Pi4 als Netzwerkspeicher

der-nils

Cadet 3rd Year
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Hallo zusammen,

ich habe aktuell noch eine WD MyCloud 3TB, leider wir mir diese nun zu klein und ich finde sie auch recht träge.
Ebenso finde ich Twonky eine Zumutung und aktualisiert wird da auch nichts mehr.

Ich nutze es hauptsächlich als Datengrab, um Musik zu meinem AV Receiver zu streamen und Filme zum TV. (Würde für Filme in Zukunft gerne PLEX nutzen)

Ich hatte mir nun überlegt evtl auf einen Raspberry 4B 4GB umzusteigen mit OMV.

Macht folgende Zusammenstellung Sinn?
Pi4 4GB
128GB SSD für das OS
2x 2,5" HDD 5TB

oder lieber

Pi4 4GB
128GB SSD für das OS
Bay für 2 interne HDDs
2x WD Red 4TB

Weiß nicht ob man unbedingt NAS Festplatten braucht?
Und ich würde ihn gerne so sparsam wie möglich betreiben, ist WOL bzw. WOE möglich?

Danke im Vorfeld für eure Antworten.
 
Ich hab mal einiges Zeit investiert in dieses Thema und die Resulate dann zusammengefasst: https://blog.eiler.eu/posts/20200322/

Kurze Zusammenfassung:
  • Der RPI4 hat keine Crypto-Extensions im SoC, damit sind also nur unverschlüsselte Verbindungen performance-technisch interessant.
  • Außerdem hat man nur zwei USB3.0 Ports zur Storageerweiterung. Raid über USB empfiehlt sich allerdings auch nicht umbedingt.

In Summe ist ein RPI4 als Netzwerkspeicher möglich aber kein großes Vergnügen.
 
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Die NAS/Server/Storage Laufwerke sind auf Dauerbetrieb ausgelegt, das sind "normale" Festplatten nicht. So viel sollten die sich preislich aber nicht geben.

Eine SSD für das OS brauchst du mit dem Pi zumindest nicht, du kannst dafür das OS auf eine passende Micro SD Karte installieren und lässt es im Betrieb dann mit der Erweiterung Folder2RAM im Arbeitsspeicher laufen, dann wird auch die Micro-SD nicht sonderlich beansprucht (die sind an sich nicht für dauerhaftes Lesen/Schreiben ausgelegt).

Von der Leistung her kommt man an ein richtiges NAS oder einen kleinen Homeserver nicht ran, um Dateien Zentral zu archivieren langt das total, ob das als Plex-Server dann so gut kommt, kann ich nicht sagen, hab nur den 3B+ hier und der war als NAS sehr langsam (für die Fotos meiner Frau ok, für mehr definitiv nicht).
 
Ok also wohl weniger den Pi.
Gibt es andere einigermaßen günstige Lösungen? Für meinen Gebrauch ist glaube eine 216j überdimensioniert.
 
Wollte ich auch bauen und hab es dann nach viel lesen und recherchieren verworfen. Warum habe ich es verworfen?

1. Grundsätzlich funktioniert der Pi als NAS, ist aber eben dort limitiert z.b. durch die USB 3.0 Schnittstelle. Gerade wenn man viele Daten mal rüber schieben sollte, geht der Pi dann auch schon mal in die Knie und die read/write Performance ist dann halt ratzfatz unter der eines handelsüblichen NAS.

2. Es gibt kein passendes Gehäuse für den Pi inkl. 3.5 Zoll Platten, jedenfalls ist mir keins bekannt.

3. Sind externe Gehäuse mit einige Features die für ein NAS praktisch sind, wie z.B. die Icybox Gehäuse relativ teuer(Thema aktive Kühlung der Platten, Erweiterbarkeit und Hardware Raid). Dadurch kommt man mit der Lösung dann schnell in Regionen wo man auch bei einem Einsteiger NAS der üblichen Hersteller ist.

Für deine Zwecke könnte man es mal mit dem DS220j versuchen. Das gab es bis vor kurzem noch für 169 € neu.

https://geizhals.de/synology-diskstation-ds220j-a2228453.html
 
der-nils schrieb:
Für meinen Gebrauch ist glaube eine 216j überdimensioniert.
Man muss ja auch nicht alles nutzen was es kann.
Zudem kommt es schon mit einem ordentlichen Gehäuse und man muss nur noch die nötigen Einstellungen vornehmen und nicht bei Null anfangen mit installieren.
 
Bei Synology muss man bedenken dass man für den hohen Preis auch eine sehr hohe Nutzungszeit des Gerät anstreben kann wenn sich die Anforderungen nicht plötzlich erhöhen. Das aktuellste OS 7.0 ist da bspw. selbst für das 8 Jahre alte Modell "DS214" verfügbar.
 
Wenn du es unkompliziert willst, Synology oder Qnap.
Ein 220j ohne Platten kommt um die 200€. Das erscheint viel, aber die Funktionen sind dafür überzeugend.
Wenn man sowas einmal hat, realisiert man immer mehr damit.

Ich habe ein 218j und nutze das für:
  • Eigene Cloud
  • Speicher für Filme, Fotos und Daten
  • Autobackup der Smartphones (Fotos)
  • Mailserver
  • Videoüberwachung des Grundstücks

Die Platten musst du eh kaufen. Nimm auf jeden Fall Platten, die dafür ausgelegt sind (WD Red, Seagate Ironwulf).
 
Grundsätzliche Frage: Basteln (insbesondere an der Softwarefront), dafür flexibel vs. Fertiglösung bei der man abhängig vom Support des Herstellers.

Auf Kickstarter läuft gerade eine Kampagne für das Argon EON. Haken und auch ein generelles Problem beim Pi 4: die Backplan für die HDDs wird über einen einzelnen USB 3.0 Port angeschlossen, die Laufwerke teilen sich die Schnittstelle / Bandbreite.
Ich dachte erste ein Pi CM 4 könnte das Problem lösen, aber auch da hat man statt 2x USB 3.0 "nur" eine PCIe 2.0 1x Schnittstelle, was am Ende in etwa auf die gleiche Leistung rausläuft.

Alternativ zum Pi wäre vielleicht der Odroid HC4 zu nennen, statt USB 3.0 gibt es dort 2x SATA in einem HDD-Dock-ähnlichem Gehäuse. Die ARM-Cores sind nicht ganz so gut wie auf dem Pi 4, takten dafür etwas schneller - Cortex-A72 vs Cortex-A55.

Statt RAID 1 nutze ich im HC4 in Slot 1 eine SSD für OS und Programme und im Slot 2 eine Daten-HDD.
Die Kombination ist mir mit einer externen USB-HDD für das Backup lieber als die vermeintliche Sicherheit durch ein RAID 1. Backup braucht man eh, Verfügbarkeit ist weniger kritisch für mich.
Ich habe zwar NextCloudPi installiert, es gibt aber einen Guide für OMV.
 
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