OdinHades schrieb:
Das Problem ist, dass die Bild Meinungen gerne als Fakten verkauft - und das sehr bewusst.
Yieva schrieb:
Das tut doch jede Zeitung. "Es ist Fakt..." was der Zeitung und Ausrichtung ins Bild passt.
Z.B. bei der Studie bzgl. Gender-Pay-Gap hat die taz - und die verkauft sich immerhin als eine der großen fünf überregionalen und "journalistisch-investigativ aktiven" - auch nur den Teil der Konklusion gelesen, der ihr gefiel, was irgendwas bei 30% Unterschied im Durchschnitt zwischen Männern und Frauen in Deutschland waren. Davon handelten damals mehrere Artikel und die Sau wurde durchs Dorf getrieben.
Das dieselbe Studie aussagte, einen tatsächlichen Pay-Gap auf Geschlechtsbasis könne man nicht feststellen, da der bereinigte Unterschied bei weniger als 2% lag (nachdem man nicht mehr alle Männer mit allen Frauen verglich, sondern gleicher Beruf, gleicher Bildungsstand, gleiche Arbeitszeit, ...) hat man wohlfällig vergessen zu erwähnen - passt ja nicht ins Narrativ.
DerOlf schrieb:
Der ganze Axel-Springer-Verlag ist mMn ein Fall für den Verfassungsschutz.
Wie kann man gegen Hatespeech vorgehen, und Springer gewähren lassen?
Waldheinz schrieb:
Das Problem dabei ist ja, es betrifft nicht nur die BILD-Zeitung, bzw. den Springer-Verlag, auf den Zug sind mittlerweile doch so einige Medien aufgesprungen.
wuselsurfer schrieb:
Die Zeitung hat sich vom Boulevardblatt zum Hetzblatt entwickelt.
Nicht nur Grass und Wallraff haben die hetzende Einstellung schärfstens kritisiert, sondern viel andere auch.
Dafür haben wir doch den Rechtsstaat. Journalisten können durchaus angeklagt werden für Artikel, wenn sie gegen Gesetze verstoßen. Gibt es bei Bild reißerische Artikel? Gar keine Frage, aber das können andere genauso gut. Ebenso die
Pauschalisierungen:
taz: "
All cops are berufsunfähig" (
https://taz.de/Abschaffung-der-Polizei/!5689584/)
Wohin also mit den über 250.000 [Polizisten] (...)
Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie.
An reißerischen Artikeln mangelt es bei diversen Zeitungen nicht. Und Polizisten bekommen in diesem Land definitiv genug "auf die Birne". Wenn da jetzt Frauen, Flüchtlinge, ... gestanden hätte und "wohin (...): Mülldeponie" wäre das durch alle Medien rauf und runter gegangen.
wuselsurfer schrieb:
Die Nähe zur CDU ist ganz klar ersichtlich.
wuselsurfer schrieb:
Kritik an den CDU-Bundeskanzlerinnen und -kanzlern kann man mit der Lupe suchen und wird fast nichts finden.
Thane schrieb:
Es ist aber leider so, dass die meisten Magazine/Medien ihre Agenda haben. Spiegel, SZ, Zeit (online), Taz, Stern, Campact kannst du auch nur mit einer dicken rot-grünen Grundierung ertragen. Da ist die Agenda auch ganz klar ersichtlich. Dort scheinen sich sogenannte Journalisten auch nicht selten eher als Aktivist zu verstehen...
Da würde ich auch sagen, dass das bei jeder Zeitung mehr oder weniger so ist. Manche, wie z.B. die taz, schreiben das ja auch ganz offen in ihre Selbstdarstellung "linksalternativ".
SZ ist Mitte-links. FAZ bürgerlich-konservativ...
Thane schrieb:
Beim ÖR gibt es auch Tendenzen zu rot-grün.
Ja, dazu gab es doch auch eine Analyse zu ARD/ZDF und Einladungen von Politikern zu Polit-Shows und Konsorten. Das hab ich nicht im Detail verfolgt, aber Politshows schaue ich durchaus häufiger und da sieht man sehr häufig SPD, Grüne, CDU...eine faire Verteilung würde ich da auch bezweifeln.
Apacon schrieb:
Das nennt an Pressefreiheit. Genau wie du ein Blatt entwerfen darfst, in dem abgesehen von eng gesteckten Richtlinien/Gesetzen du inhaltliche Freiheiten genießt, darf dies auch die Bild Zeitung.
Würde ich genauso sehen. Wenn eine Zeitung eine bestimmte Ausrichtung hat ist das durchaus von der Pressefreiheit abgedeckt und das ist ohnehin gelebte Praxis, es gab noch nie eine Zeitung ohne entsprechende Ausrichtung.
Ezechiel schrieb:
https://www.bild.de/politik/kolumne...uer-mich-sprecht-ihr-nicht-84622260.bild.html
Ist doch wieder ein klassischer Beweis, wie ein Kommentar dazu genutzt wird eine klare Stimmung Richtung FDP zu erzeugen.
In dem Kommentar sehe ich nichts, was "Stimmung" erzeugt. Es wird gesagt (und das ist ja durch Meinungsumfragen gedeckt), dass nur eine Minderheit die Grünen unterstützt und noch weniger starke Einschränkungen aus Klimaschutzgründen wollen. Die FDP ist da doch nur eine Anekdote am Ende des Kommentars - und auch da nichts mit Stimmung im Sinne "die sind toll", sondern wiederum lediglich mit Zahlen und das die 23 Prozent bei Jungwählern das beste Ergebnis bisher geholt hätten.
Ich bin ganz sicher kein Freund von Bild - ganz im Gegenteil...aber da gibt es definitiv
viel bedenklichere Texte. Ich sehe in dem von dir verlinkten Text nicht mal eine Verallgemeinerung und das obwohl es nur ein Kommentar ist, da jeder Teil immer direkt von konkreten Zahlen spricht. Ganz im Gegenteil z.B. zu "all cops are berufsunfähig" siehe am Anfang meines Posts oder die alle auf der Mülldeponie entsorgen zu wollen.