Netzwerktechnik im Hausanschlussschrank

t-6 schrieb:
aber andererseits sehen alle diese Lösungen aus wie "ferner liefen"
Kennst Du eine bessere für Equipment ohne Befestigungsmöglichkeit?
In einem 19" Schrank wirds halt auf einen Einschub geschmissen. Ist das dann eleganter?
Für die MM Verteiler gibts ziemlich viel sinnvolles Zubehör. Dazu über Jahrzehnte verfügbar, da dieses Zeug von Gewerbetreibenden genutzt wird, die lange Gewährleistung geben müssen: https://www.hager.de/verteilersysteme/kleinverteiler/zubehoer-volta-multimedia/975699.htm

Stricken wir doch mal weiter. Würde der TE hier nach Empfehlungen für 19" Schränke fragen, weiß ich schon was kommen wird. Billigster Chinaschrott, der vom großen Fluss angespült wird. Da siehts mit Zubehör und Langzeitverfügbarkeit eher nicht so toll aus. Das hängt man sich dann sichtbar unter die Decke und behauptet, so wird das ordentlich gemacht. Für 20 lächerliche Netzwerkdosen, nen Switch und wenns hoch kommt ne olle Fritze.
Geh ich mit, wenn es um ne möglichst günstige Sanierung geht - wenn ichs neu mache, ist das Käse.
 
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Autokiller677 schrieb:
möglich ist und man das Geld für den 19" Schrank unbedingt sparen muss - ok. ....
Macht das Leben auch in Zukunft einfacher, falls eben doch mal NAS, Telefon & co dazukommen. ...
Einen 19 Zoll-Schrank wird er sich nicht gerade ins Wohnzimmer hängen. Der kommt wenn dann in den Technikraum und der liegt definitiv nicht zentral (WLAN-Empfang im Haus!).
Fritzbox oder seperater Access-Point muss daher eh irgendwo zentral montiert werden.
Telefon wird in 99% der Fälle eh die Fritte übernehmen. Glaube kaum, dass sich jemand für den Privatgebrauch eine 19 Zoll Telefonanlage kauft.
Für ein NAS brauchst du nicht unbedingt einen 19 Zoll Schrank. Die sind von der Bauform eh ungeeignet für den Schrank, bzw. entsprechende 19 Zoll NAS für den Privatgebrauch zu teuer und zu laut.

Anstatt sich Gedanken über einen 19 Zoll Schrank zu machen, wäre es sinvoller sich Gedanken über die Anordnung und Anzahl der Netzwerkdosen zu machen. Also wo soll möglicherweise mal Fernseher, Spielekonsole, Internetradio, Rechner, VOIP-Telefon, Access-Point, IP-Kamera, Sat-IP-Server, Kleinsteuerung (Licht, Tore, usw), Heizungssteuerung, etc angeschlossen werden.
Wer sich da noch Gedanken über mögliche Standorte für das NAS/Homeserver macht, braucht keinen Netzwerkschrank mehr.

Persönlich würde ich beim Neubau zum Multimediaverteiler greifen. An Multischalter, Switch und Fritzbox muss eh nur ran, wenn etwas nicht läuft oder wenn wegem technischem Fortschritt gegen etwas neues ausgetauscht wird.
NAS/ Server würde ich in irgendein Regal/Schrank/Schreibtisch/Computertisch in Technikraum/Kellerraum stellen.
Hätte da nämlich sicherlich keine Lust regelmäßig die Leiter zu holen um die Backupplatten an das NAS anzuschließen.
 
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Darknesss schrieb:
Einen 19 Zoll-Schrank wird er sich nicht gerade ins Wohnzimmer hängen.
Ne, das macht wohl keiner.
Der kommt wenn dann in den Technikraum und der liegt definitiv nicht zentral (WLAN-Empfang im Haus!).
Ist mit dem Sicherungskasten mit "Multimediaabteil" auch nicht anders.
Fritzbox oder seperater Access-Point muss daher eh irgendwo zentral montiert werden.
Ist doch schon geplant. 2 Anschlüsse für APs kommen am Patchpanel an.

Telefon wird in 99% der Fälle eh die Fritte übernehmen. Glaube kaum, dass sich jemand für den Privatgebrauch eine 19 Zoll Telefonanlage kauft.
Sicher, aber auch die Kabel müssen dann gezogen werden. Und wenn man so einen Einbau im Schaltschrank hat wie paar post vorher zu sehen, wird das alles nicht schöner, wenn man dann oben vom Patchpanel noch Kabel zum Router legen muss. Die müssen dann ja auch alle in der einen Ebene mitlaufen.

Für ein NAS brauchst du nicht unbedingt einen 19 Zoll Schrank. Die sind von der Bauform eh ungeeignet für den Schrank, bzw. entsprechende 19 Zoll NAS für den Privatgebrauch zu teuer und zu laut.
Ja, dann mach ich halt einen Boden in den Schrank und stelle es dadrauf. Immer noch besser als es vor dem Sicherungskasten auf dem Boden stehen zu haben.
Und je nachdem wie "Bastelafin" man ist, ist 19" da jetzt auch nicht abwegig. Gebrauchtes Server Case von Ebay, normale PC Komponenten. Nicht jeder kauft das NAS von der Stange.
Und zu laut? Das Ding ist im Keller im Technikraum. Lautsttärke ist da normalerweise nicht so das Problem. Ein ordentlicher Switch mit POE (falls man Kameras o.ä. hat und darüber versorgt) ist auch nicht flüsterleise...

Anstatt sich Gedanken über einen 19 Zoll Schrank zu machen, wäre es sinvoller sich Gedanken über die Anordnung und Anzahl der Netzwerkdosen zu machen. Also wo soll möglicherweise mal Fernseher, Spielekonsole, Internetradio, Rechner, VOIP-Telefon, Access-Point, IP-Kamera, Sat-IP-Server, Kleinsteuerung (Licht, Tore, usw), Heizungssteuerung, etc angeschlossen werden.
Wer sich da noch Gedanken über mögliche Standorte für das NAS/Homeserver macht, braucht keinen Netzwerkschrank mehr.
Das sollte natürlich auch passieren, ist davon aber ja erstmal losgelöst. Offenbar sind ja laut TE schon 9 Doppeldosen im Haus verteilt worden.

Persönlich würde ich beim Neubau zum Multimediaverteiler greifen. An Multischalter, Switch und Fritzbox muss eh nur ran, wenn etwas nicht läuft oder wenn wegem technischem Fortschritt gegen etwas neues ausgetauscht wird.
Und wehe, dann ist das Neue größer / anderer Formfaktor als das Alte und passt in das lustige Puzzelspiel nicht mehr rein... 19" als Formfaktor wird uns wohl noch lange erhalten bleiben, da sollte ein Austausch dann kein Problem sein. Außerdem schränkt man seine Auswahl auch unnötig ein, wenn man sich durch den Schaltschrank auf irgendwelche Sondermaße festlegt. Beim TE gerade mal 22cm in der Breite, da passen ja nichtmal die schmalen 10" Modelle rein. Wenn man dann bald für irgendwas mal ein 10Gbit Port am Switch braucht, wirds schon lustig. Die Auswahl an bezahlbaren Switches ist eh schon klein und wird dadurch nur kleiner.

NAS/ Server würde ich in irgendein Regal/Schrank/Schreibtisch/Computertisch in Technikraum/Kellerraum stellen.
Hätte da nämlich sicherlich keine Lust regelmäßig die Leiter zu holen um die Backupplatten an das NAS anzuschließen.
Kann man schon machen, ich würde zentrale Komponenten wie das NAS eben auch am zentralen Ort haben wollen. Besonders beim NAS kann es ja auch mal sein, dass man die Anbindung verstärken will - 10Gbit, Link Aggregation etc. Insbesondere Link Aggregation frisst mir dann gleich eine ganze Doppeldose auf, wenn das NAS irgendwo anders steht. 2 Ports am Switch sind eher zu verschmerzen, und wenn die Ports nicht reichen, kommt halt ein größerer Switch rein, fertig.
10Gbit macht man vielleicht über SFP+, wenn es ein Selbstbau-NAS ist - aktuell zumidnest für kurze Strecken meist günstiger als RJ45.

Und wozu brauchst du da die Leiter? Man schraubt den 19" Schrank normalerweise ja auch nicht direkt unter die Decke...

Ich verstehe halt insgesamt nicht, was für diese standardferne Bastellösung von "in den Schaltschrank" quetschen sprechen soll, wenn man eh neu baut und den Platz für die ordentliche Lösung direkt einplanen kann. Ja, es ist ein paar € teurer. Das wars aber auch. Dafür ist man standardkonform, auch für die Zukunft, es ist einfacher zu warten, man hat mehr Auswahl...
Das andere mag als Nachrüstlösung schön sein, wenn man den Platz für 19" nicht hat. Aber ansonsten sehe ich keinen einzigen Vorteil.
 
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Autokiller677 schrieb:
Außerdem schränkt man seine Auswahl auch unnötig ein, wenn man sich durch den Schaltschrank auf irgendwelche Sondermaße festlegt. Beim TE gerade mal 22cm in der Breite -
Problem ist, dass derzeit im Verteiler nur 1 (offenbar senkrechtes Feld) dafür vorgesehen ist.
Abhilfe schafft da ein breiterer Verteiler, oder intern eine andere Anordnung der Felder.


Autokiller677 schrieb:
Besonders beim NAS kann es ja auch mal sein, dass man die Anbindung verstärken will - 10Gbit, Link Aggregation etc. Insbesondere Link Aggregation frisst mir dann gleich eine ganze Doppeldose auf, wenn das NAS irgendwo anders steht.
Mögliche Standorte sollten in der Planung berücksichtigt werden. Da sollte dann neben einer zweiten Doppeldose auch noch Leerohr für Stromversorgung der FB+ Switch über die USV des NAS, sowie Glasfaser vorhanden sein.
Die Frage ist nur, ob es der TE am Schluss überhaupt nutzt. Meistens kommt es dann eh anders, als es geplant worden ist und die Möglichkeiten der Hardware/Installation werden oft genug nicht vollständig genutzt.

Autokiller677 schrieb:
Und wozu brauchst du da die Leiter? Man schraubt den 19" Schrank normalerweise ja auch nicht direkt unter die Decke...
Genau deswegen:
hanse987 schrieb:
Einen 19“ Wandschrank hänge ich unter die Decke und kann darunter noch ein Regal stellen oder ein anderes Gerät bauen.
Erfahrungsgemäß wird das spätestens beim Eintreffen des Schrankes auf der Baustelle der Standort "etwas" umgeplant. Das Teil kommt meistens irgendwo ins Eck, möglichst weit nach oben und zwar spätestens dann wenn die bessere Hälfte den Kasten erblickt.
Zum Glück gibts im Wohnungsbau keine (ausreichend großen) abgehängten Decken. In Büros ist der Schrank in der Decke leider desöfteren anzutreffen.

Der Te hat jetzt genügend Argumente für beide Lösungen gehört, da kann er sich jetzt das aussuchen, was besser zu Ihm passt. Beide Lösungen haben Vor- aber auch Nachteile.
 
@Darknesss
Ja, der TE hat jetzt auf jeden Fall genug Argumente.

Aber den Kasten unter die Decke hängen: Ernsthaft? Man baut den Sicherungsschrank ja auch nicht so hoch ein, nur weil dann noch ein Regal drunter passen könnte. Auf so Ideen muss man erstmal kommen. In Büros, vor allem wenn es nachgerüstet wurde, verstehe ich das ja noch. Aber bei Neubau ist mir sowas völlig unverständlich. Allein schon, weil ich absolut keinen Bock hätte, auf der Leiter unter der Decke Kabel aufzulegen.
Und wenn man sowas vorher nicht mit der besseren Hälfte besprochen hat, läuft eh einiges falsch. Aber gut, jeder wie er will.
 
Das Problem ist heutzutage, dass der HWR oft zu klein gemacht wird und am Besten noch als Kellerersatz dienen soll/muss. Da kriegen schon viele Häuslebauer Schnappatmung wenn man denen erklärt dass vor dem Sicherungskasten in der Regel im 1,2m Abstand (je nach TAB etwas unterschiedlich) nichts stehen darf.

Da gibt es dann halt die Lösung Netzwerkschrank unter die Decke und Regal darunter.
 
Wow, da habe ich aber eine Diskussion losgetreten. Vielen Dank an alle für die zahlreichen Antworten.

Zuerst mal fragte ich hier ja aufgrund eines Angebots (!) meines Elektrikers. Dass der nicht so plant, wie ich mir (oder ihr euch) das zuerst mal vorstellen würde ist ja nicht sein Fehler. Von daher muss man dem das Angebot ja nicht gleich vor den Latz knallen, so wie das der ein oder andere hier sieht.

Das schöne an einem Angebot ist, ich habe noch alle Möglichkeiten und daher habe ich ja auch euch gefragt, was ihr davon haltet. Und ich nehme als erstes mal mit, dass das Angebot, so wie es ist, nicht sinnvoll ist. Entweder ich muss den Multimediabereich wenigstens doppelt so groß veranschlagen (wie im Bild von @bender_ ) oder aber ich lasse den Bereich weg und stelle ein extra Rack auf.

Nochmal zu Schrank an sich: das ist kein Unterputzschrank sondern aufputz. Was das genaue Innenmaß angeht bekomme ich nochmal eine Info vom Elektriker.

Anzahl der Dosen: bei 20 (bzw. 21 mit Router) belegten Plätzen in einem 24er Switch wären schon alle Dosen im Haus angeschlossen. Von daher würde ein 24er aus meiner Sicht ausreichen.

Ein NAS - wenn es irgendwann mal kommt - würde ich ins Arbeitszimmer stellen. Von daher bräucht ich dafür keinen Platz im Schrank (der in den HWR kommt).

Es geht mir auch nicht darum hier ein paar Euro zu sparen. Was ich für einen zusätzlichen Serverschrank ausgebe, spare ich beim Verteilerschrank. Es geht vielmehr darum, was eine sinnvolle Lösung ist. Es soll definitiv alles in Schränke und nicht "lose" auf putz hängen. Aber manchmal ist es auch ganz nett, wenn man nicht X verschieden Schränke an der Wand hängen hat, sondern alles in einem Kasten ist. Bisher habe ich keine großen Pläne, was erweiterete Hardware angeht. Wie das in Zukunft aussieht kann sicherlich keiner sagen. Das gilt aber auch für einen Serverschrank, den ich jetzt kaufe und der in 5 Jahren zu klein ist.

Der Vorteil vom Verteilerschrank ist aus meiner Sicht daher auf jeden Fall, dass ich nur einen Schrank hängen habe. Der Vorteil vom Serverschrank ist auf der anderen Seite die breite Kompatibilität zum Netzwerkequipment.

Hätte vielleicht jemand noch einen Link oder Tipp, wie sich zum Beispiel ein Switch an so einem Lochblech montieren lässt (notwendige Breite mal vorausgesetzt)? Gibt es da Winkel oder wie? Einige haben geschrieben, das geht über Bohrungen (@Prime2k , @t-6 )? Die sind an der Unterseite vom Switch und da kann ich eine Lochblechschraube reindrehen, die ich dann einghängen kann? Da wäre ich für Beispiele oder Erklärungungen nochmal sehr dankbar.
 
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Unterseite-AVM-Fritzbox-4020.jpg
Wie @bender_ geschrieben hat. Oder halt einfach mit Schrauben. Nur ein Beispielbild.
 
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bender_ schrieb:
Ich denke 22x140cm reichen locker. Tiefe der Schränke ist normalerweise 205mm. Innen nutzbar so ca. 150mm.
Würdest du dann einen entsprechend schmalen Switch einbauen oder den Switch um 90° gedreht, quer einbauen? Denn sonst scheint mir 22 cm doch relativ schmal.
 
Richtig, hattest du schon geschrieben. War mir wieder entfallen. Danke!
 
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