Neue, seriöse Bulldozerbenchmarks - eure Meinung?

Nach den neuen Benchmarks - wie ist deine Vorabmeinung zum Bulldozer?

  • Die Werte sind Quatsch, der Bulldozer wird viel besser

    Stimmen: 22 26,2%
  • Ganz so schlecht wird er nicht. Eher so ein Mittelmaßdasein wie alle AMD CPUs seit dem Core 2 Duo.

    Stimmen: 50 59,5%
  • Bulldozer wird ein Epic Fail, vielleicht noch ein größerer als der Phenom I.

    Stimmen: 12 14,3%

  • Umfrageteilnehmer
    84
Eisenfaust schrieb:
Da keiner so recht weiß, unter welchen Bedingungen die Tests stattgefunden haben und welches Silizium AMD nun endgültig auf den Markt wirft, ist sowieso alles sehr, sehr vage.
Dennoch scheint sich schon jetzt herauszukristallisieren, daß Bulldozer vom architektonischen Gesichtspunkt Neuigkeiten bringen wird, die zukunftsweisend sein werden und AMD noch lange begleiten werden - vielleicht auch 6 Jahre wie der K8-Abklatsch K10/K10.5. Es dämmert aber auch jetzt schon den übelsten AMD-Euphorikern und Fanboys, daß es AMD mal wieder verschnitzt hat, die Leistungskrone zurückzuerobern. Aber wirklich verdient wird nicht mit Kindern, sondern mit solidem Gerät, also warten wir mal ab, was die Server- und Workstationprozessoren mit vier Speicherkanälen zu berichten haben werden ...

Also ich bitte dich, man muss kein übelster Euphoriker sein, um sich von AMD zu erhoffen, dass sie nach 5 Jahren Mittelmaß und Entwicklungszeit für die neue CPU es schaffen, Intel wenigstens im Bereich 300-400$ wieder zu schlagen.

Und ich hoffe keinesfalls, dass AMD solange wieder Aufgüsse bringt wie jetzt. Intel hat seine Architektur kontinuierlich weiterentwickelt und damit tolle CPUs gebaut und da muss AMD auch hin.
Es reicht nicht zu sagen "hey unsere jetztige CPU ist toll, ruhen wir uns doch mal für paar Jährchen aus". Das funktioniert nicht im Consumer Markt und das funktioniert bei den Servern auch nicht.

Dass die Server und Workstationprozzis toller werden als die am Desktop, wag ich zu bezweifeln. Für Sachen wie Cinebench werden viele große Server/Workstations gebaut und wenn da schon so schlecht abschneidet - dann doch lieber SBE.
Toll wäre +30% auf 2600K bei reinem Multithreaded, dann würde er im Servermarkt sicher was reißen. Aber so?
 
Rollensatz schrieb:
[...]
MMn lohnt es sich nicht mal auf den Bulldozer zu warten - so hart das auch klingt. Der BD wird in seiner Leistung relativ bescheiden sein (gerade in Single/Dual Core Anwendungen).
Der BD wird in ein paar, für den Ottonormaluser eher unwichtigen Tests schneller sein, jedoch den Großteil der Tests und gerade in den allermeisten Games schlechter als ein X6 dastehen (Watt/FPS Leistung).
Woran machst Du das fest? Am Bauchgefühl oder an Fakten? Fakten gibt es noch keine. Die Vermessungen dieses "OBR" sind mit einem Testmodell gemacht. Und Spieletests sind so gut wie keine durchgeführt worden, wo man sagen daß, daß sie für Windoof-Verhältnisse auch nur ansatzweise mal objektiv gewesen wären. Und wenn der BD in aktuellen Spielen schlecht werden sollte (was ich bezweifle), dann solltest Du Dir mal grundsätzlich Gedanken darüber machen, warum man "Software" "Software" nennt. Es ist eher eine philosophische Frage, ob die Software nun der CPU angepaßt wird oder umgekehrt. Solange aber Rechner imperativ zum Arbeiten bewegt werden, ist noch immer die Software der Teil eines Systems, der adaptieren muß. Für gewöhnlich macht dies der Compiler, ob nun statisch oder zur Laufzeit. Neue CPU und passender Compiler heißt in der Regel: Programm neu übersetzen. Für UNIX und Opensource kein Problem. Leistungsschübe sind nahezu instantan, sofern der Compiler kann.
Schau, als der P4 auf den Markt kam, war er auch in aktuellen Spielen und Anwendungen ziemlich weit abgeschlagen, aber unter UNIX mit passendem Compiler eine Wonne! Und kurze Zeit später kamen dann auch die kommerziellen Softwareanbieter mit Patches oder angepaßten Neuprodukten auf den Markt.

Tendenziell gebe ich Dir aber recht. Das ist dann klar und deutlich nur mein Bauchgefühl. Allerdings muß ich dazu sagen, daß mein Maßstab recht hoch gesetzt ist, was eventuell dem BD gar nicht gerecht wird. Wir werden auf keinen Fall einen Paukenschlag wie seinerzeit der Athlon64/Opteron sehen. Die Zeiten einer Blitzoffensive sind vorbei, dieses Überraschungsmoment ist endgültig vorbei.

Ergo wird AMD die Teile über den Preis verkaufen. D.H. das Topmodell wird auf jeden Fall günstiger als der i7 2600K sein. Aber eben auch in den meisten Anwendungen leistungsschwächer - bei mehr Energieverbrauch.

Hinzu kommt das Problem mit dem Mainboards. Die zurzeit einzigen Mainboards die den BD unterstützen sind kaum bis gar nicht günstiger als die Intel Pendants (P67/Z68).

Im Grunde spricht alles dagegen, daß Du Dir schon jetzt einen neuen Spielkasten zulegst. Welche Hardware hat denn der alte? Schau, wenn der BD wirklich auf dem Leistungsniveau eines Core-i7 2600K auf den Markt kommt und AMD die CPU auch nur annähernd im gleichen Preisrahmen wie das Intel-Konkurrenzprodukt verkaufen wird, ist eine endverbraucherfreundliche Konkurrenzsituation entstanden. Der Preis des einen oder anderen Boliden wird nach unten gehen, um Marktanteile zu sichern. Wer den ersten Schritt machen wird, ist abhängig von der Endleistung.
Wird AMD "schlechter" hinsichtlich der Leistung als die Konkurrenz, wird die CPU eben über den Preis verkauft - das hast Du ja schon erkannt. Da dann aber die neue Architektur gewiss auch Liebhaber finden wird, muß Intel etwas tun, um Marktanteile zu sichern. Also gehen die Straßenpreise wieder ein wenig nach unten. So oder so wirst Du mit etwas Gedauld der Gewinner sein und obendrein wirst Du nach Veröffentlichung des BD ganz sicher auf der sicheren Seite sein und nicht im Vorfeld nur aufgrund dubioser Gerüchte oder eines unzuverlässigen Bauchgefühles entscheiden. Geduld ist eine Tugend, die sich IMMER auszahlt! Vor allem spirituell.



Doch es gibt da ein großes Problem:
Während man auf den meisten Z68/P67 Boards die neuen Ivy Bridges CPU´s mit 22nm setzen kann, kann man bei AMD gerade mal die rauskommenden BD der ersten Generation in 32nm einsetzen. D.H. die BD der 2. Generation wird man sich wieder ein neues Board kaufen müssen.
... auch das ist kein wirklich treffendes Argument. 90% der Kundschaft kauft sich sowieso mit der neuen CPU auch eine neue Systemplatine mit modernem Chipsatz. Dieses Kalkül geht bei Intel schon seit Dekaden auf und lohnt sich sowohl für den Chip- als auch Platinenhersteller.
Wenn der BD auf den Markt kommt, wird es auch Platinen zu angemessenen Preisen geben. Allerdings befürchte ich, daß es bei AMD wie schon seit 2003 zu einem Problem mit dem Chipsatz kommen wird. Irgendwie hat das Unternehmen diese Sparte immer steifmütterlich behandelt. Für Server gabs jahrelang keine moderneren Chips als die betagten nVidia und Broadcom Chipsätze. Die waren nicht etwa so super gut, nein, es war niemand da, der entwickelt bzw. weiterentwickelt hat. Und AMDs neuer BD-Chipsatz kommt ja auch erst im kommenden Jahr - später also ...

Noch was zur Verspätung des BD´s:
Kein Hersteller auf der Welt nimmt leichtfertig eine Verschiebung des Releasetermins hin. Da muss es so eklatante Fehler im Design und/oder in der Fertigung geben, dass der Schaden eines zu frühen Release noch höher wäre ausgefallen, als mehrere Wochen weiterhin an dem BD zu feilen. AMD verliert so täglich eine menge Geld.
AMDs Situation heute ist eine andere als noch 2006. Damals hat man im Vorfeld des Phenom/Barcelona ganz schön vom Leder gezogen und selbst die Auftraggeber großer Clustersysteme sind irgendwie auf dieses Gewäsch hereingefallen. SUN hat ganze Serien, die bereits angekündigt und im voraus verkauft waren, stornieren müssen. Wir haben unsere Server seinerzeit dann zwangsweise auf Dell Core2-basierende Dual-Core Systeme umgestellt, obwohl wir lieber AMD gehabt hätten. SUN konnte leider im Frühjahr 2007 nicht zum festgesetzten Termin liefern. SUN war nicht das einzige Unternehmen, dem es so ging. Und wir waren nicht der einzige Kunde, dem es so erging. Andererseits, wir haben die Core2-Not-Entscheidung im nachhinein nicht bereut.

AMD wird bewußt sein, das der Bulldozer nicht der Überflieger ist, wie ihn viele gerne hätten, und mMn geht es inzwischen einzig und allein und Schadensbegrenzung und schon lange nicht mehr um den Kampf um die beste CPU.

Das einzige was ich jetzt noch hoffe ist, das es kein absolutes Desaster für AMD wird. Aber leider zeigt die "Chipsatz-Geschichte" das sämtliche Verspätungen (fast) immer Produkte mit einem unbefriedigten Endergebnis herausgebracht haben.

Aber am Ende gilt wie immer - abwarten und Tee trinken. Wenn das NDA fällt wissen wir´s endgültig.

Seit AMD die absolute alleinige Kontrolle über die Fabrikationsanlagen verloren hat, ergibt sich für das kleine Unternehmen ein weiteres Problem. Und das zeigt sich nun in der Fertigung. Betrachte die neuen A8/A6 Llano APUs. Deren exorbitante nominelle TDP und Leistungsaufnahme ist einfach kein Werbeträger für ein modernes Design, auch wenn die potente Graphikkarte onchip einiges herausreißen mag. Ich denke, daß es ernsthafte Probleme mit der Fertigung im 32nm Prozeß gibt. Und zwar ärger, als es nach draußen dringt. Bei Bulldozer könnte man noch mutmaßen, es könnte das neue Design sein, daß fehlerhaft ist und deshalb in eine neue Design- und Evaluationsrunde muß. Aber Llano zeigt, daß dies eventuell nicht so wahrscheinlich ist. AMD verbastelt in der APU auch nur alte CPU Technik, lediglich die iGPU-Verschmelzung mit der CPU und dem Uncore ist neu und wenn dort Fehler auftreten, sind die eventuell schneller bereinigt als grobe Logikschnitzer im CPU Kern oder der iGPU. Daß Llano eben trotz 32nm mit 1,4 Volt betrieben werden muß/soll, macht eigentlich einen schlechten Prozeß als Bösewicht verantwortlich - so lese ich zumindest die im Netz und in den Magazinen schwirrenden "Fachartikel" zu diesem Thema.
Ergänzung ()

Felixxz21 schrieb:
Also ich bitte dich, man muss kein übelster Euphoriker sein, um sich von AMD zu erhoffen, dass sie nach 5 Jahren Mittelmaß und Entwicklungszeit für die neue CPU es schaffen, Intel wenigstens im Bereich 300-400$ wieder zu schlagen.
Gesunde Konkurrenz ohne mörderische Kriege ist gut für die progression, Evolution und letztlich für den Endkunden. Du darfst nicht glauben, ich würde mir Chipzilla als einzig übrigbleibenden CPU Konzern wünschen! Ich habe gesehen, wo wir seit 1994 mit Intels Killerstrategie im Gespann mit Windows gekommen sind. Bis Mitte der 1990iger Jahre hatten wir taugliche, rasend schnelle 64Bit CPUs mitsamt hervorragender Betriebssysteme, eine heterogene Softwarelandschaft und gutes Personal. Heute haben wir Einheitsschei... a la x86 und was danach kam... Und Windoof. Und jede Menge M$-oder Linux-zertifizierte Knöpfedrücker. Eine Retrospektive lohnt sich - aber bitte in Relation zur Entwicklung. Und wir mußten dann auch bis 2003 warten, bis wir wieder mit vernünftigen Finanzmitteln 64Bit rechnen durften - Dank AMD.


Und ich hoffe keinesfalls, dass AMD solange wieder Aufgüsse bringt wie jetzt. Intel hat seine Architektur kontinuierlich weiterentwickelt und damit tolle CPUs gebaut und da muss AMD auch hin.
Es reicht nicht zu sagen "hey unsere jetztige CPU ist toll, ruhen wir uns doch mal für paar Jährchen aus". Das funktioniert nicht im Consumer Markt und das funktioniert bei den Servern auch nicht.

Aber genau das hat AMD nach 2003 bis 2006 doch auch getan! Sich auf Lden Lorbeeren der AMD64-Erfindung ausgeruht. Das Dual-Kerne-Design war von Anfang an in das AMD Design implementiert und konnte deshalb schnell und günstig mit einer passenden Strukturbreitenverkleinerung auch eingeführt werden. Intel hat zwar kontern können, aber wir wissen ja alle, daß man auf diesen ominösen P4-Dual-Cores problemlos hat eine vollwertige Mittagsmahlzeit zubereiten können. Diese Schockphase hatte große Einbrüche im Servermarkt zur Folge, die sich natürlich AMD geschnappt hat.
Intel war schwerfällig, ist es vielleicht auch heute noch, aber man darf sich nicht versteigen und meinen, das Unternehmen sei machtlos. Intel ist ein gigantischer Koloß, der auf vielen Entwicklungsgebieten firmiert. Chipzilla betreibt großangelegt Forschung und tritt als Ptenträuber und -einkäufer auf. Je mehr Chipzilla verdient, desto größer kann man werden, desto mehr Patente kann man schlucken. Überdies kann Intel derzeit über zwei große, völlig verschiedene Vielzweckmikroprozessorarchitekturen gebieten: die altertümliche x86 Architektur, die um 64Bit Erweiterungen modernisiert wurde und das reinrassige 64Bit RISC Geschoß Itanium, daß leider bleischwer auf der Startrampe zu verharren gedenkt. Dennoch, sollte sich, durch was auch immer, in den nächsten zwei oder drei Jahren der Wind ändern, so wird Intel wesentlich besser auf solche Kurswechsel reagieren können als AMD. Leider ist es in der Natur nun mal so, daß Habenichtse, wenn sie absolut soundsoviel verlieren, relativ schnell am Existenzminimum sind als solche, die zwar genausoviel verlieren, aber eine ungleich größere Masse aufzuweisen haben (nur bei Sternen ist das nicht immer so, da verglühen die Großen schneller).
Kurzum, AMD muß ganz schön strampeln ... und strampelt bislang gut. Auch wenn ich da wenig Hoffnung sehe, daß das Unternehmen den Massenverlust der letzten 5 Jahre in so kurzer Zeit wie zwischen 2003 und 2006 wieder aufholen kann.

Dass die Server und Workstationprozzis toller werden als die am Desktop, wag ich zu bezweifeln. Für Sachen wie Cinebench werden viele große Server/Workstations gebaut und wenn da schon so schlecht abschneidet - dann doch lieber SBE.
Toll wäre +30% auf 2600K bei reinem Multithreaded, dann würde er im Servermarkt sicher was reißen. Aber so?

Es ist aber meistens so, daß die professionellen CPUs wesentlich besser sind als die Konsummarktprozessoren. Mag sein, daß in der Spielefrickelkiste ein übertakteter Klotz seine zwei Jahre überstehen mag, im Labor oder im Serverraum muß so ein Apparat 24 Stunden jeden Tag über mehrere Jahre ausfallsicher arbeiten können. Intels Massenmarktkäse kann seit Generationen keinen ECC Speicher ansteuern - AMDs Prozessoren konnten das. Und ECC ist für mich noch immer ein sine conditio qua non.

Was soll 'reines multithreaded' sein? Software, die sich sehr gut parallelisieren läßt, profitiert von jeder weiteren echten CPU mehr als von 30% Taktsteigerung, die ja meistens auch mit enormer Wärmeentwicklung verbunden ist und wiederum Grenzen setzt. Wir können sogar nachvollziehen, daß ein 6-Kern Westmere mit 2,93 GHz einem 3,3 GHz 2600K deutlich um fast 45% davonzieht. Diese 45% sind eben die 50% mehr Prozessorkerne und das scheint immer noch so effizient zu sein, daß der Taktunterschied insignifikant ist. Aber nicht umsonst ist es wichtig bei der Zusammenstellung seines Wunschrechners, daß man den sogenannten "Workload" sehr gut kennt.
 
Solche Benchmarks dienen zu diesem Zeitpunkt der reinen Unterhaltung. Weder sind diese Ergebnisse wirklich überprüfbar noch sind die Motive des Erstellers einfach eruierbar.
 
Eisenfaust schrieb:
Die Gerüchteküche mixt immer Phantastisches mit Tatsächlichem, bevor ich mich absolut festlege, warte ich auch lieber den offiziellen Start des Bulldozers ab .

Und genau das fehlt mir bei der Umfrage als Option ;)

Woher soll ich wissen, ob diese Benches authentisch oder aus den Fingern gesogen sind - und wenn sie falsch sind, ob der Bulldozer besser wird oder nicht ? Ich warte da lieber auf offizielle Benchmarks
 
@ Eisenfaust /all

in erster Linie spreche ich von meinem "User Verhalten". Und wenn ich mir einen neuen PC kaufe, dann soll der auch seine nächsten 3-5 Jahre halten (das Mainboard in erster Linie) Grafikkarten kommen so alle 1-2 Jahre neue rein, CPU´s mehr aus Fun alle 1-2 Jahre.
Mein altes System bestand aus einem Intel Quad 9650@4ghz und einem P35 Board. Das Board kam aus Mitte 2007. Wie du daran erkennst, wechsele ich ungern die Mainboards, erwarte aber das man im Gegenzug auch dementsprechend Lange neue CPU`s einbauen kann. Auf meinem P35 Board hatte ich zuerst einen E4400, dann einen E6850, dann den Q9650. Beim Z68 Board kann man eben wieder so machen (erst einen "schwachen" i3 2xxx, dann einen stärkeren i5/i7 und zuletzt einen starken Ivy und schon sind wieder 4 Jahre rum.
Beim AM3+ Board musste ja min. zu einem starken X4/x6 greifen um überhaupt den i3 anzugreifen. Und die X4/X6 sind richtige "Stromvernichter" im Vergleich zu den i3´s. Dann kann man einen Bulldozer nehmen und dann ist schicht. Die nächsten Bulldozer werden keinen AM3+ Sockel mehr unterstützen.

Ich bin auch kein Intel Fan, meine 2 Systeme davor waren AMD Systeme davor wieder Intel. Nur finde ich das seit geraumer Zeit die Intels einfach die "runderen" Produkte auf den Markt bringen.

Wie gesagt das ist mein persönliches Empfinden, gekoppelt mit meinen Vorlieben und meinen Anwendungsgebieten. Meinen "Spielepc" benutze ich nunmal zum 70% zum Gamen, ein wenig Inet, Bluray, und Office (wobei ich hierfür einen richtigen Office Rechner habe).
Ergo soll die CPU in Games möglichst schnell sein. Mag ja sein das ein X6 in "speziellen" für mich uninteressanten Anwendungen aufgrund der 6 Kerne (beim Bulldozer 8) schneller ist, nur interessieren tuts mich null - weil ich es einfach nicht brauche.

Fakt ist das die derzeitige Technologie von Intel in Spielen nun mal sehr gut sind und das wird sich mit der Ivy nicht ändern, da der Ivy in erster Linie ein Die Strink, gekoppelt mit ein paar kleineren Verbesserungen sein wird. Anders AMD: Die stehen nicht gerade gut da (Verhältnis Watt/FPS/Preis) und das wird sich "unter Garantie" mit dem Bulldozer der 1. Generation nicht ändern. Klar hier und da gibt es ein paar Games wo der BD Punkten kann, aber das Teil wird zuviel Strom "fressen" bei insgesamt zu wenig Leistung.

Und schon allein der Umstand, das AMD die 32nm nicht auf die "Kette" bekommt und Intel spielend mit dem Wechsel auf 32nm umging und selbst die 22nm keine sonderliche Hürde sein wird, macht das den AMD auch nicht gerade "vertrauenswürdig".


Jetzt aber fragt man sich zurecht woher zum Geier ich das alles wissen will. Ich könnte behaupten "ich habe so meine Quellen" - alles Käse: Ist einfach so die Jahrzehnte lange Erfahrung und Verfolgung dieser Branche.

Zu guter Letzt muss sich aber jeder diese Frage stellen was man eben will und welche Anwendungsgebiete damit "erledigt" werden sollen.

Alle die aber glauben das der Bulldozer gerade in Games den Intels "davon" rennt, werden nach dem NDA garantiert wieder auf den harten Boden der Tatsachen "auftreffen".
 
Rollensatz schrieb:
@ Eisenfaust /all

in erster Linie spreche ich von meinem "User Verhalten". Und wenn ich mir einen neuen PC kaufe, dann soll der auch seine nächsten 3-5 Jahre halten (das Mainboard in erster Linie) Grafikkarten kommen so alle 1-2 Jahre neue rein, CPU´s mehr aus Fun alle 1-2 Jahre. .

Diese Strategie erachte ich beim Sockel als schwierig durchführbar. Das mag vielleicht beim Sockel 1155 funktionieren (beim Sockel 1366 eher nicht und beim 1156 schon gar nicht). Ich kaufe lieber häufiger ein neues Mainboard. Die Preise sind im Vergleich zu der CPU und Grafikkarte normalerweise gering (gerade für Gamer mit Ansprüchen). Als Gamer weisst du ja selber, dass die Grafikkarte entscheidend beim Verbrauch ist.

Ich sitze hier an einem AMD System, im Normalbetrieb läuft es mit Total ca. 50 Watt. Es ist völlig lautlos mit nur einem langsamen 5 Volt Lüfter (ansonsten ist alles passiv inkl. einer SSD). Für mich ist hier AMD eindeutig das rundere Produkt (Grafik/CPU/Verbrauch/Preis).
 
Zuletzt bearbeitet: (weisst)
und so unterschiedlich ist nun einmal das persönliche Empfinden. Und weißte was - sei glücklich mit deinem AMD System genau so wie ich davor auch glücklich war mit meinem 2 vorigen AMD Systemen.

Ich wechsel eben ungern die Mainboards, da man eig. immer das System neu aufspielen muss. Und ein System was seit 3 Jahre läuft, installiere ich nicht eben in 2 Std. neu. dazu bräuchte ich schon einige Zeit bis alles wieder so läuft wie es sein soll. Und dazu habe ich weder die Zeit noch Lust dazu. (weswegen bei mir auch immer noch Win XP läuft)
Der 1156 Sockel war ne Frechheit von Intel, gar keine Frage. Aber der 1155 ist wieder gut. Und der 1366 ist eben die High-End Sparte, die ist ja immer noch aktuell - kommt ja erst im 4. Quartal der Nachfolger raus.
 
Sockel 1366 und Sockel 1156 sind bis heute noch voll ausreichend für jeden Zocker Rechner. Mein 1156 steht jetzt auch schon 2 Jahre neben mir mit der selben CPU und reicht immer noch Top für alles aus.
Der Sockel 1366 wurde Q4 2008 eingeführt und hat seine Dienste getan. Heute, Q3 2011 brauch der sich vor Sandy immer noch nicht zu verstecken und schon gar nicht vor den amtierenden Top CPU´s von AMD.

Ich wünsche mir einen gesunden Chiphersteller AMD. Habe aber das Gefühl, dass AMD immer noch versucht Intel Paroli zu bieten, was viel Geld kostet und schwer ist. Wenn man klein ist und die Ressourcen limitiert sind, dann punktet man am besten, in dem man sich spezialisiert. Da ist aus meiner bescheidenen Sicht bei AMD noch nicht der Fall.
 
Ich wechsle mein PC System (also MB und CPU) auch in der Regel alle drei bis vier Jahre. Graka wird zwischenzeitlich öfters ausgetauscht. Die Leistungssteigerungen bei den CPUs sind ja seit Jahren nicht mehr so weltbewegend - im Vergleich zu den GPUs.

Mein vorheriges System bestand aus einem GB AM2-Board plus AMD 4850e (Dualcore). Hatte mir bis Anfang 2011 treue Dienste geleistet. Ich wollte eigentlich bei AMD bleiben und mir den BD holen. Nachdem beim SB-Launch der BD auf das Q2/11 verschoben wurde bin ich aufgrund der hohen Performance zu SB gewechselt. Hatte wohl irgendwie schon eine Vorahnung, daß das mit dem BD noch etwas länger dauern wird. Und mein 4850e schwächelte halt bei einigen Anwendungen etwas. Nach drei bis vier Jahren merkt man aber auch ein CPU-Upgrade deutlich. Von daher habe ich das Upgrade auf SB im Januar nicht bereut; trotz des B2-MB-Debakels von Intel, von welchem ja alle Käufer eines P67-MB betroffen waren.

Was die zu erwartende Leistung des BDs angeht: Ich rechne schon damit, daß der FX-8150 bei massiven MT-Anwendungen im Schnitt ca. 20% schneller sein wird als der i7-2600k (Taktparität vorausgesetzt). Wenn man einkalkuliert, daß der 8150 um 33% mehr Kerne hat als der Thuban und gleiche IPC gegenüber desselbigen vorraussetzt dann sollte sich das ausgehen. Habe in meiner Kalkulation natürlich etwas Leistung abgezogen, da beim BD-Modul ja nicht alle Einheiten doppelt vorhanden sind, so wie bei einem Dual Deneb/Thuban-Core der Fall ist. Andererseits rechne ich bei Anwendungen, welche nicht alle Kerne/Module ausreizen mit einer deutlichen höheren Performance des SB, u. a. natürlich auch Spiele. Wobei es bei letzteren ohnehin zu 90% auf hohe Graka-Leistung ankommt. Es dürfte durchaus auch Extremsituationen geben, wo der BD langsamer als ein Deneb/Thuban ist; SuperPi z. B.

Aber lassen wir uns überraschen. Allzulange dauerts ja nicht mehr; ich drücke AMD jedenfalls die Daumen - ist gut für uns alle. Und eigentlich möchte ich beim nächsten Systemwechsel (also in gut 3 Jahren) wieder gerne zu den Grünen wechseln :D.

Grüsse,

Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
MRM schrieb:
Und genau das fehlt mir bei der Umfrage als Option ;)

Woher soll ich wissen, ob diese Benches authentisch oder aus den Fingern gesogen sind - und wenn sie falsch sind, ob der Bulldozer besser wird oder nicht ? Ich warte da lieber auf offizielle Benchmarks

Die Umfrage zielt nur auf deine persönliche Meinung und dein Vorabgefühl ab. Selbst wenn du sagst, die Benches sind Müll, hast du doch trotzdem bestimmt ne Meinung zum Bulldozer, z.B. "ich denke er wird in Multithreaded schneller als der 990X, bei weniger Kernen allerdings auf 2400/2500K Niveau zurückfallen". Und diese Vorabmeinungen will ich sammeln, um zu sehen wie das Image des Bulldozer vor Launch ist. Und es ist nicht gut wie man sieht, 16% denken er wird ein richtiger Mistprozessor und der Großteil (57%) rechnet zwar damit, dass die CPU irgendwie brauchbar wird, aber eben gesamt trotzdem nur Mittelmaß ist und Intel nicht wie gehofft schlagen kann. Nach 5 Jahren wäre das wünschenswert gewesen.

Rollensatz schrieb:
Ich wechsel eben ungern die Mainboards, da man eig. immer das System neu aufspielen muss.

Nein muss man nicht. Du kannst einfach deine Festplatte/SSD in nen anderen PC stecken, egal ob Intel/AMD oder welches MoBo, und nach ein paar Neustarts hat Windows die passenden Treiber aktiviert (und die alten deaktiviert) und du kannst arbeiten wie vorher. Die Info stammt aus der PCGH.
 
Felixxz21 schrieb:
Die Umfrage zielt nur auf deine persönliche Meinung und dein Vorabgefühl ab.

Mein Vorabgefühl sagt mir - abwarten ;)

Selbst wenn du sagst, die Benches sind Müll, hast du doch trotzdem bestimmt ne Meinung zum Bulldozer, z.B. "ich denke er wird in Multithreaded schneller als der 990X, bei weniger Kernen allerdings auf 2400/2500K Niveau zurückfallen". H.

Auf der Basis von was sollte ich so etwas denken? Dazu ist die Architektur des BD zu .... sagen wir ungewöhnlich. Wenns nur ein Die-shrink + etwas angehobene Taktfrequenz wäre, dann könnte man in etwa abschätzen wie schnell der BD wird, aber in diesem Fall? Da muß sich ja überhaupt erst zeigen, wie gut die Software mit dieser Modulbauweise zurecht kommt, da zu sagen "wird bestimmt schneller/langsamer als xy" wäre reine Raterei ( dürfte auch sehr stark vom jeweiligen Programm abhängen ) - ergo läufts darauf hinaus ob man die Benches für authentisch hält. Aber auch da hats schon beides gegeben. Jemand mit Zugriff auf die CPU hat einen inoffizellen Vorabtest gemacht, oder aber ein Faker wollte sich wichtig machen. Beides halte ich für prinzipiell möglich.

Ich warte da lieber einfach mit neutraler Grundhaltung ab, in 3 Wochen wissen wir dann hoffentlich mehr - gespannt bin ich auf jeden Fall, auch wenn ich aktuell nicht unbedingt eine neue CPU benötige :)
 
Nein muss man nicht. Du kannst einfach deine Festplatte/SSD in nen anderen PC stecken, egal ob Intel/AMD oder welches MoBo, und nach ein paar Neustarts hat Windows die passenden Treiber aktiviert (und die alten deaktiviert) und du kannst arbeiten wie vorher. Die Info stammt aus der PCGH

Nenn mich "altmodisch", aber meine Erfahrung sagt da was anderes - dadurch entstehen "lose" Datenfragmente und alte "Treiberleichen" die auf dem System bleiben und nicht gerade förderlich für die Systemstabilität sind.

Ich setze lieber alles neu auf...
 
Knuddelbearli schrieb:
ich erwarte/erhoffe mir ne Leistung zwischen nem 6 und 8 Kerner von Intel tedenz eher zum 6 Kerner

bzw eventuell auch leicht darunter da die Intel 6 und 8 Kerner ja deutlich mehr Cache haben und das bei sovielen Threads schon wichtig wird


Und genau diese Träumereien sind fehl am Platz. Wer ernsthaft glaubt, Bulldozer könne einen 6 Kern SB-E überflügeln, hat definitiv seine Erwartungen zu hoch eingestuft.
 
Ist es korrekt, dass die Spekulation am 1. September ein Ende hat, weil CB & Co. die Tests veröffentlichen dürfen?

Falls nein, wann kann man denn mit einem Release rechnen von einem CB-Test?
 
das tät mich auch mal sehr interessieren.
 
Es gibt bisher kein NDA oder irgendwas für uns. Wir kennen so viel wie ihr a.k.a nichts^^
Also rechnet nicht mit dem 1. September. Wo kommt der Termin eigentlich her?
 
Wenn man also keine offziellen Veröffentlichungs-Termine hat, die Testcenter noch nicht am werkeln sind - bisherige Benchmarks auf vermutlich älteren Steppings beruhen, dann VERMUTE ich mal, dass der Bulldozer wirklich entweder einen größeren Fehler hat oder sogar im Vergleich zum Vorgänger Modell keine/kaum Mehrleistung bietet.

Was würde es für einen Sinn für AMD machen, die Veröffentlichung so lange zu verzögern wenn es anders wäre?
Warum wird für das nächste Jahr gleich die Nachfolgegeneration angekündigt und kein neues Stepping oder höher getaktete Modelle?

Na klar, sind alles Spekulationen, aber keine Firma die ein wirtschaftliches Interesse hat, wird ihre Produkte ohne Grund verzögern!

edit: Ich habe kein gutes Gefühl bei dieser CPU.
 
Scheinbar wir der Bulldozer nächste Woche ausgeliefert: http://www.hartware.de/news_52578.html

Mal sehen ob dann bald mal erste Testergebnisse kommen, riesige Leistungssteigerungen erwarte ich aber nicht. AMD hatte in der Vergangenheit immer nur kleine schritte gemacht.
Trotzdem bin ich gespannt ob sich die Gerüchte bewahrheiten....
 
Erstmal ist es nen Gerücht, dass man nächste Woche ausliefert, zudem sagt es gar nix über die wirkliche Verfügbarkeit geschweige denn die Vorstellung vorher. Ich erinnere an die erste Llano-Auslieferung Ende März: http://blogs.amd.com/fusion/files/2011/04/image001.jpg - Vorstellung war dann offiziell Mitte Juni, die Verfügbarkeit bei den Notebooks fängt in Deutschland quasi erst jetzt richtig an.

Also nehmen wir an das Gerücht wäre war, dann rechne mal. Da kommt ein Termin raus, der den vermuteten "19. ..ember" in 19. November enden lässt.
 
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