News OCZ baut Enterprise-Standbein durch Übernahme aus

Parwez

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Der amerikanische Speicherspezialist OCZ hat durch die Übernahme von SANRAD, einem im Jahr 2000 gegründeten Anbieter für Lösungen im Bereich Flash-Caching sowie Hard- und Software für Virtualisierungsumgebungen mit Forschungszentrum in Tel Aviv, einen weiteren Schritt zur Stärkung des Enterprise-Geschäfts unternommen.

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wow, man muss schon sagen, so sehr es auch an Ingenieurtalent hapert, OCZ hat ein exzellentes Management!

Ich meine - der gewagte Schritt aus dem Speichergeschäft was 2 jahre vorher noch 100% des Unternehmes war, auszusteigen - die Erfolgreiche Übernahme von Indilinx und Beschleunigung der Marktreife des neuen Indilinxcontrollers - die Ausweitung des Marktanteils bei rasantem Wachstums trotz schlechten renommees und teilweise skandalösen Problemen mit den Produkten - und nun die Festigung im Enterprisebereich. Zumindest die Manager haben diesmal nix falsch gemacht...
 
@davidzo: definitiv, sowas ähnliches ist mir in der branche nicht bekannt..klar, hier und da steigt man aus einem segment mal aus oder erobert ein neues..aber die firma komplett zu wandeln.. da haben die obersten bestimmt am anfang ganz schön gezittert, ob das so gut geht.. zumal ich mal vermuten würde, dass systemintegratoren nicht unbedingt auf ocz setzten am anfang, war ja schon eher so ne gamer-kiddy-marke^^
 
Dem CEO blieb gar nichts Anderes übrig als hier radikal alte Zöpfe abzuschneiden, die Alternative, weiterwurschteln, hätte über kurz oder lang das Ende der Firma bedeutet.
Zum exzellenten Management noch eine Anmerkung, OCZ wollte SandForce, hat auch mit Mitteln gearbeitet die in den Staaten scheints üblich sind, sprich erst Hauptkunde werden, dann angekündigte Lieferverträge nicht erneuern, um so die Firma kostengünstig übernehmen zu können, leider sind da andere SSD Hersteller als Großkunden eingesprungen (das Produkt war zu begehrt) und haben so die schöne Planung über den Haufen geschmissen.

Siehe auch die Einleitung zur Octane Review auf AnandTech:
http://www.anandtech.com/show/5147/the-ocz-octane-review-512gb/1
 
Inzersdorfer, in dervon Dir verlinkten Seite wird aber Sandforce auch recht kritisch gesehen, wenn auch nur durch die Blume:
Da wird schon unterstellt, der Sandfoce habe noch so viele Probleme, dass sich Intels Planungen desahlb gewaltig verzögern. Denn Intel steht bisher in der Liste der Hersteller von zuverlässigen SSDs, wenn auch nicht mehr alleine:
Sandforce wird das nur für Leute genannt, die für das Versprechen der besten Leistung eine Grantanderung in Kauf nehmen.

OCZ hat aber wohl erkannt, dass die mit den SSDs nicht eo weitermachen können wie bei den RAM Riegeln, wo sie am Ende fast 10% Ausfallraten erlebt haben. Mit Sandforce werden sie aber kaum den Sprung in die erste Liga schaffen, zumal wenn Intels Bugfixes nicht an die anderen SF Kunden weitergegeben werden und warum sollte Intel das machen und sein hart erarbeitetes Alleinstellungsmerkmal aufgeben?

Immerhin setzt OCZ jetzt endlich mal auf die richtigen Controller und hat mit Marvell angebandelt. Offenbar musst man sich eingestehen mit kleinen Startups wie Indilinx und Sandforce auf das falsche Pferd gesetzt zu haben:
Obendrein kommt jetzt auch noch die Ankündigung eines neuen Everest mit endlich mal wirklich vielen IOPS, was ja auch nie dessen Stärke war.
 
D'accord, mein Beitrag sollte nur den Satz "OCZ hat ein exzellentes Management!" relativieren.
 
OCZ ist eben wie Sandforce sehr amerikanisch, schöne Fassade und nicht viel dahinter. Genau wie die Städte in den Filmen, alles Kulissen, nur das sich das dann mal herum spricht und irgendwann niemand mehr auf die Marketingsprüche herein fällt. Das merken sie wohl gerade und versuchen das Ruder herumzureißen. So gesehen schon kein so schlechtes Management, aber es es dann nun wirklich ein gutes ist, wird erst die Zukunft zeigen. Wenn die weiterhin solche Ausfallraten wie bisher produzieren und Produkte heimlich verändern wie seinerzeit die Vertex2/Agility2 durch den Einsatz von 25nm NANDs, dann werden sie das Schmuddelimage nie los und im Enterprise Segment nie mehr als die Zehenspitzen eines Fuß in die Tür bekommen. Bisher machen die da doch angeblich nur den Großteil ihres Umsatzes, weil sie einfach alle SSDs mit dem Sandforce Controller dazu rechnet, warum auch immer.
 
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