Weltraumeule schrieb:
Sorry, die alten Schinken spiele ich am PC und nicht auf meiner Switch 1 und mittlerweile 2er. Auf denen kommen nur Switch Spiele in Frage.
Also wenn Du auf RetroArch und deren ganzen Features abzielst, das läuft auch auf der Switch 1.
Für mich sind Retro Achivements fast nichts, weil es kaum Listen für PAL Sets gibt, der Rest ist in der Tat aber schon nice, gerade mit unbegrenzt vielen Quicksaves, Netplay und dergleichen.
Nintendo hat zumindest die letzten zwei Dinge auch, ansonsten ist deren Emulator aber tatsächlich eher bare bones, da stimme ich Dir zu.
Shakyor schrieb:
Die meisten laden sich den Kram aber runter ohne das Game jemals irgendwie besessen zu haben. Wenn das so wie du macht ist das ja in Ordnung
Nun muss ich mal ehrlich sein und kurz ausholen.
Meine Mutter war auch sehr lange Zeit sehr arm, wir konnten uns kaum Spiele leisten, selbst T-DSL1000 war Anfangs noch schwierig, weil es anfangs mit Volumen(!) gekommen ist, welches ich fast immer überschritten habe.
Ich habe da auch entsprechend viele Spiele heruntergeladen und so gespielt.
Was soll ich sagen? Ich war noch fast ein Kind, hab das Internet Anfang der 2000ner für mich entdeckt und damals wurde auch noch nicht an jeder Ecke mit Kanonenkugeln auf einen geschossen, wenn man so etwas getan hat.
Dass nun jemand so verrückt ist, wie ich und seitdem Geld verdient wird, wirklich jedes Spiel auf Datenträger nachgekauft und gedumped wird, das machen wahrlich die wenigsten und ja, im großen und ganzen ist so etwas eher geduldet als akzeptiert.
Allerdings denke ich auch, dass hier sehr viele Strömungen zusammenkommen.
Neben den ärmeren Menschen gibt es noch jene, welche ihre Spiele einfach erhalten wollen, so wie ich und da jedes Abspielgerät nehmen, welches sich anbietet.
Und dann gibt es noch Leute, welche im Stil der frühen "Softwarepiraten" aus der Zeit von BBS und Mailboxen sagen, Code muss frei verfügbar und allen zugänglich sein.
Bei einer gemoddeten Switch oder Switch Pro sehe ich tatsächlich auch leider eher jene, welche einfach keine Lust haben, Geld zu bezahlen, doch das ist eben ein Nebeneffekt davon, wenn geschlossene Systeme geöffnet werden.
Ich würde es toll finden, wenn es wie bei Microsoft auch bei Nintendo einen Dev-Mode geben würde, wo ich einfach Homebrew, Ports oder Emulatoren starten kann, während dieser Nutzung allerdings den Zugriff auf relevante Systemdateien und aufs Laufwerk verliere.
Leider sieht das Nintendo ja anders und Sony hat sich während der PS3 in die Hose gemacht und OtherOS gekillt, was dann eben zum Jailbreak führte.
frames p. joule schrieb:
Dieser Satz ist einfach dumm, tut mir leid dass ich das so sagen muss.
Im deutschen klingt der Satz schon etwas kantig, joa, die Aussage passt aber.
Der Anbieter
verkauft mir ein Produkt, ich bezahle es mit meinem Geld.
In dem Moment der Transaktion geht das Besitzrecht an dieser Einheit an mich über und niemand sollte mir ins Gewissen reden, was ich in meinen vier Wänden zu tun oder zu lassen habe, solang ich niemand anderes schade.
Ein finanzieller Schaden entsteht für den Anbieter keiner, denn ich habe fair und ehrlich schon die Kosten bezahlt.
Wenn der Anbieter mir ein
Nutzungsrecht über einen bestimmten Zeitraum einräumt, so habe ich im Grunde genommen jeder Zeit zu befürchten, dass das Spiel morgen den Start verweigert, die Musik oder Filme aus meiner Bibliothek verschwinden.
Gerade mit Musik und Filmen hat Sony in den letzten Wochen immer wieder für Aufmerksamkeit gesorgt, haben sie doch gesagt, selbst keine Rechte mehr am Vertrieb diverser Medien zu haben, woraufhin allen Leuten der Zugriff rückwirkend entzogen wurde.
Gehen wir zurück zu Spielen, hat Ubisoft hier wohl mit The Crew 1 das beste Beispiel dafür geliefert, wie sich so etwas entwickeln kann und wenn ich an Meldungen denke, dass Nintendo scheinbar grundlos Switch 2-Geräte perma banned, weil Spieler einfach nur gebrauchte Module in das Gerät gesteckt haben, ja dann tut es mir leid, da verstehe ich den Drang, das Gerät zu knacken dann doch.
Gabes Aussage, dass das ganze ein Problem der Dienstleistung ist, passt hier auch wieder rein, denn alles was es bräuchte, wären zugesicherte Offline-Modi, damit auch eine Backup-Möglichkeit und im Fall von Nintendo, einfach einen Kontaktweg, damit diese sehen können, dass man ein Gebrauchtspiel gekauft hat und nun wehrlos einen 500€$ Backstein vor sich hat, weil angeblich gegen die EULA verstoßen wurde.
iron_monkey schrieb:
Dann streamen sie das Spiel nur noch ^^ bis die KI aus dem Stream das gleiche bastelt und dann ist vorbei.
Ganz ehrlich, wenn Nintendo eine stabile und unabhängig vom Endgerät und der Verbindung (Ethernet, WLAN, Mobilfunk) gescheite Streaminglösung anbieten würde, wo auch der gesamte eigene Katalog verfügbar ist, solang man für das NSO-Abo zahlt, wäre ich dafür als Kompromiss zu begeistern.
Klar würden dann die Leute immer noch meckern, weil Nintendos Emulation eben nur minimal ist, doch wenigstens hätten wir dann Zugriff und vielleicht würde sich dann auch bei denen zeigen, dass ein solcher Markt besteht.