News Nuvacore: Prozessor-Design erlaubt x86, Arm und RISC‑V auf einer Basis

Volker

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Das Startup Nuvacore plant einen Prozessor ganz anderer Art: Er soll lediglich ein Basisdesign bieten und dadurch zu jedem Instruction Set passen. Denn auf dieses Basisdesign soll am Ende erst aufgelegt werden, ob es eine x86-CPU werden soll, oder doch ein Prozessor mit Arm-Kernen oder vielleicht der RISC-V-ISA.

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klingt nach StartUp mit der klaren Ambition in 2 Jahren aufgekauft zu werden auch wenn das Design nie funktionieren wird, denn so ein UniversalChip benoetigt Unmengen an zusaetzlichen Schaltungen und ist somit zwangslaeufig ein kostenfressendes Transistormonster mit RiesenDie.

Es gibt gute Gruende warum x86/ARM Chips existieren....


Man muesste einen Weg finden die brachliegenden nichtbenoetigten Schaltungen anderweitig zu nutzen (Cache?)
 
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Transmeta lässt grüßen. An sich ein alter Hut. Einen sinnvollen Use Case sehe ich nur in Rechenzentren, wo CPUs entsprechend dem Bedarf als x86, ARM oder RISC-V provisioniert werden können. Aber dazu müsste halt der Preis und das Ökosystem auch konkurrenzfähig sein.
 
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Am Ende des Tages also einfach ein FPGA?
 
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stefan92x schrieb:
aber ein Startup ja nun wirklich nicht...
Gerade da, niemand kauft eine CPU wenn die eigene Software nicht drauf läuft.
d3nso schrieb:
Am Ende des Tages also einfach ein FPGA?
Nein, die ISA wird quasi per Firmware geregelt, an der Schaltung der CPU selber ändert sich nix.
 
sikarr schrieb:
Nein, die ISA wird quasi per Firmware geregelt, an der Schaltung der CPU selber ändert sich nix.
Ein CPU-Frontend in Software schreiben ist aber absehbar enorm ineffizient, das kann ich mir nicht vorstellen.

Das Frontend als FPGA, um die ISA wechseln zu können, in Kombination mit einem fixen CPU-Backend könnte ich mir schon eher vorstellen.

Eine Lösung mit stumpf drei parallelen Frontends komplett in Hardware wäre sicher am effizientesten im Einsatz, aber verschwendet natürlich auch Chipfläche.

Hängt alles an der Frage, ob der Gewinn es wert ist, und den sehe ich hier einfach noch so gar nicht.

CDLABSRadonP... schrieb:
Der Anti-Gähn-Faktor lautet Gerard Williams III.!
Wenn Personenkult funktionieren würde, hätte Intel unter Jim Keller richtig geile CPUs entwickelt. Ein Name allein (selbst mit nachgewiesener Erfolgshistorie) macht noch keine gute CPU.
 
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stefan92x schrieb:
Das Frontend als FPGA, um die ISA wechseln zu können, in Kombination mit einem fixen CPU-Backend könnte ich mir schon eher vorstellen.

Das funktioniert nur mit enormen Leistungseinbußen.
Selbst auf Xilinx’ Flaggschiff Ultrascale FPGAs ist so eine komplexe Logik mit mehr als einem GHz nur schwer zu implementieren.
 
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Ich finde die Idee einer solchen "Eierlegenden Wollmilchsau" schon ziemlich interessant :smokin:
Die eigentliche Frage für mich ist eher "Wie gut funktioniert das in der Realität?" 🤔
 
Uncle Pain schrieb:
Ja genau gab's schon von Transmeta 👍
Und es war ein Produkt was man sogar kaufen konnte.

St3ppenWoLF schrieb:
Die eigentliche Frage für mich ist eher "Wie gut funktioniert das in der Realität?" 🤔
Schaust du hier:
 
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STM64 schrieb:
Das funktioniert nur mit enormen Leistungseinbußen.
Selbst auf Xilinx’ Flaggschiff Ultrascale FPGAs ist so eine komplexe Logik mit mehr als einem GHz nur schwer zu implementieren.
Stimmt. Aber ich vermute trotzdem, dass eine "Software-Lösung" noch langsamer wäre als das.

So oder so landet man im Prinzip bei Lösungen wie damals Transmeta oder aktuell IBM z. Transmeta ist gescheitert und IBM hat eine sehr spezielle Zielgruppe...
 
Klingt mir ein wenig nach typischem Startup-Blabla.

Ein Spezialist ist immer besser/effizienter als ein Generalist.
Wenn ich meine CPU auf den Zweck hin designen kann (z.B. x86), dann kann ich sie vom Aufbau dahin optimieren, auch wo welche Komponenten platziert sind.

Ein Generalist - so wie sie nun vorschlagen - hat immer das Handicap, dass es besser sein könnte vom Aufbau her. Klar, mag in der Produktion billiger sein weil flexibel, aber Spitzenwerte sind damit nich möglich.
 
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stefan92x schrieb:
Wenn Personenkult funktionieren würde, hätte Intel unter Jim Keller richtig geile CPUs entwickelt. Ein Name allein (selbst mit nachgewiesener Erfolgshistorie) macht noch keine gute CPU.
Bei Intel wurde dann im Nachhinein ziemlich eindeutig darüber gesprochen, wovon er angefressen war...
...und bzgl. Nodes konnte er natürlich ohnehin nicht zaubern. Dieses Problem hat Keller aktuell nicht mehr und Gerard Williams III. hat es auch nicht.
 
Hito360 schrieb:
klingt nach StartUp mit der klaren Ambition in 2 Jahren aufgekauft zu werden auch wenn das Design nie funktionieren wird, denn so ein UniversalChip benoetigt Unmengen an zusaetzlichen Schaltungen und ist somit zwangslaeufig ein kostenfressendes Transistormonster mit RiesenDie.

Es gibt gute Gruende warum x86/ARM Chips existieren....


Man muesste einen Weg finden die brachliegenden nichtbenoetigten Schaltungen anderweitig zu nutzen (Cache?)
Ich finde es immer wieder lustig, wie sich jedes Mal jemand findet, der meint, er wüsste es besser. Das Team hat die aktuell besten SoCs designed. Nicht nur einmal, mehrmals.

Und du hast die Meldung nichtmal verstanden. Der finale Chip wird entweder x86 oder Arm oder RISC-V sein, nicht alles gleichzeitig. Aber die zugrundeliegende Architektur wird zu 95% die gleiche sein. Weil 95% eines CPU-Kerns nicht ISA-spezifisch ist.
 
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Gab es schon mal in den 90'ern und ist gescheitert.

Und dann gibt es noch so lustige Details wie: https://preshing.com/20120930/weak-vs-strong-memory-models/

Interrupts verhalten sich auch nach ISA subtil anders, Bytesex ist auch ein spannendes Thema, usw.

stefan92x schrieb:
Wenn Personenkult funktionieren würde, hätte Intel unter Jim Keller richtig geile CPUs entwickelt. Ein Name allein (selbst mit nachgewiesener Erfolgshistorie) macht noch keine gute CPU.
So wie die berühmte Schublade von Intel?
 
St3ppenWoLF schrieb:
Nice! Dann habe ich jetzt eine Beschäftigung für die Mittagspause :D
Gerne! Ist ein interessantes Video. Einige der Stromsparmechanismen gibt es in heutigen CPUs immer noch
 
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w0mbat schrieb:
Ich finde es immer wieder lustig, wie sich jedes Mal jemand findet, der meint, er wüsste es besser. Das Team hat die aktuell besten SoCs designed. Nicht nur einmal, mehrmals.
Nunja... Nuvia wollte eine Server-CPU entwickeln, aber die ist nie wirklich entstanden. Stattdessen wurde Nuvia aufgekauft und die Cores sind in diverse SoCs gewandert.

Da ist der Verdacht schon naheliegend, dass hier eine ähnliche Absicht vorliegen könnte und es am Ende nicht das als Produkt geben wird, was jetzt angeteasert wird.
w0mbat schrieb:
Der finale Chip wird entweder x86 oder Arm oder RISC-V sein, nicht alles gleichzeitig. Aber die zugrundeliegende Architektur wird zu 95% die gleiche sein. Weil 95% eines CPU-Kerns nicht ISA-spezifisch ist.
Wenn das so ist, dann entwickelt Nuvacore also ein Backend und drei austauschbare Frontends für CPUs. Das schreit nach "wir entwickeln ein geiles CPU-Backend mit neuen Ansätzen, bitte kauft uns auf und integriert es in euer Produkt".

Beim Thema x86 stellen sich dann übrigens auch noch Lizenzfragen...
 
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