Gajel schrieb:
Als ob die Rating Agenturen neutral und objektiv bewerten. Solche Agenturen sind einfach nur ein Witz.
Im Falle von Staaten tun sie das.
Klar, bei den Finanzprodukten der Banken haben sie versagt, da sie ja von den Banken dafür bezahlt wurden gute Noten zu vergeben.
Die Ratings für Staaten werden aber unentgeltlich erarbeitet. Quasi eine Empfehlung für die keiner einen Auftrag erteilt hat.
G.Threepwood schrieb:
(Ich könnte kotzen! Und die Griechen - zumindest einige - scheinen es nicht zu raffen!)
Was sollen die Griechen denn machen? Ich kann das Volk gut verstehen. Es ist ja nicht so, dass die alle sich einen ungeheuren Lebensstandard ergaunert haben und nicht selber von der Vetternwirtschaft genervt sind.
Sieh es doch mal so: Die Griechen wollen unsere Hilfe nicht unter den gegebenen Bediengungen was ich sehr gut verstehen kann, und wir als Volk wollen denen auch kein geld geben, was ich auch gut verstehen kann. Das Problem sind also nicht die Völker sonden die Politiker die klar gegen den Willen ihrer Völker handeln.
MRM schrieb:
So wahllos kommt mir das nicht vor - ich wunder mich eher, daß die ( und wir ) bislang so gut bewertet wurden. Wo ist die Rechtfertigung für ein AAA Rating bei den hohen Schulden, die nicht in absehbarerzeit ( wenn denn überhaupt jemals ) getilgt werden können?
Der Einwand ist erstmal irrelevant. Solange die bald anfallenden Verbindlichkeiten ohne Probleme getilgt werden können inkl. der Zinsen und auch die Aussicht darauf positiv ist, gibt es keinen Grund einen Staat herabzustufen.
Zum Problem wird es eben dann, wenn die Zinsen den Haushalt des Landes auffressen. Das kommt dann Zwangsläufig mit den gestiegenen Schulden irgendwann. Und an dem Punkt sind wir jetzt zum Teil angelangt. Ist für Deutschland in der aktuellen Situation eigentlich auch nur noch eine Frage der Zeit, vorallem falls wir in eine Rezession rutschen sollten.
MRM schrieb:
Stimmt, das würde einige Probleme lösen.
Fixpreis für Öl bei 20 Dollar -> kein Abbau von Ölsanden, keine riskanten Tiefseebohrungen mehr, keine Ölsuche in der Arktis und die Leute wären endlich gezwungen sich nach alternativen unzusehen, weil auf dem Markt nur noch wenig Öl vorhanden wäre.
Aus der Preisfindung haben sich Staaten immer heraus zu halten.
Außerdem widersprichst du dir ein bisschen. Wenn du einen SO niedrigen Ölpreis ansetzt gibt es keine Anreize den Verbrauch zu reduzieren. Eine Verknappung setzt ja gerade durch Preissteigerungen den Anreiz etwas zu ändern, abr du willst ihn ja deckeln. Oder willst du den Endkundenpreis mit Steuern künstlich hoch halten?
D.h. du diktierst den Unternehmen, was du für sie alle als angemessenen Preis ansiehst (óhne Kenntnis der Kostenstruckturen) und willst dem Volk sagen, was du für einen angemessenen Preis hälst? Viel Spaß! hört sich nach einem abartigen Bürokratiemonster an, was eh regelmäßig der aktuellen Lage hinterher hängt (Kaufkraft, Inflation, geopolitische Geschehnisse) und dann bei min. 50% der Entscheidungen auch noch daneben liegt.
Außerdem haben die Förderungsstaaten das sagen, und die werden sich den Preis sicher nicht deckeln lassen.
Ich bleib dabei, ein Staat hat sich aus der Preisfindung herauszuhalten. Das kann dir auch jeder VWLer sehr gut Begründen. Ich habs leider nur noch vage im Kopf und mein Skript nicht in Reichweite. ^^
Ich finde es da Zielführender, wenn man einfach die Förderung von Ölsanden, Tiefsee- Öl und auch das Cracking von Gasvorkommen in Schieferfomationen verbieten würde. Das verknappt das Öl automatisch, treibt den preis hoch und setzt Anreize Alternativen zu suchen.
Nur wird das NIE mit den USA und den aufstrebenden Ländern klappen. Wobei ich es eher noch den BRICS- Staaten zu traue, soweit denken zu können. China mact ja schon ganz gute Anstalten in Sachen alternativen Energien.
Ich für meinen Teil seh die USA in der jetzigen Form am Ende und bezweifle, dass die noch früh genug aufwachen... Europa traue ich es noch zu. Aber eher ohne den Euro, zumindest so wie es ihn jetzt gibt.