Neue Ryzen Workstation für PS, C1, LR und PtGui

reven

Lieutenant
Registriert
Juli 2003
Beiträge
626
Servus zusammen,

Es dauert zwar noch eine bisschen bis ich in mein neues Büro umziehe, (denke ca. Mai) aber mich juckt es schon in den Fingern und nachdem es ein größeres Projekt wird, dachte ich fang einfach mal an, um ein paar Dinge zu klären.

Der Hauptzweck des PCs ist Bildbearbeitung mit PS, LR, C1 und das Zusammensetzen von Panoramas (100-1000Mp bzw. 1-10GB pro File OHNE Ebenen)

Zurzeit im Ausland arbeite ich mit einem "Übergangs PC - I9-9900K - 64GB - Quadro RTX 4000". Daheim steht eine etwas in die Jahre gekommene Workstation mit Intel Core i7-6900K - Gigabyte GA-X99 - 128GB - R390 - 2 x Samsung SSD 960 PRO 2TB - 16TB in RAID10

Übernehmen würde ich die beiden SSDs, wobei auch hier die Frage nach PCIe4 wäre? Samsung? Gehäuse ist vorhanden und riesig. CaseLabs.

Meine Ziel ist ein modernes Ryzen System was wieder eine Zeit hält. Der Vorgänger der Workstation basierte auf einem dual Xeon System und hielt am Ende fast 7 Jahre.

Budget ist groß und offen, sollte aber dennoch weit unter einem neuen MacPro bleiben ;)

Hier meine Ideen:

  • CPU: AMD Ryzen Threadripper 3960X

  • Mainboard: ASRock TRX40 Creator
    • Hier ist mir vor allem der integrierte 10GBase-T extrem wichtig. Ich sehe in 2020 nicht ein extra ein PCI Steckplatz dafür verschwenden zu müssen. Dann bleiben zur Zeit 4 Mainboards übrig. Ich sehe keinen wirklichen Vorteil bei den Asus, MSI, Gigabyte Varianten. Oder übersehe ich etwas?
  • RAM: Auf jeden Fall 256GB (Der Grund warum überhaupt für 3960X)
    • Hier wäre ich super Dankbar für 1-2 Empfehlungen! Auf ECC (In einem anderen Thema geklärt) kann verzichtet werden. Übertaktet wird da sicher nichts, das Ding muss super stabil laufen und es kommt nicht auf die letzten 2-3% Leistung an.
  • Grafikkarte wird erst mal eine RTX2070.

  • Speicher: 1TB System SSD, 960 PRO 2TB Temp Speicher,
    • Hauptspeicher: Es sind zurzeit ca. 15TB Daten. Diese liegen auf der Workstation auf einem RAID 10 mit 8x4TB und auf einem FreeNAS Server mit 10GBase-T angebunden. Der Server bleibt und hat auch genug Speicher.
      • Problem: Ich sehe zurzeit keinen Weg ca. 24TB als SSD bei normalen Preisen zu verbauen. m2 SSDs enden bei 2TB, normale SSDs bei 4TB

      • Idee 1: Ich mache aus dem RAID 10 ein RAID 0, Problem könnte sein, dass die 8 Platten natürlich schon einiges auf dem Buckel haben und das ganze mir bald um die Ohren fliegt...
      • Idee 2: Neues RAID 0 mit 4-5 modernen 6-8TB Platten. Was mich bei den ganzen HDD Lösungen nicht gefällt ist, dass ich inzwischen die Geschwindigkeit von m2 SSDs gewohnt bin und wenn ich richtig liege gewinne ich gegenüber meiner NAS nur bei den Latenzen etwas. (Die NAS kopiert und schreibt mit ca. 800MB/s
      • Idee 3: 2-3 2TB m2 SSDs im RAID 0 (Hier geht es mir nicht um die zusätzliche Geschwindigkeit, sondern, um "eine" Festplatte mit 4-6TB) auf denen aktuelle Projekte lagern und der Rest geht direkt auf die NAS.
  • Netzteil ist ein Corsair Professional Series HX1000i 1000W ATX 2.4 vorhanden, kann ich dieses weiterverwenden oder hat sich da einiges getan?

  • Kühlung: Das Gehäuse ist groß und gut belüftet, bisher hatte ich immer große Noctua CPU Kühler drin. Bei dem neuen denke ich an eine Wasserkühlung. Leise sollte es sein. Zusammengestellt hatte ich mal folgendes:
    • Watercool Heatkiller IV Pro Threadripper
    • Watercool Heatkiller Tube 100 D5
    • Aqua Computer D5 Next
    • Radiatoren muss ich mir daheim das Case nochmal genau anschauen. Was würdet ihr von der Größe Empfehlen?
    • Bei den Schläuchen dachte ich an EPDM Versionen. Nur welche Größe?
    • Was brauche ich außer Anschlüsse & Verbinder? Gibt es dazu eine generelle Empfehlung?


Vielen Dank für Eure Hilfe und Input!
Christopher
 
Kleiner Tipp am Rande, ohne jetzt auf alles andere einzugehen. Es gibt U.2 SSD mit 7,6TB/15TB Speicherplatz für um die 160€/TB. Die kannst du mit einem M.2->U.2 Adapter nutzen. Nur falls du da noch mal nachforschen willst.
 
reven schrieb:
eine etwas in die Jahre gekommene Workstation mit Intel Core i7-6900K

Hier musste ich kurz schmunzeln, wie schnell so eine High End Workstation in den letzten Jahren gealtert ist, ist bemerkenswert.


Mit dem3960x bist ja schon ziemlich on Spot wie man so sagt. Sicherlich eine gute Entscheidung.

Wenn Du auf ECC verzichten kannst (was ich bei dem Einsatzgebiet auch so sehe) nimmst du einfach ganz normalen DDR4 3200MHz. Es gibt da aktuell ganz preisgünstige 2x32gb Module.

Beim RAM kauf würde ich nicht zu lange warten, alle Indikatoren zeigen auf steigende Preise.

Und wenn bei irgendwelchen Szenarien PCIe4 SSDs sinn ergeben, dann wohl bei Deinen. Große Dateien einlesen und Speichern.
 
Ned Flanders schrieb:
Wenn Du auf ECC verzichten kannst (was ich bei dem Einsatzgebiet auch so sehe) nimmst du einfach ganz normalen DDR4 3200MHz. Es gibt da aktuell ganz preisgünstige 2x32gb Module.

Beim RAM kauf würde ich nicht zu lange warten, alle Indikatoren zeigen auf steigende Preise.

Und wenn bei irgendwelchen Szenarien PCIe4 SSDs sinn ergeben, dann wohl bei Deinen. Große Dateien einlesen und Speichern.

Ja das ist echt heftig, aber ich bin super glücklich, dass ich damals "nur" mit einem i7-6900K gegangen bin. Ich hatte lange überlegt wieder ein dual Xeon System zu bauen, aber ganz ehrlich, dass war grad in der Phase wo man nicht wusste wie lang das zeug hält.

Ich denke auch, dass der 3960 ne Zeitlang hält. Natürlich kommt immer wieder was neues, aber das Verhältnis aus Single und Multi Core Leistung überzeugt.

Kann ich Deine verlinkten Module dann einfach 4mal bestellen? Ich gebe offen zu, dass mich vor allem das RAM Thema bei Vollbestückung usw. etwas verwirrt ;)

Also eine Samsung Pro 980 mit 1TB wird es zumindest nicht :@
 
reven schrieb:
Core i7-6900K - Gigabyte GA-X99
so einen hab ich auch noch bei mir stehen, als simulationsrechner :D

reven schrieb:
Netzteil ist ein Corsair Professional Series HX1000i 1000W ATX 2.4 vorhanden, kann ich dieses weiterverwenden oder hat sich da einiges getan?
nein großartige wahl, das teil hab ich seit mehreren jahren, seit es rausgekommen ist, um rechner, damit machst du nichts falsch, man könnte aber auch das 750W teil nehmen, das dürfte bei dir ausreichen. ich hab das 1000W gerät, weil ich noch ein SLI im System hab, aber mit 1000W machst du auch nichts falsch, außer das es etwas teurer ist, dafür werden die komponenten nicht sooo stark belastet und es hält dadurch evtl. etwas länger. hier aber auf ein netzteil mit digitaler steuerung zu setzen ist genau die richtige wahl.

zum rest hab ich nicht viel zu sagen. bei der wasserkühlung unbedingt auf eine PWM Pumpe achten, die lassen sich in der regel besser regeln, ich hab eine von EKWB mit integriertem zylindrischen reservoir im rechner. Als Radiatoren waren bei mir ursprünglich auch die standartteile im einsatz, bis ich auf einen mo-ra3 420mm umgestiegen bin, dazu noch silent wings 3 140mm pwm drauf und das teil ist bis auf das pumpen surren quasi lautlos und zumindestens ich schaff hier nicht mehr als 50° Wassertemperatur.

ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube ich hab 10/8er schläuche und fittings bei mir verwendet, könnte aber auch 13/10er sein.. muss ich nachmessen.

Hast du ein gehäuse? falls nicht, guck nach was hochwertigem. Ich verwende immernoch das Corsair 750D, hat ausreichend platz für alles, ist aber auch schon in die jahre gekommen..
 
reven schrieb:
Kann ich Deine verlinkten Module dann einfach 4mal bestellen? Ich gebe offen zu, dass mich vor allem das RAM Thema bei Vollbestückung usw. etwas verwirrt ;)

Das sollte gehen, wobei natürlich jetzt RAM kaufen und dann erst in 8 Wochen potentiell feststellen, dass das System die Vollbestückung nicht mag und man kein Rückgaberecht mehr hat, problematisch sein kann.

Das musst du gegen das Risiko abwägen das die Preise steigen.
 
Das gibt dir aus meiner Sicht nicht mehr Sicherheit. Das ist einfach eine Sku mit vier Modulen anstatt zwei. Sicherheit gibt dir nur ein Test oder Userbericht zu den entsprechenden Modulen auf der Plattform.

Die Wahrscheinlichkeit das das zickt ist gering, aber natürlich nicht ausgeschlossen solange das Gegenteil nicht irgendwo belegt ist. Aber schau doch mal in die RAM Support Liste zu mehreren Boards zu der Plattform. Es reicht wenn ein Board Hersteller die Module verifiziert hat. Dann kannst du davon ausgehen das sie grundsätzlich funktionieren.
 
Zurück
Oben