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News Nintendo Switch 2: Neue Version mit Wechselakku legt beim Gewicht zu

Zeekuma schrieb:
Es geht darum das ein Kaputter Akku nicht gleich das gesamte Gerät wegen Unwirtschaftlichkeit auf dem Elektrschrott landet.
Ich fände es gut, wenn kleine Reparaturwerkstätten gefördert würden. Der Akku ist ja nur ein Problem von vielen bei technischen Kleingeräten. Repariert keiner, weil das eben zu teuer ist, weil Lohnnebenkosten usw. zu teuer sind.

Suspektan schrieb:
Wenn diese Fremdhersteller Akkus zuverlässige Haltbarkeit bieten würden und nicht teilweise minderwertige Zellen verbaut hätten,
Genau das ist ja das Problem, wenn die proprietäre Akkus nachbauen. Die sind gekapselt und was drin steckt, weiß niemand.

Normale 3.7v Lipo Akkus von der Stange gibt es in sehr guter Qualität für kleines Geld. Maus, Tastatur, Headset laufen bei mir mit dem 5€ Ersatzakku länger als mit dem originalen. Eine Standard 2600mAh 3.7v Zelle kostet keine 10€. Im Switch Akku sind wohl zwei davon übereinander verbaut.
 
Müssen Valve, ASUS, MSI, usw. bis Anfang 2027 auch mit neuen Revisionen nachbessern, bei denen der Akkutausch einfacher wird?

27 Schritte bis zum Ausbau des Steam-Deck-Akkus (ca. 50 Schritte bis alles wieder zusammengebaut ist), ist jetzt ja auch nicht sehr kundenfreundlich:

https://de.ifixit.com/Anleitung/Steam+Deck+OLED+Akku+tauschen/168676
Ergänzung ()

calippo schrieb:
Akkus für die Switch kosten 20€ und auf dem ifixit Video sieht man, dass der Tausch einfacher ist, als so manches Legoset.

Naja, der Wechsel des Switch2-Akkus sind immerhin 63 Arbeitsschritte:
https://de.ifixit.com/Anleitung/Nintendo+Switch+2+Akku+ersetzen/190141

Das ist jetzt nicht trivial und in 5 Minuten erledigt.

Mal zum Vergleich der Akkutausch bei einem 3DS XL oder einer PSP:

https://de.ifixit.com/Anleitung/Nintendo+3DS+XL+Akku+Austausch/25068
https://de.ifixit.com/Anleitung/PSP+1000+Akku+tauschen/1797
 
Zuletzt bearbeitet:
getexact schrieb:
jetzt haben die Kunden die Abwägung zwischen Spielspaß oder aber völlige Ignoranz gegenüber dem Produkt, weil der Akku nicht einfach ausgetauscht werden kann...;)
gibt ja kaum andere spiele auf dem markt. man ist ja fast dazu gezwungen eine geschlossene und überteuerte konsole mit überteuerten spielen zu kaufen....

ohhhh wait.... nein ist man nicht!! gibt wie gesagt das steam deck, das es vormacht!!! mit 10000ten spielen!

7hyrael schrieb:
Es ist leider utopisch zu glauben, dass "Die Kunden" sich in breiter masse sinnvoll informieren und faktenbasiert und logisch überlegt einkaufen.
ja, sag ich doch. diese menschen sind eben auch mitschuld an diesen zuständen. diese menschen stört es nämlich genauso, dass man akkus nicht leichter tauschen kann, aber sie kaufen es dann trotzdem immer und immer wieder!
es ist schade, dass wir immer mehr von oben diktiert werden müssen, weil die menschen einfach nichrt mehr mitdenken.

die EU will ja jetzt noch schnell die Chatkontrolle durchboxen. wissen vermutlich auch die wenigsten. es kann also ganz schön nach hinten losgehen, wenn uns immer von oben alles aufgezwungen wird.
Chatkontrolle und Ausweispflicht fürs internet sind nur 2 der aktuellen bsp!
klimaanlagen werden bis zum 7 stock abgeschalten. von der leyen und ihre leute arbeiten 8 stock aufwärts und uns sagen sie dann wie schädlich klimaanlagen sind

https://x.com/MartinSonneborn/status/2074201042703778256
 
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Sehr gut von der EU, nur schade das sie es bei den Smartphone Herstellern nicht durchsetzt haben das der Akku zwingend leicht getauscht werden kann. Dafür diese dumme Regel mit den Ladezyklen 🤮.

@longusnickus
Ich finde die Ausweispflicht und auch die Chatkontrolle vollkommen in Ordnung. Kann jeder meinen Einkaufszettel, Geburtstagswünsche und WhatsApps lesen. Wenn ich was mitzuteilen habe was keinen dritten was angeht dann mache ich das persönlich und lass das Handy zu Hause.
 
nciht schrieb:
Jetzt schau mal was andere Handhelds wie Steam-Deck, Rog Ally, oder Legion Go wiegen. Die müssen für dich dann ja allesamt kaum aufhebbare Schwergewichte sein, wenn die 14g Zusatzgewicht bei der Switch 2 für dich einen nennenswerten spürbaren Unterschied machen.

Im Vergleich zur Konkurrenz ist man damit halt immer noch ein absolutes Leichtgewicht.
Na ja, "absolutes Leichtgewicht" ist schon stark übertrieben.

Selbst die bisherige Switch-2-Variante ohne Wechselakku ist inkl. Joy-Cons satte 26,5 % schwerer als eine Switch 1 OLED (534 g / 422 g = 1,265). Bei der Switch-2-EU-Variante sind es inkl. Joy-Cons nun sogar satte 30 % mehr ggü. einer Switch 1 OLED (548 g / 422 g = 1,299).

Einen Gewichtsunterschied von 25 - 30 % spürt man schon recht gut. Der prozentuale Gewichtsunterschied zwischen einer Switch 2 und einem Steam Deck OLED ist deutlich geringer.

Das Steam Deck OLED ist nur knapp 20 % schwerer als die bisherige Switch-2-Variante inkl. Joy-Cons (640 g / 534 g = 1,199). Gegenüber der neuen EU-Variante der Switch 2 ist das Steam Deck OLED dann nur noch 16,8 % schwerer (640 g / 548 g = 1,168).

Hinzu kommt, dass das Steam Deck durch die Griffe deutlich ergonomischer in den Händen liegt.

Ich denke bereits darüber nach, mir für meine Switch 2 ein Grip-Set zu holen, z. B. dieses oder jenes.

Durch Grip-Halterung und Grip würde meine Switch 2 dann gewichtsmäßig zu meinem Steam Deck OLED aufschließen (bzw. sogar daran vorbeiziehen):

1783446494731.png 1783446862910.png
 
Peter 23 schrieb:
Sehr gut von der EU, nur schade das sie es bei den Smartphone Herstellern nicht durchsetzt haben das der Akku zwingend leicht getauscht werden kann. Dafür diese dumme Regel mit den Ladezyklen 🤮.

@longusnickus
Ich finde die Ausweispflicht und auch die Chatkontrolle vollkommen in Ordnung. Kann jeder meinen Einkaufszettel, Geburtstagswünsche und WhatsApps lesen. Wenn ich was mitzuteilen habe was keinen dritten was angeht dann mache ich das persönlich und lass das Handy zu Hause.
Du hast aus fast 60 Jahren Überwachung, Verfolgung und Diktatur im dritten Reich und DDR auch nichts gelernt, was?
 
@7hyrael
Wenn ich sehe was in DE mittlerweile gewählt wird, gerade im Osten, dann solltest Du die Frage lieber diesen Menschen stellen (ist ja nur jeder 4te Bundesbürger).
 
Wenn ich mir anschaue was in Bundestag so passiert, ist das vielleicht nicht das schlechteste. aber hier geht's nicht um Politik.
 
Die marginalen Änderungen an den Spezifikationen zeigen, dass der primäre Fehler an dieser Regulierung ist, dass sie nicht schon viel füher erlassen wurde.
 
Cool Master schrieb:
Auch von mir Danke an die EU!

Wie man sieht geht es doch, dass man Akkus wieder austauschbar macht. Als nächsten Schritt würde ich mir die Standardisierung von Akkus Gedanken machen, damit nicht jeder Hersteller seine eigene Suppe koch siehe Werkzeughersteller. Es sollte keine Rolle spielen ob ich den 18V Akkuschrauber von Einhell, Makita, Hilti oder wem auch immer habe.
Du hast nicht verstanden wie freie Marktwirtschaft funktioniert, ein Unternehmen entwickelt nicht zum Spaß irgendwelche Produkte, sondern um damit Geld zu verdienen, sobald sich staatliche Institutionen zu stark einmischen, entsteht Planwirtschaft, Planwirtschaft bremst Innovationen und Fortschritt. Zu deinem Akkuschrauber Beispiel, der Akku ist eine wesentliche Komponente bei so einem Gerät, auch um sich vom Wettbewerb abzuheben, sobald es vereinheitlicht wird, gibt es für die Hersteller keinen Anreiz mehr dort Geld zu investieren. Wenn Bosch morgen einen Wunderakku rausbringt, der nur bei Bosch Geräten funktioniert und ein Jahr später sagt die EU, es gibt einen einheitlichen Akkustandard der bei allen Herstellern funktionieren MUSS, dann sagt der liebe Herr Bosch, dann schließe ich meine Akkusparte, weil lohnt sich nichtmehr.
Ich versteh was du sagen willst, man würde auch gerne andere Geräte nutzen, aber aufgrund der teuren Akkus, lohnt es sich nicht. 1000 Jobs vernichtet.
Es ist ein extrem schmaler Grad zwischen staatlicher Übergriffigkeit und Verbraucherschutz.
Noch ein Beispiel, ich habe mich bewusst für die Nutzung von Apple Produkten entschieden, mit allen Vor- und Nachteilen. Die EU sagt aber jetzt, dass Geschäftsmodell von Apple passt uns nicht, es soll nur noch denselben Einheitsbrei geben, wohlwissend das ich als Verbraucher bewusst die Entscheidung getroffen habe, mit allen Vor- und Nachteilen aus dem Apple Ökosystem zu leben. Glaubst du Apple wusste vor 20 Jahren das Ihr Ökosystem so erfolgreich wird? Es hätte auch ganz anders laufen können, Apple wäre in Ihrer Nische geblieben und in der Bedeutungslostigkeit versunken und dann? Glaubst du die EU hätte dann genauso einen Aufriss gemacht?
Das Leben ist kein Wunschkonzert, alles hat Vor- und Nachteile, aber wer glaubt Planwirtschaft macht die Welt zu einem besseren Ort, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Sobald Unternehmen kein Geld mehr verdienen, wird es auch keinen Fortschritt mehr geben. Ja, nicht alles was die EU macht ist schlecht, aber man sollte auch seine Grenzen kennen, ich will nicht wissen wieviel tausende Milliarden NICHT in der EU investiert wurden, aufgrund so eines Verhaltens. Würdest du dasselbe sagen, wenn dein Unternehmen morgen schließen müsste und du auf der Straße landest? Wäre nicht so cool, oder?
Und wenn ich mir die aktuelle wirtschaftliche Lage von Deutschland anschaue, dann wäre ich vorsichtig mit dem was ich mir wünsche. Aber der deutsche Michel, kapiert es erst wenn es zu spät ist. Wir leben nur noch von unserer Substanz, Substanz die unsere Eltern und Großeltern über Jahrzehnte mit viel Fleiß aufgebaut haben. Heute hör ich nur noch ich will, ich will, ich will, ich will...
 
Zuletzt bearbeitet:
auch wenn es ins off-topic geht, ist ein austauschbarer Akku wie hier bei der Switch eigentlich bald auch für Handys wieder Pflicht? Wünschenswert wäre auch ein verpflichtender Software Support für 8 Jahre o.Ä. …
Ergänzung ()

Macerkopf schrieb:
Zu deinem Akkuschrauber Beispiel, der Akku ist eine wesentliche Komponente bei so einem Gerät, auch um sich vom Wettbewerb abzuheben, sobald es vereinheitlicht wird, gibt es für die Hersteller keinen Anreiz mehr dort Geld zu investieren.
Inwiefern kann sich ein Hersteller nicht mehr abheben? Es geht um ein vereinheitlichtes Interface, das Gerät selber kann ja tolle Features haben und der Akku (die Zellen und Ladeelektronik z.B.) kann ja auch ganz toll sein und das Firmenlogo (z.B. Bosch) tragen, dennoch sollte man den Akku auch an einem anderen Ladegerät laden können und umgekehrt andere Akkus am Bosch Ladegerät.
 
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@Hakubaku das war ein Beispiel, ich bin kein Ingenieur, keine Ahnung wie stark das die Entwicklung einschränken würde, es ging nur darum die Problematik zu verdeutlichen! Keine Ahnung was daran so schwer zu verstehen ist.
 
calippo schrieb:
Wenn der Hersteller das nicht verdongelt. Oder ist das explizit verboten?
Kann er theoretisch machen, ob das Kostennutzen für Nintendo Sinn ergibt steht auf nem anderen Blatt. Am Ende bauen die Dritthersteller einfach etwas in ihre Akkus, dass die als original erkannt werden, oder besser, man wird das Gerät patchen können, dass es auch nicht originale Akkus akzeptiert.
 
Macerkopf schrieb:
Du hast nicht verstanden wie freie Marktwirtschaft funktioniert, [...]

Da ich selber im Vorstand bin, würde ich behaupten, ich habe es verstanden ;) Kleiner Hinweis: Wir haben keine freie Marktwirtschaft in Deutschland, sondern eine soziale Marktwirtschaft ;)

Macerkopf schrieb:
Zu deinem Akkuschrauber Beispiel, der Akku ist eine wesentliche Komponente bei so einem Gerät, auch um sich vom Wettbewerb abzuheben, sobald es vereinheitlicht wird, gibt es für die Hersteller keinen Anreiz mehr dort Geld zu investieren.

Nein, ist er nicht. Wie kommst du darauf? Der Akku ist, wie schon gesagt wurde, einfach 18650- oder 21700-Zellen verpackt mit einer Ladeelektronik (die fertig entwickelt ist; gibt keine Änderungen mehr) in einem Plastikgehäuse. Die Anzahl der Zellen bestimmt über die Ah und das war's. Das ist bei weitem keine Ingenieurskunst, vor allem weil man Zellen und Ladeelektronik fertig einkaufen kann.

Macerkopf schrieb:
Wenn Bosch morgen einen Wunderakku rausbringt, der nur bei Bosch Geräten funktioniert und ein Jahr später sagt die EU, es gibt einen einheitlichen Akkustandard der bei allen Herstellern funktionieren MUSS, dann sagt der liebe Herr Bosch, dann schließe ich meine Akkusparte, weil lohnt sich nichtmehr.

1. Wird nicht passieren, da Bosch schon lange kein Innovationstreiber mehr ist, vor allem im Bereich Akku. Und 2. dann sollen sie das machen. Gibt genug andere Hersteller, die gleichwertig, wenn nicht sogar höherwertig sind. Selbst die blauen Professionell Bosch sind ja schon lange nicht mehr Made in Germany. Evtl. entscheidet sich sogar ein kleiner Hersteller zu expandieren und nimmt eine bessere Position ein.

Macerkopf schrieb:
Ich versteh was du sagen willst, man würde auch gerne andere Geräte nutzen, aber aufgrund der teuren Akkus, lohnt es sich nicht. 1000 Jobs vernichtet.

Nein, nicht wirklich. Ich möchte einfach einen einheitlichen Standard, damit ich nach Produkt kaufe und nicht nach einem Akku-System, wie es aktuell der Fall ist. Es gibt überhaupt keinen Grund außer der Form, warum die 18650- oder 21700-Zellen nicht in einem Bosch, Festool, Hilti, Parkside oder was auch immer gehen sollten.

Ehrlich gesagt wären mir 1000 Jobs recht egal. Wenn dadurch der Verbraucher mehr Auswahl hat und einen günstigeren Preis, nehme ich 1000 Jobs gerne in Kauf. Wie gesagt, die Akkus sind schlicht fertige Zellen, die verlötet werden, etwas Ladeelektronik reingepackt wird, die fertig entwickelt ist (da passiert also nichts mehr) und ein Gehäuse darum entwickelt.

Macerkopf schrieb:
Es ist ein extrem schmaler Grad zwischen staatlicher Übergriffigkeit und Verbraucherschutz.

Nicht wirklich, vor allem wenn etwas Grundlegen schief geht wie aktuell vieles und die Unternehmen auf dem Verbraucher herumtanzen.

Macerkopf schrieb:
Noch ein Beispiel, ich habe mich bewusst für die Nutzung von Apple Produkten entschieden, mit allen Vor- und Nachteilen. Die EU sagt aber jetzt, dass Geschäftsmodell von Apple passt uns nicht, es soll nur noch denselben Einheitsbrei geben, wohlwissend das ich als Verbraucher bewusst die Entscheidung getroffen habe, mit allen Vor- und Nachteilen aus dem Apple Ökosystem zu leben. Glaubst du Apple wusste vor 20 Jahren das Ihr Ökosystem so erfolgreich wird? Es hätte auch ganz anders laufen können, Apple wäre in Ihrer Nische geblieben und in der Bedeutungslostigkeit versunken und dann? Glaubst du die EU hätte dann genauso einen Aufriss gemacht?

Ich nutze auch Apple und bin genau anders eingestellt. MacOS wird von Version zu Version immer eingeschränkter und restriktiver - warum? Warum kann ich z. B. keine Apps mehr ausführen, die von einem freien Entwickler kommen, der nicht bereit ist, Apple 99 € im Jahr zu zahlen, nur damit die App signiert wird? Selbst ein Rechtsklick und "Öffnen" geht ja nicht mehr. Ich muss also erst ins Terminal ein "xattr -c /Pfad/Zur/App" eingeben, damit ich sie starten kann. Das hat nichts mit Geschäftsmodell zu tun, sondern Gängelung und Ausnutzen einer Position, und genau das und solche Sachen dürfen einfach nicht passieren, und der Staat bzw. die EU muss da eingreifen.

Man sieht es ja auch an Sony, die keine physikalischen Medien mehr bereitstellen wollen. Das dient schlicht und ergreifend der Gängelung des Kunden, damit man den Gebrauchtmarkt zerstören kann. Alternativ was vor einigen Jahren bei Unity passiert ist mit der Preiserhöhung. So etwas darf einfach nicht passieren und da muss der Staat/EU einfach eingreifen.

Macerkopf schrieb:
Das Leben ist kein Wunschkonzert, alles hat Vor- und Nachteile, aber wer glaubt Planwirtschaft macht die Welt zu einem besseren Ort, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Niemand sprach oder spricht hier von Planwirtschaft... Wie es aktuell aber aussieht und was abgeht, kann nicht sein. Wir leben in Deutschland in einer sozialen Marktwirtschaft und da gehören Korrekturen auch dazu, wenn man sieht, dass etwas falsch läuft und das tut es meiner Meinung nach.

Macerkopf schrieb:
Sobald Unternehmen kein Geld mehr verdienen, wird es auch keinen Fortschritt mehr geben.

Sorry, aber das ist Quatsch. Fortschritt entsteht nicht ausschließlich in gewinnorientierten Unternehmen. Auch Universitäten, (staatlich finanzierte) Forschungseinrichtungen, gemeinnützige Organisationen und Open Source Projekte tragen erheblich zum Fortschritt bei. Ich würde sogar sagen, dass alle genannten aber vor allem Open Source in den letzten Jahrzehnten extrem viel Fortschritt ermöglicht hat. 70-80 % des Internets laufen auf Apache oder Nginx. Man schaue auch nur mal, was Let's Encrypt für alle gemacht hat. Ohne die wären wir nach wie vor bei 200 € teuren Zertifikaten.

Macerkopf schrieb:
Ja, nicht alles was die EU macht ist schlecht, aber man sollte auch seine Grenzen kennen, ich will nicht wissen wieviel tausende Milliarden NICHT in der EU investiert wurden, aufgrund so eines Verhaltens.

Ehrlich? Finde ich richtig und ist kein großer Verlust. Solche Firmen will ich nicht, die Gesetze oder Verbraucherrechte mit den Füßen treten.

Macerkopf schrieb:
Würdest du dasselbe sagen, wenn dein Unternehmen morgen schließen müsste und du auf der Straße landest? Wäre nicht so cool, oder?

Ein Glück haben wir ein soziales Netz in Deutschland und das passiert nicht. Selbst wenn nicht, ich habe keine Schulden und genug Eigenkapital, um Jahre keine Probleme zu haben.

Macerkopf schrieb:
Und wenn ich mir die aktuelle wirtschaftliche Lage von Deutschland anschaue, dann wäre ich vorsichtig mit dem was ich mir wünsche. Aber der deutsche Michel, kapiert es erst wenn es zu spät ist. Wir leben nur noch von unserer Substanz, Substanz die unsere Eltern und Großeltern über Jahrzehnte mit viel Fleiß aufgebaut haben. Heute hör ich nur noch ich will, ich will, ich will, ich will...

Richtig, viele Unternehmen leben nur noch von ihrem Ruf. Vor allem bei der Autoindustrie ist das der Fall. Ändert nichts an der Tatsache, dass ich nicht Konzerne haben will die vorgeben wie der Verbraucher mit den Produkten umgehen muss oder alles Schlucken muss was die Konzerne sagen oder machen wollen Stichpunkt Abos für Funktionen die bereits verbaut sind.
 
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Macerkopf schrieb:
Du hast nicht verstanden wie freie Marktwirtschaft funktioniert,
Das ist mal eine starke Behauptung vor dem Hintergrund, was dann kommt.
Macerkopf schrieb:
ein Unternehmen entwickelt nicht zum Spaß irgendwelche Produkte, sondern um damit Geld zu verdienen, sobald sich staatliche Institutionen zu stark einmischen, entsteht Planwirtschaft,
Nein, Planwirtschaft entsteht, wenn die Wirtschaft durch den Staat geplant wird. Einmischen in Form von Regeln stellt keinerlei Entwicklung Richtung Planwirtschaft dar, da einfach nicht geplant wird sondern reglementiert.
Macerkopf schrieb:
Planwirtschaft bremst Innovationen und Fortschritt.
Ja, aber da du oben falsch abgebogen bist, ist das jetzt irgendwie obsolet.
Macerkopf schrieb:
Zu deinem Akkuschrauber Beispiel, der Akku ist eine wesentliche Komponente bei so einem Gerät, auch um sich vom Wettbewerb abzuheben, sobald es vereinheitlicht wird, gibt es für die Hersteller keinen Anreiz mehr dort Geld zu investieren. Wenn Bosch morgen einen Wunderakku rausbringt, der nur bei Bosch Geräten funktioniert und ein Jahr später sagt die EU, es gibt einen einheitlichen Akkustandard der bei allen Herstellern funktionieren MUSS, dann sagt der liebe Herr Bosch, dann schließe ich meine Akkusparte, weil lohnt sich nichtmehr.
Das ist ein valides Beispiel, nur leider überhaupt nicht in Bezug auf Planwirtschaft, denn in dieser würde der Staat Bosch sagen, dass sie jetzt nur noch Akkus bauen und Festool nur noch Akkuschrauber usw. In unserer Marktwirtschaft funktioniert das ja etwas anders. Es wird vom Staat ein Markt geschaffen, zB. dürfen Akkus gebaut werden, unter bestimmten Regeln. Diese können ja sein, keine Ausbeutung, keine Umweltverschmutzung, Verwendung von Standards. Und anders als du es versuchst herzuleiten sind Standards für die Wirtschaft tatsächlich ein wichtiger Innovations- und Wachstumsbeschleuniger. Nicht umsonst erfreut sich die DIN so großer beliebtheit. Wenn ich auf Standards zurückgreifen kann, kann ich mich auf Innovation konzentrieren. Stromnetz = 240V, Tankstutzen für Diesel und Benzin, CEE Stecker für eAutos, USB-C etc. Und stell dir mal vor, Tesla würde einen eigenen proprietären Stecker nutzen und als erster überall Ladesäulen bauen? Dann gäbe es keine freie Marktwirschaft mehr, sondern ein Monopol. Idealer Zustand ist ein Markt mit Konkurrenz und freiem Zugang für die Kunden. Sprich jede Regelung, die den Markt öffnet, ist genau das Gegenteil von Planwirtschaft. Ich bin jedoch auch für zeitweise begrenzte Monopole zur Innovationsförderung.

Macerkopf schrieb:
Ich versteh was du sagen willst, man würde auch gerne andere Geräte nutzen, aber aufgrund der teuren Akkus, lohnt es sich nicht. 1000 Jobs vernichtet.
Es ist ein extrem schmaler Grad zwischen staatlicher Übergriffigkeit und Verbraucherschutz.
Noch ein Beispiel, ich habe mich bewusst für die Nutzung von Apple Produkten entschieden, mit allen Vor- und Nachteilen. Die EU sagt aber jetzt, dass Geschäftsmodell von Apple passt uns nicht, es soll nur noch denselben Einheitsbrei geben, wohlwissend das ich als Verbraucher bewusst die Entscheidung getroffen habe, mit allen Vor- und Nachteilen aus dem Apple Ökosystem zu leben.
Deine singuläre Entscheidung als Verbraucher steht natürlich dem Wohl aller Kunden hintenan. Das tut mir in deinem Fall Leid. Deine bewusste Entscheidung für ein proprietäres System, mit entsprechenden Einschränkungen des freien Marktes ist am Ende genau der Schritt Richtung deiner Interpretation von "Planwirtschaft", die wir alle nicht haben wollen. Sorry dafür.
Macerkopf schrieb:
Das Leben ist kein Wunschkonzert, alles hat Vor- und Nachteile, aber wer glaubt Planwirtschaft macht die Welt zu einem besseren Ort, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Schwierig mein Freund. Wahrheit kommt nicht über fesche Sätze.
Macerkopf schrieb:
Sobald Unternehmen kein Geld mehr verdienen, wird es auch keinen Fortschritt mehr geben.
Zwischen 60% Marge und kein Geld mehr liegt aber noch eine ganze DDR, um bei deiner Planwirtschaft zu bleiben.
Macerkopf schrieb:
Ja, nicht alles was die EU macht ist schlecht, aber man sollte auch seine Grenzen kennen, ich will nicht wissen wieviel tausende Milliarden NICHT in der EU investiert wurden, aufgrund so eines Verhaltens.
Hast du dazu eine Argumentationsbasis?
Macerkopf schrieb:
Und wenn ich mir die aktuelle wirtschaftliche Lage von Deutschland anschaue, dann wäre ich vorsichtig mit dem was ich mir wünsche.
Das Problem liegt weniger in der Regulierung solcher Sachen, als mehr in der Bürokratie und den Standortkosten. Löhne und soziales System sind einfach Kostentreiber.
Hakubaku schrieb:
Inwiefern kann sich ein Hersteller nicht mehr abheben? Es geht um ein vereinheitlichtes Interface, das Gerät selber kann ja tolle Features haben und der Akku (die Zellen und Ladeelektronik z.B.) kann ja auch ganz toll sein und das Firmenlogo (z.B. Bosch) tragen, dennoch sollte man den Akku auch an einem anderen Ladegerät laden können und umgekehrt andere Akkus am Bosch Ladegerät.
Werkzeuge würde ich raus nehmen. Aktuell sind das die entscheidenden Merkmale der Anbieter.

So, da ich offene Systeme und deren Mehrwert für uns alle Liebe, begrüße ich ausdrücklich die EU Regelung. Sie führt zu mehr Nachhaltigkeit, mehr Kundennutzen, einem freieren Markt und sehe hier keine Einschränkungen bei Innovation und Co. Apple zeigt ja gerade, was wir hinsichtlich Innovation von einem geschlossenem System erwarten dürfen.
 
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calippo schrieb:
Genau das ist ja das Problem, wenn die proprietäre Akkus nachbauen.
Weiß nicht, was du unter proprietär verstehst und auch nicht, warum du hier dauernd annimmst, der neue EU konforme Switch2 akku sei nun proprietär(er) im Gegensatz zum alten?
Leicht wechselbar bedeutet auch nicht, dass lediglich eine Klappe geöffnet werden muss und der Akku zur besseren Handhabung eine eigene Behausung bräuchte.

Die Qualität der üblichen Fremdherstellerakkus (und der Fälschungen) war schon immer recht fraglich, egal ob nun bei den alten Smartphoneakkus mit eigener Hülle oder neueren ohne solche.
Irgendwelche Zusatzchips oder besondere Bauformen konnten die Hersteller schon immer verbauen und taten sie z.T. auch.
Nintendo bietet den Akku nur in ihrem Shop an, weil die EU Verordnung es dem Importeur vorschreibt.
Kein Hersteller darf ab Feb 2028 ein Gerät mehr einführen ohne für min. 5 Jahre nach Inverkehrbringen der letzten Einheit die Akkus als Ersatzteil bereitzustellen
Das gilt übrigens auch für wasserdichte GEräte, auch diese müssen von unabhängigen Werkstaätten weiterhin repariert werden können und Ersatzakkus müssen über entsprechenden Zeitraum zur VErfügung gestellt werden.

calippo schrieb:
Normale 3.7v Lipo Akkus von der Stange
Was sind denn normale 3,7 LiPo akkus?
Übliche erhältliche Bauform mit lediglich +/- Pol?
Gibt auch auch so SOnderbauformen, die man einfach nur aufgrund ihrer abweichenden Abmessungen nirgends erhält
Ergänzung ()

calippo schrieb:
Kann man die Switch ohne weiteres patchen?
Wir reden von der switch2, nicht der switch1, denke ich?
Was nützt dir ein Patch der switch2, wenn da ein Zusatzchip im Akku mit eigener Erkennung sitzen würde?
Die PSP ist komplett offen, aber dennoch erkennt sie nur Akkus mit diesem Zusatzchip.
 
MaverickM schrieb:
dann sollte man einfach weniger Lauch sein.
bist schon ein cooler Typ. Danke für den Spruch.

Mir gehts darum, dass ein Mobilgerät so leicht wie möglich sein sollte. So ein großes Gerät wie die Switch 2 kann man zwar mit 2 Händen halten, dennoch muss ich persönlich feststellen, dass die Bauweise meine Hände verkrampfen lassen. Gewicht ist da eher zweitrangig.

Ansonsten kann ich nur noch mal betonen: egal wieviel schwerer es ist: je schwerer, desto schlechter das Handling. Punkt.
 
Diese News wurde ihren präsentiert von 11 Gramm.
 
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Suspektan schrieb:
warum du hier dauernd annimmst, der neue EU konforme Switch2 akku sei nun proprietär(er) im Gegensatz zum alten?
Abwarten und Tee trinken. Ein guter 5000mAh Akku kostet etwa 20€ und jeder Euro mehr, den der Switch Wechselakku kosten wird, geht zu Lasten der Verbraucher. Vielleicht schätze ich Nintendo falsch ein, dann entschuldige ich mich gerne
 
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