Neuer Bußgeldkatalog -> Zustimmung oder mehr Konfliktpotenzial?

Binalog schrieb:
Würden sich alle an §1 StVO halten gäbe es diese Probleme gar nicht.
Da muss ich dir leider zustimmen. Bin ja hin und wieder mit dem Carsharing Auto unterwegs und was man da teilweise an ignoranten und arroganten Fahrverhalten von Autofahrer*innen und Radfahrer*innen erlebt ist echt erschreckend.
 
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Ich hab gehört das man seinen Führerschein abgeben müsste wenn man erwischt wird wie man besoffen mit den E Rollern fährt. Wozu sollen die Dinger denn da sein wenn man damit nicht nach dem Saufen nachhause fahren kann?
 
Was soll man dazu noch sagen... Ich poste ja viel, aber irgendwann fehlen auch mir die Worte :(
 
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Das war Spaß, so halbwegs zumindest. Es ging darum das ich damit nach dem Club nachhause wollte weil die Bahn hier so selten fährt nachts. :)

Was passiert denn mit Leuten die keinen Führerschein haben? Warum wird man bei einem E Roller bei dem man an sich keinen Führerschein braucht dann Unterschiedlich behandelt?

Oder stimmt das gar nicht?
 
Dann nimmt man ein Taxi?
Wenn das zu teuer ist vielleicht ein paar Drinks einsparen...

Und ja, als Radfahrer, und auch als E-Scooter-Fahrer kannst du deinen Fuehrerschein verlieren wenn du betrunkten im Strassenverkehr unterwegs bist. Zumindest bei Radfahrern ist soweit ich weiss die Promillegrenze hoeher, ob das bei E-Rollern auch der Fall ist weiss ich nicht.

Du bekommst als Radfahrer gegebenenfalls sogar Punkte selbst wenn du keinen Fuehrerschein hast, ich denke bei E-Scootern gilt das auch. Als potenzieller Fahranfaenger kann einen das sogar kraftig in den Arsch beissen.
Die Probezeit kann laenger ausfallen, und es kann sogar sein das du mit dem Schein warten musst bis die Punkte verfallen wenns zuviele sind.
Ergänzung ()

Betrunkene Fussgaenger sind auch nicht so harmlos. Vor ein paar Jahren haben es bei uns in der Umgebung im Abstand von ein paar Wochen zwei Typen im besoffenen Kopf gedacht das die Strasse wohl sehr bequem zum schlafen sei. Beide ueberfahren, beide Tot.
 
Ranayna schrieb:
Dann nimmt man ein Taxi?
Wenn das zu teuer ist vielleicht ein paar Drinks einsparen...
Drinks einsparen Nein, Taxi nehmen Ja.
Mach ich ja jetzt auch nicht anders, ich wollte nur mal allgemein wissen wie das jetzt ist weil diese Roller gibts nun auch bei uns.
 
Dominion schrieb:
Kein Fahrer eines modernen Autos kann bei gleichzeitiger Beachtung des Verkehrs, der Beschilderung (-> Verkehrsregeln) und des Umfeldes permanent gewährleisten, innerorts nicht 57 statt der vorgeschriebenen 50 km/h zu fahren. Kein normaler Fahrer kann das ohne den Blick auf das Tachometer abschätzen.
Tempomat nutzen? Ich bin damit sehr gut unterwegs und sogar immer bremsbereit, weil mein Fuß schon auf dem Bremspedal ruht.

Edit: Ach ja, tt: Ich denke nicht, dass sich viel ändern wird. Wurde ja schon häufig geschrieben: Viel zu wenig Kontrolle.
 
Ranayna schrieb:
Betrunkene Fussgaenger sind auch nicht so harmlos. Vor ein paar Jahren haben es bei uns in der Umgebung im Abstand von ein paar Wochen zwei Typen im besoffenen Kopf gedacht das die Strasse wohl sehr bequem zum schlafen sei. Beide ueberfahren, beide Tot.
Ich hätte solche Geschichten ja selbst nie geglaubt, aber es gab tatsächlich auf dem einen oder anderen Dashcam Kanal Videos davon, wie Leute auf der Straße schliefen.
Manchmal bieten diese Kanäle eine wahre Inspiration für Verhalten, das bestraft werden sollte. Heute gesehen: Jemand biegt in eine Seitenstraße ein und parkt auf der Gegenfahrbahn direkt vor dem entsprechenden Vorfahrt gewähren Schild. Da schaut man auch erst mal etwas fassungslos drein. Kostet neuerdings wahrscheinlich 55 anstatt 25 Euro.
Muss man sich auch mal zu Gemüte führen, dass mal eben auf der Fahrbahn parken und ggfs. für massive Behinderungen zu sorgen so günstig ist. Da gehört ja schon eine ordentliche Portion Ignoranz dazu.
 
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Eben folgende Grafik erhalten, sehr erheiternd 😁😁

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Tja, peinliche Aktion. Der Eintrag zu "Dooring" ist auch geil. Andere Gefährden kostet 40€. Wenn dabei jemand gefährdet wird, 50€. Korrekt muss es heißen, wenn dabei ein Sachschaden entsteht.
Da wollte die Polizei mal cool und lustig sein und dann verkackt sie es bei den wichtigen Dingen. Von einigen Schreibfehlern ganz zu schweigen. Setzen, Sechs!

Zum eigentlichen Thema: Ich finde die Zeitzuschläge bei Parkverstößen völlig bescheuert. Entweder ich parke falsch, oder eben nicht. Was soll da eine Stunde bzw. 3 Stunden dran ändern? Der Verstoß ist ja das Parken an sich. Wie "dolle falsch" man parkt wird ja schon unterschieden anhand der verschiedenen Orte (Am Zebrastreifen, in der Feuerwehrzufahrt etc.). Was soll einem das also sagen? Es ist "okayer" falsch zu parken wenn es weniger als eine Stunde dauert? Ist es dann auch nicht so schlimm sturzbesoffen zu fahren, wenn man nur 30 Km fährt statt 50?

Einige Anhebungen gehe ich voll mit, bei den Geschwindigkeitsübertretungen im Grunde auch, aber der Bußgeldkatalog ist dabei nur die halbe Wahrheit. Heutzutage zu schnell zu fahren ist viel "leichter" als noch vor ein paar Jahren. Nicht weil die Autos so viel Leistung hätten, sondern weil die Straßen gefühlt im Sekundentakt mit neuen Begrenzungen zugepflastert werden. Und das leider größtenteils ohne Sinn und Verstand, einfach weil man es kann (und will). 70 auf einer nagelneuen, schnurgeraden Landstraße. 50 in einer "Kurve", die den Namen nicht verdient, weil selbst ein durch die HU gerasselter 2CV mit Fahrradreifen da mit 100 locker durchfahren könnte (wenn das Modell die denn überhaupt schafft :evillol:). Jedes Mal, wenn man eine Strecke längere Zeit nicht gefahren ist, kann man fast sicher sein, dass beim nächsten Mal wieder irgendwas verschlimmert wurde.

Von mir aus könnten die Strafe noch zig Mal härter ausfallen, unter einer Bedingung: Sämtliche Begrenzungen werden geprüft und nur so wieder eingesetzt, wie es wirklich Sinn ergibt. Und nein, 70 zu machen um die paar Bekloppten davon abzuhalten mit 150 zu fahren weils bei 140 brenzlig wird, ist absolut nicht sinnvoll. Leider ist genau das fast immer der Hintergrund. Vergangene Unfälle werden angeführt, aber auf die Frage bei welchen Bedingungen die zustandekamen wird rumgedruckst. Aus 100 70 zu machen, weil mal wieder ein besoffener Halbstarker meinte mit Papis Karre nachts mit 160 da langzuballern ist einfach nur bescheuert und bestraft all jene, die da tagein, tagaus aufmerksam und konzentriert ihre 100 gefahren sind (und natürlich nie auch nur den Ansatz eines Problems hatten). Die Fahrzeiten steigen und steigen, aber gewonnen hat man nichts, weil 99,9% alle Fahrer auch vorher völlig korrekt und weitestgehend risikofrei unterwegs waren. Die paar anderen interessieren die Regeln aber ohnehin nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
knoxxi schrieb:
Eben folgende Grafik erhalten, sehr erheiternd 😁😁
Mit 100 durch eine 30er Zone heizen kostet mich nur 800€ und 3 Monate Fahrverbot?!
Wie wäre es mit einer lebenslangen Sperre und 80000€ Geldstrafe?!
 
pitu schrieb:
Mit 100 durch eine 30er Zone heizen kostet mich nur 800€ und 3 Monate Fahrverbot?!
Und wie siehst du das Thema Stadtautobahn innerorts, Tempo 80 vorgeben (Aufgrund Lärmschutz) und mit 150 erwischt. Ähnlich schlimm?

Mal noch ganz grundsätzlich. Bei machen Dingen wäre es schonmal schlicht ausreichend, wenn man es überhaupt kontrolliert.
Beispiel: Bei uns im Wohngebiet ist ein großes Gymnasium mit angrenzender Buswendehaltestelle.
Das die Lehrer (und teilweise die älteren Schüler) tagsüber die ganzen Wohngebiete zuparken ist noch nicht mal so das Problem. Ich bin tagsüber nicht da, juckt mich also weniger.
Was mich allerdings immer enorm nervt ist das ständige Halten und Parken der Eltern im der Halteverbotszone vorm Schuleingang.
Die Straße dort ist ohnehin nicht sehr breit weshalb dort Halten beidseitig verboten ist. Nichts desto trotz stehen da täglich zu Schulende zig Eltern in Reih und Glied um ihre Sprösslinge abzuholen. Das führt dazu, dass es so eng ist das kaum noch ein Auto durchpasst, geschweige denn zwei Autos.
Aufgrund dessen kam es allein bei mir in den letzten 1,5 Jahren sicher zu 5-10 gefährlichen Situationen mit Begegnungsverkehr der von der kurz darauf an schließenden Hauptstraße eingebogen ist und wir beide eine Vollbremsung hinlegen mussten.
Da stelle ich mir doch ganz einfach die Frage: Warum wird sowas bekanntes nicht auch mal geahndet und kontrolliert? Das ist ja keine Ausnahme sondern zu Schulzeiten tagtäglich die Regel.

Das schönste ist: Wenn man dann die Leute selbst mal drauf hinweist, dass hier Halteverbot ist, bekommt man nur ungläubige Blicke und die immer gleiche Ausrede „Ich will ja nur schnell mein Kind abholen, das dauert ja nicht lang“. Dass das Kind die 100m zum Schulparkplatz läuft ist im 21. Jahrhundert vermutlich zuviel verlangt.

Kurzum aber: Was helfen denn die tollsten Strafen wenn es seltenst kontrolliert wird, wo es bekanntermaßen Probleme gibt?
Ob jetzt nachts einer mit 130 statt 100 über die leere Bundesstraße ballert juckt doch niemanden.
 
Ein ähnliches Problem hatten wir auch. Eltern haben unsere Firmenzufahrt zugeparkt um ihre Kinder von der Grundschule abzuholen.
Uns ein paar mal vor Ort bei der örtlichen Polizeidienststelle beschwert und seit dem grüßte täglich der Schutzmann zu den üblichen Schulschluss/beginnzeiten.

Begeistert waren die Eltern natürlich nicht. 😉

Khaotik schrieb:
Ähnlich schlimm?
Jep. Geschwindigkeit ist Geschwindigkeit.
 
Khaotik schrieb:
Und wie siehst du das Thema Stadtautobahn innerorts, Tempo 80 vorgeben (Aufgrund Lärmschutz) und mit 150 erwischt. Ähnlich schlimm?
Nein, denn auf der Stadtautobahn spielen i.d.R. keine Kinder.
 
Khaotik schrieb:
Kurzum aber: Was helfen denn die tollsten Strafen wenn es seltenst kontrolliert wird, wo es bekanntermaßen Probleme gibt?

Bin ich voll bei Dir. Da fehlt aber das Personal. Hier bei uns könnte man sich jede Nacht dumm und dämlich verdienen, tagsüber ein weniger dumm und dämlich. Da ist keine Feuerwehranfahrtszone nicht zugeparkt. 5m zur Kreuzung interessiert auch keine alte Sau oder die Karre mit 2 Reifen am Gehsteig usw. usw.
Im Prinzip sind mir so Dinge wie 5m zur Kreuzung oder der Gehsteig recht egal, stört nachts keinen Menschen, aber die Feuerwehrzufahrt geht gar nicht oder wenn die Karre so aufm Gehsteig steht, dass man net mal mehr als Fußgänger vorbei kommt.

Bei uns hier ist der Kindergarten/Grippe sogar in einer Spielstraße, interessiert die werten Eltern kein Stück. Wehe man kommt da zu Bring- oder Abholzeiten vorbei.
Problem ist das Personal.

Ich kapier das heutzutage sowieso nicht. Meine Eltern haben mich keine 10x mit dem Auto zur Schule gefahren oder wieder abgeholt. Grundschule sind wir gelaufen oder mit Rad, weiterführende Schule dann mit dem Bus.
Will hier gar nicht die Generationen Diskussion aufmachen. Jede "alte" Generation hält die nächste für Pfeifen. Ist der Lauf der Dinge, aber wir waren auch nicht besser, anders ja, aber nicht besser.

Urteile über welche Geschwindigkeit wo die richtige ist Maße ich mir nicht an. Gefühlt geb ich Dir auch bei dem Punkt recht, aber ich bin nur Teilnehmer und kein Verkehrsplaner.

Khaotik schrieb:
Ähnlich schlimm?

Wird ja auch mit innerorts und außerorts anders gewichtet im Bußgeldkatalog. Autobahn ist ja außerorts auch wenn die durch die Stadt geht.
 
FrankenDoM schrieb:
Da fehlt aber das Personal
Ja natürlich. Das ist ja in vielen Bereichen so und man muss ja auch nicht zum Überwachungsstaat werden und jeden Anzeigen, der mal kurz im Halteverbot steht um irgendwo einen Brief einzuwerfen oder Nachts um 11 mit 130 in die 100er Zone auf der Autobahn rollt (Lärmschutz).
Eine gewisse Verhältnismäßigkeit kann man schon heranziehen, aber wenn auf Regeln immer wieder und ganz bewusst gepiffen wird, wird es schwieriger.

Schön ist dann auch immer, wenn die Sünder sich als Arme Opfer darstellen und ob es da draußen nicht "richtige Verbrecher" gibt, die man verfolgen sollte.
 
Khaotik schrieb:
Eine gewisse Verhältnismäßigkeit kann man schon heranziehen, aber wenn auf Regeln immer wieder und ganz bewusst gepiffen wird, wird es schwieriger.

Geb Dir voll und ganz recht bei allen Punkten, aber da meine letzte Gassirunde des Tages meistens sehr gleich ist, muss ich leider sagen, dass es zumindest hier häufig die gleichen Autos sind.
 
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