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NRW schafft Studiengebühren ab, Bafög umsonst beantragt?

Xerxes18

Lieutenant
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Liebe Computer Baseler,

ich habe mich für ein Studium im Bereich Angewandte Informatik mit Schwerpunkt Medieninformatik entschieden und habe bei meinem Formular angekreuzt, dass ich Bafög beantragen möchte.

Jetzt habe ich gestern durch eine gute Freundin erfahren, dass NRW eventuell die Studiengebühren abschafft:

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2010-08/studiengebuehren-nrw

1. In wie weit kann man damit Rechnen, dass dies auch wirklich geschieht?

2. Kann man einen Bafög Antrag nach einem Jahr bzw. beliebig einfach kündigen?

Jetzt brauche ich noch euren Rat in folgender Situation:

Mein Vater hat mir nämlich angeboten die ganzen Studienkosten zu übernehmen. Ich habe jedoch mein monatliches Einkommen während des Zivildienstes gespart (jeden Cent) um eventuell die Studiengebüren selbst zu bezahlen. Jetzt frage ich mich, was ich genau machen soll. Mein Vater lässt gerade ein 4 stöckiges Wohngebäude bauen. Wie ihr euch vorstellen könnt kostet es einen haufen Geld und ich würde meinem Vater ungern finanziell zur Last fallen. Andererseits würde ich aber auch gerne mein gespartes Geld behalten.

Was meint ihr?
 
Ob es wirklich kommt, ist ja alles andere als sicher und außerdem ist das aktuelle Semester erst 10/11 damit musst du zwei Jahre auf jeden Fall zahlen und da man Bafög jedes Jahr neu beantragen muss, kannst du es dann ja einfach nicht mehr machen. Wobei Bafög doch deinen Lebensunterhalt sicher stellen soll und nicht für die 500 Euro pro Semester gedacht ist, die kann man in der Regel doch irgendwie so zahlen oder eben notfalls einen Kredit aufnehmen, aber du brauchst ja auch jeden Monat 600 Euro oder so, zum überleben.

Was will dein Vater denn zahlen, zweimal 500 Euro oder jeden Monat 600 Euro? Da dein Studium wohl länger als zwei Semester gehen wird, brauchst du spätestens danach Unterstützung, weil dein Zivigehalt dann aufgebraucht ist.
Er ist übrigens gesetzlich verpflichtet dich zu unterstützen, wenn er "reich genug" ist. Dann bekommst du automatisch kein Bafög, außerdem bekommt man auch kein Bafög, wenn man selber zu viel Geld besitzt und das könnte bei dir der Fall sein.
 
Xerxes18 schrieb:
ich würde meinem Vater ungern finanziell zur Last fallen. Andererseits würde ich aber auch gerne mein gespartes Geld behalten.

Was meint ihr?
Dann beantrage Bafög! Du hast ein Recht darauf, warum solltest du es dann nicht nutzen? Wenn du dir Sorgen um die Rückzahlung machst, dann spare einfach den Teil, den du als zinsloses Darlehen bekommst und zahle diesen dann zurück. Du kannst auch arbeiten gehen, um dir etwas dazu zu verdienen. Die Wahrscheinlichkeit, dass du überhaupt Bafög bekommst sieht bei dir allerdings äußerst schlecht aus, wie KoreaEnte schon gesagt hat. Vater hat anscheinend ein gutes Einkommen/Vermögen und du viel angespartes Guthaben.

Der Studienkredit ist mit seinen niedrigen Sinsen ebenfalls eine gute Alternative neben Bafög und Kindergeld.
 
Xerxes18 schrieb:
Jetzt brauche ich noch euren Rat in folgender Situation:

Mein Vater hat mir nämlich angeboten die ganzen Studienkosten zu übernehmen. Ich habe jedoch mein monatliches Einkommen während des Zivildienstes gespart (jeden Cent) um eventuell die Studiengebüren selbst zu bezahlen. Jetzt frage ich mich, was ich genau machen soll. Mein Vater lässt gerade ein 4 stöckiges Wohngebäude bauen. Wie ihr euch vorstellen könnt kostet es einen haufen Geld und ich würde meinem Vater ungern finanziell zur Last fallen. Andererseits würde ich aber auch gerne mein gespartes Geld behalten.

Was meint ihr?
Wovon hast du eigentlich während des Zivildienst gelebt, wenn du jeden Cent sparen konntest?
Wenn dein Vater ein 4-stöckiges Gehäuse bauen kann, wird die finanzielle Last der Studiengebühr nicht ins Gewicht fallen.
Das du das Angebot deines Vaters nicht in Anspruch nehmen möchtest, hat dich geehrt - denn der letzte Satz hat den guten Eindruck wieder zunichte gemacht.
 
Also ich denke es spricht wenig dagegen, eine Bafög-Beratung aufzusuchen. Dann wirst du es schon sehen.
 
@phil.:

Da habe ich mich vielleicht etwas undeutlich ausgedrückt. An dieser Stelle wollte ich eigentlich schon Fragen ob ich mein Geld behalten oder doch Bafög beantragen soll. Mein Vater stand da schon außer Frage :D

Also ich hatte während meiner Zivizeit bestimmt keine eigene Wohnung oder sowas ähnlich. Ich bin 20 und wohne noch bei meinen Eltern, deswegen konnte ich jeden Cent sparen. Ich habe das auch weiterhin vor bis ich mein Studium beendet habe, da die Uni da ist wo ich sowieso schon wohne.

Zum Bafög:
Ich wusste nicht, dass es auf das Einkommen der Eltern ankommt. Somit bin ich ja schließlich gezwungen meinem Vater zur Last zu fallen bzw. es selber zu zahlen. Ich dachte man bekommt Bafög so oder so, wenn man studiert. Über das Einkommen meines Vaters würde ich ungern sprechen, jedoch ist es nicht überdurchschnittlich.
 
Du hast in der Regel immer Baföganspruch, aber es heißt nicht, dass du welches genehmig bekommst.
Elternunabhängiges Bafög entfällt bei dir wohl.


edit:
grob zu Orientierung kann man den Rechner auf studis-online verwenden.
 
Wenn deine Eltern halbwegs ordentlich verdienen wird das mit Bafög nix. Meine Eltern sind beides Lehrer am Gymnasium (~3300€ Brutto), wir haben das durchgerechnet und ich hätte ich einen Anspruch auf Bafög von etwa 20€ im Monat gehabt (den ich natürlich nicht wahrgenommen habe ;)).
 
Ich hab das Gefühl, du weißt gar nicht genau wie Bafög funktioniert.

Also 1.
Wenn du mehr als 5000€ gespart hast, kriegst du eh keinen Cent.
2. Ob dein Vater gerade viel Geld übrig hat, weil er nichts kauft oder ob er kaum was hat, weil er nen 4 stöckiges Haus baut, spielt keine Rolle, sondern nur was er verdient. Bzw. das letzte Jahr verdient hat.
3. Bafög ist völlig unabhängig davon ob man Studiengebühren zahlt oder nicht.


Solltest dein erspartes unter 5000€ liegen hast du also Baföganspruch.
Da du aber zu Hause wohnst wirst du nicht viel bekommen, und das auch nur unter der Vorraussetzung, dsas deine Eltern nicht besonders viel verdienen. Wie schon jemand vorgeschlagen hat. Benutz einen Bafögrechner.. und dann guck mal.

Bafög beantragen ist nun wirklich nicht so schwierig. Lieber erstmal ein bisschen selber informieren (gibt genug Seiten mit infos) bevor man hier Leute mit Fragen löchert.
Wenn man jemandem nach einem Rezept für einen Kuchen fragt, sollte man vorher ja auch schon wissen was ein Backofen ist und wie man ihn anmacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu 2. wobei gerade Selbständig dort viele Vorteile haben, auch Kinder von Ärzten die ein dickes Haus haben und einen Porsche fahren können locker den Höchssatz bekommen, wenn sie sich in dem betreffenden Jahren einfach arm rechnen....
 
Jace schrieb:
[...]
Also 1.
Wenn du mehr als 5000€ gespart hast, kriegst du eh keinen Cent.
[...]

Wäre mir neu^^

Zum einen liegt der Freibetrag bei 5200 Euro (Vermögen im Sinne des BAföG) und und zum anderen wird das Vermögen über die 5200 Euro dem zustehenden Bafög einfach angerechnet.

Heisst konkret: Hast du z.B. 6000 Euro Vermögen kriegst du monatlich 800Euro/12 weniger.

Ab einem gewissen Vermögen kommt so am Ende dann natürlich nichts mehr raus.
 
Soooo einfach ist das auch nicht.
Schließlich zählt das zuversteuernde Einkommen. Und da sind einfach Grenzen.. man kann sich nicht komplett arm rechnen, dafür sorgt schon der Staat.. der will schließlich Einkommensteuer abkassieren.
Einkünfte in bestimmten Jahren komplett ausradieren geht nur wenn man in Vorjahren große VErluste gemacht hat.


@Mr.Freeze Stimmt, du hast Recht. VErmögensanrechnung geht bis 5200. Und die Anrechnung hab ich jetzt gar nicht erwähnt.

Prinzipiell gehts ja darum, dass man 5200€ sparen darf, Wenn man was darüber hat, wird das vom Baföganspruch abgezogen, da man erstmal von seinem VErmögen leben soll und wenn dies bis 5200€ aufgebraucht ist, kriegt man wieder volles Bafög.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar kann man sich nicht auf Null runterechnen (in den meisten Fällen) aber das ist ja auch nicht nötig, wollte nur sagen, dass man da sehr viel rumtricksen kann, wenn man das früh genug plant. Ein Angestellter hat dagegen fast keinen Spielraum.
Ich kenne selber Fälle, wo die Kinder den vollen Bafögsatz bekommen und gleichzeitig eine Privatuni besuchen die 7.000 Euro im Jahr kostet, wo das Geld dafür herkommt, scheint keiner wissen zu wollen.
 
Es liegt vielleicht daran, dass diese Elternunabhängiges Bafög erhalten ?
 
Nein, der Vater ist Bauer und die sind schon aus Prinzip arm und haben kein Geld, auf jeden Fall offiziell ;)

Aber man muss ja eine Studienbescheinigung oder ähnliches abgeben und so muss das Bafög-Amt ja sehen, dass es eine teure Privatuni ist, aber soetwas scheint denen wohl egal zu sein.
 
Das wäre ja Krassdreist. Immerhin würde man dann ja ein Vermögen auf H4niveau angeben um den Höchtsatz zu erhalten.
 
Jace schrieb:
Ich hab das Gefühl, du weißt gar nicht genau wie Bafög funktioniert.

Also 1.
Wenn du mehr als 5000€ gespart hast, kriegst du eh keinen Cent.
2. Ob dein Vater gerade viel Geld übrig hat, weil er nichts kauft oder ob er kaum was hat, weil er nen 4 stöckiges Haus baut, spielt keine Rolle, sondern nur was er verdient. Bzw. das letzte Jahr verdient hat.
3. Bafög ist völlig unabhängig davon ob man Studiengebühren zahlt oder nicht.


Solltest dein erspartes unter 5000€ liegen hast du also Baföganspruch.
Da du aber zu Hause wohnst wirst du nicht viel bekommen, und das auch nur unter der Vorraussetzung, dsas deine Eltern nicht besonders viel verdienen. Wie schon jemand vorgeschlagen hat. Benutz einen Bafögrechner.. und dann guck mal.

Bafög beantragen ist nun wirklich nicht so schwierig. Lieber erstmal ein bisschen selber informieren (gibt genug Seiten mit infos) bevor man hier Leute mit Fragen löchert.
Wenn man jemandem nach einem Rezept für einen Kuchen fragt, sollte man vorher ja auch schon wissen was ein Backofen ist und wie man ihn anmacht.

Also

1. Danke ich dir und den anderen für die vielen Informationen bzw. Antworten.

2. Wenn du der Meinung bist, dass ich zu viele Fragen stelle, brauchst du ja auch nicht zu antworten. Hier wird schließlich niemand gezwungen. Ich freue mich trotzdem über deinen informativen Beitrag.

3. Geht es hier nicht darum, wieviel BaföG ich bekomme bzw. wie einfach das ist oder wie das funktioniert, sondern ob ich es beantragen sollte. Ob ich Bafög bekomme ist/war eigentlich eine ganz andere Frage, die Nebenbei vielleicht geklärt werden könnte.
 
Schonmal bedacht?
Bafög muss nicht vollständig zurückgezahlt werden. D.h. du kriegst Geld geschenkt!

Was spricht da noch gegen einen Antrag? Nur der Aufwand. Wenn du also sicher bist, dass du keins bekommst kannst du es dir sparen. Ansonsten lohnts immer zu beantragen. Spätestens dem Bafög-Amt musst du dann aber Auskünfte über das Einkommen deiner Eltern liefern - und auch über dein eigenes Erspartes
 
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