Neues NAS-Gehäuse (+ Router)

phil.402

Lt. Junior Grade
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Hallo liebe Forumgemeinde.

Seit 2 Tagen habe ich meinen neuen Router, einen NetGear WNR3500L im Einsatz, da der alte nicht mehr so wollte wie ich und keinen n-Standard besaß.

Den neuen Netgear habe ich mir wegen des USB-Ports geholt und habe dann (vorerst zum testen) einen SANDISK Cruzer 16GB USB Stick angeschlossen. Nach einigen enttäuschenden Tests bin ich zu dem Schluss gekommen, das der USB Port an dem Router einen Flaschenhals darstellt und somit Schreib und Leseraten von etwa 4MB/s zulässt (dafür hätte ich keinen n-Standard gebraucht).
Nun gut, ich könnte die geplante externe Festplatte ja am PC anschließen und mit Videos, Musik und der gleichen bespielen um dann per Netzwerk darauf zuzugreifen. (Da sollten die 4MB/s ja sogar bei HD-Material noch reichen). ABER: Eben habe ich versucht eine große Datei direkt aus dem Internet auf den als Netzlaufwerk gemappten USB Stick zu speichern. Ergebnis: Meine 20000er Internetverbindung wurde nicht ausgenutzt, weil scheinbar erst auf meinem Rechner (im RAM oder Festplatte) zwischengespeichert wurde und dann erst auf den USB Stick übertragen wurde. Jedenfalls war der Download Speed sehr schwankend und nicht schneller als 1,6MB/s.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bräuchte entweder einen Lösungsansatz für das oben genannte Problem oder ein "echtes" NAS und gegebenenfalls einen anderen (günstigeren) Router, da ich den USB-Port dann nicht mehr benötige (WNR3500L für 72€ von Amazon).

Preislich würde ich gerne im Rahmen von 150€ bleiben, da mein Kauf Wahn gerade erst alle Reserven platt gemacht hat :D

Ich dachte an ein NAS-Gehäuse für das ich ersteinmal eine 1TB Platte kaufe und ggf. bei Bedarf eine zweite Platte einbauen kann. Ich möchte wie gesagt Dateien direkt aus dem Internet aufs NAS laden können, HD-Material für einen geplanten HTPC zur Verfügung stellen und meine iTunes Bibliothek darauf auslagern.

Erstmal realistisch: Ist das, was ich vor habe mit dem Budget realisierbar? Was brauche ich für Funktionen? Was ist der unterschied zwischen einem streamenden NAS und einem, das einfach als Netzlaufwerk gemapped wird und dann die Programme darüber darauf zugreifen.

Hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt und hoffe auf ein paar Hilfestellungen.

Danke schonmal :)
 

HighTech-Freak

Commodore
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OK, nachdem noch keiner geantwortet hat, erbarme ich mich mal.

Meine Auffassung:
  1. Der USB-Port am Netgear-Teil schafft maximal 4MB/s (ein bekanntes Problem bei Routern)
  2. Downloads direkt auf das Ding gehn mit maximal 1,6MB/s
  3. Du willst Downloads ohne Umwege auf das NAS speichern
  4. Deine iTunes-Bilbiothek auf das NAS-verlagern
  5. Das NAS soll HD-Material fürn HTPC zur Verfügung stellen

zu Punkt 1: bekanntes Problem. Router sind selten schnell, was sowas betrifft. Das Netgear-Ding is sicher ein Linux-Gerät, darum vlt den Stick probeweise mit ext2 formatieren. Könnte (!) helfen.
zu Punkt 2: Wenn Du lokal etwas runterlädst wird es auf DEINEN Rechner geladen und auf das Speichermedium gespeichert. In dem Fall ist das Speichermedium ein Netzlaufwerk. D.h. die Daten machen nochmal eine Reise durch die Luft zum Router auf den Stick.
zu Punkt 4: Manche Geräte können als eine Art UPNP-Medienserver agieren. Darauf verstehen sich auch viele Geräte. Funktionieren tuts allerdings nicht immer zufriedenstellend
zu Punkt 5: Das ist eine Aufgabe, für die NAS gedacht sind. Das kann so ziemlich jedes.
zu Punkt 3: Das ist der Knackpunkt! Ich möchte hier mal kurz eine grundlegende Definition liefern, nachdem es anscheinend zu einem großflächigen Missverständnis gekommen ist:

NAS = Network Attached Storage
Was sinngemäß übersetzt soviel heißt wie "Speicher mit Netzwerkanschluss". Und was pflegen Speicher zu tun? Sie speichern Daten! (Und sonst NICHTS!)

Funktionen wie etwa Torrent-Clients und der gleichen Schnickschnack sind Zusatzfunktionen, die nicht Grundbestandteil eines NAS sind und oft entsprechend schlecht umgesetzt wurden. Wenn NAS über sehr viele Funktionen verfügen sind sie meist teurer als ein dedizierter Server.

Damit kommen wir zu der besten Lösung für dein Problem:
Der Home-Server.
Dieser basiert im Wesentlichen auf einem 08/15 ITX-System mit Atom-CPU.
Dieses kostet übern Daumen 240€ auf ebay und bietet _ALLE_ Features -und zwar unkastriert- sowie VOLLEN Netzwerkspeed. Entsprechend hinfällig ist auch ein Upgrade in 2-3 Jahren (bis auf die HDD vlt.)
Als OS ganz normales WinXP. Filezilla für FTP, Dateifreigabe über Windows. iTunes kannst auch draufknallen. Management geht komfortabel über Windows Remote-Desktop. Downloads sind auch direkt am Gerät möglich (aber besser in einer Virtualmachine).

Damit ist dein Problem nachhaltig gelöst.

Was deine Frage mit dem Streaming angeht: Streaming bedeuted umgangssprachlich eigentlich nur, dass man Daten in Echtzeit abruft und verarbeitet. Sprich den Film direkt vom NAS abspielt. Das is weniger ein Feature des NAS als des Abspielgerätes/der Abspielsoftware.

MfG, Thomas
 
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phil.402

Lt. Junior Grade
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Hallo´! Danke für die super Antwort und gleichzeitge Erbarmung :D

Im Auslieferungszustand ist der Router glaube ich nicht mit Linux bestückt, da er nur FAT und NTFS unterstützt. Ich könnte aber mit DD_WRT, Tomato (usw.) nachhelfen. Außeroordentliche Schübe bringt das aber (laut Erfarhungsberichten) auch nicht.

Das mit dem HomeServer hört sich ja schonmal nicht übel an. Und 250€ wäre mir so ein Ding bei der von dir beschriebenen Nachhaltigkeit noch gerade so Wert (gemessen an dem Nutzen den ich mir davon verspreche).

Aber: Wie sieht es zum Beispiel mit dem Energieverbrauch von so einem Server aus? Einige NAS-Geräte bieten StandbyFunktionen an und haben wegen der schwächeren Hardware Ausrüstung vermutlich ohnehin einen geringeren Verbrauch. Lassen sich an so einem HomeServer EnergiesparFunktionen realisieren? Irgendwas wie WakeOnLan oder so???

Im Prinzip gefällt mir die Idee schon sehr gut, auch weil ich mich gerne mit solchen Dingen beschäftige bis alles meinen Vorstellungen entspricht. Bei eBay habe ich auf die schnelle nichts gefunden. Lohnt sich ein Eigenbau? Für den Anfang würden 1TB reichen. Muss mal morgen nach Anleitungen googlen.

Nochmal zum NAS: Wie sieht das aus, wenn ich auf Streaming und iTunes Funktionen verzichte, das NAS dann einfach als Netzlaufwerk mappe und iTunes (und andere Programme, sowie den HTPC) einfach auf dieses Laufwerk verweise. Habe ich dadurch Nachteile?

VIELEN, VIELEN Dank soweit!

edit: Da fällt mir noch ein: Was spricht dagegen, einen HomeServer und einen HTPC zu vereinen? Spontan würden mir die höheren Stromkosten einfallen, die ein HTPC im 24/7 Betrieb verursacht, richtig?
Ergänzung ()

Hallo nochmal.

Bei eBay habe ich nicht wirklich einen passenden HomeServer gefunden, aber warum nicht selber bauen?

Deswegen habe ich die oben genannten Stichworte (ITX ATOM) genommen und versucht Komponenten zu finden:

Mainboard inkl. CPU: Wie gesagt ein ATOM. Brauche ich da einen D410 oder doch lieber DualCore (D510), oder vll sogar D525?
Wo liegt das beste Verhältnis von Energie sparen zu Leistung?

RAM: Eher 1 oder 2GB? (natürlich passend zum Board)
Habe da an 1GB DDR2 Elixir, PC6400/800, CL6 gedacht.

Festplatte: Zunächste eine 1TB Platte SATA II, Samsung, Seagate, Hitachi etc für ca. 50€.

Das größte Problem habe ich beim Gehäuse und Netzteil. Wie stark sollte das Netzteil sein?
Lieber ein Gehäuse mit Netzteil oder eins ohne und das Netzeil seperat?

Gibt es Gehäuse, wo ich die Platten einfach vorne rausziehen kann? (ohne das Ding aufzuschrauben?)

Wenn 2 SATA Platten unterstützt werden sollen wird die Auswahl jedenfalls stark auf dieses Exemplar eingeschränkt: http://geizhals.at/deutschland/a523061.html
(allerdings mit 300W Netzteil. Zuviel?)

Wäre nett, wenn mir jemand ein paar Tipps geben könnte, damit ich mir hier keinen Stromfresser zusammen bastel.

Danke soweit
 
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