Nicht umsonst habe ich geschrieben, dass das schwer ist, es entsprechend zu berücksichtigen. Es ging mir dabei auch nicht allein um die "gesellschaftlichen" Werte (Strafe gesühnt) sondern um die persönlichen. Und wenn man wählen muss zwischen zwei gleich geeigneten Empfängern, dann würde ich den wählen, der keine Straftat begangen hat.Ilsan schrieb:Naja das würde dann aber weitere Fragen aufwerfen wie wann trifft das auf eine Person zu, ist jemand der Kinder gestreichelt hat schon ein Schänder? Ab wann ist man ein Schwerkrimineller? Biste nich schon Kriminell wenn du ne Packung Kaugummi geklaut hast? Wann ist Schmarotzen? Wann ist man Extrem Rechts- oder Linksgesinnt? Und entscheidet das dann ein Rechter der politisch aus der ganz anderen Ecke kommt, und gibt es hier dann noch Neutralität?
Auch würde es bedeuten dass Straftäter selbst nach verbüßen ihrer Strafe kein Vollwertiges Mitglied der Gesellschaft mehr werden könnten.
Ist jemand der eine Person in seiner Jugend getötet hat, seine Strafe abgesessen hat und dies zutiefst bereut jetzt ein schlechterer Mensch als jemand der klauent und prügelnt durch die Straßen zieht und 0 Einsicht zeigt?
Was ist mit denen die im Knast sitzen? Lässt man sie sterben obwohl man sie retten könnte?
Es ist ja auch immer mal davon auszugehen dass, wenns auch sehr sehr selten passiert, Leute zu unrecht für etwas verurteilt werden was sie nie getan haben.
Bei den Straftaten könnte ich ja auch durchaus differenzieren, zb ab Verbrechen (dagegen ist es bei Vergehen kein Problem.) Oder wenn einer vorbestraft ist. Dann wären sogar alte Taten, die im Register schon gelöscht wurden, unberücksichtigt. Andererseits deckt das auch nicht zwingend die Fälle ab, wo man Straftaten mitunter sogar moralisch nachvollziehen kann (zB die Ehefrau oder der Ehemann, die/der jahrelang vom Partner gequält wurde und sich irgendwann rächt.) Oder die Fälle zu unrecht verurteilter (wie zB falsch angezeigter, die Frau, die aus Rache oder Scham behauptet, es war Vergewaltigung obwohl es einvernehmlich war etc.) Wie gesagt einfach ist das definitiv nicht. Mitunter auch nicht fair. Mir ging es nur darum, dass ich keine Lust hätte, meine Organe an einen Schwerkriminellen zu spenden, oder an einen Kinderschänder (und was darunter fällt oder nicht, entscheiden Gerichte. Da braucht es keiner kruden Fragestellungen, ob es schon ein Kinderschänder ist, wenn er ein Kind anfässt; das kommt wohl auf das "Wo" und "Wie" er das Kind anfässt und nicht auf das "Ob"), oder an einen Steinewerfer, oder Rechtsradikaler, der meint seine Idiotologie äh Ideologie sei die maßgebliche der Gesellschaft. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich Leute, die ich nicht mag oder vielleicht krasser gesagt, die ich sogar hasse, nicht noch mit meinen Organen belohnen möchte.
Ergänzung ()
Lasst die Religion da raus. Wenn ich lese, religiöse Gründe rechtfertigen ein Ablehnen, anderes nicht, fühle ich mich in meiner Religionsfreiheit (in meiner negative Religionsfreiheit um genau zu sein), beeinträchtigt.
Es ist die Entscheidung eines jeden Individuums selbst, und die Gründe für die Entscheidung sind irrelevant.