News Offizielle Einigung: Netflix will Warner Bros. für 83 Mrd. USD kaufen

Also ob der Deal durchgeht ist fraglich. Mal schauen. Habe Netflix seit 2015 dauerhaft. Bin auch soweit zufrieden und behalte den Dienst im Gegensatz zu fast allen anderen auch, da das Angebot immer mal wieder gute Inhalte liefert (ja auch viel Schrott, aber am Ende zählt, was einen interessiert).
Grundsätzlich bin ich dann aber dafür, dass dann bitte alles bei Netflix landet und man sich ein Abo spart.
Das jedes Studio einen Streamer machen muss, finde ich eh Bescheiden.
Am Liebsten wäre es mir, WB/HBO wäre unabhängig, würde aber einfach nur für andere produzieren und keinen eigenen Streamer haben. Aber in der Welt leben wir leider nicht.

Im Ganzen war/ist das eh eine Frage der Zeit, bis sich das Konsolidieren losgeht. Von daher...
 
Netflix ist eh nur voller Slop. Und bald können sie jedes Film-/Serien-Franchise durch den Wolf ziehen.

Vielleicht bald auch komplett via AI. Hmm lecker, noch mehr geschmackloser Brei.

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Ich weiß auch noch nicht was ich davon halten soll. War es nicht immer der Traum von allen? Eine Plattform mit allen Filmen und Serien der Welt, anstatt 4-5 Streamingdiensten?

Bei Netflix war die Filmauswahl bisher mau. Die meisten Filme wurden nicht Mal in 4k angeboten.
 
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Der Preis ist ganz OK - und für Netflix Kunden wäre es super, wenn die neuen Filme und Serien nahtlos integriert werden. Vielleicht wird dann das Monatsabo 1€ teurer, aber das ist egal...die Maß auf dem Oktoberfest wird auch immer teurer.
 
estros schrieb:
[...] können auf einen Schlag die Kinos in die Pleite treiben.

Brauchen wir Kinos überhaupt noch? Denn wenn Kinos nur noch deshalb existieren können, weil sie für ein paar Wochen einen künstlich erzeugten Exklusivvorteil gegenüber Streamingdiensten haben, dann ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass ihr eigentliches Angebot nicht mehr konkurrenzfähig ist. Eine Branche, die auf ein Monopol der Erstverwertung angewiesen ist, um zu überleben, hat in meinen Augen jegliche Daseinsberechtigung verloren.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass solche Entwicklungen nicht neu sind. Als private Badezimmer zum Standard wurden, mussten die klassischen Badehäuser weit mehr bieten als einen Zuber in der Ecke, wenn sie weiter existieren wollten. Einige haben sich neu erfunden – als Orte der Entspannung, des Luxus, der Wellness. Andere verschwanden, weil sie sich nicht weiterentwickeln wollten oder konnten. Das war kein Kulturverlust, sondern eine logische Folge gesellschaftlicher Veränderungen.

Genauso steht es heute um die Kinos. Wenn das „Erlebnis Kino“ tatsächlich so einzigartig, so emotional, so unwiederbringlich wäre, wie es viele Betreiber und Nostalgiker behaupten, dann bräuchte es keine exklusiven Zeitfenster, um Menschen dorthin zu locken. Dann würden die Säle von allein voll werden, weil das Produkt überzeugt. Die Realität sieht jedoch anders aus: Für viele Menschen bietet das Kino schlicht kein Gesamtpaket mehr, das attraktiv genug wäre, um sich für einen Abend aus dem Haus zu bewegen und Geld für Tickets, Snacks und Anfahrt auszugeben.

Bequeme Heimtechnik, große Fernseher bzw. erschwingliche 4K Beamer, hochwertige Soundanlagen und sofortige Verfügbarkeit neuer Inhalte haben das Spielfeld verändert. Wer heute ins Kino geht, braucht mehr als nur eine große Leinwand – er braucht einen Mehrwert, den er zu Hause nicht bekommt. Und genau diesen Mehrwert bieten viele Kinos nicht mehr. Sie ruhen sich auf Traditionen aus, statt echte Innovationen zu liefern. Komfort, Service, Programmvielfalt, Atmosphäre. All das müsste überzeugen, tut es aber oft nicht. Und dann ist es keine Überraschung, dass Menschen lieber zu Hause bleiben.

Ich sage nicht, dass Kinos zwangsläufig sterben müssen. Aber wenn sie sich nur noch dank eines künstlichen Schutzmechanismus halten können, sollten wir uns ehrlich fragen, ob hier wirklich ein kulturell unverzichtbarer Raum bewahrt wird, oder ob wir lediglich eine Form retten, deren Inhalt längst veraltet ist.

Dass es durchaus geht, zeigt z. B. die Residenz Astor Film Lounge in Köln. Dort sitzt man in großen, bequemen Sesseln, hat einen eigenen Tisch und bekommt Getränke oder Snacks am Platz serviert. Das ist ein Kino, das verstanden hat, dass Komfort und Atmosphäre heute wichtiger sind als eine große Leinwand allein — und genau so kann ein echtes „Erlebnis Kino“ aussehen.
 
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MDM schrieb:
Suharto, Marcos, Seko. Gern geschehen
Hier noch mal der erste Post.
Wir reden hier ja von den USA unter DJT. Gibst dem König eine goldene Filmrolle (oder was auch immer in Gold) und schon läuft das. Nie war es für Corporate America einfacher als heute.

Jimmy Carter hatte vor dem Amtsantritt seine Erdnussfarm verkauft. Nur mal so..
Du hättest also mit einem Minimum an Nachdenken von US Präsidenten ausgehen können. Wusstest du aber auch. Wolltest halt nur Blödsinn schreiben um irgendwie Recht zu behalten. Selbst dein Zitat: im nächsten (natürlich nicht mit zitieren Teil) rede ich von Carter. Jeder, der eine ernsthafte Diskussion hatte führen wollen, wäre davon ausgegangen, dass ich von den US rede. Du wolltest halt nie ernsthaft diskutieren.
MDM schrieb:
Deine Entschuldigung folgt?
Weswegen?
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piccolo85 schrieb:
Brauchen wir Kinos überhaupt noch?
Ja. Es geht ja beim Kino nicht nur darum, einen Film möglichst früh zu sehen, sondern um das Erlebnis Kino.
 
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FrAGgi schrieb:
Schauen wir mal, was ein Monat Netflix Premium dann in Zukunft so kosten wird.
83 Mrd. $ (Brutto/Netto?) durch 300 Mio. User durch 12 Monate = 23 €/User/Monat + bisschen Gewinn = +24,99 €. Dann ist die Investition in einem Jahr drin. Okay, wenn sie die Nummer auf fünf Jahre abschreiben, ist die Preiserhöhung eben entsprechend günstiger (+ 4,90 €). Kommt auf die Gier der Investoren an.
 
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Ein Abzocker wechselt zum nächsten. Boah wie Spannend.
Das einzige was sich ändern wird sind die Namen auf den (Aktien) Papieren, wenn Überhaupt.
Und wenn es Höhere Preise gibt, die würde es auch so geben. Die Kuh muss gemolken werden, noch ist genug im Euter.
 
Pandora schrieb:
Damit würde dann theoretisch HBO Max komplett obsolet und der gesamte Katalog in Netflix integriert oder ?
nein warum? solange der Konzern doppelt kassieren kann, ist das alles gerechtfertigt :evillol:
 
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Retrogore schrieb:
83 Mrd. $ (Brutto/Netto?) durch 300 Mio. User durch 12 Monate = 23 €/User/Monat + bisschen Gewinn = +24,99 €. Dann ist die Investition in einem Jahr drin. Okay, wenn sie die Nummer auf fünf Jahre abschreiben, ist die Preiserhöhung eben entsprechend günstiger (+ 4,90 €). Kommt auf die Gier der Investoren an.
Es glaubt doch keiner hier, dass jetzt plötzlich knapp unter 50€ für das größte Abo abgerufen werden? Auch knapp unter 30€ (für den 5 Jahres Plan) werden wir so schnell nicht sehen.
 
Bitte nicht. Mal abgesehen davon HBO Max wird dann sicherlich abgeschaltet werden.

Aber meine größte Sorge ist, daß es zu einem Einheitsbrei verkommt nach Vorgaben von Netflix. Die Eigenproduktionen von Netflix sind dadurch schon oft für mich (!) öde geworden, weil ich Inhalt setzt Cast vorziehe gegenüber Cast definiert Inhalt.

Edit:
@Alphanerd
Wir reden doch noch über Netflix, oder? Mit regelmäßigen über 10% Verteuerungen.
 
Muntermacher schrieb:
Wir reden doch noch über Netflix, oder? Mit regelmäßigen über 10% Verteuerungen
Ja klar. Aber 5 oder gar die 25€ werden wir so nicht sehen. Es gibt halt eine ganze an der die Kündigungen die Mehreinnahmen auffressen.

Das wird wahrscheinlich ständig evaluiert und daher die häufigen 'kleinen" Erhöhungen. Ich kenne natürlich auch noch die günstigsten Zeiten vom Anfang
 
Retrogore schrieb:
Dann ist die Investition in einem Jahr drin.
So einfach wird das bei einem börsennotierten Unternehmen nicht ablaufen.
Weil:
Retrogore schrieb:
Kommt auf die Gier der Investoren an.
Die 25€/Monat werden sicher ein Zwischenschritt.
Aber wenn dann wirklich alles von Warner mit drinne ist, wäre es mir das vermutlich wert. Zumindest immer mal wieder.
 
Supergau, Wokistan Netflix (letztes mir bekannte Machwerk Witcher) würde dadurch qualitativ hochwertige Inhalte, die es bei HBO gab, unterbinden.
 
Sprunghafte Erhöhungen werden wir wahrscheinlich nicht sehen, aber über die nächsten Jahre wird der Preis für das Premiumabo an der 30€ Marke kratzen.
Aber das wird Netflix auch nicht das Genick brechen, solange der Gegenwert da ist.

Mit einem 10€ Abo wie früher kann man zwar Kunden gewinnen, aber keinen Katalog wie den von Netflix aufbauen. Obwohl es lange Zeit keine ernsthafte Konkurrenz gab, hat es gedauert, bis Netflix rentabel war.

Die Abozahlen von Netflix beweisen aber, dass das Geschäftsmodell für beide Seiten passt (Netflix und Abonnenten). Hier im Jammerforum sieht man das natürlich größtenteils anders, aber dies ist nun mal nicht der Nabel der Welt.
 
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MDM schrieb:
Die Menschen haben die Wahl. Du gibst der Angebotsseite die Schuld. Der eigentliche Schuldige ist der Kunde
Genau, die schwindenden Zuschauerzahlen sind ein Signal (des Verzichts), aber trotzdem hält man dort daran fest die Serie (The Witcher) weiter zu führen trotz all der Kritik an den Showrunnern, Produzenten, Drehbuchautoren, usw.

Mit Sicherheit sind in dem Fall nicht die/alle Kunden die Schuldigen, das ist klar wie Kloßbrühe.

Wenn hier jemand gesamtheitlich versagt, ist es der Staat bzw. Verbraucherschutz in Form der Kartellbehörden, der solche auf Monopole hinauslaufende, marktbeherrschende Übernahmen zulässt.

Netflix werden mit der Übernahme voraussichtlich Warner Bros. auch noch qualitativ herunter ziehen und mehr auf Kommerz ausrichten, so sieht es leider aus (und voraussichtlich negative Folgen für Kino und Datenträgerkäufer nach sich ziehen, also Leute, die eher klassisch Warner Bros. konsumieren und nicht Digital-Abo-Netflix zugeneigt sind).
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Kadett_Pirx schrieb:
Wokistan Netflix (letztes mir bekannte Machwerk Witcher)
Das gibt es mittlerweile überall (siehe etwa mit kommender Star Trek: Starfleet Academy Besetzung bei Paramount), auch bei Warner Bros., z.B. der nahenden Harry Potter Serie (bspw. Snape Besetzung entgegen der Buchvorlage).

Leider hat es die Film-Industrie oft nicht mehr wirklich mit Originalvorlagen und Kanon (also Authentizität), denn das wird dann frei nach Schnauze anders künstlerisch ausgelegt, was im Theater oder der Oper ja auch seit Jahren schon zu finden ist (ob man das ansprechend findet und dafür zahlen will, muss jede/r selbst entscheiden).
 
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Na da darf man gespannt sein, ob dass beim Kartell Amt überall durch geht und was die Konsequenzen davon später werden. Aus Netflix Sicht werden die definitiv HBO Max einstellen weil mehrmals das Gleiche brauch man definitiv nicht.

Abseits davon wird aber auch interessant werden, in wie weit das Kino dadurch verändert wird. Ein Beispiel hierfür: Aktuell werden bei den Oscars ja noch recht obskure Regeln was die Nominierung angeht angewandt, je mehr hier dann direkt mit Streaming passiert, desto eher werden sich die Regeln dort ändern. Ein anderes dürften Warner Filme werden, die sonst im Kino geschaut werden würden: wenn diese innerhalb von kurzer Zeit auf Netflix kommen, dürfte dass wahrscheinlich ungut für die Kino Umsätze werden.

Und ja, mittelfristig, wenn die Übernahme durch geht, wird es zu einer starken Preis Steigerung und Massen Entlassungen oben drauf kommen weil Geld muss wieder rein. Allerdings dürfte die Preis Steigerung nicht unendlich weiter gehen können, eher wird der eigene Katalog dann fragmentiert: statt einem Netflix muss man dann für Netflix Movies, Netflix Series, Netflix Classics etc. Zahlen.
 
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