gar nicht möglich, dass das Netzteil daran schuld sei. Da hätten die Schutzschaltungen direkt greifen müssen.

Nun stehe ich dazwischen und weiß nicht, wem ich eher glauben soll. Bei den Technikern muss ich schon zugeben, dass ich nicht ganz zu 100% überzeugt war mit deren Analyse, aber eigentlich sollten die es ja theoretisch doch wissen.
Den Verkäufer hier im Forum wiederrum kenne ich nicht persönlich oder so, er macht mir aber doch einen sehr kompetenten Eindruck.
Mir wäre es natürlich am bequemsten, wenn das Netzteil trotz dieser kleinen "Mängel" ohne bedenken zu benutzen ist und ich nur ein neues Mainboard kaufen muss. Doch natürlich will ich nicht riskieren, dass im schlimmsten Fall doch wirklich das Netzteil an dem ganzen Schuld ist und dann noch direkt das 2. Mainboard kaputt macht. Deswegen wollte ich gerne nochmal wissen, ob sich hier vielleicht noch andere Experten herumtreiben und mir anhand meiner geschilderten Befunde eine Tendenz geben können?

Netzteil: FSP Hexa+ 500W
Mainboard: Gigabyte GA-990XA-UD3 Rev. 3.0
Prozessor: AMD FX 6300
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Netzteil ist zum einen schon älter und auch ein Gerät der 50€ Klasse. Also kein Chinaböller aber auch nichts besonders tolles.
Wenn am netzteil was nicht passt kannst dir natürlich auch noch andere Komponenten damit kaputt machen.
Das Mainboard ist sicher kaputt? Garantie gibts auch keine mehr drauf?
 
Funktioniert der PC? Was wollte die werkstatt für die "Analyse" haben?
 
Nein, das Mainboard ist nicht sicher kaputt. Es könnte auch der Prozessor sein, den konnten sie ja leider nicht testen, da sie kein anderes Mainboard da hatten.

Das Netzteil ist an sich wohl nicht schon älter. Es war ein Testmodell, das nur mal für irgendeinen Test aufgeschraubt, ansonsten aber wohl nicht weiter benutzt wurde.

Was wollte die werkstatt für die "Analyse" haben?

30€. Das Problem war ganz einfach, dass das Mainboard gar nicht mehr gepiept hat, deswegen waren kaum Fehlerdiagnosen möglich. Und ich habe keine Ersatzteile zu Hause, deswegen haben ich ihn in eine Werkstatt gegeben.
 
Naja, wenn das Netzteil die Leistung erwiesenermaßen nicht in einer halben Sekunde aufbauen kann, läuft es außerhalb der Spezifikationen. In dem Fall greifen auch keine Schutzschaltungen. Der Verkäufer sollte es meiner Meinung nach zurücknehmen. Dass er auf Schutzschaltungen verweist, ist kein Zeichen von Kompetenz. Vermutlich lief es bei ihm nur sehr leicht beansprucht, sodass der Fehler bei ihm nicht aufgetreten ist.
 
Ja, er hat mir auch angeboten, es zurück zu nehmen. Ich hatte mir nur erhofft, dass ihr mir jetzt sagt, dass er recht hat und ich nicht das Netzteil zurück schicken brauche und ein neues kaufen muss :)
 
schon mal ein anderes netzteil versuch? oder die im Laden?
Die CPU ist eigentlich nie kaputt, hatte ich jetzt zumindest in 10 Jahren noch nicht gehabt, außer mechanische Beschädigungen wie abgebrochene Pins oder abgeschrammte Dice
 
zum netzteil, ich empfinde FSP nicht grade als 'markenware' mindestens superflower sollte es schon sein, da hängt schliesslich alles dran.
nichtsdestotrotz ist gebrauchtware nicht unbedingt schlecht.

zur werkstatt, wer kein board da hat um die cpu zu testen(soo viele braucht man da ja nicht als werkstatt die damit geld verdienen will) ist nicht vernünftig ausgestattet, dafür dann noch 30€ zu verlangen finde ich dreist.
nie wieder diese 'werkstatt' würd ich sagen!

von daher bin ich unschlüssig den angeben der werkstatt zu trauen und würde mal bei anderen werkstätten erstmal fragen was so ein test kostet, wenn man defekte komponenten dann da kauft(könnte günstiger werden weil die dann mit der austauschware ihr geld verdienen würden) und dann erst hinbringen wenn es dir zusagt und sie auch deine komponeneten wirklich testen können.

mfg
robert
 
rg88 schrieb:
[...]
Die CPU ist eigentlich nie kaputt, hatte ich jetzt zumindest in 10 Jahren noch nicht gehabt[...]

Doch das geht.
Hatte ein älteres BQ 420W Gerät mit Hi-Power Innenleben mit einem AM2+ System. Beim Netzteil ist im Betrieb der Filter Elko der 3,3V Spannung geplatzt. Der dadurch entstandene Peak hat CPU + MBO gekillt.

Ich generell würde ein angeschlagenes Netzteil zur Sicherheit tauschen.
 
Candy_Cloud schrieb:
Doch das geht.
Hatte ein älteres BQ 420W Gerät mit Hi-Power Innenleben mit einem AM2+ System. Beim Netzteil ist im Betrieb der Filter Elko der 3,3V Spannung geplatzt. Der dadurch entstandene Peak hat CPU + MBO gekillt.

Ich generell würde ein angeschlagenes Netzteil zur Sicherheit tauschen.

Topower nicht High Power :) aber ja das kann passieren, wie du es schon korrekt erleuterst
 
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