Tja, peinliche Aktion. Der Eintrag zu "Dooring" ist auch geil. Andere Gefährden kostet 40€. Wenn dabei jemand gefährdet wird, 50€. Korrekt muss es heißen, wenn dabei ein Sachschaden entsteht.
Da wollte die Polizei mal cool und lustig sein und dann verkackt sie es bei den wichtigen Dingen. Von einigen Schreibfehlern ganz zu schweigen. Setzen, Sechs!
Zum eigentlichen Thema: Ich finde die Zeitzuschläge bei Parkverstößen völlig bescheuert. Entweder ich parke falsch, oder eben nicht. Was soll da eine Stunde bzw. 3 Stunden dran ändern? Der Verstoß ist ja das Parken an sich. Wie "dolle falsch" man parkt wird ja schon unterschieden anhand der verschiedenen Orte (Am Zebrastreifen, in der Feuerwehrzufahrt etc.). Was soll einem das also sagen? Es ist "okayer" falsch zu parken wenn es weniger als eine Stunde dauert? Ist es dann auch nicht so schlimm sturzbesoffen zu fahren, wenn man nur 30 Km fährt statt 50?
Einige Anhebungen gehe ich voll mit, bei den Geschwindigkeitsübertretungen im Grunde auch, aber der Bußgeldkatalog ist dabei nur die halbe Wahrheit. Heutzutage zu schnell zu fahren ist viel "leichter" als noch vor ein paar Jahren. Nicht weil die Autos so viel Leistung hätten, sondern weil die Straßen gefühlt im Sekundentakt mit neuen Begrenzungen zugepflastert werden. Und das leider größtenteils ohne Sinn und Verstand, einfach weil man es kann (und will). 70 auf einer nagelneuen, schnurgeraden Landstraße. 50 in einer "Kurve", die den Namen nicht verdient, weil selbst ein durch die HU gerasselter 2CV mit Fahrradreifen da mit 100 locker durchfahren könnte (wenn das Modell die denn überhaupt schafft

). Jedes Mal, wenn man eine Strecke längere Zeit nicht gefahren ist, kann man fast sicher sein, dass beim nächsten Mal wieder irgendwas verschlimmert wurde.
Von mir aus könnten die Strafe noch zig Mal härter ausfallen, unter einer Bedingung: Sämtliche Begrenzungen werden geprüft und nur so wieder eingesetzt, wie es wirklich Sinn ergibt. Und nein, 70 zu machen um die paar Bekloppten davon abzuhalten mit 150 zu fahren weils bei 140 brenzlig wird, ist absolut nicht sinnvoll. Leider ist genau das fast immer der Hintergrund. Vergangene Unfälle werden angeführt, aber auf die Frage bei welchen Bedingungen die zustandekamen wird rumgedruckst. Aus 100 70 zu machen, weil mal wieder ein besoffener Halbstarker meinte mit Papis Karre nachts mit 160 da langzuballern ist einfach nur bescheuert und bestraft all jene, die da tagein, tagaus aufmerksam und konzentriert ihre 100 gefahren sind (und natürlich nie auch nur den Ansatz eines Problems hatten). Die Fahrzeiten steigen und steigen, aber gewonnen hat man nichts, weil 99,9% alle Fahrer auch vorher völlig korrekt und weitestgehend risikofrei unterwegs waren. Die paar anderen interessieren die Regeln aber ohnehin nicht.