Pegida - Meinungen und Ursachen

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Ilsan schrieb:
Mit anderen Worten solange die in Russland diskrimiert werden, kann man da beim Islam auch mal fünfe grade sein lassen?
Nein, natürlich nicht. Man kann aber auch nicht das Bild vom inhärent friedlichen Christen um dem inhärent schlechten Moslem zeichnen.


Ilsan schrieb:
Und in der Türkei sinds halt streng gläubige Muslime die ihre Brüder deswegen umbringen. Wo ist jetzt da genau der Unterschied?
Da haben wir es ja: Ereignisse, die in einer islamischen Gesellschaft tausende Kilometer entfernt geschehen, sind relevant für die deutsche Gesellschaft, aber Ereignisse in christlichen Gesellschaften die tausende Kilometer entfernt sind, sind nicht relevant? Du solltest übrigens eher mal fragen, wie ost-europäische Christen zum Thema Homosexualität stehen, denn die stellen nach Religionen den Löwenanteil der Zuwanderer.


Ilsan schrieb:
Sollte man nicht froh sein dass überhaupt Leute auf die Straße gehen und einen gewissen politischen Druck so ausüben? Von nichts kommt bekanntlich auch nichts.
Richtig, dass wir überhaupt mal wieder eine solche Debatte haben, ist so ziemlich das einzig Gute, was PEGIDA geleistet hat - sofern wir denn die Debatte von den Populisten lösen können! Viel zu lange haben wir hinter dem CDU-Stillstand den Status Quo unkritisch hin genommen. Das gibt PEGIDA aber noch lange nicht Recht, vor allem nicht in der Wahl der Mittel


Ilsan schrieb:
Hab auch gelesen der Mond besteht aus Käse. Woher kommen denn die Zahlen? hat man die alle befragt. Würde mich echt mal interesieren.
Wie erkennt man einen Fußballfan an einem Bundesliga-Spieltag? Ja, die Rechtsextremen machen tatsächlich in dieser Form auf sich aufmerksam. Und warum auch nicht? Sie wollen uns ja weiß machen, sie seien die politische Mitte.


Ilsan schrieb:
Mal ne andere Frage: Was würdest du denn machen wenn da eine Gruppe ist mit der du dich identifizieren kannst nur dummerweise hat der "Sprecher, Anführer" oder was auch immer Dreck am stecken. Sagste dann einfach "nöö" und bleibst zuhause. Soll ich eine Partei nicht mehr Wählen weil ich den Chef vllt scheiße finde, das Programm aber dennoch gut?
Ja, das würde ich tatsächlich tun. Vor allem wenn wir von einer Gruppe wie PEGIDA reden, die nicht nur von einer Person mit fragwürdigem Hintergrund angeführt wird, sondern von einem Dutzend solcher Personen, die sich fortwährend in fragwürdiger Weise äußern, auf ihren Kundgebungen ähnlich gestrickten Personen immer wieder eine Bühne für das einschlägiges Gedankengut geben und wenig bis gar nichts gegen das nationalistische bis rechtsradikale Auftreten ihrer Mitglieder unternehmen (ja, PEGIDA hat sich mittlerweile von DÜGIDA distanziert - nach vier Monaten, als man gemerkt hat, dass Dittmer und Nobile vielleicht doch einen Zacken zu radikalen sind).

Was versucht ihr hier? Glaubt ihr wirklich, dass PEGIDA irgendwann in der Mitte des politischen Spektrums ankommen wird, wenn ihr nur immer wieder behauptet, die PEGIDA sei nur von einigen Einzelfällen, die man nicht kontrollieren kann, unterwandert?

Im Übrigen bin ich ein wenig schockiert, dass du diese Frage stellst. Es wäre nicht das erste Mal, dass Deutsche einem schmierigen Seitenscheitel auf der Basis von "Was interessiert mich sein Hass gegen andere Menschen, solange er nur Arbeitsplätze schafft!" folgen. Selbst einige AfD-Mitglieder haben da ein besser funktionierende Abgrenzung nach Rechts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unyu schrieb:
Oder du kannst dir Gedanken machen, ob da nicht der ein oder andere wahre Punkt bei ist, über den mal reden müsste und den die Politik verbessern könnte.
Wenn du einige von meinen Beiträgen hier liest: das tue ich.
Nur geht das direkter, friedlicher, offener, sinnvoller, produktiver (also besser) auch ohne PEGIDA.

Ich bin weder Merkel-Wähler noch einfach abnickender Ja-Sager der aktuellen Politik.
Die hat sich diese "Mitte der Gesellschaft" übrigens selbst zuzuschreiben - wie groß war noch mal der Anteil von CDU-Wählern auf den PEGIDA-Demos?

Mal wieder ein netter Nazivergleich (die klappen hier aber auch immer so einfach und so gut!): die hatten sicher auch den ein oder anderen wahren Punkt, über den man mal reden müsste. Wie's ausging weiß jeder.
Sich zu radikalisieren, Sündenböcke zu suchen, Diffamierung etc. führen zu keiner produktiven, ernsthaften Diskussion um Sachthemen.

Und die Angst ist wohl berechtigt, wie der Demoverbot zeigt.
Die Angst ist genauso unberechtigt wie das Demoverbot - und die Vorratsdatenspeicherung und Verschlüsselungs-Backdoors.
Ergänzung ()

Ilsan schrieb:
Mal ne andere Frage: Was würdest du denn machen wenn da eine Gruppe ist mit der du dich identifizieren kannst nur dummerweise hat der "Sprecher, Anführer" oder was auch immer Dreck am stecken.
"Der Fisch stinkt vom Kopf her" hat hier vorhin mal jemand als Regierungskritik angebracht. Wenn das so gilt, dann gilt das auch für PEGIDA.
Und es ist ja nicht nur der Anführer, bei weitem nicht. Selbst wenn, warum laufen die anderen dem dann hinterher, wo sie doch in einer seiner zentralen Ansichten nicht zustimmen?
 
Zuletzt bearbeitet:
..Glaubt ihr wirklich, dass PEGIDA irgendwann in der Mitte des politischen Spektrums ankommen wird, ..?
Nein. Sie (=Ihre Mitläufer) werden bei der AfD ankommen. Also nicht wundern, wenn die AfD bei den nächsten Wahlen auch in andere Länderparlamente einziehen wird.

So ein Mann wie Bachmann muss weg von der PEGIDA-Führungsspitze!
Er schadet nur noch dem Ansehen dieser Bewegung.
Der Mann hat einfach zu viel "Dreck" im Lebenslauf und eine zu rechte Gesinnung.
 
Unyu schrieb:
Oder du kannst dir Gedanken machen, ob da nicht der ein oder andere wahre Punkt bei ist, über den mal reden müsste und den die Politik verbessern könnte.
Tun wir doch hier. Tun auch mehr und mehr Politiker (ich lehne übrigens die Haltung der SPD ab, auch wenn ich sie menschlich verstehen kann, nachdem PEGIDA-Aktivisten diversen Politikern mit fremdländischen Wurzeln Hass- und Drohbriefe geschickt haben). Aber man muss die Diskussionen auf eine differenzierte Grundlage und vom Populismus der PEGIDA trennen. Und darum bemühen wir uns hier., Wir können über alles reden, aber nicht in diesem undifferenzierten Ton!

Unyu schrieb:
Als Einzelperson empfehle ich dir einen Kurzurlaub in Berlin Neukölln. Am besten als Schüler in einer der Schulen, sofern du deutlich machst deutscher Christ zu sein.
Mittlerweile verzeichnet Sachsen einen Rückgang bei Urlaubsbuchungen. Woran das wohl liegen mag? Wahrscheinlich sind nicht genug Islamisten in Sachsen!

Unyu schrieb:
Forderungen einer Einwanderungspolitk hat rein gar nichts mit Hass zu tun. Deutschland ist ein Einwanderungsland, schon seit langer Zeit. Es wird nur nicht zugegeben und entsprechend gehandelt.
Was? Dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, wird schon seit 20 Jahren rauf und runter gebetet, gerade in Reaktion auf die Stimmen vom rechten Rand. Und es gibt auch eine Einwanderungspolitik. Ob diese ausreichend ist, sei mal dahin gestellt (in Teilen versagt sie), aber wenn PEGIDA behauptet, es gäbe keine Einwanderungspolitik (und keine Integrationspflicht), dann stellt sich mir unweigerlich die Frage, ob da nicht einfach Populismus betrieben wird.

Unyu schrieb:
Und die Angst ist wohl berechtigt, wie der Demoverbot zeigt.
Jeder hat Angst vor Extremismus. Ich auch. Niemand bestreitet das Bedrohungszenario. Aber das darf uns nicht zu verleiten, zu pauschalisieren und Hass zu schüren. Weder dürfen Moslems unter Generalverdacht gestellt werden, noch dürfen gemäßigte, dialogwillige aber verängstigte Mitbürger in einem Topf mit Rechtsradikalen gesteckt werden, auch wenn sie sich in diesen Tagen an deren Seite stellen. So treiben wir sowohl die einen als auch die anderen in die Arme von Hasspredigern, ob es nun Islamisten oder Rechtsradikale sind!

Im Übrigen wurde des Demoverbot von allen Seite scharf kritisiert, auch von den PEGIDA-Gegnern (die in Sachsen auch nicht auf die Straße durften). Das ändert nichts an der Sache, die zu verteilen ist, aber es sei der Vollständigkeit halber erwähnt.

Unyu schrieb:
Ist das so klar? Das würde bedeuten, das sich die Situation mal verbessert. Davon sehe ich nichts. Merkel erzählt uns der Islam gehört zu Deutschland und am nächsten Tag muss eine Demo wegen radikalen Islamisten abgesagt werden.
Ich habe über Dinge geredet, die meiner Meinung nach getan werden müssen. Da diese nicht in ausreichender Form erfolgen, ist auch keine Verbesserung erkennbar. Wobei sich zumindest die türkischen Nachbarschaften in meinem Stadtteil seit meiner Jugend bombig entwickelt haben, weil das Bildungsniveau in diesen Siedlungen über die Generationen gestiegen ist.


Ich sehe hier ein generelles Verständigungsproblem: Wenn die PEGIDA und deren Befürworter nicht Recht bekommen, dann scheinen sie dazu zu neigen, das Wort "Lügenpresse" in den Mund zu nehmen, von Diffamierung zu reden und dem Glauben zu verfallen, niemand würde die angemahnten Probleme sehen oder sich um eine Lösung bemühen. Besonders Letzteres stimmt einfach.
 
Apropos "Lügenpresse". Natürlich ist die Parole überzogen wie so viele Parolen auf Demonstrationen. "Enteignet Springer" war auch überzogen, und heute werden Straßen nach Rudi Dutschke benannt.

Ich habe hier ja schon ausgeführt und belegt, dass das wahre Problem die krasse Einseitigkeit der Medien ist, die nicht mehr die Verteilung der Meinungen in der Bevölkerung nur ansatzweise widerspiegelt.

Es gibt aber auch immer wieder Beispiele für inakzeptable Falschdarstellungen oder ja, Lügen.

Und zwar ausgerechnet in der angesehenen FAZ. Dort steht im Kommentar zur Talkshow mit Jauch, Oertel, Thierse, Spahn, Richter und Gauland vom letzten Sonntag:

"Das Studiopublikum war derweil ganz auf Seiten von Frau Oertel, außer ihr bekam niemand Applaus."

http://www.faz.net/aktuell/feuillet...-kritik-guenter-jauch-zu-pegida-13378188.html

Jeder, der die Sendung auch nur teilweise gesehen hat, weiß, dass das eine LÜGE ist! In der ARD-Mediathek kann man die Sendung nachträglich verfolgen:

https://daserste.ndr.de/guentherjau...gida-bei-GUeNTHER-JAUCH,guentherjauch474.html
 
Und auch die Abschiebung von Menschen, die lediglich einen Aufenthaltstitel besitzen, hat seine Tücken. Soll eine Familie wegen Ladendiebstählen auseinander oder gerissen werden
Wieso nicht? Irgendwo muss ne Grenze sein findest nicht, vielleicht nicht nach dem ersten Diebstahl aber wenn sich keine Besserung zeigt, wieso nicht?

Fährst du ständig schwarz kannst du auch irgendwann dafür ins Gefängnis kommen. Sagste da auch "och wegen Schwarzfahren nun Leute einsperren?"

Irgendwann muss halt Schluss sein, das sollten wir jedem Menschen klar machen egal woher er kommt.
 
Daja, ich bin auch dagegen dass man wegen ein paar Mal Schwarzfahren (nicht: ohne Führerschein Auto fahren) ins Gefängnis muss. Man gefährdet ja keinen.
Aber das ist eine ganz andere Diskussion ;)

Es ging eher einfach darum, dass eine nicht ganz einfach Güterabwägung getroffen werden muss. Eben nicht einfach, klipp und klar, wie die PEGIDA zu suggerieren scheint.
 
Daja, ich bin auch dagegen dass man wegen ein paar Mal Schwarzfahren
Und was wäre die Lösung wenn der Kerl IMMER wieder schwarzfährt. Was willst du machen wenn er einfach nicht aufhört, ähmm nichts?

Es ging eher einfach darum, dass eine nicht ganz einfach Güterabwägung getroffen werden muss. Eben nicht einfach, klipp und klar, wie die PEGIDA zu suggerieren scheint.

Wenn es nicht klipp und klar geregelt ist führt das nur zu weiteren Problemen. Dann fühlen sich die Leute ungleich behandelt, wieso darf der eine wegen xy bleiben, der andere der yz gemacht hat muss aber weg.
Es sollte da klare Regelungen geben, vielleicht nicht bei einem Diebstahl aber es sollte definitv eine klar defininierte Grenze da sein und dann sollte man die Leute auch abschieben deswegen.
Man kann nach dem 10. mal nicht sagen "ach vielleicht wirds ja doch noch"

Das ist das was wir nämlich momentan machen. Schade dass Frau Merkel keine Kinder hat die Opfer von mehrfach Vorbestraften Kriminellen werden könnten. Dann würde sie vielleicht eine etwas andere Meinung dazu haben.
 
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Es ist aber ein Unterschied ob man sagt es soll da ne klare Regel geben oder wenn man sagt wegen Ladendiebstählen sollte egal wie oft man nicht abgeschoben werden können.
 
c137 schrieb:
Wenn du einige von meinen Beiträgen hier liest: das tue ich.
Nur geht das direkter, friedlicher, offener, sinnvoller, produktiver (also besser) auch ohne PEGIDA.
Ich sehe Pegida in erster Linie als Demonstration. Was wäre die Alternative? Nichts tun, dann wäre das Thema aktuell gar nicht auf der ersten Seite der Medien. Demonstrationen, wenn sie ohne Pflastersteine durchgeführt werden, sind immer friedlich!

Die hat sich diese "Mitte der Gesellschaft" übrigens selbst zuzuschreiben - wie groß war noch mal der Anteil von CDU-Wählern auf den PEGIDA-Demos?
Wüsste ich auch gerne. Wäre doof wenns viele sind, die Wahlen sind gerade vorbei, die hätten sich ruhig früher überlegen können mal was anderes zu wählen.

Die Angst ist genauso unberechtigt wie das Demoverbot - und die Vorratsdatenspeicherung und Verschlüsselungs-Backdoors.
Würdest du dir keine Sorgen machen, wenn du eine Morddrohung von einem radikalen Koran Leser bekommen hättest? Ich würde mir Gedanken machen, ob die Religionsfreihheit über der Demokratie stehen darf.

GevatterTod schrieb:
Mittlerweile verzeichnet Sachsen einen Rückgang bei Urlaubsbuchungen. Woran das wohl liegen mag? Wahrscheinlich sind nicht genug Islamisten in Sachsen!
http://www.zeit.de/reisen/2015-01/dresden-pegida-tourismus-absagen
"Die Absagen kämen bislang vor allem von Urlaubern aus Deutschland, weniger aus dem Ausland."

Scheinbar ist die Berichterstattung im Ausland deutlich anders, als die im Inland. Schon komisch, wenn Deutsche ohne Islamhintergrund, fern bleiben und alle anderen kommen.

Tun wir doch hier. Tun auch mehr und mehr Politiker
Die SPD ist strikt gegen eine Beschleunigung des Asylverfahrens. Das ist unmenschlich den Asylstellern gegenüber, treibt es denn ein oder anderen zur Kriminalität und kostet dem Steuerzahler unnötig.

Dazu treibt Deutschland zusammen mit den NATO Ländern eine Politik voran, die noch viel mehr Flüchtlinge generieren wird. Wenn all diese Asylverfahren über 10 Jahre dauern, gute Nacht.

Jeder hat Angst vor Extremismus. Ich auch. Niemand bestreitet das Bedrohungszenario.
Ich habe keine Angst. Natürlich würde ich ebenfalls die Demo absagen, weil ich für Andere nicht verantwortlich sein will, falls doch mal was passiert.

Was? Dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, wird schon seit 20 Jahren rauf und runter gebetet, gerade in Reaktion auf die Stimmen vom rechten Rand. Und es gibt auch eine Einwanderungspolitik. Ob diese ausreichend ist, sei mal dahin gestellt (in Teilen versagt sie), aber wenn PEGIDA behauptet, es gäbe keine Einwanderungspolitik (und keine Integrationspflicht), dann stellt sich mir unweigerlich die Frage, ob da nicht einfach Populismus betrieben wird.
Wenn eine Schulklasse aus 30 Migranten und 3 Deutschen besteht ist das keine Integration mehr. Das ist das Resultat konsequent versagter Integrationspolitik.

Ich sehe hier ein generelles Verständigungsproblem: Wenn die PEGIDA und deren Befürworter nicht Recht bekommen, dann scheinen sie dazu zu neigen, das Wort "Lügenpresse" in den Mund zu nehmen, von Diffamierung zu reden und dem Glauben zu verfallen, niemand würde die angemahnten Probleme sehen oder sich um eine Lösung bemühen. Besonders Letzteres stimmt einfach.
"Zeitungen" wie der Spiegel haben von Anfang an die Nazi Keule geschwungen. Tja, die Antwort "Lügenpresse" wurde provoziert und ist in dem Fall völlig richtig. Die deutsche Presse war unfähig zur neutralen Berichterstattung.
 
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Die deutsche Presse war unfähig zur neutralen Berichterstattung.
Was heißt unfähig. Denke das war eher gewollt und absichtlich, erinnert mich auch an die eine Folge "Der Anstalt" die verboten werde sollte weil sie die Wahrheit aufgedeckt hat;)
 
Unyu schrieb:
Ich sehe Pegida in erster Linie als Demonstration.
Es gibt solche und solche. Wofür, wogegen (wirklich, nominell)?

Zusamensetzung: http://www.spiegel.de/media/media-35641.pdf
Hauptsächlich Nichtwähler - wobei ja praktisch keiner bei der Umfrage mitmachen wollte, also muss man die Ergebnisse kritisch sehen. Und Nichtwähler stimmen automatisch dem Resultat zu bzw. sagen "ist mir doch wurscht".

Würdest du dir keine Sorgen machen, wenn du eine Morddrohung von einem radikalen Koran Leser bekommen hättest?
Hängt das jetzt wieder am Koran?
Ja, klar. Aber das war eine dermaßen un-konkrete Drohung gegen Bachmann, der selbst hätte einfach daheim bleiben können, das hätte gereicht.

Und schaut man sich die reelle Gefährdung hier in D durch Terroristen allgemein (also auch NSU z.B.) an, dann wird man sehen: nicht viel.

Ich würde mir Gedanken machen, ob die Religionsfreihheit über der Demokratie stehen darf.
Religionsfreiheit gehört zu einer Demokratie dazu.
Mord(drohungen) gehören aber in keine Religion und schon gar nicht zur Religionsfreiheit.
 
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Bogeyman schrieb:
Was heißt unfähig. Denke das war eher gewollt und absichtlich, erinnert mich auch an die eine Folge "Der Anstalt" die verboten werde sollte weil sie die Wahrheit aufgedeckt hat;)
Was witzigerweise dazu geführt hat, das diese Folge bei Youtube häufig angesehen wurde.

c137 schrieb:
Es gibt solche und solche. Wofür, wogegen (wirklich, nominell)?

Zusamensetzung: http://www.spiegel.de/media/media-35641.pdf
Hauptsächlich Nichtwähler - wobei ja praktisch keiner bei der Umfrage mitmachen wollte, also muss man die Ergebnisse kritisch sehen. Und Nichtwähler stimmen automatisch dem Resultat zu bzw. sagen "ist mir doch wurscht".
Bei der Landtagswahl 2014 waren gab es 50% Wahlbeteiligung, 62% sind da keine große Abweichung.

Allerdings kann man auch ohne Parteiverbundenheit eine Partei wählen. Ist mir nicht eindeutig genug. Oder ich kann mit der AfD verbunden sein und trotzdem gerade CDU gewählt haben. In der Umfrage fehlt natürlich "Sonstiges", so sehe ich nur: Ja viel CDU, AfD und NPD Verbundenheit. Ob die linke Seite sich scheute mitzumachen oder nicht dabei war, wissen wir nicht.

Ja, klar. Aber das war eine dermaßen un-konkrete Drohung gegen Bachmann, der selbst hätte einfach daheim bleiben können, das hätte gereicht.
Nein, wenn Jemand den Demoanführer bedroht, geht es nicht gegen ihn alleine.

Und schaut man sich die reelle Gefährdung hier in D durch Terroristen allgemein (also auch NSU z.B.) an, dann wird man sehen: nicht viel.
Wie gesagt, ich habe auch keine Angst. Aber würdest du als Polizist deinen Kopf hinhalten, wenn du die Drohung auf dem Tisch liegen hast?

Religionsfreiheit gehört zu einer Demokratie dazu.
Mord(drohungen) gehören aber in keine Religion und schon gar nicht zur Religionsfreiheit.
Religionsfreiheit der Atheisten wird weniger hoch gewichtet. Die dürfen andere Bischöfe bezahlen ohne irgendetwas davon zu haben. Ich darf mich in der Bank nicht vermummen, sonst kommt gleich das SEK vorbei. Und wenn dann Jemand in ein staatlich finanziertes Krankenhaus mit Kirchenaufkleber geht, bekommt er nichtmal die medizinisch notwendige Hilfe.
 
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c137 schrieb:
Hängt das jetzt wieder am Koran?
Ja, klar. Aber das war eine dermaßen un-konkrete Drohung gegen Bachmann, der selbst hätte einfach daheim bleiben können, das hätte gereicht

„Wir gehen in der Bewertung der aktuellen Lage nicht mehr nur von einer abstrakten Gefahr, sondern von einer konkreten aus. Konkret in Bezug auf eine gefährdete Person, deren Umfeld sowie daran gebunden Ort und Zeit. Konkret heißt auch: Es geht um ein Mitglied des Orgateams von PEGIDA und die Versammlungen für den 19. Januar 2015.“

Danach wurden Attentäter aufgerufen, sich unter die Protestierenden (PEGIDA-Demonstranten) zu mischen, umzeitnah einen Mord an einer Einzelperson des Organisationsteams der PEGIDA-Demonstrationen zu begehen. Dieser Aufruf ähnelt einem über einen Twitter-Account übermittelten Tweet, in dem auf Arabisch die Demonstrationen PEGIDA als Feindin des Islams bezeichnet werden. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Charakteristik terroristischer Anschläge ist auch mit dem Einsatz allgemeingefährlicher Mittel zu rechnen und von einer unmittelbaren Gefährdung von Leib und Leben aller Teilnehmer der Versammlung auszugehen.

http://www.polizei.sachsen.de/de/dokumente/PDD/20150118XAllgemeinverfXgung.pdf

so so
 
Bounceback schrieb:
"Das Studiopublikum war derweil ganz auf Seiten von Frau Oertel, außer ihr bekam niemand Applaus."
http://www.faz.net/aktuell/feuillet...-kritik-guenter-jauch-zu-pegida-13378188.html
Jeder, der die Sendung auch nur teilweise gesehen hat, weiß, dass das eine LÜGE ist!

Natürlich ist es eine Lüge, die anderen bekamen Beifall, vielleicht ein Pegida-Sympathisant bei der FAZ?
Dass dort entweder AfD-Anhänger oder Pegida-Leute im Publikum saßen, bzw. gezielt platziert wurden, sollte aber auch kein Geheimnis sein. Das ist gerade bei den "klassischen" Polittalksendungen der Fall, früher saßen dort immer dressierte in Nadelstreifen, welche die schrägsten neoliberalen Rechtfertigungen beklatschten, die fallen inzwischen kaum noch auf. Erst vor kurzem sorgte Jauch für einen Fauxpas, als er das Geklatsche für eine fragwürdige Äußerung von Herrn Söder seiner im Publikum sitzenden Pressesprecherin zuordnete.

In diesen Sendungen wird seit Jahren Politik inszeniert, Politikern eine Bühne geboten, und deren Beifallklatscher werden gleich mit eingeladen. Lügenpresse? Propagandashow passt als Bezeichnung besser. Wundern sollte man sich über teilweise vorkommende Meinungen und Haltungen der Moderatoren auch nicht, schließlich gehören die zu den Spitzenverdienern im Land.
 
Aktuell steht Lutz Bachmann wegen gelöschter Facebookäußerungen unter Dauerfeuer in den Medien. Er bleibt weiterhin nicht der Vorzeigemann, daher wird er auf Dauer im Hintergrund bleiben müssen. U.a. deshalb war auch Frau Oertel in der ARD zu sehen, nicht er.

Allerdings gilt auch hier, was ihm vorgeworfen wird, machen andere ganz ungeniert und sogar mit Segen der Justiz:

"Hitler-Spuk Kritik an Ermittlungen der Justiz [...]"

"Ein „Hitler“-Schauspieler winkt vom Balkon, fährt im Auto durch die Stadt. Und das während einer NPD-Demo in Brandenburg (KURIER berichtete). Darf Kunst so weit gehen?"

Die Antwort war: Ja.

"Sogar die Staatsanwaltschaft Potsdam prüfte den Fall, kam zu dem Entschluss: „Eine Hitler-Darstellung als Schauspiel ist keine Straftat“, so ein Staatsanwaltssprecher."

http://www.berliner-kurier.de/brand...ermittlungen-der-justiz,7169130,28901018.html

Ein Hitler-Schauspiel haben auch diese Personen betrieben, ebenfalls ohne Justizprobleme:

http://www.artechock.de/film/image/kritik/m/mefudi.jpg
http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/oliver-masucci-41648163-qf-38323054/3,w=650,c=0.bild.jpg
http://scienceblogs.de/primaklima/w...4d18d0cd8dbd7685f3e7182b020-HaraldSchmidt.jpg
http://www.dw.de/image/0,,1304729_4,00.jpg

Auch die Äußerungen in der Privatgruppe werden wohl nur schwer justiziabel sein. Der öffentliche Frieden ist durch eigenständig gelöschte Beiträge schon gar nicht bedroht.

Vielmehr sollten sich alle Facebooknutzer nochmals vergegenwärtigen, dass Leaks auf dieser Plattform gegen einen beliebigen Nutzer wohl leicht möglich sind und die Floskel "das Internet vergisst nichts" ihre Daseins-Berechtigung hat.
 
Da ist die Definition des Kunstbegriffs nicht ganz unwichtig ;)
Außerdem dürfte es auch um Absichten und Hintergründe gehen. Wenn sich ein Kommunist als Lenin verkleidet bewertet man das auch anders als wenn du als Lenin auf den Fasching gehst.
 
Lutz Bachmann weht der Wind immer stärker ins Gesicht...

https://www.google.de/url?sa=t&source=web&rct=j&ei=7dq_VKIUxrY6gOGBoAw&url=http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-01/pegida-lutz-bachmann-foto-postings-ermittelungen-streit&ved=0CCAQqQIwAA&usg=AFQjCNEUSshDJoSW1nmGEKpQUo8qjHU4yA&sig2=X0P4VY5H7PPmJIXYgxhCGA

Irgendwie war es klar das es soweit kommen würde, also nicht das gegen ihn in solchem Vorwurf ermittelt wird, aber das er Ziel von Intrigen wird. Entweder hat jemand tief genug gegraben oder einfach nur eine Ente in die Welt gesetzt. Jedenfalls muss er jetzt seinen Umgang mit der Presse zahlen.

Immerhin (für ihn gesehen) soll auch geprüft werden ob die Fotos echt sind.

Er schadet dem Ruf seiner Bewegung enorm im Moment.
 
c137 schrieb:
Da ist die Definition des Kunstbegriffs nicht ganz unwichtig ;)
Außerdem dürfte es auch um Absichten und Hintergründe gehen. Wenn sich ein Kommunist als Lenin verkleidet bewertet man das auch anders als wenn du als Lenin auf den Fasching gehst.
Ich denke, es kommt allein auf die Außenwirkung an, Gesinnungsjustiz haben wir nicht. Im Gesetz steht auch nirgendwo, dass man keine "Hitlerfrisur" tragen darf (also Seitenscheitel+Schnurrbart).

Insofern spielt es hier gleich zweimal keine Rolle, welcher Weltanschauung ein Herr Bachmann anhängt. Wegen seines Bilder wird er keinen juristischen Ärger bekommen und da er offensichtlich im Zusammenhang mit der Hitlersatire "er ist wieder da" ein Posting an den Autoren geschickt hat, fällt das sowieso unter Kunstfreiheit.
 
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