Pegida - Meinungen und Ursachen

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@Ruff_Ryders88
Denn Fakt ist Fakt - da wird dir kein halbwegs normaler Historiker etwas anderes erzählen. Und (--->= entstanden durch) Pegida-->Islamhass/Phobie-->Islamistischer Terrorismus-->Geopolitik USA, Nahost-Konflikt mit Israel. Wer hier keinen Zusammenhang sieht und meint das hätte mit der Diskussion nichts zu tun, der hat den Schuss nicht gehört.
Könntest du das bitte noch einmal erklären? Also weil Pegida einen Islamhass schürt und eine Islamphobie erzeugt, entsteht islamistischer Terrorismus. Weil der islamistische Terrorismus sich dann weltweit etabliert, gibt es bei der Geopolitik, USA einen Nahost-Konflikt mit Israel?

Ist die logische Kette nicht genau andersrum? Die Konflikte und die Phobie gibt es doch schon länger als Pegida, oder soll jetzt Pegida die Schuld auf sich nehmen, dass die Leute das, was sie nicht kennen, fürchten und ggf. "hassen"?

@frankpr
Was meinst Du wohl, sollte Italien, von der EU beim Flüchtlingsproblem allein gelassen, noch besser machen?
Siehe oben. Den Link hast du ja von mir bekommen. Lesen, verstehen. Gesetze gelten nunmal für alle. Auch für Italien. Wenn man was gegen Gesetze hat, muss man gegen Gesetze protestieren. Und nicht die Leute leiden lassen, die dafür nichts können!

Laß mich raten, Schiffe voller Flüchtlingen sinken lassen? Ist es das, was Du willst?
Vielleicht fordert er nur von denjenigen, die etwas unterschreiben, dass sie sich gefälligst daran halten. Hätte man ja nicht unterschreiben müssen. Aber wenn doch sollte man als Konsequenz nicht belohnt werden. Da muss man sich das wirklich gefallen lassen. Im Zweifelsfall müsste hier der deutsche Staat von Italien Schadenersatz beanspruchen! So sind nunmal EU Gesetze. Die kann man nicht einfach ändern wenn man keine Lust mehr hat (oder kein Geld, sowas kommt ja nicht aus heiterem Himmel).

Wenn ich Deine Meinung zu "Asylanten" (ist das nicht eine Bezeichnung, die zuerst gern in der rechtsextrem,en ecke benutzt wurde und nun hier von Dir?) lese, habe ich da so einen Verdacht ...
Wenn jetzt die Rechten sagen würden: "Dickmann!", dann darf ich das Wort nicht mehr verwenden? Oder benutzen es "die Rechten" einfach nur für ihre Zwecke? Was für ein Nonsense....

Heute, egal, ob in Frankreich oder Deutschland, viele Muslime dabei waren. Allein diese Tatsache dürfte PEGIDA schon einigen Wind aus den Segeln nehmen, die Ereignisse in Frankreich Morgen für sich zu mißbrauchen.
Warum auch nicht? Die meisten Muslime (in den EU Ländern) haben nunmal etwas gegen solch ein Denken, finden Gewalt nicht als Lösungsweg. Ich würde wetten, das könnten sie sich nicht in vorwiegend islamischen Ländern erlauben, oder? Meinst du, dort gehen auch Muslime nach draußen und demonstrieren? Ich könnte dir schildern, was dann passiert. GAU.

Es ist dasselbe, als wenn man vor ein paar Jährchen den Christen gesagt hätte: "Na also, da bin ich anderer Meinung, das ist gar keine Hexe...." oder "Ich denke nicht, dass das Land uns zusteht, das gehört doch denen, die da wohnen."

Natürlich haben viele diese Einstellung im Christentum nicht mehr. Der Islam hat jedoch solch eine Entwicklung (scheinbar) noch nicht erlebt. In anderen Ländern ist die Religion noch tief verankert, das können wir mit unserem Multikulti und Religion-Lite inkl. Sozialstaat der den Menschen die Grundbedürfnisse stillt gar nicht vergleichen.

In dem letzten Satz gebe ich dir aber Recht. Ich denke mal, diejenigen, die Pegida leiten und die den Mund groß aufmachen werden, werden morgen dick aufbuttern mit den Verrückten da in Frankreich. Denn nichts anderes sind das. Verrückte. Die ein Menschenleben tiefer stellen als ihre verbohrte Einstellung zur Religion. Einstellung zur Religion. Die Religionen selbst werden ja immer wieder aufgrund ihrer wiedersprüchlichen Auslegungen missbraucht. Kanonenfutter halt.
 
Nur mal so als kleiner Denkansatz: das funktioniert in beide Richtungen.
Eine Atmosphäre des Islamhass begünstigt die Sicht der Radikalen, macht Rekrutierung einfacher usw. Genauso schüren Terroranschläge eben jenen Hass und Angst.
 
Onkelhitman schrieb:
Ich denke mal, diejenigen, die Pegida leiten und die den Mund groß aufmachen werden, werden morgen dick aufbuttern mit den Verrückten da in Frankreich. Denn nichts anderes sind das. Verrückte. Die ein Menschenleben tiefer stellen als ihre verbohrte Einstellung zur Religion.

Merkst du etwas, wenn du an den NSU und Breivik denkst? Verrückte gibt es überall. Ich würde sie aber noch nicht einmal als solche bezeichnen, das sind nämlich Leute, die sich ein Feindbild (ob mit oder ohne Ideologie) suchen, an dem sie sich rächen können. Was Leute zur IS bewegt, hat ähnliche Ursachen wie das, was Rechtsradikale zu Mördern werden lässt oder "Dschihadisten" zu Mördern/Attentätern und Einzelgänger zu Amokläufern.
Das sind Personen die mit der Gesellschaft brechen oder sich einbilden, dass die Gesellschaft mit ihnen gebrochen hat. Durch die Bank findet man in solchen Fällen Armut, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und soziale Probleme, häufig sogar bereits im eigenen Elternhaus, wenn es überhaupt vorhanden ist und nicht zuletzt ein Bildungsproblem. Im Westen mögen Drogen und Kleinkriminalität eine höhere Rolle spielen, in Afrika oder Ländern wie Afghanistan ist es eher die Armut. Meist sind es junge Männer, ohnehin, da sind sich Wissenschaftler durchweg einig, die Verlierer westlicher Gesellschaften in der heutigen Zeit.

Religion oder politische Ideologie, befördern nur den Einstieg sich zu radikalisieren. Da streckt quasi der Teufel seine Hand aus, und der jeweilige glaubt, dass er (Ab)Hilfe bekommt, wenn er ihm hörig ist.

Ein Muslim, der ein intaktes Sozialleben hat, einen vernünftigen Job, gesellschaftlich geachtet wird, eine eigene Familie gründen kann und mit seinem Leben zufrieden ist, der wird nicht zum Attentäter. Der kann sehr streng gläubig sein, das ist aber kein Problem für eine einigermaßen tolerante Gesellschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
c137 schrieb:
Nur mal so als kleiner Denkansatz: das funktioniert in beide Richtungen.
Eine Atmosphäre des Islamhass begünstigt die Sicht der Radikalen, macht Rekrutierung einfacher usw. Genauso schüren Terroranschläge eben jenen Hass und Angst.

Richitg, nur leider können einige Leider nicht so weit denken. Das gegenseitige Anstacheln endet nie gut, wie die Geschichte zeigt. Früher waren es die Juden, heute sind es Muslime und das leider nicht nur in Deutschland, sondern weltweit... Das Ganze lässt sich nur mit Tolleranz lösen, Hass gegen Hass erzeugt nur noch mehr Hass.
 
@c137
Natürlich begünstigen dort beide Seiten. Aufpassen: Beide radikalen Seiten. Ich sehe hier aber keinen Zwang für die Pegida-Anhänger, dass sie mitlaufen MÜSSEN, und auch keine Gewalt bei den Pegida-Mitläufern per se. Ich sehe weiterhin Gewaltausübung von Hooligans und Rechtsextremen, die sich innerhalb von Pegida tummeln. Das sind, wie oben ja schon Noxiel schrieb: "Einzeltäter". Von da an lässt sich genausowenig hochrechnen, wieviele Pegida-Anhänger radikal werden, wie sich berechnen lässt, wieviele Menschen durch ihre soziale Schieflage zu radikalen Fanatisten werden und sich (und andere, am liebsten wäre mir nur sich selbst) sprengen.

@Schrammler
Religion oder politische Ideologie, befördern nur den Einstieg sich zu radikalisieren. Da streckt quasi der Teufel seine Hand aus, und der jeweilige glaubt, dass er (Ab)Hilfe bekommt, wenn er ihm hörig ist.
Wenn dem so ist, wieso ist dann die CDU führende Partei Deutschlands? Wieso wird in Bayern die CSU gewählt? Wieso gibt es in Deutschland christliche Gesetzesregelungen und Feiertage? Die Religion ist nunmal verankert, und dass dort Welten aufeinander prallen ist unumgänglich, das kann man auch nicht einfach ignorieren. Lösungen dazu müsste man finden. Aber auch SUCHEN. Dazu gehört, dass man sich mit dem Thema auseinander setzt. Und zwar mit der Möglichkeit, dass die Religionsfreiheit am Ende doch nicht so frei sein kann, weil sich einige Themen unterscheiden. Das fundamentalistische Christentum ist genauso wie der fundamentalistische Islam nicht ein Stück weit mit den Gesetzen in Deutschland konform zu setzen. Das hat auch mit Gegenkommen nichts zu tun, das geht einfach nicht.

Zum Glück sind eben nicht viele noch Fundamentalisten. Und legen sich die Religion selbst aus. Das wiederum hat aber nichts mit dem Problem zu tun. Denn gegen die Angepassten hat ja niemand was. Weder angepasste Christen, Juden, Muslime. Alles wurst solange man sich an die Gesetze hält. Wenn man aber Aufgrund der Mehrheit der Menschen die Gesetze ändert, dann...

@IronX
Früher waren es die Juden, heute sind es Muslime und das leider nicht nur in Deutschland, sondern weltweit... Das Ganze lässt sich nur mit Tolleranz lösen, Hass gegen Hass erzeugt nur noch mehr Hass.
Die Tolleranz kannst du aber nur soweit haben, wie sie deine Gesetze zulassen. Was möchtest du machen? Die Mohammed-Karrikaturen verbieten, weil sie gegen einen wichtigen Eckpfeiler der islamischen Religion sind? Möchtest du islamische Feiertage einführen? Die chrislichen abschaffen? Die Vertreter der Juden in Deutschland möchten ja auch noch nen Tag, siehe oben.

Die Tolleranz muss BEIDSEITIG laufen. Wenn es in einem Land Gesetze gibt, muss man die einhalten. In jedem Land dieser Welt. Nicht nach Religionszugehörigkeit/Herkunftsland/Ethnie o.ä. gesehen. Immer.
 
Pegida stösst nicht nur in Deutschland auf Ablehnung. International ist es ähnlich. Es ist also eine internationale Verschwörung die sich einzig und allein gegen Pegida richtet. Da kann man mal sehen wie wichtig die sind. Wer die Ironie nicht versteht dem ist dann auch nicht mehr zu helfen. Hier die Meinung von französischen Karrikaturisten zum Thema.
http://www.spiegel.de/politik/deuts...sten-stellen-sich-gegen-pegida-a-1012445.html
 
Ruff_Ryders88 schrieb:
@Daaron: zum Glück braucht es nicht deinen Beitrag oder die Zensur eines Moderators um ein Faktum als korrekt oder inkorrekt zu klassifizieren.
Das war keine Zensur, du hast einfach unzusammenhängenden Mumpitz geschrieben, der pures Offtopic war und dementsprechend im Aquarium versenkt wurde.
Aber nochmal für dich: Dareius & Xerxes haben schon einen Weltkrieg gestartet, da herrschten nördlich der Alpen noch die Barbarenstämme.

frankpr schrieb:
Ah ja. Offenbar hast Du Dich noch nicht eine Sekunde mit dem befaßt, was an den italienischen Grenzen vorgeht. Was meinst Du wohl, sollte Italien, von der EU beim Flüchtlingsproblem allein gelassen, noch besser machen?
In erster Linie sollten sie sich an Verträge halten. Es ist ja nicht so, dass die Dublin-Abkommen irgend wem aufgezwungen wurden. Die Mittelmeer-Anrainer haben diese Verträge in vollem Bewusstsein der Lage unterschrieben.

Wenn ich Deine Meinung zu "Asylanten" (ist das nicht eine Bezeichnung, die zuerst gern in der rechtsextrem,en ecke benutzt wurde und nun hier von Dir?) lese, habe ich da so einen Verdacht ...
Mich wundert's ja schon, dass niemand die Übersetzer von Herr der Ringe in Sippenhaft genommen hat, wenn Gandalf König Theoden mit "Heil, Theoden" grüßt... Du hängst doch auch schon in der SChlinge des Political Correctness - Neusprech.

Und meine Haltung zur Asylpolitik? Ok, dann pack ich sie mal klipp und klar auf den Tisch:
- Die Mittelmeerländer sollten sich an ihre Verträge halten. Wenn sie das finanziell nicht können, sollen sie eine Vertragsänderung anstreben. Es spricht nichts dagegen, wenn sich die nördlichen Binnenländer anteilig und GESETZLICH GEREGELT an dem Problem beteiligen. Wo mein Problem ist? Der Wildwuchs. Es kann nicht angehen, dass Südeuropa Rosinenpickerei betreibt und sich unsere Regierung hinstellt und jeden Mist schluckt. Wo bringt es Europa als Ganzes weiter, wenn europäische Gesetze, Regelungen und Verträge von einigen Nationen permanent gebrochen werden, die anderen NAtionen diesen Missstand aber nicht bekämpfen?
- Auch an innerdeutsche Gesetze sollte man sich halten. Was soll dieser Ruf nach Abschiebe-Stopp, der da bei der No-PEGIDA-Demo skandiert wurde? Wem ist damit geholfen, wenn wir unsere eigenen Gesetze nicht achten? Es gibt klare Regeln für den Ablauf von Asylverfahren und die Abschiebung. Wenn sich daran nicht gehalten wird, was für ein Signal ist das? Kommt nur alle, hier könnt ihr überwintern... Das erzeugt nur massive Mehrkosten und bindet Mittel, die bei tatsächlich Hilfsbedürftigen (wie z.B. den Syriern) dann fehlen.
- Die Verfahren sollten insgesamt verkürzt werden. Die scheinbar höheren Kosten (z.B. durch Personal) relativieren sich, da die Bewerber dann schneller in einen geklärten Zustand übergehen. Entweder sie fliegen raus und kosten kein Geld mehr, oder sie erhalten ein Bleiberecht + Arbeitserlaubnis und räumen so den Platz für neue Bewerber.
 
Die Lobby der Mittelmeerstaaten der europäischen Union ist doch eher gering, hinzu kommt die monetäre Abhängigkeit von den reicheren mitteleuropäischen Ländern. Ein Aufbegehren gegen bestehende Gesetze und Regelungen kann nicht aus ihrer Initiative hin erfolgen, sondern muss Teil einer gesamteuropäischen Flüchtlingspolitik sein, die die Belastung aus eigener Einsicht heraus von den betroffenen Grenzländern nimmt.

Bestehende Gesetze und Regelungen müssen dabei von uns, der deutschen Politik respektive der Bevölkerung, hin zu einer offeneren Flüchtlingspolitik gelenkt werden. Ein Beharren auf veralteten Strukturen und Richtlinien schiebt nur die Verantwortung von Deutschland, als ökonomisch treibende Kraft in der EU, auf schwächere Länder ab. Wir müssen uns eingestehen, dass die EU rein finanziell nur aus Frankreich und Deutschland besteht - waren ja auch die Gründerländer in der EG.

Wir schlucken dabei nicht jeden "Mist", sondern stehen in der Verantwortung Asylsuchende aufzunehmen, da diese aus Krisenherden kommen, die wir erschaffen haben. Unser Reichtum und Wohlstand resultiert aus der Armut der dritten Welt, also ist es die Pflicht eines jeden den Wohlstand zu teilen. Ich brauche doch keine Angst haben, mir, wie im NOPEGIDA-Songtext artikuliert, keinen neuen Sportwagen leisten zu können, nur weil wir Flüchtlinge aufnehmen. Dann verzichten wir auf einen Teil unseres dekadenten Lebensstils um Leuten in Not zu helfen. Diese Bereitschaft zu Humanität und Empathie sind die "christlichen Werte des Abendlandes", die PEGIDA zu verteidigen glaubt. Aber genau daran mangelt es dieser Protestbewegung, sondern wird dominiert durch Egoismus und Wut.

Auf Grund dessen ist die Forderung eines Abschiebe-Stopps nur folgerichtig. Familien im Winter in ihre Heimat abzuschieben, wo sie noch weniger staatliche Strukturen und dementsprechend keine Unterkunft vorfinden, zeigt nur die Unbarmherzigkeit und menschliche Kälte solcher Einstellungen und Meinungen. Das Desinteresse an anderen Schicksalen ist wieder ein Zeichen dafür, wie egoistisch und verroht unsere Gesellschaft in manchen Schichten geworden ist.

Zum Verständnis der Diskussion ist ebenso zu berücksichtigen, dass Gesetze nicht für Ewigkeit in Stein gemeißelt sind. Im Gegenteil muss jederzeit deren Sinnhaftigkeit hinterfragt werden und als Teil des politischen Prozesses der Situation angepasst werden. Dementsprechend ist das Handeln Italiens gerechtfertigt, da ihnen keine Mittel mehr zur Verfügung stehen, die ankommenden Flüchtlinge zu versorgen. Wenn 300 Kilometer nördlich noch viele Ressourcen vorhanden sind, ist es ihr gutes Recht, begründet durch reine Menschlichkeit, die Flüchtlinge weiter zu schicken.

Die Bedenken höherer Kosten sind nicht abzuweisen, jedoch kann eine Gesellschaft wie unsere dies deutlich abfedern. Hier ein Ausschnitt aus dem Handelsblatt von 2013

908 Millionen Euro hat die Bundesrepublik 2012 laut Statistischem Bundesamt für die Versorgung, Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen aufgebracht. Jeder Flüchtling kostet im Monat mit Unterbringung, Verpflegung, im Schnitt etwa 1300 Euro im Monat. Ein eher geringer Posten im Bundeshaushalt. Zum Vergleich: 1,11 Milliarden Euro sind allein für das Betreuungsgeld für das Jahr 2014 vorgesehen. Fürs Militär gab Deutschland 2012 33,3 Milliarden Euro aus.

Der Bundeshaushalt 2013 betrug dabei 310 Mrd. Euro, womit die Ausgaben für Flüchtlinge nicht mal einen Prozent betrug.
 
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Onkelhitman schrieb:
Wenn dem so ist, wieso ist dann die CDU führende Partei Deutschlands?

Weil wir noch immer keine vollständige Trennung von Kirche und Staat haben und weil man sich in der Union bewusst ist, dass man damit Wähler locken kann. Christlich ist man ja nicht wirklich.

Onkelhitman schrieb:
Wieso wird in Bayern die CSU gewählt?

Siehe oben, die CSU ist eine clevere Idee für ein Bundesland gewesen, dass haupsächlich auf Landwirtschaft basierte und relativ arm war. Die CSU war ein Mittel das zu überwinden, durch künstlich mehr bayrischen Einfluß auf Bundesebene, und bis heute dem ganzen Land immer wieder bayrische Politik auf's Auge zu drücken.

Onkelhitman schrieb:
Wieso gibt es in Deutschland christliche Gesetzesregelungen und Feiertage? Die Religion ist nunmal verankert, und dass dort Welten aufeinander prallen ist unumgänglich, das kann man auch nicht einfach ignorieren.

Das ist kultureller Entwicklung zu verdanken, die christlich geprägt ist. Warum es sie noch heute gibt? Die Politik hatte bislang kein Interesse daran, die klare Trennung zu vollziehen. Es weisst aber auch darauf hin, dass unsere Gesetzgebung keineswegs Muslime vor den Kopf stoßen muss, deren vorhandensein ist auch eine legitime Möglichkeit zur Veränderung.

Wobei mir da immer wieder in den Sinn kommt: Wer schützt deutsche Bürger eigentlich vor kriminellen Vertretern der christlichen Kirchen? Die haben über Jahrhunderte deutschen Bürgern deutlich mehr angetan, wie es islamische Terroristen jemals schaffen werden.
 
Pegida stösst nicht nur in Deutschland auf Ablehnung. International ist es ähnlich. Es ist also eine internationale Verschwörung die sich einzig und allein gegen Pegida richtet. Da kann man mal sehen wie wichtig die sind. Wer die Ironie nicht versteht dem ist dann auch nicht mehr zu helfen.

Ich halte diese Art von Ironie brandgefährlich. Das Potenzial von Pegida zu unterschätzen ist aus meiner Sicht ein riesiger Fehler. Wenn zehntausende Menschen für Pegida auf die Straße gehen, dann kann man das nicht klein reden und "verspaßen". Sicher gibt es unter den Pegida-Anhängern genug Kleingeister und Rechtsradikale, aber die große Masse sind normale Bürger, die nun mal eine Meinung vertreten. Ob man sie mit trägt oder nicht spielt dabei erstmal keine Rolle. Wer diese Menschen nicht ernst nimmt und die Situation herunterspielt, wie einige unserer Politiker, läuft Gefahr die Situation vollkommen zu verkennen. Es gab in der Geschichte ähnliche Situationen in denen Politiker ihre Augen vor der Realität verschlossen haben. Und das endete letztlich im Holocaust.
 
@cyn77
Man muss ja nicht gleich mit der Holocaust-Keule kommen, Godwins Law halt. Es reicht ja schon zu sagen, dass diese Leute ihre Stimmen bei den eher rechten Parteien platzieren werden, wenn sie ignoriert werden. Früher war die CDU auch mal die Wahl für die moderaten Rechten, mittlerweile aber auch nicht mehr. Da hat sich eine Lücke aufgetan, die der Lucke für sich nutzt.
 
Es sind um die 20000 hochgerechnet oder vielleicht 30000 bundesweit. Ist also weit davon entfernt gesellschaftlich wirklich relevant zu sein. Ich weiss nicht wie das Verhältnis zwischen wirlich braunen oder lernresistenten Mob ist und Leuten die es einfach nicht besser wissen (wollen) wie Zusammenhänge sind und sich in ihrer Existenz bedroht fühlen. Sachsen ist rechts-konservativ schon seit bestehen. Nur CDU Ministerpräsidenten, 10 Jahre NPD im Landtag und jetzt die AfD. Wenn man woll kann man Pegida als eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Politik der letzten Jahre sehen. Es ist aufjeden Fall keine spontane Reaktion auf neue Entwicklungen. Von daher denke ich hat man die Leute die da demonstrieren wahrscheinlich mehrheitlich eh schon nach rechts abgegeben. Im Spiegel wurden gestern Beiträge aus der geschlossenen Facebookgruppe gezeigt. Die waren alles andere als moderat und differenziert. Der neuste Coup ist ja wohl das sich Pegida als gemeinütziger Verein eintragen lassen will. Bin gespannt wie das ausgeht.
Für mich ich kann solche Leute erst ernstnehmen wenn sie erkennen lassen an einer wirklichen Problemlösung Interesse haben. Denn Probleme gibt es mit Sicherheit. Nur das ist nicht zu erkennen.
 
belzebub19 schrieb:
Wir schlucken dabei nicht jeden "Mist", sondern stehen in der Verantwortung Asylsuchende aufzunehmen, da diese aus Krisenherden kommen, die wir erschaffen haben. Unser Reichtum und Wohlstand resultiert aus der Armut der dritten Welt, also ist es die Pflicht eines jeden den Wohlstand zu teilen.
Dann sollten die, die besonders viel von diesem Wohlstand haben, schonmal damit anfangen. Wusstest du z.B. dass in Spanien udn Griechenland Wohneigentum z.B. die Regel ist? Das Konzept der Mietwohnung ist da relativ unbekannt. Dass diese Länder nicht mit Steuergeldern umgehen können bzw. Steuerhinterziehung nicht ahnden, ist doch deren Bier. Geld hätten die genug.

Genauso sehe ich keinen Hilfsbedarf, wenn sich ein Nordafrikaner tatsächlich den Schleuser bis nach Deutschland leisten kann. Von der Kohle hätte er für Jahrzehnte bequem in NA leben können.

Auf Grund dessen ist die Forderung eines Abschiebe-Stopps nur folgerichtig. Familien im Winter in ihre Heimat abzuschieben, wo sie noch weniger staatliche Strukturen und dementsprechend keine Unterkunft vorfinden, zeigt nur die Unbarmherzigkeit und menschliche Kälte solcher Einstellungen und Meinungen.
Moment... Abgeschoben wird nur, wer kein Anrecht auf Asyl hat, weil er z.B. bereits strafrechtlich belangt wurde oder aus einem sicheren Herkunftsland stammt. Das heißt, dass diese Person auch keiner Notlage entronnen ist oder durch frühere Missetaten sämtliches Anrecht auf Hilfe verwirkt hat. Du schickst sie nur dahin zu rück, wo sie vorher schon sicher aufgehoben war. Es ist nur eben BILLIGER und EINFACHER für diese Personen, in Deutschland kuschlig zu überwintern.

Dementsprechend ist das Handeln Italiens gerechtfertigt, da ihnen keine Mittel mehr zur Verfügung stehen, die ankommenden Flüchtlinge zu versorgen. Wenn 300 Kilometer nördlich noch viele Ressourcen vorhanden sind, ist es ihr gutes Recht, begründet durch reine Menschlichkeit, die Flüchtlinge weiter zu schicken.
Das soll Italien aber nicht hindern, dies auch als EU-weiten Vorschlag einzubringen und entsprechende Regelungen zu forcieren. Wenn man sich nicht auf die EInhaltung von Verträgen verlassen kann, dann ist das gesamte Zusammenleben in der EU hinfällig.

deathscythemk2 schrieb:
Es reicht ja schon zu sagen, dass diese Leute ihre Stimmen bei den eher rechten Parteien platzieren werden, wenn sie ignoriert werden.
Auch das muss eine Demokratie aushalten. Es MUSS auch gemäßigte rechte Parteien wie die AfD geben. Wer soll sonst den Kommunisten von Linksaußen noch Paroli bieten?
 
@Gucky
Wenn man woll kann man Pegida als eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Politik der letzten Jahre sehen. Es ist aufjeden Fall keine spontane Reaktion auf neue Entwicklungen.

Es gibt da einen Bericht von der Friedrich-Ebert-Stiftung die eigentlich die Probleme zusammenfassen tut, was den zwischenmenschlichen Zustand in der europäischen Gesellschaft mehr oder weniger ganz gut beschreibt und deinen Satz bestätigt.

@Thread
Die Abwertung der Anderen

Auch gab es einen Umfrage seitens der EU die schon 1997 festgestellt hatte, dass gegenüber Menschen die religiös dem Islam zugeordnet werden, eine hohe Diskriminierung und Abwertung seitens der Befragten herrschte. Ich denke jeder Fremde in diesem Land, sei er hier geboren und aufgewachsen oder später sowie kurzfristig hier, merkt je nach gegebenen Umständen in alltäglichen Situationen, die nachwievor gegebene latente Distanzierung, Ablehnung, Diskriminierung usw. seitens der Einheimischen je nach Bundesland und Ortschaft. Die Feindbilderschaffung und Medien die onehin so gut wie nur einseitig berichten, tun ihr übriges. Weil dieser Prozess seit mehreren Jahrzenten läuft und die Menschen einfach keine Ahnung haben, ist das Resultat eine blockierte und abweisende Haltung gegenüber Moslems und dem Islam.

@Ruff_Ryders88
Ich teile deinen Zusammenhang und das die Probleme in vielen Ländern, insbesondere was aktuell die Islamophobie in Europa angeht, ihre Ursachen in größeren Dimensionen zugrunde hat. Weil das aber zu ausschweifend ist, bezieht man sich hier halt speziell nur auf PEGIDA.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gucky10 schrieb:
Es sind um die 20000 hochgerechnet oder vielleicht 30000 bundesweit. Ist also weit davon entfernt gesellschaftlich wirklich relevant zu sein.
Beim Weihnachtssingen waren definitiv mehr als die angegebenen 17.500, da der Theaterplatz recht voll war und deutlich mehr als 18.000 fasst. Wenn du dann noch diejenigen, die nicht mit marschieren, einrechnest, dann sind deine 30.000 deutlich zu kurz gegriffen. Selbst mit ner Null mehr dürfte es noch recht dünn sein.

Der neuste Coup ist ja wohl das sich Pegida als gemeinütziger Verein eintragen lassen will. Bin gespannt wie das ausgeht.
Nun, schlimmer als die Aktion der Gegendemonstration kanns kaum kommen. Da wurde das Steuersäckel letzten Sonnabend kräftig geschröpft. Hilton-Catering, Sonderbusse, private Sicherheitskräfte,... alles auf Geheiß der Staatskanzlei.
 
Im Spiegel wurden gestern Beiträge aus der geschlossenen Facebookgruppe gezeigt. Die waren alles andere als moderat und differenziert.
Und? Ist in anderen Facebookgruppen auch so das Beleidigungen an der Tagesordnung sind, nicht in allen aber vielen, wurde darauf im Spiegel auch drauf hingewiesen?

Es ist dasselbe, als wenn man vor ein paar Jährchen den Christen gesagt hätte: "Na also, da bin ich anderer Meinung, das ist gar keine Hexe...." oder "Ich denke nicht, dass das Land uns zusteht, das gehört doch denen, die da wohnen."

Natürlich haben viele diese Einstellung im Christentum nicht mehr. Der Islam hat jedoch solch eine Entwicklung (scheinbar) noch nicht erlebt. In anderen Ländern ist die Religion noch tief verankert, das können wir mit unserem Multikulti und Religion-Lite inkl. Sozialstaat der den Menschen die Grundbedürfnisse stillt gar nicht vergleichen.
Zumindest ich möchte diese "veralteten Einstellungen" des Islams aber hier nicht ertragen und ich denke viele andere auch nicht.
Wenn es da noch Menschen einer Religion gibt die immer noch Hexen verbrennen sagt man ja auch net "ach komm da müssen wir tolerant sein, die brauchen halt noch Zeit".

Die haben über Jahrhunderte deutschen Bürgern deutlich mehr angetan, wie es islamische Terroristen jemals schaffen werden.
Ist das jetzt nen Argument die anderen einfach mal machen zu lassen weil andere etwas noch schlimmeres getan haben. Dann kann ich auch hingehen und den Holocaust als Messlatte nehmen und alles andere kleinreden.

Weil wir noch immer keine vollständige Trennung von Kirche und Staat haben und weil man sich in der Union bewusst ist, dass man damit Wähler locken kann. Christlich ist man ja nicht wirklich.
Klar da ist durchaus noch etwas zu machen. Aber wer lebt hier noch streng nach dem christlichen Glauben, kein Sex vor der Ehe usw. ?

Bei Türken mit denen ich zu tun hatte wird der Glaube auch mal gern so ausgelegt wie er passt. Die Schwester darf kein Sex vor der Ehe haben, und auf keinen Fall nen Deutschen heiraten, muss Kopftuch tragen, man hält sich selber an den Koran, aber kein Sex vor der Ehe (was auch für Männer gilt im Koran) daran hält man sich dann wiederum nicht, und auch deutsche Frauen vögelt man dann gern, macht aber wenns andersherum ist nen Aufstand.
Da stellt sich dann für mich auch die Frage wie wichtig der Glaube wirklich ist oder ob der Glaube einfach nur als Vorwand für irgendwas benutzt wird, beispielsweise weil man SELBER ein Problem damit hätte wenn die Schwester nen Deutschen hat. Ist natürlich viel eleganter wenn man das dann einfach auf den Glauben schiebt damit nicht so offentsichtlich wird dass man selber Probleme hat.

Vielen kaufen ich daher ihre Religionsverbundenheit auch nicht ab.
 
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Teilnehmerzahlen sind immer so eine Sache. Den Leuten denen eine Sache wichtig ist ziehen solche Zahlen immer als zu niedrig in Zweifel. Die "böse" Polizei hat sich immer verrechnet oder keine Ahnung oder was weiss ich was. Da die aber in der Regel mehr Erfahrung haben im Abschätzen von solchen Mengen,ich kein Interesse erkennen kann das künstlich kleinzurechnen,es immer nach den gleichen Muster abläuft egal um welches Thema es sich handelt und es die offiziellen Zahlen sind passt es schon.
Jaja immer die gleiche Leier. Die pösen Pupen die Pegida einfach nicht verstehen wollen.
Welche FB Gruppen meinst du und warum sollte denn immer relativert werden wenn es um Pegida geht? Es ging um die Pegida-Gruppe und um nichts anders.
 
Welche FB Gruppen meinst du und warum sollte denn immer relativert werden wenn es um Pegida geht? Es ging um die Pegida-Gruppe und um nichts anders.

Ich persönlich wurde mal dumm angemacht (von mehreren nicht von einem)weil ich mich in der Facebook Gruppe von McD beschwert hatte dass der Laden in meiner Stadt sich nicht an die Öffnungszeiten hält, da wurd ich beleidigt, nicht von McD sondern von anderen Mitgliedern in der Gruppe. Nen Kollege von mir hat sich auch mal über ein Produkt beschwert was deutlich im Geschmack nachgelassen hat seiner Meinung nach auf der FB Seite von Real. Dort musste er sich ebenso anhören von mehreren(!) dass er anscheinend einfach zu doof und verblödet ist (o-ton) es zuzubereiten. Auch wie manchmal mit anderen Usern umgegangen wird finde ich alles andere als fair.

Auch in anderen kleineren Gruppe wird gern mal beleidigt und moderiert wird da auch net überall streng. Daher sollte man das mal etwas differenzierter sehen und nicht so tun als ob ist die PEGIDA Gruppe jetzt die große Ausnahme und überall anders läuft es viel gesitteter und harmonischer ab.

warum sollte denn immer relativert werden
Du meinst wieso sollte man sachlich bleiben und sich net alles gegen die Pegida so zurecht legen wie man es grad braucht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwischen allgemein sachlich bleiben und dem Gejammere, man möge doch bitte dies und jenes gelten lassen, was man selbst für andere nicht gelten lässt ist schon ein Unterschied ;)
 
Es geht aber nicht um McD oder real,- sondern um das was in Pegida vor sich geht. Pegida ist doch jetzt auch nicht dafür bekannt alle Aussagen zu relativieren oder habe ich was verpasst. Pegida beschwert sich doch massiv das sie als Fremdenfeindlich verschrien ist , wenn es zu Unrecht wäre es eine Möglichkeit das zu zeigen. Das Problem ist aber nun das wenn ich es richtig verstehe die Strippenzieher der Pegida bei entsprechenden Kommentaren ganz vorn dabei sind.
Deine Argumentationslinie ist eigentlich "ich muss mich nicht benehmen die anderen machen es ja auch nicht". Weiss nicht ob das einem Erwachsenen angemessen ist.

Bezüglich des christlichen Glaubens, auch da gibt es genug Extreme die ganz öffentlich arbeiten.

Der Bund katholischer Ärzte, das Weiße Kreuz, Leo e.V. und Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft der evangelischen Kirche gehen massiv und auf gefährliche Weise gegen Homosexualität vor. Stichwort "Reparativtherapien". Das Thema "Abtreibungen", einem vergewaltigten Mädchen in Köln wurde z.b. 2013 die Pille "danach" verweigert weil sie im falschen Krankenhaus war. Begründung es "wäre unvereinbar mit den katholischen Grundsätzen".
Sekten wie die "12 Stämme " wo Kinder jeden Tag geschlagen werden bis sie gebrochen sind. Hetze im Internet wie "GloriaTV" oder "kreuz.net". Sexueller Missbrauch in der Kirche. Ich bin mir sicher das nur ein Bruchteil wirklich bekannt ist usw.
Also wie gesagt das Christentum soll sich da nicht so überlegen fühlen. Auch die haben ihre Fundamentalisten.
Was hierzulande anders ist ist das die Kirche an Macht verloren hat. Damit kann sich jeder der sich Christ nennt sich aus dem Glauben das raussuchen was ihm angenehm ist zu glauben. Es passiert nichts wenn er sich daneben benimmt. Es ist nur noch eine Sache zwischen den Einzelnen und seinen persönlichen Gott. Insofern hat der Islam Nachholbedarf das ist richtig. Aber da ist für mich das Mittel der Wahl Wohlstand für Alle wobei ich weiss das auch das sehr sehr schwierig ist.
 
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