Erzherzog schrieb:
Jetzt sieht man das die bei der kleinsten Krise (oder auch bevor diese erst los geht) komplett einbrechen
ETFs unterliegen den Börsenschwankungen in ihren jeweiligen Kategorien genauso wie Einzelwerte.
Der Vorteil ist, dass themenbezogen einfach und kostengünstig investiert werden kann. ETF haben keinen eingebauten Schutz vor Kursverlusten und sind im Vergleich zu etwas teureren Fonds auch nicht aktiv verwaltet. Ein gutes Fondmanagement kann in solchen Situationen, sofern es das Produkt zulässt, etwas Schadensbegrenzung betreiben, in dem Anteile verschoben oder anders verteilt werden.
Das ist bei ETF nicht möglich. Und auch mit ETF sollte das Prinzip der Risikominderung durch Diversifikation über mehrere unterschiedliche ETF beachtet werden.
Der größte World-ETF MSCI steht schon länger in der Kritik, weil er - je nach Produkt und Anbieter - mit einem Anteil von teilweise über 50-70% an US-Unternehmen nicht so wirklich als global ausgeglichen betrachtet werden kann.
Und das hier ist keine "kleinste" Krise, sondern möglicherweise der Beginn einer ausgewachsenen Katastrophe mit weltweiter Wirkung. Das aktuelle Signal der US-Zölle an die Anteilseigner ist "Verkaufen", was die Kurse massiv nach unten zieht, obwohl die Unternehmen noch keine Auswirkungen realisieren müssen. Es ist eine Vorwegnahme der Folgen zukünftiger globaler Handelsbeschränkungen.
Etwas ähnliches haben konservative Republikaner schon mal durchzogen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Smoot-Hawley_Tariff_Act. Die Folgen waren.... katastrophal. Man kann wirklich nur hoffen, dass die Weltwirtschaft, (Zentral)banken, allg. Geldpolitik und der Zusammenhalt globaler Player etwas widerstandsfähiger als damals sind (
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise).
Die Börse bekommt jetzt halt einen heftigen Knick, obwohl es keine strukturellen Probleme vergleichbar mit der letzten Bankenpleite gibt.
Eine gute Strategie für Investments ist jetzt schwer zu wählen. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten. Wetten auf fallende Kurse, Umschichten zu (Staats)anleihen, Gold, stärkere Gewichtung nicht-amerikanischer Werte oder einfach mit langem Atem aussitzen.
Alle (Standard)Anlageformen hinsichtlich ETF oder Fonds leiden aber aktuell mehr oder weniger.
Das Beste aber ist wohl, Ruhe zu bewahren und nicht mit Geld zu spielen, das man nicht hat oder eine wichtige Reserve im persönlichen Budget darstellt.