Neuer Bußgeldkatalog -> Zustimmung oder mehr Konfliktpotenzial?

Der Sachverhalt ist, dass meiner absoluten Überzeugung nach niemand stirbt, nur weil der Reifen bei 143km/h statt bei 120km/h platzt.

Auf ein stehendes Hindernis fahre ich auch nicht auf einsehbarer Strecke auf. Das vermeidet im Zweifelsfall irgendeines der diversen Assistenzsysteme (Auffahrschutz, bei Erkennen von Gesundheitsproblemen o. Ä. automatische Fahrt an den rechten Fahrbahnrand etc.).


Das für mich Lächerliche ist: Mit derselben Argumentation kann ich in Frage stellen, warum jemand 120km/h fahren sollte. Oder 100km/h. Und nicht zum Beispiel nur 15km/h.
Außer "Willkür" gibt es darauf nämlich keine belastbare Antwort.

Dann gehen wir zu dem Argument, über das du dich ja so gerne lustig gemacht hast:
Reifen: https://www.autobild.de/artikel/sommerreifen-test-5629291.html
Zwischen einem sehr guten zugelassenen Reifen und einem sehr schlechten zugelassenen Reifen liegen 27,8m (63,7m vs. 91,5m).

Bremsen: https://www.autosieger.de/bremswege-im-vergleich-500-autos-geprueft-article35333.html
Auch hier deutliche Unterschiede. Wie von mir geschrieben, Porsche ganz vorne.


Und jetzt kommst du an und nutzt eine Formel aus einem Schulbuch von 1957. Ja, die Formel ist richtig, geht aber eben an der Lebensrealität vorbei. Was ist tödlicher? Mein BMW mit hervorragenden Bremsen und Reifen bei 143km/h oder der 20 Jahre alte Mittelklassewagen mit Billigkomponenten bei 120km/h?



Und das ist das, was mir nicht in den Kram passt. Ohne Achtung auf die Gesamtsituation und ohne vernünftige Basis soll irgendetwas durchgedrückt werden. Und dann meinst du auch noch, du kannst dich hier clever präsentieren, ohne zu merken, dass du immer wieder in die Theoriefalle rutscht.

Das erinnert mich extrem an meine richtig schlechten Jurareferendare. Jeder Merksatz auswendig gelernt, jede noch so unwichtige Entscheidung des Amtsgerichts St. Blasien samt Aktenzeichen auf dem Schirm - aber einen echten Fall in der Wirtschaftspraxis unter Berücksichtigung realer Interessen lösen? Nope.
 
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Idon schrieb:
Was ist tödlicher? Mein BMW mit hervorragenden Bremsen und Reifen bei 143km/h oder der 20 Jahre alte Mittelklassewagen mit Billigkomponenten bei 120km/h?
Die 'besseren' Komponenten des BMW werden den Gewichtsvorteil und besonders den Geschwindigkeitsvorteil nicht wett machen.. Du hast mit 143 km/h einfach den längeren Reaktionsweg und die potenziell höhere Energie (dadurch halt auch den deutlich längeren Brems u- und Anhalteweg). Und wie oben ausgeführt, fast 50% mehr. Ja, die logische Antwort ist, objektiv betrachtet, der PKW mit 143 km/h hat ein höheres Risiko als ein PKW mit 120 km/h. Physikalisch logisch lässt sich kein anderer Schluss finden.
 
Oder wie man in der Fahrschule hoffentlich immer noch lernt: Eine Gefahrenbremsung bei der man mit 50 km/h vor dem Hindernis zu stehen kommt, endet bei 60 km/h 10m hinter dem Hindernis.

Und das wird mit absolut höherer Geschwindigkeit nicht besser.
 
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Und ihr versteift euch nur auf diesen einen Faktor?
Um ehrlich zu sein, taugt mir ein Fahrer wie Idon auf der Autobahn viel mehr, als die Mittelspurschleicher, die exakt die selbe Geschwindigkeiten fahren und ÜBERHAUPT gar nichts mehr das Umfeld mitbekommen. Von ganz rechts nach ganz links fahren, damit man wieder auf die rechte Spur einfädelt. Und ich bin auch verdammt froh, wenn ich da auch mit 20km/h + dran vorbei ziehe und kein Elefantenrennen wie in Frankreich/Niederlande liefern muss.

Selbes gilt auch für das sofortige Rausziehen, ohne auf den Nachverkehr zu achten. Ich bin immer wieder überrascht, wie sehr man auf die Bremsen und Reifen des Hintermannes vertraut. Die Linke Spur ist zum Überholen da und nicht dazu den anderen Verkehr in gefährliche Situationen zu bringen.
 
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@Samurai76

Der Ford Mondeo 2000-2007 wog 1370-1616kg. Ohne jetzt im Detail auf mein Auto einzugehen, nehme ich mal einen 5er G30. Der wiegt 1605-2035kg. Der Ford Mondeo hat einen Bremsweg von 37,5-40,5m aus 100km/h, der 5er 33-34m. Ein Tesla Model 3 liegt bei etwa 34-34,5m.


Auch dein Trugschluss in meinen Augen, den ich hier immer wieder - und bisher leider fruchtlos - zur Diskussion stelle, ist:
Das theoretische Risiko muss verwirklicht werden. Damit sich ein Bremsnachteil entwickeln könnte, müsste gebremst werden. Und genau DAS lässt sich eben vermeiden. Ich habe nie in Frage gestellt, dass die Formel falsch wäre.

Beispiel: Unser REWE hat nachts um 2 Uhr geschlossen. Eure Behauptung: Du musst nachts hungern. Meine Behauptung: Ich kaufe um 18 Uhr ein und bin versorgt. Objektiv gesehen liegt ihr richtig: Der Laden hat nachts zu und ich müsste hungern. Die Lebensrealität sieht anders aus. Ich muss nicht hungern.


@hallo7

Deshalb meine Aussage:
Idon schrieb:
[...]Das für mich Lächerliche ist: Mit derselben Argumentation kann ich in Frage stellen, warum jemand 120km/h fahren sollte. Oder 100km/h. Und nicht zum Beispiel nur 15km/h.
Außer "Willkür" gibt es darauf nämlich keine belastbare Antwort.[...]


Genau der Punkt des längeren Bremsweges ist es übrigens, der mich innerorts bei der Gefahr von insbesondere Kindern oft auch langsamer als 50km/h fahren lässt. Z. B. an engen Gehwegen mit Schulkindern.
Wobei hier die Reaktionszeit entscheidend ist und damit sind die Assistenzsysteme sowieso dem Menschen überlegen.


@cartridge_case

Ich halte das nicht für OT. Es geht darum, wie sinnlos und willkürliche manche Strafen sind, während echte Gefahren faktisch völlig ignoriert werden (z. B. Mittelspurschleicher) und echte Probleme (Rettungsgassenbildung; Lärmbelästigung in Innenstädten durch Poser) völlig lächerlich sanktioniert werden.

Deshalb ist es notwendig, hier darauf hinzuweisen. Gefühlt fahren die Hälfte der Kommentatoren hier nur Tram oder reiten einen Ochsen. Jedenfalls weder Busfahrt noch (eigener) PKW.
 
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Idon schrieb:
Wobei hier die Reaktionszeit entscheidend ist
Da nutze ich in 30er Zonen sogar den Tempomaten und stehe mit dem Fuß schon bremsbereit auf dem Pedal.
Ergänzung ()

Idon schrieb:
Ich halte das nicht für OT.
Naja, es gibt andere Themen, die besser geeignet wären. Die aktuelle Diskussion ist schon OT.

Idon schrieb:
während echte Gefahren faktisch völlig ignoriert werden
Vollkommen korrekt. Ich schrieb glaube anfangs schon, dass sich eh nicht viel ändern wird, da es eh nicht kontrolliert wird. Langsamfahrer, mit Nebelschlussleuchte auf der Autobahn Unterwegsseier, Nichtblinker, Nichtanhalter bei Stopschildern oder grünen Blechpfeilen etc.
Idon schrieb:
Lärmbelästigung in Innenstädten durch Poser
Wo sollen die denn sonst sinnvoll posen? Ich mag das. :D
 
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Idon schrieb:
während echte Gefahren faktisch völlig ignoriert werden (z. B. Mittelspurschleicher)
Mittelspurschleicher sind auch nur bei höheren Geschwindigkeiten eine Gefahr.

Für mich fährt es sich in einem begrenzten Bereich deutlich entspannter vorallem ab 3 Spuren, weil der gesamte Verkehr viel besser planbar ist.

Wenn man 130 fährt, kann man viel entspannter auf jemanden reagieren, der mit 100 rauszieht, als wenn man 200 fährt.

Sobei die Autobahn auch nur "leicht" voller ist mit LKWs, dh es ist stehts ein Fahrzeug in Sichtweite, ist es bei einer unlimitierten Strecke eh nur noch ein hoch und runter beschleunigen.

Die Technik sollte heutzutage aber schon so weit sein, das dynamisch auf das Verkehrsaufkommen reagiert werden sollte. Wenn die Straße für mehrere Kilometer frei ist, macht eine 130er Begrenzung natürlich keinen Sinn.

Sobald wieder etwas mehr los ist, dauert es nicht lange bis die "Nobelkarossen" rechts überholen und sich vorne reinquetschen, weil ist ja unbeschränkt und man hat es eilig.
 
Andy8891 schrieb:
Mittelspurschleicher sind auch nur bei höheren Geschwindigkeiten eine Gefahr.
https://www.derstandard.at/story/20...als-gefahr-empfunden-von-vorne-wie-von-hinten
Naja, was heißt bei höheren Geschwindigkeiten... Das Problem gibt es durchaus auch in den anderen Ländern mit Begrenzung.

Andy8891 schrieb:
Die Technik sollte heutzutage aber schon so weit sein, das dynamisch auf das Verkehrsaufkommen reagiert werden sollte. Wenn die Straße für mehrere Kilometer frei ist, macht eine 130er Begrenzung natürlich keinen Sinn.
Full ack
 
@Andy8891

Wenn du ständig rechts überholt wirst, machst du was falsch.

Mich persönlich ermüdet das monotone Fahren in z. B. Belgien oder auch den USA.
 
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Alles schön und gut, nur leider muss man da einen Zwischenwert finden, der für alle Fahrer passt.

Sei es ein Sonntagsfahrer, ein Aussendienstler mit >1000km pro Woche oder ein wasweissichdenn mit der Selbsteinschätzung eines Formel1-Fahrers...

Belehrungen helfen da auch nicht weiter. Im Strassenverkehr muss man halt Rücksicht üben. Das gilt für alle Seiten. Wenn "Opi" mit 120km/h auf die linke Spur wechselt, weil zwei andere Opi/LKW/Mittelspurschleicher/wasauchimmer die anderen blockieren, dann ist das halt so.
 
Idon schrieb:
Wenn du ständig rechts überholt wirst, machst du was falsch.
Die Situation ist die:

Zweispurige Autobahn:

Du siehst vorne einen LKW und bereits mehrere Fahrzeuge auf der linken Spur, weil der Dödel vorne nur mit 110 den LKW überholt und es deswegen ewig dauert.

Wechselst du auf die rechte Spur und überholst die anderen rechts? Nein du fährst denen mit 110 hinterher.

Und dann kommen die superschlauen "jeder weiß welche Fahrer", die mit 160 rechts an dir vorbeiziehen und sich vorne reinquetschen.

Diese Situation hast du im Grunde alle 5 Minuten
 

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Andy8891 schrieb:
Sobald wieder etwas mehr los ist, dauert es nicht lange bis die "Nobelkarossen" rechts überholen und sich vorne reinquetschen, weil ist ja unbeschränkt und man hat es eilig.
Nein, wenn sich alle dran halten, zieht man einfach nach einem LKW wieder rechts rein. Würde das jeder machen, hat man auch in der Regle nicht die Situation, dass man am Ende hinter einem LKW landet, weil die linke Spur blockiert ist. Sorry, wenn jemand rechts überholt, hat man auf der linken Seite einen großen Fehler gemacht. Nochmals, die linke Spur ist zum überholen da und nicht um pi mal daumen 110 zu fahren, weil man keine Lust hat, das Lenkrad zu bewegen.
 
Andy8891 schrieb:
Und dann kommen die superschlauen "jeder weiß welche Fahrer", die mit 160 rechts an dir vorbeiziehen und sich vorne reinquetschen.

Diese Situation hast du im Grunde alle 5 Minuten

Ja. Da hält man den Sicherheitsabstand zum Vordermann ein und dann kommt ein Oberschlauer, der die Kolonne rechts überholt, sich vor dem LKW reindrängelt. Der erste bremst,der zweite bremst... und so weiter...

Im nächsten Stau steht der Oberschlaue dann zwei Wagenlängen vor einem.
 
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Andy8891 schrieb:
weil der Dödel vorne nur mit 110 den LKW überholt und es deswegen ewig dauert.
Ich fahre tatsächlich auch nur 120 per Tempomat aus Spritgründen. Ich werde bestimmt nicht hinter den LKWs bleiben und bin deswegen auch sicher kein Dödel, weil ich nur mit 120 überhole. Trotzdem gebe ich meistens etwas Gas beim Überholen, wenn ich etwas hinter mir sehe, damit ich nicht von denen, die mit was weiß ich angeballert kommen, weggeblitzt werde, weil ich ihre 1-Sekunden Hutschnur schon überstrapaziert habe nur weil ich, mit vollem Recht, auf der linken Spur bin...

Ich fahre daher auch am liebsten nachts, am Tag ist es einfach nur absolut nervtötend.

Es sind nicht alle so, aber schon viele. Man kommt sich manchmal vor als beginge man ein Verbrechen :D
 
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DaysShadow schrieb:
(...) nur weil ich, mit vollem Recht, auf der linken Spur bin...(...)
Das sehen die Möchtegern-Schumis halt anders, die beanspruchen die Autobahn als ihre persönliche Rennstrecke. Die pfeifen auf die Richtgeschwindigkeit und die erhöhte Betriebsgefahr durch deren Überschreitung. Letztere wird von Gerichten als Begründung herangezogen, wenn Raser in Mithaftung genommen werden.

Der Bundesgerichtshof stellte 1992 fest: „wer schneller als 130 km/h fährt, vergrößert in haftungsrelevanter Weise die Gefahr, daß sich ein anderer Verkehrsteilnehmer auf diese Fahrweise nicht einstellt, insbesondere die Geschwindigkeit unterschätzt.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Richtgeschwindigkeit
 
@bfl

Mein erstes Auto war ein Franzose mit 40PS. Ich weiß, wie es ist, wenn man nicht genug PS hat um am Berg LKW überholen zu können. Auf der Autobahn.

Was habe ich also gemacht? Meine Überholabsicht ausreichend lange per Blinker angezeigt. Abgewartet, wie schnell der nahende Verkehr ist. Und dann in eine große Lücke nach links gezogen - eben wenn es gepasst hat und nicht einfach so, ggf. ohne zu blinken.

Das ist meine Erwartungshaltung. So wie ich bereits am Anfang oder während eines Überholmanövers meinem Hintermann per Blinker rechts anzeige, dass ich nach Abschluss des Überholvorgangs nach rechts gehen werde - so kann dieser ggf. bereits den korrekten Gang wählen und anbeschleunigen, um zügig an mir vorbei zu ziehen.


@Andy8891

Ah, okay - also das typische Problem im Berufsverkehr. Kenne ich. Bei so Leuten fahre ich die Lücken gnadenlos zu. Und ja, unterschreite damit vorsätzlich den Sicherheitsabstand. Ich lebe halt gerne gefährlich. :D


@DaysShadow

Ist doch völlig logisch dass du überholen willst, musst und auch darfst. Das stellt hoffentlich niemand in Abrede!

Meiner Erfahrung nach - und ich fahre ohne Termindruck auch mal Tempomat 100, 120 etc. - kann man aber natürlich so LKW überholen, dass man den Verkehr auf der linken (oder mittleren) Spur nicht ausbremst.

@Binalog

Die "Möchtegern-Schumis" oder auch "Raser", wie du pauschal wertend alle Personen bezeichnest, die schneller als 130km/h fahren, erwarten eben, dass die, die einen Spurwechsel durchführen, nicht nur etablierte Obergerichtsrechtsprechung respektieren, sondern ganz insbesondere festgeschriebene Normen; in diesem Fall die StVO. Dort geht's nicht nur um Blinken und Abstand, sondern auch um gegenseitige Rücksichtnahme.

Da du ständige Rechtsprechung anführst: Die linke und die mittlere Spur dürfen weder dauerhaft befahren werden, noch dürfen Überholvorgänge zu lange andauern, z. B. wegen zu geringer Differenzgeschwindigkeit.
 
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Idon schrieb:
(...)Da du ständige Rechtsprechung anführst: Die linke und die mittlere Spur dürfen weder dauerhaft befahren werden, noch dürfen Überholvorgänge zu lange andauern, z. B. wegen zu geringer Differenzgeschwindigkeit.
Das ist offensichtlich so nicht ganz richtig...

1636879387942.png


https://www.ergo.de/de/rechtsportal/verkehrsrecht/schleicher-auf-der-mittelspur

D. h. ab einer gewissen Verkehrsdichte, welche auf deutschen Autobahnen sehr häufig herrscht, darf die Mittelspur dauerhaft befahren werden.
 
@Binalog

Nein, das ist falsch. Sobald der Sicherheitsabstand rechts ausreichend ist - und das ist er oft - muss dorthin gewechselt werden.

Mit "hin und wieder" ist gemeint, dass z. B. eine durchgehende LKW-Schlange unter dem Sicherheitsabstand herrscht, wie beispielsweise seit einigen Jahren auf der BAB 6 im Raum Heilbronn Dienstag bis Freitag zu den Stoßzeiten.


Das ist explizit und gerade kein Freibrief dafür, dass "immer" in der Mitte gefahren werden darf, nur weil irgendwo am Horizont ein Fahrzeug zu sehen ist.

Sinn und Zweck ist es nämlich zu vermeiden, dass jemand
a) den Sicherheitsabstand vor einem anderen massiv missachtet (z. B. LKW, die dann automatisch abbremsen müssen)
b) den eigenen Sicherheitsabstand nach vorne massiv missachtet
c) ein sehr kurzes Verweilen auf der rechten Spur dem nachfolgenden Verkehr kein Überholen ermöglicht, sondern durch die vielen kurzen Wechsel sogar der Verkehrsfluss gebremst wird.

Mit diesem Sinn und Zweck im Hinterkopf kann man sich entsprechend ausmalen, dass das eben nicht "sehr häufig" zutrifft.




Exakt dieselbe Diskussion hatten wir hier oder in einem anderen Thread - mit demselben Ergebnis - aber auch schon.



PS: Find's aber super, dass man genau mir den Führerschein wegnehmen soll. :D Es gibt wohl gute Gründe dafür, warum ich bisher nie einen Punkt in Flensburg oder auch nur einen Strafzettel wegen Falschparken oder zu schnellem Fahren o. Ä. erhalten habe.
 
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