Neuer Bußgeldkatalog -> Zustimmung oder mehr Konfliktpotenzial?

Dominion schrieb:
EDIT: Wer Automatik fährt, fährt noch ineffizienter.
Spätestens seitdem es 8- und 9-Gang Getriebe gibt, stimmt dies nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Gefällt mir
Reaktionen: VoAlgdH
Dominion schrieb:
(...)EDIT2: Wir wollen dieses Thema aber hier jetzt nicht ausarten lassen. Bleiben wir beim Thema!
Völlig d'accord, aber man sollte dennoch bei den Fakten bleiben.

Die Behauptung je schneller desto effizienter ist aus rein physikalischer Sicht Nonsens, denn...

Je schneller, desto höher/größer:

  • Der Verbrauch
  • Der Verschleiß

und nun zum Thema...

  • Der Bremsweg
  • Das Unfallrisiko
  • Die Unfallfolgen

Letzteres zu minimieren ist das Ziel des Bußgeldkatalogs, aber in seiner jetzigen Form schießt er m. E. am Ziel vorbei.

Innerorts über 70 km/h zu schnell, Folge ein Fahrverbot?

Wer seine Untauglichkeit bzgl. der Teilnahme am Straßenverkehr derart unter Beweis gestellt hat sollte m. M. n. auf Dauer die Fahrerlaubnis verlieren.
 
@Binalog

Ich kann Dir vollkommen folgen, aber gerade daher denke ich, dass die 60/70 Regel auf Hauptstraßen und die 30 Regel auf Nebenstraßen zu einem neuen Gefahrenbewusstsein beitragen würde, das wir sowieso dringend brauchen.

Es geht auch nicht darum, jede Straße die jetzt 50 zulässt dann unbedingt auch noch mit 60 oder 70 passieren zu dürfen. Es geht mir um eine effizientere Verkehrsführung, mit schnellen Achsen und langsameren Drumherum, die wir installieren müssen.

Aber das würde jetzt das Thema sprengen, deshalb belasse ich es dabei.

[USER=832894 schrieb:
foo_1337][/USER]Spätestens seitdem es 8- und 9-Gang Getriebe gibt, stimmt dies nicht mehr.

Jemand, der Ahnung davon hat, was er tut, fährt händisch immer effizienter als die programmierte Automatikschaltung.


EDIT: Da ist beim zitieren was schief gegangen xD
 
Dominion schrieb:
(...)Es geht auch nicht darum, jede Straße die jetzt 50 zulässt dann unbedingt auch noch mit 60 oder 70 passieren zu dürfen. Es geht mir um eine effizientere Verkehrsführung, mit schnellen Achsen und langsameren Drumherum, die wir installieren müssen.(...)
Da bin ich völlig bei Dir, m. E. ist an vielen Stellen 50 zu viel und 30 zu wenig. Man hat m. M . n. den "guten" Kompromiss 40 ausgelassen, aus welchem Grund auch immer.
 
Dominion schrieb:
Jemand, der Ahnung davon hat, was er tut, fährt händisch immer effizienter als die programmierte Automatikschaltung.
Naja, das dürfte auf 99.5% oder sogar mehr der Fahrer nicht zutreffen. Dazu kommt, dass du eben bei einer 9 Stufen Automatik 3 Gänge mehr hast und mehr Möglichkeiten bei der jeweiligen Geschwindigkeit die optimale Drehzahl zu fahren.
Bei den WLTP Messungen schneiden die Automatikgetriebe in der Regel immer besser ab und ich unterstelle den Ingenieuren einfach mal, dass sie ihre Motoren und Getriebe kennen. Denn jedes Gramm im Flottenverbrauch mehr kostet potentiell Geld. Unter anderem auch ein Grund, weshalb es viele Motorisierungen überhaupt nicht mehr handgeschaltet gibt. Beim w206 z.B. betrifft das die komplette Palette.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: VoAlgdH und Arkada
Dominion schrieb:
Kein Fahrer eines modernen Autos kann bei gleichzeitiger Beachtung des Verkehrs, der Beschilderung (-> Verkehrsregeln) und des Umfeldes permanent gewährleisten, innerorts nicht 57 statt der vorgeschriebenen 50 km/h zu fahren. Kein normaler Fahrer kann das ohne den Blick auf das Tachometer abschätzen.

Wie das wohl die Schweizer und Niederländer machen, wenn es darum geht die Maximalgeschwindigkeit einzuhalten. Dort gibts ja quasi keine Tolleranz ;)

Aber im Ernst, ich hab die 50 km/h bei meinem alten Auto nach Gehör gefahren und auch bei meinem neuen (der leiser und ruhiger ist) geht das immer noch - zusätzlich hat der einen digitalen Tacho der mir das auf einen Blick anzeigt.

Ich kann auch noch ein Warnlicht einstellen wenn ich über der Begrenzung fahren würde...

Also jeder der die Geschwindigkeit nicht auf 2-3 km/h halten kann, muss eben 5 km/h oder 10 km/h tiefer ansetzen oder sollte am besten das Auto stehen lassen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ArcherV, Free Radical, VoAlgdH und 2 andere
Dominion schrieb:

Da bereits einige Autohersteller angekündigt haben in den nächsten Jahren die Gangschaltung abzuschaffen (Bsp VW oder Mercedes) macht es wenig Sinn jetzt eine derart eingreifende Änderung einzuführen die dann wenige Jahre später wieder hinfällig ist.
Bereits heute fahren viele mit Automatik, allein dafür ist ja der neue Führerschein eingeführt worden.

Auch zu sehen bei den Neuzulassungen. Die sind afaik mittlerweile bei 50% und steigend.
 
Moep89 schrieb:
Da muss dann teilweise jemand mit 120 Km/h auf die 3te oder 4te Spur um vorwärts zu kommen. Wenn die rechte Spur frei ist, sollte da auch gefahren werden und wirklich NUR zum Überholen weiter links.
Die größte Kuriosität sind tatsächlich 4 spurige Autobahnen. Es ist schon vorgekommen, dass wirklich die beiden linken Spuren mit 120 km/h plötzlich völlig verstopft waren und ich bequem über die ganz ganz rechte Spur meine 200 km/h bis auf 130 km/h ausrollen lassen konnte und dann dort einfach weitergefahren bin. Da war eine ganze Spur fast durchgängig frei zwischen uns. Und das schon mehrfach.

Moep89 schrieb:
Persönlich halte ich es so, dass ich grundsätzlich so weit rechts wie möglich fahre und wirklich nur zum Überholen dann so weit nach links wie nötig. Mit Tempomat auf 150 bin ich in aller Regel die meiste Zeit ganz rechts unterwegs, es sei denn es ist viel los. Wenn ich absehbar mehr als ca. 15 Sekunden rechts bleiben kann, dann fahre ich rüber. Wenn jemand schnelleres hinter mir ist, dann auch mal bei kleineren Lücken.
Dito. Ich weiß zwar nicht unter welchen Umständen Du 150 km/h mit dem Tempomat (vor allem rechts) fahren kannst, aber gut. Ich erinnere mich gut daran, mal die A31 fast durchgehend mit 200 befahren zu haben. Soll wohl je nach Autobahn und Zeit möglich sein. :)
Auch beim Rest des Absatzes stimme ich Dir zu.


Moep89 schrieb:
Das sollte selbstverständlich sein und gehört für mich alles ebenfalls zur "Rücksichtnahme". Wenn andere meinen das nicht tun zu müssen, dann ist das nicht nur ziemlich respektlos sondern erzeugt eben auch Behinderungen, Gefahren etc. Sorry, aber das alles einfach zu ignorieren ist keine Lösung.
Es gibt da so politische Strömungen, die von Awareness sprechen. Man muss darüber reden, damit Dinge Leuten bewusst werden. Privilege Checks, internierte Rassismus usw. Das gilt auch für gefährliches Fahrverhalten. Manche Leute müssen vielleicht einfach mal gesagt bekommen, warum Stopp Schilder existieren oder dass man beim Rechtsabbiegen den Radstreifen kreuzt und dort die Vorfahrt gewähren muss.
Das hat sich mit den Jahren doch auch mit der Rettungsgasse so entwickelt. Leute sprachen darüber, klebten Aufkleber an ihre Autos und sogar Radiosender erinnern daran, eine Rettungsgasse zu bilden.
 
Dominion schrieb:
Kein Fahrer eines modernen Autos kann bei gleichzeitiger Beachtung des Verkehrs, der Beschilderung (-> Verkehrsregeln) und des Umfeldes permanent gewährleisten, innerorts nicht 57 statt der vorgeschriebenen 50 km/h zu fahren. Kein normaler Fahrer kann das ohne den Blick auf das Tachometer abschätzen.

Bei allem gebührenden Respekt, aber jeder der das nicht kann sollte seinen Führerschein abgeben. Grad mit modernen Autos ist das das einfachste von der Welt.

Zudem wird ja nicht ab 51 km/h laut Tacho der Blitzer ausgelöst. Bei 57 laut Tacho schlägt kein Blitzer an. Nicht mal die Festen.

Aber ich seh schon, die aggressivsten auf ihr recht Beharrer machen nie Fehler, darum kann ja auch immer der Finger auf andere Verkehrsteilnehmer kommen.

Mancher wird in Fußgängerzonen mehrfach fast über den Haufen gefahren, der nächste hat zuhauf gefährliche Situationen und wieder der nächste erlebt es täglich...
Wahnsinn... Ich fahr im Jahr knapp 15k mit dem Auto, 3-4k mit dem Fahrrad und Motorrad auch noch ab und zu, häufig bin ich sogar Fußgänger weil wir einen Hund haben.
Und jetzt sag ich euch mal was... Ja, andere machen Fehler, ja, ich reg mich auch regelmäßig auf, aber weder in der Vielzahl von der hier schwadroniert wird, noch in der Härte.
Mit dem Hund oder in der Fußgängerzone hatte ich mein ganzes Leben noch keine einzige dieser so gefährlich schlimmen Situationen und das egal ob ich der Radfahrer, der Fußgänger oder der Hundeführer war, obwohl es diese Situationen natürlich gibt. Die letzten 6 Worte dienen dazu zu signalisieren, dass auch jeder begreift, dass ich damit NICHT sagen will es gibt sie nicht.

Aber das verblüffendste zum Schluss und manch einer wird es kaum glauben können, ICH mache auch Fehler.

Aber ja, man merkt hier ganz deutlich, dass Rücksichtnahme wahrhaftig gelebt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: strempe und Penman
Hylou schrieb:
Da bereits einige Autohersteller angekündigt haben in den nächsten Jahren die Gangschaltung abzuschaffen (Bsp VW oder Mercedes) macht es wenig Sinn jetzt eine derart eingreifende Änderung einzuführen die dann wenige Jahre später wieder hinfällig ist.
Ich würde mir auch keinen Schalter mehr kaufen. Automatik ist einfach viel bequemer zu fahren und zur Not gibt es ja noch Tiptronic.
Die Technik ist auch deutlich besser als wie noch vor ein paar Jahren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tinkerton, Hylou und FrankenDoM
Penman schrieb:
dass man beim Rechtsabbiegen den Radstreifen kreuzt und dort die Vorfahrt gewähren muss
Man könnte auch dieses Privileg des Rechtsüberholens abschaffen. Schon hätte man eine gewaltige Gefahrenquelle eliminiert - ohne technisch aufwendige Lösungen und ohne noch mehr einseitig Aufmerksamkeit vom Autofahrer zu fordern.

Gleiches gilt für das erlaubte Vorbeifahren (rechts) zB an Ampeln, was immer wieder für Abbiegeunfälle sorgt.

Einfache Lösungen, die allerdings von den „Schwachen“ etwas fordern und damit unpopulär sind. Schade, denn effizient und effektiv wären sie allemal 🤷🏼‍♂️
Ergänzung ()

Schredderr schrieb:
Ich würde mir auch keinen Schalter mehr kaufen. Automatik ist einfach viel bequemer zu fahren
Kann ich nur unterschreiben. Ich fahre seit 4 Jahren Automatik (1-Gang, Toyota Hybrid) und bin begeistert. Zudem fahre ich einen Verbrauch von 4-4,5 Litern pro 100 km (Benzin) - im Stadtverkehr auch gerne mal 2,5.

Gerade im Stau ist Automatik Gold wert und extrem entspannend.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: VoAlgdH
Man kann auch links nach vorne fahren, wenn ein Auto ganz rechts steht ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: uincom
@hallo7

Dann quetscht sich aber niemand ganz knapp an meinem teuren Auto entlang und kann bei Berührung unidentifiziert fliehen, weil kein Kennzeichen etc.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Cynob, Tinkerton und VoAlgdH
Würden sich alle an §1 StVO halten gäbe es diese Probleme gar nicht.

Die Führerscheinprüfung sollte einen Wesenstest in Hinblick auf §1 beinhalten, dann wären wahrscheinlich nur noch halb so viele Fahrzeuge unterwegs.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FrankenDoM
Auch wenn ein Radfahrer vorbeischleift und abhaut zahlt deine Vollkasko. Das kann nicht das Argument sein...
 
@hallo7

Ja, nur dass ich dann als Nichtverursacher den Schaden trage, also z. B. die Hochstufung, da der Verursacher realistischerweise nicht ausfindig gemacht werden kann.

Bei einem (Privat-)Leasingfahrzeug zahle ich dann auch ggf. noch die Wertverluste, da nahezu alle Vollkaskos diese bei non-Totalschaden nicht inkludiert haben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: VoAlgdH
Zurück
Oben