Eisenfaust
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Kasmopaya schrieb:Grad auf so was leg ich keinen Wert. Synthetische Benchmarks sind nicht optimal, zumal seit Athlon 64 v. Pentium 4 klar ist, das Intel bei solchen Tests besser abschneidet. Bei den Games war aber der Athlon 64 dann vorne.
Hätten sie zb. Dirt 3 getestet das mit 6 Kerner viel schneller läuft als mit 4, dann hätte man sagen können wo der Bulldozer steht. Ich hoffe das wie zur letzten neuen Architektur(A64-2003) der Bulldozer vor allem bei Games voll aufdreht. Es gibt bereits Indizien wie das wiederbelebte FX und das die Desktop CPUs zuerst kommen und dann erst die Server. Ergo sind die Gamer diesmal wohl die Hauptzielgruppe. Sind aber nur Vermutungen...
Mmmmhhh ... also ich freue mich immer, wenn ich synthetische Benchmarks wie SPEC oder den LINPACK sehe, denn für unser Anwendungsgebiet einer CPU, nämlich rechnen, rechnen, rechnen sind diese Vermessungen stets aussagekräftig.
Es kommt auf den Anwenungszweck an und natürlich, ob der Compiler, der die Sofware übersetzt hat, auch in seinem CODEGEN die speziellen Eigenschaften einer CPU unterstützt.
Im Falle des SMT war das auch für die Betreibssystembauer eine Herausforderung, hier eine SMT-logische CPU nicht als eine "Ganze" zu sehen, sondern Vorkehrungen im "Scheduler" zu treffen, der das auch berücksichtigt.
Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen eines Prozessors. Aber wenn ich mir mal die Entwicklung der letzten Jahre ansehe, dann fällt mir auf, daß zunehmend der Spielzeugmarkt das diktiert, was in Forschung und Wissenschaft zur Anwendung kommt. Ich muß heute den gleichen Müll in einem "Hochleistungsrechner" einbauen, den meine Kinder in ihrem Spiezeug haben - bis auf marginale Änderungen und einem weitaus größeren Loch im Budget des Steuerzahlers im vergleich zu meiner Haushaltskasse. Das war vor 15 Jahren noch anders. Deshalb ist es legitim, daß eine "neue" Intel-x86-Architektur, die, gemessen in geologischen/kosmischen Maßstäben wirklich brandneu ist, die seit nunmehr über 30 Jahren immerzu nach selbigem schlechten Muster repliziert wird, auch mit "synthetischen" Benchmarks gefüttert wird.
Zudem haben synthetische Benchmarks den Vorteil und zeigen, wie leistungsfähig eine CPU wirklich ist. Sie ausschließlich mit veralteter Software der Jetztzeit zu testen, vor allem mit dem Schrott der Spiele, ist insofern ziemlich reizlos und etwas naiv, da gerade "aktuelle" Software, die von den Windoof-Anwendern bekanntlich im Binärformat appliziert wird, zumeist mit einem Compiler übersetzt wurde, der neue eigenschaften einer CPU gar nicht nutzen kann. Wenn man unter UNIX (und Linux) Software selber baut und optimiert und übersetzt, kann man bei Vorhandensein eines Compilers, der die neue CPU "kennt" und dessen Codegen auch entsprechenden Binärcode erzeugen kann, immer einen Vorteil herausholen! Zumindest hatt ich in den vergangenen Jahren damit immer sehr intensive "Aha-Erlebnisse".