PC-Netzteile im Test: Vergleich und Kaufberatung für Frühjahr 2025

polyphase schrieb:
Daher nur noch Seasonic, die entwickeln und bauen ihre Netzteile wenigstens noch selbst!
Stimmt wohl nicht mehr ganz, zumindest bei den B12 und G12 bin ich nicht sicher dass es Eigenentwicklungen sind.

kann das jemand bestätigen?


Was ist an den bq S10 so schlecht? Nur der Lüfter oder auch andere Technik?
 
polyphase schrieb:
Ich weiß nicht wo das Gerücht her kommt, das aktuelle Seasonic Netzteile laut wären.
Das weiß ich auch nicht. Ich habe hier im Forum in den Kommentaren aber schon öfter gelesen. dass die laut sein sollen und die dann ein Corsair oder beQuiet stattdessen empfohlen haben.
 
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So oft wie hier Corsair und BeQuiet erwähnt werden/hervor gehoben werden, liest es sich leider verdächtig einseitig bzw. fast nach einem Werbeartikel @Hibble .

Der Netzteil-Werbeartikel von Corsair vor kurzem auf CB und dass BeQuiet ein deutsches Unternehmen ist und laut Umfrage beliebt in der CB Community sind für mich jedenfalls keine Qualitätskriterien, die etwas zum Goldstandard oder zur Referenz machen.

Das heisst nicht, dass beide Netzteil-Entwickler (nicht Hersteller/OEMs, da anderweitig hergestellte Netzteile umgelabelt oder bestenfalls modifiziert werden, also die Entwickler nicht die komplette Entwicklungserfahrung eines Herstellers haben) keine anständigen bis exzellenten Netzteile im Programm haben, aber dass diese besser als der Rest sein sollen, sehe ich leider gar nicht so und evt. ja auch andere hier.

Ein älterer (von mir zuvor schon verlinkter) Artikel von Igor, damals noch für Tom's Hardware, gibt Aufschluss über Hersteller/OEMs und Designer bis Umlabeller bei Netzteilen.

Mehr Tests von Modellen anderer Entwickler oder Hersteller wären demnach m.E. wünschenswert und das gilt ja auch für andere Bereiche (Gehäuse und Laptops, bspw.), bei denen auch bevorzugt (mehr oder regelmäßiger von) weniger Marken/OEMs/Entwicklern von CB getestet werden.

Das ist zwar nicht immer einfach, weil vielleicht nicht jeder Hersteller/jede Entwicklermarke ein Musterexemplar zum testen von sich aus schickt bzw. aggressives Marketing betreibt (wie Corsair, ASUS, etc.), aber dadurch ergibt sich ein stimmigerer/ausgewogenerer Gesamteindruck und keine Bevorzugung einzelner Unternehmen/Marken (basierend auf Marketingbudget und nicht notwendiger Weise Produktqualität).
 
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Anfang letzten Jahres habe ich mir das FSP Hydro 1000 Watt gegönnt, nachdem meine Suprim 4090 durchgebrannt ist und mein Seasonic Prime 850 Watt gleich mit abgefackelt hat.

Von SeaSonic habe ich anstandslos Ersatz geliefert bekommen, und das Netzteil arbeitet jetzt im Zweitrechner. Allerdings ist es lauter als das FSP.

Das FSP ist wirklich das beste Netzteil, das ich bisher hatte: leise, sicher und extrem belastbar.
 
Mir ist aufgefallen, dass die Superflower-Netzteile teilweise extrem hohe Einschaltströme haben, z.B. das was ich in meinem vorherigen Post verlinkt habe: https://www.computerbase.de/forum/t...ung-fuer-fruehjahr-2025.1468782/post-30308498

135A für ein 850W-Netzteil, bei den größeren sogar noch mehr. Bei igor und hwbusters habe ich per Google ähnlich hohe Werte für die Leadex VII Reihe gefunden. Sind die Geräte damit an haushaltsüblichen 16A-Dosen überhaupt zu empfehlen oder hauts einem da nicht bei jedem Anschluss die Sicherung raus? Zu dem Thema findet man kaum Diskussionen und wenn dann sind es Leute die bereits bei 50A schon Sorgen oder konkrete Probleme haben. Gegenüber anderen gängigen Netzteilempfehlungen sticht Superflower hier schon sehr raus bei den Einschaltströmen.
 
Chismon schrieb:
Mehr Tests von Modellen anderer Entwickler oder Hersteller wäre demnach m.E. wünschenswert und das gilt ja auch für andere Bereiche (Gehäuse und Laptops, bspw.), bei denen auch bevorzugt (mehr oder regelmäßiger von) weniger Marken/OEMs/Entwicklern von CB getestet werden.
Einerseits richtig, andererseits veröffentlicht selbst Igor und TechPowerUp die Artikel von Aris. Wer tatsächlich genaue Informationen zum Hersteller und einen umfassenden Tests lesen will, der kann es aktuell nur bei HWBusters, auch wenn zumindest LTT zumindest die dazu nötige Testhardware hätte. Mit Testequipment alleine ist es aber nicht getan, man muss sie auch bedienen können, Software dazu schreiben und natürlich auch die jeweiligen Komponenten kennen, wenn bei der Analyse was herauskommen soll.

Jetzt einfach schreiben Stecker sind so und Lüfter sind so, können natürlich viele Seiten, die meisten kriegen es aber nicht einmal hin genau den Hersteller und die Serie zu benennen.
 
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be quiet! Pure Power 12 M 850W ATX 3.1 oder MSI MPG A850G PCIE5 850W ATX 3.0?
 
Vor allem bei Lasten von 10w bis 60w (light load) müssen genauer/öfter gemessen werden. Ich bin mir sicher man kann ~10w sparen im Idle Bereich dauerhaft sparen mit einem gezieltem Netzteil. Mein PC ist zu 80% Idle Bereich (40-65w mit ein Strommessgerät an der Steckdose gemessen) mit Office, Surfen und Streams 1080p gucken.

Mein be quiet 400w (80 gold plus) hat ausgerechnet in diesem Bereich eine sehr schwache Effizienz (65-70%). Weitere 10w hätte man sparen können wenn ich einen Jahr später den B550 statt B450 Mainboard gekauft hätte.
 
Da Ihr das ohne Watt fürs Mainboard berechnet ist es absolut falsch da kommen viel mehr Watt bei raus und solche Netzteile für RTX 5000er gibt es momentan nicht zu kaufen ...,es wäre nett wenn Ihr mal ein Netzteil mit 2000 - 3000 Watt 80+ Platinium oder Titanium vorstellen würdet die eine Dauerlast von 95% der Wattzahl auf die Reihe bekommen.
 
qu1gon schrieb:
be quiet! Pure Power 12 M 850W ATX 3.1 oder MSI MPG A850G PCIE5 850W ATX 3.0?
Corsair RM850x 2024 mit integr. Drehschalter für die Lüftersteuerung. Bin mega zufrieden - leise, kühl, gute gesleevte dünne Kabel, ...
 
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xexex schrieb:
Einerseits richtig, andererseits veröffentlicht selbst Igor und TechPowerUp die Artikel von Aris.
Richtig, Aris ist bei mir Gastautor, wir sind mit Jon Gerow seit über zehn Jahren Blues Brothers im Geiste, wobei sich Jon auf die dunkle Seite der Macht begeben hat (Corsair)...

Aber im Ernst: Aris zertifiziert die ja auch mit seiner Firma (Cybenetics), getestet werden muss es deshalb eh immer. Das ist quasi wie Essen auf Rädern :D
 
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xexex schrieb:
Ginge es rein nach Intels Empfehlungen, sollten erst Netzteile die 1200W liefern können eine 600W 12V-2x6 Buchse haben.
Intel glaubt ja auch irgendwie, dass jeder PC mit dedizierter GPU eine 300W CPU drin hat. Und was auch immer man überhaupt an Peripherie braucht um auf weitere 300W zu kommen.

Deren Empfehlungen werden in der Hinsicht mMn zurecht ignoriert.
 
Rickmer schrieb:
Intel glaubt ja auch irgendwie, dass jeder PC mit dedizierter GPU eine 300W CPU drin hat.
Das hat jetzt weniger mit "Glauben" zu tun sondern mit sinnvollen Reserven. Netzteile haben meist 10 Jahre Garantie und glaubst du wirklich die 32 Kern CPUs in 5 Jahren werden sich mit 200W begnügen? Letztendlich ist es natürlich nur eine Empfehlung seitens Intel, aber 850W Netzteile mit einer 600W 12V-2x6 Buchse sind einfach lächerlich und der unwissende Kunde zahlt am Ende die Zeche.

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Ich finde diese Empfehlungen keinesfalls verkehrt, es macht einfach keinen Sinn bei Netzteilen mit weniger als 1000W, einen 600W GPU Stecker zu verbauen. Ob es jetzt gleich 1200W als unterste Vorgabe sein müssen, sein mal dahin gestellt. Eigentlich ist nur der Puffer für "Rest of Plattform" etwas hoch, kaum jemand dürfte heutzutage noch ein ganzes Sammelsurium an HDDs an seinem PC betreiben und selbst 10 Lüfter benötigen "nur" etwa 50W.

Aber gut, wer eine GPU vom Schlage einer 5090 nutzen möchte, hat vermutlich auch eine entsprechend dicke CPU, OC RAM, ein Mainboard mit viel Schnickschnack, einige Lüfter oder gar eine Wasserkühlung, auf 200W kommt man da vermutlich locker und 100W Puffer können nicht schaden.
 
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xexex schrieb:
glaubst du wirklich die 32 Kern CPUs in 5 Jahren werden sich mit 200W begnügen?
Hmm... der C2Q Q6600 hatte ~200W gezogen für 4 Kerne, dann wird der Ryzen 9 9950X logischerweise 800W ziehen - und der Core Ultra 9 285K 1200W. Richtig?

Solche Aussagen sind wie auch die Tabelle von Intel so reduktiv, dass sie wertlos sind.

xexex schrieb:
Aber gut, wer eine GPU vom Schlage einer 5090 nutzen möchte, hat vermutlich auch eine entsprechend dicke CPU, OC RAM, ein Mainboard mit viel Schnickschnack, einige Lüfter oder gar eine Wasserkühlung, auf 200W kommt man da vermutlich locker und 100W Puffer können nicht schaden.
Als jemand mit solch einem System, kommen das MSI MAG X870 Tomahawk WIFI, 96GB DDR5-6000 mit angepassten Timings, 10Gbit Netzwerkkarte, 3x Server SSDs mit insgesamt 22,5TB Kapazität und eine große custom WaKü auf keine 100W.

Die 9800X3D CPU erhöht den Bedarf auch nicht wahnsinnig viel, trotz OC um die maximal von AMD erlauben 200MHz. Cinebench R24 Multicore:

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Das System ohne GPU kommt bei Volllast trotz OC und heißblütigen Enterprise SSDs auf keine 250W.

Es ist komplett legitim, dass jemand der lieber UV statt OC betreibt, kein 10G Netzwerk braucht und mit ein-zwei consumer SSDs auskommt sich das durchrechnet und zu dem Schluss kommt, dass ein 850W für die 5090 reichen sollte.
 
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Rickmer schrieb:
Die 9800X3D CPU erhöht den Bedarf auch nicht wahnsinnig viel, trotz OC um die maximal von AMD erlauben 200MHz. Cinebench R24 Multicore:
Eine Achtkern CPU soll also für dich als "Benchmark" dienen? Bleiben wir doch mal bitte realistisch, selbst wenn wir den Threadripper aus der Rechnung raus nehmen. Vielleicht vergisst du an dieser Stelle, das ist keine "Gaming-PC" Spezifikation, die ist allgemeingültig.

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Man sollte schon unterscheiden können zwischen aktuell tatsächlichen Bedarf und grober Einschätzung in eine Leistungskategorie. Schon die "Brechstange" 14900K gönnt sich 350W wenn man ihn lässt, die CPUs von AMD sind aber auch keine "Kostverächter" und von 32 Kernen aufwärts sind wir nicht weit entfernt. Das darf und sollte man berücksichtigen wenn man eine Empfehlung gibt, die für die kommenden Jahren gelten soll und nicht morgen schon wieder am Limit ist.

Es ist klar, dass die Netzteilhersteller dem nicht folgen müssen, sie verkaufen dir gerne in zwei Jahren ein neues Netzteil. Aus Kundensicht sollte es einem aber klar sein, wohin es in den kommenden Jahren gehen wird.
 
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Ich kann auch das FSP Hydro PTM Pro ATX3.1 empfehlen. Ich selbst nutze das 1650W Modell mit einer 5090 und Ryzen 7 9800X3d.
Es klackt beim einschalten, ansonsten höre ich nichts davon.
Aufgrund der Leistung hat es einen "dickeren" Kaltgerätestecker.
Etwas kurios war die Verpackung, denn dort wurde überall von ATX3.0 gesprochen - wird aber mit ATX3.1 beworben.
Habe sodann bei FSP nachgefragt, passt aber alles und die Verpackung soll wohl demnächst überarbeitet werden.

 
hergesknapp schrieb:
Ich kann auch das FSP Hydro PTM Pro ATX3.1 empfehlen. Ich selbst nutze das 1650W Modell mit einer 5090 und Ryzen 7 9800X3d.
Wuii; wie schnell kannst du das Wort 'O-V-E-R-K-I-L-L' buchstabieren?

Aber gut zu wissen, daß die Hydro PT Pro anscheinend auch schön leise sind - und das mit der C19-Buchse ist bei diesen Leistungsklassen auch eine gute Idee.
 
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@Araska Ein 1200W-Modell hätte sicherlich auch gereicht. Aber ich möchte die nächsten Jahre Ruhe haben und nicht erneut auf Netzteil-Suche gehen. :)
Bequiet ist bei mir leider unten durch. Ich hatte ein Bequiet Dark Power Pro 12 1500W und auch ein Bequiet Dark Power Pro 13 1600W.
Die 12er waren vom Lüfter her unterträglich.
Getauscht vom Service von Bequiet auf ein 13er.
Dieses hat sich dann mit einem Knall verabschiedet.

C-19 heißt der Stecker / Buchse also - wieder was gelernt. Dankeschön :daumen:
 
hergesknapp schrieb:
C-19 heißt der Stecker / Buchse also - wieder was gelernt. Dankeschön
Jain! C-19 ist die Kupplung (Kabel), C-20 der Stecker (Netzteil), beide sind bis 16A spezifiziert. Über die meist üblichen C-13/C-14, dürfen nur 10A übertragen werden. Während das in Europa kein Thema wäre und C19/20 eigentlich nicht notwendig sind, braucht man eine solche Lösung für die USA.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Gerätestecker
 
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