PC startet nach vermutlicher Selbstausschaltung nicht mehr

frischerpulli

Cadet 3rd Year
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Juni 2012
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37
Hallo CB-User,

ich habe seit eben ein Problem mit meinem 3 Jahre alten selbst zusammengebauten Rechner.

Das verbaute Netzteil ist ein be quiet! Straight Power E9-CM 480W.
Das verbaute Mainboard ein ASRock H77 Pro4-M.
Die verbaute Grafikkarte eine HIS Radeon HD 7970 IceQ².

Der PC war über Nacht im Energiesparmodus. Als ich ihn eben aufgeweckt habe, kam nicht mein Desktop, sondern ich hatte lauter Farbbalken auf dem Display. Dachte an einen Grafikkartenfehler. Wollte den PC dann einfach ausschalten. Habe auf den Power-Button gedrückt. Aber ich muss normalerweise so 3 Sekunden warten, bis er dann ausgeht. Der PC ging aber schon früher aus. Dachte ich mir nichts bei, habe kurz gewartet und dann wieder gedrückt, um ihn zu starten. Doch... Nichts. Der PC fährt nicht hoch. Das hatte ich schonmal, doch da gingen wenigstens die Gehäuselüfter und die Power-Leuchte des PC an. Aber nun gar nichts. Keine Power-Leuchte. Keine drehenden Lüfter. Ich habe leider kein Netzteil zur Verfügung, mit dem ich testen könnte, ob dann wenigstens der PC Strom bekommt. Kann ich aber davon ausgehen, dass das Netzteil hin ist?

Der PC hängt an einer Steckerleiste, deren Power-Lampe allerdings leuchtet. Auch andere Geräte wie ein LAN-LINK hängen dran und leuchten. Auch Boxen und Bildschirm gehen an.

Ich bekomme auch kein Pieptöne oder Fehlermeldungen, weil der Rechner nicht angeht. Wundert mich halt, weil das Netzteil immerhin von BQ ist und drei Jahre sollten kein Alter sein. Damit bin ich ja auch glücklicherweise außerhalb des Garantiezeitraums. :(

Hat vielleicht jemand einen Ratschlag, wie ich das Netzteil auf Funktion testen könnte?

Danke im Voraus für Hinweise.

Grüße frischerpulli
 
Du kannst nicht davon ausgehen daß es kaputt ist. Bau das Netzteil aus und versuche es via "Büroklammer" zu starten.
Andere Möglichkeit ist 7970 ausbauen und versuchen via Intel IGP zu starten.
 
teste mal ein anderes NT
 
Lösch mal zuerst die Bios-Einstellungen (CMOS-Clear mit Jumper), mache vorher den PC komplett stromlos und drücke den Einschaltknopf, dass auch alle Kondensatoren entladen werden. Dann nach dem CMOS-Clear den PC noch eine zeitlang stromlos lassen.

Bei der Gelegenheit kannst DU auch mal beide Stromstecker NT-Mainboard abziehen und wieder sauber draufstecken (hat bei mir auch schon mal geholfen)

NT testen: Alle Kabel ab, eventuell das DVD-Laufwerk oder einen Gehäuselüfter als minimaler Stromverbraucher dranlassen. Dann im Hauptstromstecker (zum Mainboard, 24-Pol) den grünen Pin mit einem schwarzen (egal welcher) via Büroklammer kurzschließen. Dann müsste das NT angehen. Wenn nicht ist es definitiv hin.

http://www.google.de/imgres?imgurl=...2m9c7bsA4aDHwclmf1PwrYk=&docid=GPowVqkC0IlQJM

Edit:

Es könnte auch der Schalter an sich sein - Du kannst den Rechner auch per Kurzschließen der beiden EInschaltPins starten:

http://www.google.de/imgres?imgurl=...2m9c7bsA4aDHwclmf1PwrYk=&docid=GPowVqkC0IlQJM
 
Zuletzt bearbeitet:
@puri: cmosclear habe ich gemacht. Auch die Kabel des NT habe ich vom MB abgezogen. Jedes Mal habe ich den Power-Knopf gedrückt. Es tut sich weiterhin nichts. Das Netzteil kann ich erst morgen ausbauen. Ich habe auch die Graka mal abgeklemmt und einen Start versucht. Echt. Als ob ich keinen Strom auf dem NT hätte.

Blöde Frage, aber kann das NT ohne Vorzeichen und ohne weitere Hinweise einfach so den Geist aufgeben? Hatte heute Morgen sogar direkt nochmal gerochen, aber nach verschmorten Teilen hat es nicht gerochen. Deine verlinkte Seite fand ich echt interessant. Ich habe mal versucht das MB und den Power-Button zu überbrücken. Da ist leider auch nichts passiert. Werd auch das NT, wie gesagt, auch nochmal testen. Beim BQ gibs allerdings kein grünes Kabel im Anschluss, wie das der Artikel beschreibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch, doch. Das müsst's sein. Den lilanen und blauen habe ich auch gesehen. Ich schau nochmal genau nach. Werde das dann noch heute oder morgen machen. Dank dir.
Ergänzung ()

So, ich habe nun nach puris verlinkter Anleitung mal das Netzteil überbrückt. An das Netzteil war gleichzeitig über einen 7-Volt-Anschluss ein zusätzlicher Gehäselüfter angeschlossen. Beim Einschalten des Netzteils sprang dann auch sowohl der NT-Lüfter als auch der zusätzliche an. Ich kann also davon ausgehen, dass das Netzteil heil ist.

Beim Mainboard habe ich es auch versucht. Mit einem Schraubenzieher habe ich bei angeschlossenem Netzteil die beiden Pins des Startbuttons überbrückt. Vorausgesetzt, dass ich nicht doch die falschen Kontakte berührt habe, ist der PC nicht angefahren. Nach der Anleitung heißt das für mich also, dass das MB von ASRock hinüber ist. Bin ich nun wirklich nicht wirklich erstaunt. Hatte ja schon mehrmals damit Probleme von eigenständigem Aufwachen aus dem Ruhezustand bis hin zum Nichtstarten, dass ich dann nur durch den cmosclear beheben konnte.

Ich werde mir also nun ein neues MB kaufen. Da stellt sich mir allerdings die Frage: Ich habe einen Intel i5, der einen Intel 1155 Sockel benötigt. Bei Mindfactory haben die aber in der Kategorie hauptsächlich noch ASRock im Angebot. Ich möchte gerne einen anderen Hersteller mit ähnlicher, am besten gleicher Ausstattung probieren. Hättet jemand eine Idee? Oder muss ich noch auf etwas Besonderes achten?
 
Habe zwar ein neues MB bestellt, aber heute nochmal am Board gewerkelt, nachdem ich eine Amazon-Rezension gelesen hatte, die auf die Bios-Batterie verwies. Habe sie entnommen und wieder eingesetzt. Und siehe da, der Rechner funktioniert wieder. An die Batterie hatte ich nicht gedacht, wird sie ja immerhin von der Graka verdeckt.
 
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