Neuling sucht NAS - Kaufberatung und generelle Fragen

Parmigiano

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Hallo zusammen,

ich suche eine Empfehlung für ein NAS mit zwei Platten für Redundanz, um Bilder, Handyvideos, Dokumente usw. in einer eigenen Cloud zu sichern. Gerne so, dass ich und andere Familienmitglieder von außen einfach darauf zugreifen können. Ich denke, dass zwei Platten mit jeweils 8tb reichen sollten. Das wären dann, wenn ich den RAID-Rechner richtig verstanden habe, etwas über 7tb Speicherplatz für die Dateien. Die Sicherung von Daten auf Handies soll möglichst automatisiert per App geschehen, gerne mit automatisierter Indizierung und Sortierung. Das ganze soll möglichst easy bedienbar sein, da ich mich erst im weiteren Verlauf mit Dockern o.ä. auseinandersetzen möchte.

Das NAS würde bei mir im Schlafzimmer stehen, ich bin zwar nicht geräuschempfindlich, aber das Ding sollte schon relativ leise sein. Alternativ käme das Wohnzimmer als Standort infrage, allerdings dann eingebunden per WLAN oder PowerLAN (Löcher bohren für Netzwerkkabel ist nicht gewollt). Reicht die Dateiübertragung per WLAN oder PowerLAN hier aus?

Irgendwie erschlägt mich die Angebotsvielfalt etwas. Synology scheint gut out of the box zu laufen und bietet viele Apps an, reicht da eine DS225+ für mich oder bietet sich da was anderes an? Stand jetzt tendiere ich zu einer DS225+ mit 2 WD Red Pro (leise?) im SHR-Raid.

Später, wenn das NAS eingerichtet ist und läuft, soll das Ganze per externer Festplatte monatlich über den USB-Anschluss am NAS gesichert werden. Kann man das später automatisieren?

Begehe ich hier irgendwo einen Denkfehler?
 
Zu aller erst:
HDDs sind nicht leise. Wenn die laufen, hörst du das im Bett. Jeden einzelnen Zugriff.

Also musst du dich erst mal entscheiden, wie du das handhaben willst.
  • Du kannst ein NAS automatisiert nachts ausschalten und morgens wieder einschalten lassen.
  • Oder du stellst es an einen Ort, wo die Lautstärke der Platten egal ist.
  • Oder du setzt statt Platten SSDs ein, was dann allerdings einen guten Taler kosten wird.
  • Falls am Zielort kein LAN-Kabel gezogen werden kann, setze lieber auf WLAN*.
  • PowerLAN hat schon vielen Leute graue Haare beschert, darauf solltest du nach Möglichkeit verzichten.
*NAS mit WLAN gibt es ganze 5: Klick
Amber sagt mir nichts. Minisforum sind eigentlich für MiniPCs bekannt. Dass die auch ein NAS anbieten, ist mir neu. Das Ugreen-NAS akzeptiert nur M.2-SSDs. Ich bin mir nicht sicher, ob du diese Investition machen willst.
Ob es geht, dass man NAS mit z. B. USB-WLAN-Sticks ausrüstet, kann ich dir nicht sagen. Mit selber Hand anlegen geht das bei einigen sicher, aber out of the box? Pff, da bin ich überfragt.

Das sind viele Einschränkungen, die du durch die Platzierung hast. Ginge es nicht, das NAS einfach neben den Router zu stellen?

Ich empfehle NAS von Ugreen, da sie recht aktuelle Hardware bieten. Synology und QNAP sind in der Hinsicht eher schlecht.
Daneben gibt es auch noch Asustor, aber zu diesen kann ich nichts sagen.
 
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Danke für den Tip, hier dito.
2-bay-NAS mit Wifi scheint man mit der Lupe suchen zu müssen.
 
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Krik schrieb:
Zu aller erst:
HDDs sind nicht leise. Wenn die laufen, hörst du das im Bett. Jeden einzelnen Zugriff.

...

Danke für deine Antwort.

Der Router steht aktuell auch im Schlafzimmer, weil dort mein PC steht, welcher direkt mit dem Router verbunden ist. Mir fällt gerade ein, dass es noch die Möglichkeit gäbe, mit dem Router ins Wohnzimmer umzuziehen (zweite Telefondose vorhanden), dann dort das NAS direkt anzuschließen und den PC im Schlafzimmer per WLAN zu verbinden. Ich bräuchte dann zwar ein geeignetes Möbelstück, aber das ist erstmal kein Problem, wäre auf jeden Fall deutlich einfacher und günstiger als ein WLAN-NAS. Ja, das würde ich dann so machen. SSDs im NAS fallen aktuell aus Kostengründen leider raus.

Welches NAS von Ugreen käme da für mich infrage? Mich verwirren die ganzen Nummernbezeichnungen schon bei Synology. Und wie schaut es bei Ugreen mit dem App-Umfang aus? Ich lese regelmäßig, dass die Synology-Apps deutlich besser wären und kann nicht beurteilen, ob das stimmt.
 
Das klingt nach einem Plan.

Ugreen hat aktuell nur zwei 2-Bay-NAS im Programm, das DXP2800 und das DH2300: Klick
Das DH2300 hat einen ARM-Prozessor, da laufen nicht alle Docker-Container drauf. Das DXP2800 hat hingegen einen x86-Prozessor, da geht so ziemlich alles. Und er hat mehr RAM, was immer gut ist.

Ich empfehle dir, mal auf YouTube Videos dazu anzuschauen. Dann siehst du, wie sich die Bedienung gestaltet und was es so für Features gibt. Bitte achte darauf, nicht so alte Videos zu nehmen. Die Software von Ugreen z. B. war damals zum Release noch unausgegoren. Das hat sich mittlerweile geändert.
 
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Also ich habe auch mein NAS (und PC) im Schlafzimmer im Schlafzimmer stehen ... Synology mit 1x WD Red ohne Ausfallsicherheit ... Ja, man hört definitiv die Festplatten wenn diese angesprochen werden, aber wenn du schläfst greift ja niemand auf dein NAS zu und dann ist Ruhe im Karton (aka im NAS). oder hast du Familie die da auch drauf zugreift wenn du gerade Schlafen möchtest?

Grundsätzlich ist das OS das Synology mitliefert ganz soliede aber viel kann ich dir leider darüber nicht erzählen, da ich Dinge gerne kompliziert mache und auf meinem NAS Nextcloud läuft ... googlefreies Handy und Synology apps vertragen sich nicht unbedingt aber das sind ICH Probleme :D lass dich davon nicht abbringen, wenn es dich nicht betrifft.

btw. ich würde mich als sehr schallepfindlich beschreiben, denn einen Logischen Grund seinen PC mit custom Loop unter Wasser zu setzen gibt es heutzutage nicht wirklich und mein Wasserkühler für die GPU hat fast halb so viel gekostet wie die GPU selbst, einfach nur damit sie auch unter Last nahezu nicht zu hören ist ... Aber mich stört das NAS nicht, denn das springt eigentlich wirklich nur an, wenn du Aktiv Dinge Synchronisierst.

Spricht irgendetwas gegen im Schlafzimmer aufstellen und schauen ob man damit leben möchte und wenn nicht kann ja immer noch ins Wohnzimmer umgezogen werden, denn wenn ich PC im W-Lan höre ... dann stellen sich mir ein bisschen die Haare auf. nicht weil nicht möglich, sondern weil alle meine Freunde bei denen das der Fall ist probleme haben und immer wieder selbst aus Voicechats disconnecten. Auch das muss nicht am W-Lan liegen aber ich erkenne da ein Muster :D
 
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Ugreen DH2300 könnte zwar reichen, im Laufe der Zeit kommen aber erfahrungsgemäß immer mehr Dinge dazu, die man auf dem NAS realisieren möchte.
Mit der DH2300 ist dann schnell Feierabend. Daher rate ich direkt zur DXP2800.

Meine Synology-Zeit ist schon eine ganze Weile her, aber damals war es so, dass man für nahezu jede Anwendung eine separate App brauchte. (Die Video-App wurde wohl sogar komplett gestrichen)

Bei Ugreen hast Du alles in einer App integriert. (Habe selbst eine DXP4800 Plus und eine DXP4800)
Die Ugreen-Geräte bieten mehr Leistung und sind auch hochwertiger in der Verarbeitung. (Gehäuse: Synology -> Plastik vs. Ugreen -> Aluminium

Bei UG hast Du direkt 8 GB RAM, bei Synology nur 2 GB. (Bei Synology kann man im Grunde direkt mit dem Aufrüsten anfangen)

https://geizhals.de/?cmp=3162972&cmp=3498647&active=1
 
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Parmigiano schrieb:
Vergiss das Backup nicht.
Alles auf einer einzelnen NAS zu haben, ist keine Sicherung.
Auch mit zwei Platten im RAID 1 nicht.
 
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Wenn das NAS nicht in Schlafzimmer stehen soll, kann man es doch mittels WiFi- Adapter mit dem Router verbinden. Es scheint auf jeden Fall für Qnap und Synology Wlan- Dongles zu geben.

Und Backup des NAS auf ext. USB- Platte geht automatisiert. Sowohl Synology als auch Qnap bieten dafür Apps an. Sollte es bei UG auch geben. Platte anstecken und Backup startet automatisch.
 
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Falls du wirklich Router und NAS ins Wohnzimmer stellen willst prüfe bitte vorher ob die Telefondose wirklich funktioniert. Zwei parallel funktionierende Telefondosen sind eher untypisch würde ich sagen. In meiner alten Mietwohnung ging nur entweder oder laut dem telekomtechniker.
 
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Parmigiano schrieb:
Welches NAS von Ugreen käme da für mich infrage? Mich verwirren die ganzen Nummernbezeichnungen schon bei Synology. Und wie schaut es bei Ugreen mit dem App-Umfang aus? Ich lese regelmäßig, dass die Synology-Apps deutlich besser wären und kann nicht beurteilen, ob das stimmt.
Ich empfehle ebenfalls das DXP2800, das ich auch seit einiger Zeit nutze.
Ich bin von Synology gewechselt und komme deutlich besser mit Ugreen bzw. deren OS zurecht.
Man hat alles in einer App, nicht aufgeteilt in 500 verschiedene wie bei Synology.
Für das, was du vorhast, funktioniert die Software von Ugreen einwandfrei. Das sind ja die absoluten Basics. Es läuft auch viel mehr und lädt zum Ausprobieren mit Docker ein.
So ist mein Hauptverwendungszweck des NAS inzwischen das Streaming... :D
 
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Toastman_deluxe schrieb:
Zwei parallel funktionierende Telefondosen sind eher untypisch würde ich sagen.
Ich habe auch zwei, so wie wahrscheinlich alle Wohnungen in meinem Stadtviertel.
Eine Dose wurde am Versorgungsschacht installiert, der auch Wasser und Strom in die Wohnung bringt. Diese Dose ist im Flur und die Stelle ist blöd, wenn man ein Telefon, Fax oder Router aufstellen will. Man stolpert immer drüber.
Daher gibt es noch eine zweite Dose im Wohnzimmer und diese ist direkt mit der ersten Dose verbunden.
 
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Meine Erfahung und meine Best Practices von zu Hause mit dem DXP2800
1) SSD Cache ist unnötig für so gut wie alles, was ein "normalo" mit seinem NAS macht.
2) Festplatten sind immer laut und ob es dich stört im Schlafzimmer musst du entscheiden. Es gibt ja auch die Möglichkeit die NAS nachts komplett schlafen zu legen
3) Wenn du mal auf den Geschmack kommst und dann mit Docker anfängst ist das DXP2800 mit Docker Compose echt gut. Hier empfehle ich auch mal die Ugreen DE Facebook Gruppe. Da gibt einen Mod der regelmässig spezielle Services für Docker programmiert und diese selbst auf seinen DXPs betreibt
4) Die Container dann auf eine eigene SSD legen, dann rattern die Platte nicht
5) Zugriff von aussen via Ugreen App geht, willst du allerdings losgelöst arbeiten und mit evtl. praktischeren Backup Tools, Apps wie Immich usw sind die Stichworte: VPN, Wireguard, Tailscale, ReverseProxy. Einfach mal ein wenig einlesen

Das DXP2800 kann zu Hause einen wunderbaren Homeserver stellen und durch Docker auch sehr individuell betrieben werden.
 
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Azghul0815 schrieb:
4) Die Container dann auf eine eigene SSD legen, dann rattern die Platte nicht
Wie geht das bei der DXP2800? Du meinst ja nicht den SSD-Cache und auch nicht die beiden HDD-3,5"-Slots, oder?
 
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Azghul0815 schrieb:
Hier empfehle ich auch mal die Ugreen DE Facebook Gruppe. Da gibt einen Mod der regelmässig spezielle Services für Docker programmiert und diese selbst auf seinen DXPs betreibt
Gibt es diese Docker Compose-Dateien auch außerhalb von FB?

@Faust2011
Die DXP2800 kann zusätzlich zwei M.2-SSDs aufnehmen. Die kann man auch als normalen Speicher verwenden. Das meint er.
 
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Wow, mit so vielen Beiträgen habe ich nicht gerechnet. Danke für euren vielen, hilfreichen Tipps und Anmerkungen.

Pyrukar schrieb:
Also ich habe auch mein NAS (und PC) im Schlafzimmer im Schlafzimmer stehen ... Synology mit 1x WD Red ohne Ausfallsicherheit ...
Ich denke, ich werde den finalen Standort wählen, wenn ich das NAS mal bei mir laufen habe und selber höre, ob ich mit den Geräuschen klarkommen würde oder nicht. So habe ich erstmal im Kopf zwei Standorte für unterschiedliches Lautstärkeempfinden.


xammu schrieb:
Vergiss das Backup nicht.
Alles auf einer einzelnen NAS zu haben, ist keine Sicherung.
Auch mit zwei Platten im RAID 1 nicht.
Ja, wird auf keinen Fall vergessen. Später kommt eine externe Festplatte an den USB-Anschluss für regelmäßige Backups. Bis dahin lasse ich zur Sicherheit die Dateien, die aufs NAS geschoben werden, auch noch auf dem Ursprungsgerät.

Toastman_deluxe schrieb:
Falls du wirklich Router und NAS ins Wohnzimmer stellen willst prüfe bitte vorher ob die Telefondose wirklich funktioniert. Zwei parallel funktionierende Telefondosen sind eher untypisch würde ich sagen. In meiner alten Mietwohnung ging nur entweder oder laut dem telekomtechniker.
Die Dose sollte funktionieren, der Router stand vor Jahren an der Stelle und es hat problemlos funktioniert.



Zu all den DXP28800-Beiträgen (Ich möchte den Post nicht mit zu vielen Teilzitaten fluten):

Nach dem Verbringen vieler Stunden mit Youtube-Videos und diversen Foren-Beiträgen scheinen mir die NAS von Ugreen aufgrund der deutlich besseren Spezifikationen für einen ähnlichen Preis deutlich besser zu gefallen. Auch, wenn laut diversen Videos hier die Software noch nicht so viele Features besitzt wie bei Synology. Ob das wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen. Ich tendiere allerdings mittlerweile zur DXP28800.

Ein Punkt, der mir allerdings regelmäßig bei meiner Recherche aufgefallen ist, ist die Sorge vor einem möglichen Mitlesen bei Ugreen durch die chinesische Regierung. Ob das so ist, weiß ich nicht, die Logfiles scheinen zumindest kein Kontaktieren seltsamer Server zu beweisen. Und mir ist auch klar, dass auch bei anderen Herstellern andere mitlesen könnten, wie halt überall bei Geräten im Netz. Ich würde daher gerne meine NAS-Benutzung von außerhalb meiner Wohnung so sicher wie möglich gestalten und habe mir jetzt folgendes angelesen und überlegt:

  • NAS darf nur ins interne Netzwerk (UGREENlink deaktivieren und Ports am Router schließen
  • Kommunikation nach außen nur per Tailscale
  • Jeder Sichernde aus meiner Familie kriegt einen Tailscale-Account (eingebunden über Family) und einen eigenen Benutzer auf dem NAS. Tailscale läuft auf den jeweiligen Geräten dann dauerhaft im Hintergrund und ich stelle die Key Expiry aus, damit mir bspw. meine Eltern nicht alle 6 Monate auf den Keks gehen, weil sie die Verbindung nicht mehr hinkriegen.
  • Tägliche Snapshots, damit niemand ungewollt oder von außen Dateien löschen kann
  • "Sichern" von Bildern per Immich
  • "Sichern" von Dateien per Nextcloud
  • Datei-Austausch mit fremden Personen dann per FireBrowser über Tailscale-IP

So viel dazu, dass ich mich erst später mit Dockern befassen möchte... Ist der Plan soweit okay und umsetzbar auf einem DXP2800? Die besseren Spezifikationen als bei Synology sollten dafür ausreichend sein, wenn ich das richtig verstehe. Da ich absoluter Neuling auf dem Gebiet bin, frage ich mich, ob das einen vernünftige Lösung ist und wieviel Aufwand das ist. Es scheint mir zumindest nicht so schwierig zu sein, wie ich Anfangs dachte. Über Anmerkungen oder Tipps hierzu würde ich mich riesig freuen. Danke schonmal.
 
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