Netzwerk im Privathaus Cat 7 Kabel auf Cat 6A Dosen

stone_d

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Hallo in die Runde,

vorab - ich hab mit Netzwerken nicht wirklich viel am Hut. Da mein Schwiegeronkel die Elektrik in meinem Haus verlegt - sich aber ebenso nicht wirklich gut mit Netzwerken auskennt - konsultiere ich mal diese Forum hier und hoffe auf Hilfe.

Kurze Erklärung:
- Es wurden ausschließlich Cat 7 Kabel verlegt
- Alle Kabel sind einzeln vom jeweiligen Zimmer bis in den Stromkasten im Keller verlegt
- Datendosen in den Zimmern sind diese hier http://www.jung.de/de/online-katalog/62517138/62517139/

Generell will ich das Kabelmodem im Keller platzieren und im gesamten Haus WLAN haben. Ebenso sollten die Datendosen in den Zimmern funktionsfähig sein. Ich dachte an: Kabelmodem -> Patchfeld -> einzeln in alle Datendosen -> WLAN Router pro nach Bedarf in die Dose(n) stöpseln

Frage:
Nimmt man dafür am besten ein Patchfeld (im Keller) und steckt die Cat 7 Kabel aus den Stockwerken einzeln ran und das Patchfeld ans Kabelmodem? Oder hab ich da grundsätzlich was nicht verstanden?

Ein weiteres Problem - wie ich gelesen habe - ist wohl Cat 7 Kabel auf Cat 6 Dose bzw. Cat 7 Kabel auf RJ45 Stecker (=> Patchfeld).

Geht hier überhaupt ein Patchfeld oder brauche ich einen Switch?! Sorry - ich bin da echt Laie und würde mich über Hilfe sehr freuen!

Danke im Voraus und Grüße,
Stone
 

Dunkelschwinge

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Die Verlegekabel werden auf das Patchfeld aufgelegt, das klappt problemlos. Stecker kannst du da praktisch nicht direkt rancrimpen (zu dick und Adern zu starr), daher nimmt man ja auch Patchfelder...

Das W-Lan aus dem Keller wird schwierig, da würde ich strategisch noch APs platzieren und die per Kabel in den Keller verbinden. (Zumndest läufts so bei mir)

Das Patchfeld im Keller dann an einen Switch und den Switch ans Kabelmodem. (Kommt dein Kabel eigentlich im Keller raus?) wenn nicht musst du da umdenken bzw das Kabelmodem am Wohnzimmer am Kabelausgang anschließen, per Netzwerk zum Switch in den Keller und da wird wieder in alle Zimmer verteilt...
 
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e-Funktion

Commodore
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Du brauchst, wenn du es nicht schlampig machst, sowohl Switch als auch Patchfeld.
Patchfeld setzt Verlegekabel auf Ethernet-Dosen um, welche dann mit dem Switch nach bedarf werden.
 

stone_d

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Danke schonmal für die schnelle Antwort - nochmal der Reihe nach:

Das W-Lan aus dem Keller wird schwierig, da würde ich strategisch noch APs platzieren und die per Kabel in den Keller verbinden. (Zumndest läufts so bei mir)
Was sind denn "APs"? Ich dachte an: Pro Stockwerk nach Bedarf 'nen WLAN-Router an die Ethernet Dose hängen.

Das Patchfeld im Keller dann an einen Switch und den Switch ans Kabelmodem. (Kommt dein Kabel eigentlich im Keller raus?) wenn nicht musst du da umdenken bzw das Kabelmodem am Wohnzimmer am Kabelausgang anschließen, per Netzwerk zum Switch in den Keller und da wird wieder in alle Zimmer verteilt...
Ja - das Kabel kommt zum Keller ins Haus rein. Die FRITZ-Box will ich am liebsten im Schaltschrank platzieren. Deswegen ja auch die o.g. Lösung für WLAN.

Ich dachte eigentlich ein Patchfeld würde ausreichen!? Brauche ich unbedingt nen Switch, oder ginge (Ethernetstecker an den Kabelenden vorausgesetzt => siehe nächster Absatz) auch NUR ein Switch ohne Patchfeld?

Ich habe gesehen, dass es RJ45-Stecker für CAT 7 Kabel gibt. Mein Cat 7 hat 7,3mm, müsste daher eigentlich passen.
Kann ich dann auf das Patchfeld verzichten und gleich mit den Kabeln in nen Switch (z.B. den hier https://www.bueromarkt-ag.de/switch_netgear_prosafe_gs108_ge,p-gs108ge,l-google-prd,pd-b2c.html gehen?
 

tsukabaru

Lt. Junior Grade
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ap - access-point, brauchst also keine vollstaendigen router, die koennten allerdings auch als ap dienen, sind nur teurer und muessen entsprechend konfiguriert werden
 

Raijin

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Ich dachte eigentlich ein Patchfeld würde ausreichen!? Brauche ich unbedingt nen Switch, oder ginge (Ethernetstecker an den Kabelenden vorausgesetzt => siehe nächster Absatz) auch NUR ein Switch ohne Patchfeld?
Stell dir ein Patchfeld wie eine große Dose vor. Keine Einzel-, Doppel-, sondern eine 24-fach-Dose (oder je nach Größe). Das heißt du klemmst hinten an die Terminals nur die Kabel an und das wars.

Statt des Patchfeldes könntest du theoretisch (nicht empfohlen) Stecker an den Kabeln anbringen und sie in der Hand zu einem Bündel schnüren. Da passiert irgendwie auch nix, oder? Am Patchfeld sind die Kabel eben nur aufgereiht und das sieht so aus wie bei einem Switch, mehr nicht. Hinter dem Patchpanel ist keine Verbindung zwischen den Ports (Schirmung lassen wir mal außer Acht :p), keinerlei Elektronik.

Das heißt du musst nun einen Switch dazustellen und die Ports vom Patchfeld mit (kurzen) Patchkabeln mit dem Switch verbinden. Erst im Switch findet dann die eigentlich Verbindung untereinander statt.



Zum Thema AP: Ich muss da widersprechen. Grundsätzlich kann so ziemlich jeder WLAN-Router auch als Access Point eingesetzt werden, das ist richtig. Falsch ist hingegen, dass diese Lösung auch prinzipiell teurer ist. Es gibt beispielsweise WLAN-Router ab 15€, die wunderbar als AP funktionieren (TP-Link 841). Ich würde sogar soweit gehen, dass ich einen WLAN-Router einem klassischen AP vorziehen würde, wiel man zB auch noch einen 4er Switch mit dabei hat. Dedizierte APs sind zT sogar deutlich teurer und/oder bieten weniger Leistung als das Router-Pendant. Ist vermutlich eine Frage der Stückzahlen. Richtige APs werden dann interessant, wenn man sie per PoE anklemmen will, sie unauffällig an der Decke hängen sollen oder man spezielle Ansprüche an Roaming o.ä. hat.
 
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Raijin

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Es gibt zwar Stecker, die für Verlegekabel geeignet sind, aber Verlegekabel ist für Stecker nicht geeignet. Hört sich komisch an, ist aber so. Normale Stecker funktionieren bei Verlegekabel nicht, weil das starre Adern hat, dicke Drähte. Spezielle Stecker dagegen funktionieren.

Warum ist nu aber andersherum Verlegekabel nicht für Stecker geeignet? Ganz einfach. Stecker implizieren eine gewisse Beweglichkeit. Stecker rein, raus. Mal eben den Switch zur Seite geschoben, weil man hinten dran muss. Und schon ist es passiert, das Verlegekabel ist gebrochen, weil es zu stark geknickt wurde.
 
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