Nextcloud - welche Hardware?

fixedwater

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Hallo zusammen,

ich möchte gerne bei mir zu Hause einen Nextcloud-Server einrichten - als zentralen Speicherplatz für Bilder und Dateien, die auch kontrolliert nach außen freigegeben werden sollen (an die Verwandtschaft). Ist meinerseits als Lernprojekt, aber auch als langfristige Ablösung unseres inzwischen recht altersschwachen Synology-NAS gedacht (dieses soll nur noch intern weiterlaufen). Frage: Welche Hardware sollte ich in einem Preisrahmen bis ca. 150 Euro dafür nutzen? Mehrere Festplatten wären vorhanden...
Danke für alle Tipps!
 
Wie wäre es mit einer Appliance als VM auf einem beliebigen PC? Hält auch den administrativen Aufwand geringer.
 
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Wenn du dich damit auskennst ist vielleicht der aktuelle Raspi 4 eine Option, der sollte genug Leistung dafür haben.
 
@Bob.Dig Da das Teil durchlaufen soll, wäre mir das dann doch etwas zu viel Stromverbrauch. Ich hatte allerdings auch schon an die Anschaffung eines refurbished-Systems gedacht...
@Masamune2 Raspi reizt mich auf jeden Fall (nutze Linux auf dem Desktop), aber beim Raspi 4 ist die Software-Unterstützung vielleicht noch etwas unrund?
 
Bei mir läuft es einfach als VM auf dem Windows-Homeserver, der eh an ist, aber klar, das kostet. ;)
 
Sofern du die 4k Ausgabe nutzen willst und die Funktionen der aktuellen ARM Generation brauchst ja, aber das wäre in dem Fall erst mal irrelevant. Außerdem dürfte es nicht lange dauern bis hier nachgebessert wird.
 
@Masamune2 - an den RP4 hätte ich auch gedacht
@fixedwater - weshalb - die Software setzt auf Debian (jetzt Debian Buster ) auf - und hat jetzt USB3 z.B. für den SSD-Speicher
 
1. Wieviele Leute sollen damit arbeiten?
2. Welche Dienste willst du darüber bereitstellen?
3. Sollen nur die Schnittstellen genutzt werden, oder auch das Webinterface?

Das sind alles Fragen, die stark die benötigte Leistung beeinflussen.
Ich nutze meine Nextcloud für 5 Konten und locker 15 Endgeräte, vorwiegen Fotoupload von Handies, Tablets, Kalender, Kontakte und zum Musikstreamen.

Ich war erst mit der DS718+ in Punkto Leistung bei Nutzung per Weboberlfäche zufrieden (trotz PHP7.2 und MariaDB). Der vorherige ARMseelige Armada XP Dualcore mit 2x 1,066 MHz der DS214 war zum :kotz:
 
Raspberry Pi kann man schon nehmen, zur Not. Habe selber einen Raspi 3 in verwendung. Mit ein wenig Tweaking läuft das schon annehmbar. Aber toll auch wieder nicht. Raspi 4 wird schneller, keine Frage, aber ich glaub nicht dass er von der Performance wirklich mit einem Einsteiger x86 System mithalten kann.

Würde also, wenn es wirklich von mehreren Personen produktiv verwendet werden soll eher etwas anderes empfehlen. Etwa einen Mini-PC wie den NUC o.ä.
zB sowas:
https://geizhals.de/gigabyte-brix-gb-bace-3160-a1470512.html?hloc=de
mit kleiner SSD und 4GB ram kommst du mit 150€ davon. Wenn du von einem USB Stick startest, dann sogar nur 130€

Beim Raspi 4 musst du aber auch fast 100€ rechnen, wenn du die 4GB Variante mit Gehäuse, Kühlkörper, Netzteil und SD Karte nimmst und vielleicht noch einen Micro HDMI Adapter brauchst. Sicher nicht alles zwingend erforderlich, aber doch auch nicht verkehrt.
 
Wenig Stromverbrauch, mehr Performance als ein RPi, unter 150€ ...

Wie wärs mit einem Odroid? https://www.pollin.de/p/odroid-n2-einplatinen-computer-mit-4-gbyte-ram-811035

Gibt noch mehr Modelle, aber das ist schon sehr sympathisch. :)
Und da du eh Linux aufm Desktop nutzt hast du auch genug Erfahrung um Nextcloud drauf laufen zu lassen (wenn nicht schon irgendwo ein Tutorial zu finden ist)

Oder wenns direkt mit SATA sein soll:
https://www.pollin.de/p/odroid-hc2-einplatinen-computer-fuer-nas-und-cluster-anwendungen-810851

[Edit]
Das erste Modell oben kannte ich selbst noch nicht. Musst ich mir doch grad mal bestellen :D
[/Edit]
 
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Digitalzombie schrieb:
Das erste Modell oben kannte ich selbst noch nicht. Musst ich mir grad selbst bestellen
Sieht interessant aus. Aber ist halt recht speziell, hat ja anscheinend nicht mal einen Displayausgang. Und Gehäuse und Netzteil ist nicht dabei. Ist die Frage wo man das Gehäuse bekommt und wieviel es kostet...
 
Ah stimmt, Anforderungen. Die sind niedrig: Es greifen dann ca. 7 Leute darauf zu, Upload von Bildern und Dateien auch per Handy, Zugriff von außen von anderen Leuten, die nicht selbst hochladen. Webinterface eher nur zur Konfiguration. Fertig. Ist wie gesagt auch ein Lernprojekt. Und @conf_t : Eine DS114 werkelt hier rum, ist als Dateiserver für intern ok, aber für alles andere zu lahm - soll daher früher oder später wech und durch etwas besseres ersetzt werden. Das sympathische am Raspi wäre halt, dass der echt nix kostet und so gut wie keinen Platzbedarf hat. Daher wäre der odroid schon interessant. Allerdings gibts für 100 Euro auch schon ein Mainboard mit onboard-Chip plus Speicher...
Was wäre denn mit der AM1-Plattform von AMD? Zu alt?
 
@da_reini

Uhhhhm ... du hast nich wirklich draufgeschaut oder? :D
HDMI hat das Teil. Gehäuse (also Plastikdeckel) gibts extra, Netzteil muss auch dazugekauft werden ja. Und optimalerweise schneller eMMC Speicher. Bleibt vom Budget aber trotzdem unter den 150€.
Wo man die Dinger bekommt? Unter dem Link den ich gepostet hat. Pollin ist der offizielle deutsche Distributor von Odroid. Preis ist auch dabei ;)

Ansonsten ist da nix spezielles dran. Odroid is schon recht lange aufm Markt dabei, halt leider nicht sooo bekannt weil teurer als RPi. Dafür USB3.0, Gigabit-Ethernet (was ja nu auch beides der neue RPi hat) aber auch deutlich schnellerer Speicher dank eMMC und deutlich mehr Power unter der Haube. Ansonsten vom Prinzip der gleiche Einheitsbrei wie immer ;)
 
Wenn Du ne schnelle Internetleitung hast, könnte ein Webhoster noch eine gute Wahl sein. Von shared hosts sollte man im Falle von Nextcloud jedoch die Finger lassen. Eine VM würde sich hier anbieten.
 
@Digitalzombie : ooops, mein Fehler. Habe mich auf den zweiten Link bezogen. Nicht den ersten. Und dieses spezielle Gehäuse. Beim Hersteller scheint es ja ausverkauft zu sein. Aber eigentlich ideal für NAS sonst. Aber halt nur für NAS, ohne Displayausgang. Also kein Libreelec zb. (Schon klar, andere Odroids haben Ausgänge, aber der Formfaktor hat mir gefallen).
 
@da_reini
Ah okay. Ja das Ding hat keinen Displayausgang. Aber brauchs den bei nem NAS wirklich?
Plastikdeckel gibts da auch im Shop für das Ding. Sieht nur absolut hässlich aus ;)

Ja die Teile sind nicht für jeden was. Meine Erfahrungen waren bisher nicht schlechter als beim RPi. Und komplizierter isses auch nicht. Aber da spricht auch ein bissi der Bastler aus mir, von daher bin ich da schon ansatzweise voreingenommen.
 
Hatte einen Odroid C1+. Habe ich mir wegen der Hardware gekauft. Stichwort H265 decoding. Software war leider damals nicht das gelbe vom Ei, muss ich sagen. Sehr instabil und ich habe viel probiert. Kann aber natürlich sein dass sich das inzwischen gebessert hat bei den neueren Modellen.
 
fixedwater schrieb:
Was wäre denn mit der AM1-Plattform von AMD? Zu alt?

Die AM1 gehen ab der Athlon-Klasse[1], typischerweise kostet der Spaß gebraucht aber oft schon in dem Bereich wo du dir einfach ein aktuelles Board mit Intel Atom für 10€ mehr holen kannst.
Auch wurden die AM1 Kisten gern selbst als NAS verwendet, wenn sich da jemand von so einer Kiste verabschiedet hat die gern mal 5Jahre 24/7 Betrieb hinter sich.

@Digitalzombie
Die ODroid Dinger sind mit dem notwendigen Zubehört vor allem derart teuer, dass es für 20% Aufpreis auch komplette, potentere x86 Lösungen gibt.


[1] Habe ich selber, alles was als kleiner Webserver / NAS an Aufgaben ansteht laufen flüssig. Ein Nextcloud mit vielen Plugins wird aber zäh (das Plugin zur Voransicht von Raw-Bildern ist definitiv zu viel)
 
Für Medien habe ich die Dinger ehrlich gesagt nie genutzt. Hab zur Zeit 2 C0 hier liegen die irgendwann mal zu einem MIDI Projekt werden sollen. Intranet Webserver hab ich mal hochgezogen vor ein paar Jahren. Glaube das läuft immernoch. Würde mich zumindest nicht wundern.

@Piktogramm
Findest du? Je nach Modell ab knapp 80€ im fertigen Set. Ist halt deutlich teurer als der Raspberry, das stimmt. Aber für 150€ ein System das genauso sparsam ist und dabei als x86... hmm. Mal bissi Mindfactory-Archäologe spielen nachher. Je mehr ich drüber nachdenke umso spaßiger finde ich die Herausforderung sowas zusammenzustellen.
 
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