News Neues Design in Windows 11: Warum Microsoft die Systemsteuerung nicht los wird

Sykehouse schrieb:
Die Systemsteuerung war/ist teilweise aber auch schrecklich verschachtelt und unintuitiv (Energieeinstellungen, Computerverwaltung,...). Aber es ist halt das Chaos, das man seit 25+ Jahren kennt.
Ich würde es anders formulieren: Die klassische Systemsteuerung beinhaltet, logisch strukturiert, ALLE Einstellungen zu den Geräten. Und man kann nun mal Listen mit 20 Einstellungen nicht in als Kacheln darstellen.

Was Microsoft tun wollte, war eine klicki bunti Mobile Oberfläche einführen und die User sollen gar nicht mehr in den tieferen Einstellungen aktiv sein, sondern alles out of the box für alle funktionieren. Und damit sind die auf ganzer Linie gescheitert. Ein Software Engineer kann da nicht beteiligt gewesen sein, sonst hätte man das nach der Beta abgebrochen und einfach die Systemeinstellungen gestyled. Ein OS, in man 2026 noch Registry Werte hexadezimal bearbeiten muss, um manch simples Setting zu ändern, kann ich sowieso nicht mehr ernst nehmen.
 
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M@tze schrieb:
Verstehe ich auch nicht. Man kann doch unterhalb der GUI dann handeln was man will, auch Legacy Kram?! 🤷🏻‍♂️
Eine sinnvoll programmierte Software sollte genau das machen bzw. die GUI zu ändern sollte idealerweise so sein wie zu Hause die Wand neu streichen zu können ohne die gesamte Hausinstallation dafür umverdrahten zu müssen, aber MS hat das nicht so gebaut. Ihre GUI in der Systemsteuerung ist nicht nur einfach eine strukturierte Präsentation von Verknüpfungen, setzbaren Parametern, anzeigbaren Details etc.

Statt

GUI -> API -> Hardware

macht MS bei der alten Win32 Systemsteuerung

GUI_API -> Hardware

Das ist ein tief verwurzeltes Ökosystem aus Code-Ruinen.

Auch haben über Jahrzehnte hinweg viele Hardwarehersteller ihre Einstellungsseiten mit *.cpl oder *.dll Dateien direkt in die alte Systemsteuerung hineingeschrieben, weil die alte Systemsteuerung quasi als Host für diesen Code fungiert. Ein GUI-Element schreibt dabei direkt in einen spezifischen Speicherbereich oder eine komische Registry-Ecke rein, die dann nur der jeweilige Treiber versteht und selbst MS nicht genau weiß, welche etwaigen Handshakerituale zwischen ner alten Netzwerk- oder Druckerapplet und dem alten Treiber stattfinden.

Die neue Einstellung mit UWP/WinUI ist aber eine Sandboxumgebung und kann diesen Code nicht ausführen. Da würde dann die Übersetzungsschicht fehlen. Also braucht man dann doch wieder Dolmetscher, die die modernen Nutzereingaben nimmt und in Win32 Dialekt übersetzt.

Fazit: MS ist selbst dran schuld. Sie haben in ihrer Architektur dazumal keine logische Trennung eingebaut und zudem peu a peu immer mehr Hochhäuser drangeklatscht. Dann haben sie sich dazu entschieden, es doch anders zu machen bzw. es umzubauen. Nun sind sie dazu verdammt, noch eine sehr lange Zeit zweigleisig zu fahren.
 
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Krik schrieb:
MS könnte, wenn sie denn wollten, entsprechende Schnittstellen für die Hardware definieren und sagen: In 5 Jahren unterstützen wir nur noch diese. Alte Zöpfe werden dann abgeschnitten. Jeder Hersteller weiß dann, was Sache ist und kann sich, ohne zu hetzen, darauf vorbereiten.

Tatsächlich hat MS diese Macht. Kein Hersteller will, dass sein Kram unter Windows 13¼ nicht läuft.
Lese ich das richtig: Du willst also, das wir alle 5 Jahre neue Hardware kaufen, obwohl sie noch funktioniert?

Auch glaube ich nicht daran, das dies das eigentliche Problem ist. Noch weniger glaube ich daran, das MS wirklich auf den User hört und jetzt große Veränderungen geplant sind bei dem Konzern. Die ziehen ihr Ding einfach durch und irgendwann, ist es der neue Internet Explorer. Alt, Träge und braucht kein Mensch mehr...
 
Rubyurek schrieb:
Oder noch besser Windows 7 zurückzubringen auf den aktuellsten Stand.
Ich bin grundsätzlich mit jedem Windows immer gut klargekommen und habe kein Problem, mich an neue Abläufe zu gewöhnen - so ist das Leben halt. DIESEN Geniestreich würde ich aber auch massiv abfeiern :D
 
Manche Einstellungen gibt es nur in der Systemsteuerung. Z.B. die Möglichkeit, sich ein verwendetes WLAN-Passwort anzeigen zu lassen
 
@mr_andersson diese Funktion gibts in der neuen Oberfläche auch ;)
 
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Rubyurek schrieb:
Das einzige was Microslop machen müsste ist eine OS komplett neu zu programmieren außerhalb der Vorgänger
Aber... aber... welches Argument bliebe denn dann noch den "Gewohnheitstieren", deren einziges Argument bei MS zu bleiben "na weil mans ja schon kennt" ist?
 
Ich verstehe bis heute nicht, warum Microsoft Geräte, es praktisch nicht mehr gibt (bzw. gar nicht mehr zu kaufen gibt), nach wie vor unterstützt.
Wie andere schon schrieben, war Windows XP das erste vernünftig benutzbare Betriebssystem von MS.
Das war der Zeitpunkt als ich von Apple zu Microsoft gewechselt bin.
Aber irgendwie sind sie da hängen geblieben.
 
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Mimir schrieb:
Ich kenne die alte Systemsteuerung seit Windows XP, also seit 25 Jahren und fand sie schon immer schrecklich.

Die Windows 11 Systemsteuerung ist 100x besser.

Ich werde nie verstehen, warum man lieber die alte nutzt. Vor allem da die neue auch viel mehr Optionen bietet welche die alte Systemsteuerung nie hatte.


Manche Leute werden wohl wirklich blind aus Nostalgie und Gewohnheit und man wird es ihnen niemals recht machen können.
Dann schalte mal den Schnellstart über die neue Steuerung ab, das Ergebnis möchte ich hier dann sehen ;)
 
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@WinFan Gegenfrage: Schalte mal die Benutzeroberfläche zwischen hell und dunkel um. Oder mach ein Windowsupdate in der alten Systemsteuerung. Geht nicht! Was fürn müll die alte Systemsteuerung doch ist...

Merkste selber oder?

Die Option gibts nicht, weil MS weiterhin splittet. Manche Funktionen sind eben noch nicht migriert. Und die optionen die bereits migriert wurden fehlen in der alten Systemsteuerung.

Aber was hat das jetzt damit zu tun, ob die alte oder die neue Systemsteuerung besser bedienbar oder übersichtlicher strukturiert ist? Du verfehlst das Thema.
 
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Aduasen schrieb:
Ich verstehe bis heute nicht, warum Microsoft Geräte, es praktisch nicht mehr gibt (bzw. gar nicht mehr zu kaufen gibt), nach wie vor unterstützt.
Naja, nach der Windows-11-Kompatibilitätsgeschichte würde ich mich über eine Abwärtskompatibilität eines Betriebssystems nie beschweren wollen.
Die Geräte leben länger als in den 90ern/00ler Jahren - da würde ich schon ein Zeitfenster von mind. 20 Jahren gut finden. Eher länger inzwischen. Vor allem, da eine 128 Bit-Grenze auch nicht in mittlerer bis ferner Zukunft ersichtlich ist.

M. E. spricht auch nichts gegen zwei Einstellungs-Apps.

"Einstellungen" für den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. (Laiengeeignet)
"Systemsteuerung" für den vollen Zugriff auf alle Funktionen.

Nur ist die Einstellungs-App inzwischen keinesfalls schnell - und in zwischen nicht fokussiert sondern aufgeblähter als je zuvor. Du benötigst häufig deutlich mehr Klicks als in der Systemsteuerung.

Die Einstellungs-App ist halt ein "Relikt" der "Windows goes mobile"-Zeit - und dieser Weg wird leider auf Gedeih und Verderb weiter beschritten. Unnötigerweise.
 
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-->fReAkShOw<-- schrieb:
Ich sehe es bei mir auf der Arbeit... die "alten Hasen", wo ich mich mit 36 dazuzähle, kommen eben mit der alten Systemsteuerung besser zurecht.
Ich bin mit fast 46 Jahren auch ein alter Hase und komme wunderbar mit der neuen zurecht. Es ist mindestens schon seit dem Win10 Release im Juli 2015 her, dass ich diese nicht mehr benutzt habe. Und hatte ich doch einmal nichts manuell durch Durchklicken gefunden, dann auf jeden Fall über die Suche in der Taskleiste. Aber klar, MS sollte auch hier einfach intuitiv mehr optimieren, speziell wenn es um die erfahrenen Nutzer geht.
 
Mimir schrieb:
Die Option gibts nicht, weil MS weiterhin splittet. Manche Funktionen sind eben noch nicht migriert. Und die optionen die bereits migriert wurden fehlen in der alten Systemsteuerung
Genau das ist der Punkt warum die alte Steuerung noch immer nötig ist, und darum geht es hier auch im Thema, zumal die neue immer wieder in vielen Punkten geändert wird und alte Funktionen einfach entfernt werden, die im Internet immer noch zuhauf angeboten werden als Tipps. Durch die vielen Funktionsupdates von Win 11 wird die neue Steuerung undurchsichtiger und verwirrt viele Anwender. Trotz Suchfunktion
 
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@WinFan Also ist dein Hauptargument, dass die neue Systemsteuerung schlecht ist, weil noch nicht alle Funktionen integriert sind.

Das ergibt halt null Sinn.

Das Splitting ist schlecht. Das sagt ja auch Microsoft selbst. Das hat aber rein gar nichts mit der Diskussion zu tun, ob man jetzt mittelfristig alles in die neue Systemsteuerung migriert oder das neue Layout verwirft und alles zurück in die alte integriert weil man eines der beiden bevorzugt.

Das ist ein völlig anderes Thema.

Und wie gesagt, die Diskussion dass die alte Systemsteuerung besser sei, weil die neue noch nicht alle Funktionen hat ist kompletter nonsense, da die alte Systemsteuerung ja seit Jahren das gleiche Problem hat und ständig Optionen verliert. Wie kann man also sagen, die alte Systemsteuerung wäre besser, weil bei der neuen noch viele Optionen fehlen, wenn die alte Systemsteuerung genau das gleiche Problem hat? Das Argument ist komplett hinfällig.



1. man kann Diskustieren, dass das aktuelle Splitting Müll ist. Das benachteiligt die alte Systemsteuerung gleichermaßen wie die neue.
2. Man kann diskutieren, ob einem allgemein das neue Layout oder das alte Layout besser gefällt.

Man kann aber NICHT argumentieren, dass die neue Systemsteuerung Mist ist, WEIL noch einiges fehlt und man deshalb weiterhin die alte Systemsteuerung braucht. Denn das könnte genauso gut ein Argument GEGEN die alte Systemsteuerung sein. Sprich: Werdet die alte Systemesteuerung endlich los, dann kann die neue gut werden. Die alte Systemsteuerung hält alles nur auf. Aber das ist kein Für und Wider punkt für neu vs alt sondern einfach nur dieser dämlichen Übergangsphase geschuldet in der es weder fisch noch fleisch gibt.

Dass diese Situation schlecht ist, darüber sind sich ALLE einig. Es ist totaler Nonsense das als Argument zu nutzen, weil dieses Argument für gegner und befürworter der neuen Systemsteuerung gleichermaßen gilt.
 
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Medcha schrieb:
Mit anderen Worten, ich verstehe die Aufregung mal wieder nicht.
Du verstehst nicht, dass die Leute unzufrieden mit dem Status Quo sind?

Independent schrieb:
Lese ich das richtig: Du willst also, das wir alle 5 Jahre neue Hardware kaufen, obwohl sie noch funktioniert?
Nein. Ich fordere, dass man sich mal hinsetzt und alten Kram rauswirft. Sollte das neue gut genug sein, dass es die nächsten 20 Jahre lang allen Anforderungen genügt, dann kann man das auch solange verwenden.
Z. B. kann man Drucken via COM- und LPT-Port endlich mal rauswerfen und IPP als Standard definieren. 98% der Drücker unterstützen das bereits.

ComputerJunge schrieb:
Das bezweifele ich.
Es gibt auch schlechte Entwickler, ja.
 
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Alle Admins der Welt würden sich scherlich freuen wenn die Systemsteuerung wegfällt....
Tatsächlich das allerletzte an dem Microsoft irgendwas machen sollte.
 
Mimir schrieb:
Aber das ist kein Für und Wider punkt für neu vs alt sondern einfach nur dieser dämlichen Übergangsphase geschuldet in der es weder fisch noch fleisch gibt.
Und genau das ist seit Windows 8 ein Problem: Es gibt zwei verschiedene Steuerungssysteme. Also immer noch in Win 11 Zeiten ein unfertiges System.

Ich bevorzuge zwar immer die neue Steuerung als 1. Leider muss man immer noch eine veraltete Win-Vista-Steuerung verwenden, um die Funktionen zu bedienen, die in der neuen Steuerung weiterhin fehlen.
Neue Anwender kennen diese alte Steuerung noch nicht einmal.
 
Windows Systemsteuerung DOS und das wird auch in 1000 Jahren so bleiben, denn ohne DOS läuft gar nichts!
 
Aduasen schrieb:
Ich verstehe bis heute nicht, warum Microsoft Geräte, es praktisch nicht mehr gibt (bzw. gar nicht mehr zu kaufen gibt), nach wie vor unterstützt.
Enterprise Kunden dabei ist einfach oft nicht klar wer was wie im Einsatz hat also lässt man da möglichst die Finger von.

@LeckerRK
Windows hat seit Vista (?) Nichts mehr mit DOS zu tun ab da setzten alle Versionen auf einen NT kernel.
 
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