Dr. Chaos schrieb:
Ich dachte so an 199€ aber 350€ ist schon eine Ansage für einen Neuling im Kopfhörer Bereich.
Ist mir dann doch einfsch zu teuer.
Nothing ist kein Neuling mehr und spielt die Konkurrenz zu teilen schon ganz gut an die Wand.
Unter 200€ sind die Nothing Headphones (a) eine wirkliche Ansage. Ein paar Optimierungen über den integrierten parametrischen EQ und die klingen richtig gut, haben ordentliches ANC und der Akku hält auch ewig. Doppelt so lange wie bei den Pro hier. Weiß der Geier wieso. Reicht aber beides.
Das gleiche gilt bei In-Ears mit den Nothing Ear, richtig gute In-Ears, die Nachfolger hab ich noch nicht gehört und kann sie daher nicht bewerten, aber die "alten" (ist die 3. Generation glaube ich, nicht zu verwechseln mit den (3), das ist die 4. Generation) machen einen super Job.
Daher denke ich, dass Nothing auch mit den Pro ein ordentliches Gesamtpaket abliefern wird.
"Leider" habe ich mir gerade erst die Sennheiser HDB630 gekauft und auch die klingen fantastisch, damit bin ich erst mal versorgt. Aber was Verarbeitung/Materialanmutung angeht macht Nothing hier einen deutlich besseren Job als Sennheiser. Und der EQ bietet auch noch mehr Optionen durch die 3 zusätzlichen Bänder.
Was ich aber nicht verstehe ist diese Hülle, der einzige Vorteil den ich darin sehe ist, dass man die Höhe der Ohrmuscheln nicht wieder aufs Minimum stellen muss wenn man die Kopfhörer in ihrer Hülle verstaut. Das finde ich auch ne Fehlkonstruktion irgendwie. Am besten hat man ne Hülle die den ganzen Kopfhörer schützt und wo man sie in der richtigen Höheneinstellung unterbringen kann. Da muss ich an meine Sony WH-1000XM2 zurückdenken, die waren faltbar, das Case war super kompakt und trotzdem passten sie sogar in der richtigen Einstellung herein.
Klanglich können die zwar (ohne externen parametrischen EQ) nicht ansatzweise auf dem Niveau von Nothing und Sennheiser konkurrieren (kann Sony bis heute nicht bei der 1000X Serie, obwohl sie nicht schlecht sind aber die Abstimmung ist nicht gerade optimal). Aber Sony hat sich für die neuen Generationen ja auch für ein nicht-faltbares Design entschieden. Schade drum.
Ranayna schrieb:
Wenn es dann noch klanglich mit dem AKG K702 mithalten koennte, waere das natuerlich auch gut
Was die räumliche Darstellung angeht werden die nicht mithalten können, das ist bei geschlossenen rein physisch schon schwer, wobei ich sagen würde die Sennheiser HDB630 aber auch die Melomania P100SE haben eine Recht weite Bühne (für einen geschlossenen). Was die Abstimmung angeht sind es etwas unterschiedliche Philosophien, aber da bekleckert sich der AKG auch nicht so mit Ruhm, zumindest nicht fürs normal Musikhören - der ist halt ziemlich mittenbetont und hell/analytisch abgestimmt, für einen Studio-Kopfhörer in der Produktion kann das nützlich sein und für bestimmte Musikrichtungeb funktioniert das auch, aber ein richtiger Allrounder ist das nicht. Der Nothing kann das sein, vor allem auch weil man diesen durch einen PEQ ja unterschiedlich abstimmen kann. Weil es nur 8 Bänder sind geht das zwar nur eingeschränkt, aber grundsätzlich kannst du den damit schon die Richtung eines K702 biegen, wenn du das willst.
Tommy1911 schrieb:
Bin ja mal gespannt, ob der xMEMS überhaupt etwas bringt.
Die sind eher für In-Ears geeignet, da sie aufgrund der sehr geringen Größe/Fläche kaum Luft bewegen können.
Deshalb kommen die ja auch nur für den Hochton zum Einsatz, soweit ich gelesen habe 10-40kHz. Also de facto 10-16kHz für die meisten Menschen (mit dem Alter tendenziell weniger). Wohingegen der mittlere Treiber bis 15kHz mitspielen soll.
Ich bin von dem Multi-Treiber-Konzept nicht ganz überzeugt - ein guter dynamischer Treiber ist durchaus in der Lage, das gesamte Frequenzspektrum adäquat abzubilden. Aber natürlich kann es auch nicht schaden diesem etwas Arbeit abzunehmen. Mit zusätzlichen Treibern für den Hochton könnte man die Auflösung weiter erhöhen und hat vielleicht auch mehr Spielraum bei der Abstimmung, weil es schwierig ist einen Treiber für das gesamte Frequenzspektrum optimal abzustimmen. Deshalb ist es heute bei aktiven Kopfhörern auch üblich die Abstimmung über den DSP zu machen, damit kann man die meisten Probleme beheben - aber gerade bei größeren Schnitzern ist das auch nicht toll bzw. hat es einfach physische Grenzen.