HerrAbisZ schrieb:
Wie viel Kühlwasser brauchen Atomkraftwerke ? Um wie viel Grad erhöht sich dadurch die Wassertemperatur ?
Das ist in der Tat ein schwieriges Problem, in China baut man aus genau diesem Grund alle Atomkraftwerke an der Meeresküste, weil das Risiko durch und für Binnengewässer zu groß ist.
Es gab mal Planungen, auch im Inland Atomkraftwerke zu bauen, die hat man nach Fukushima aber wieder auf Eis gelegt. Es wird wahrscheinlich erst dazu kommen wenn man Kraftwerke mit geschlossenen Kreisläufen (TMSR) hat.
User 37650 schrieb:
Bei der Anzahl von Kriegen und Raketen die irgendwas ins All bringen, vielleicht noch explodieren, ist es völlig egal ob man Egoist ist oder nicht. Es ist eher wie der Sack Reis in China.
Du verkennst, welchen Effekt das EEG hatte. Das System der Einspeisevergütung etwa wurde weltweit nachgeahmt, auch in China.
Hovac schrieb:
Wenn ich das Netz stabilisieren muss und dazu Anlagen abschalte oder Strom verschenke, bzw. nur mit Aufpreis losbekomme, das ganz aber auch nur bis zur Übertragungskapazität, dann rechnet sich die dezentrale Elektrolyse schon, selbst wenn ich mit dem Wasserstoff gar nichts mache, weil die Überschussvernichtung schon das verfolgte Ziel sein kann.
Nein, das Problem ist dass für die Elektrolyse erhebliche Investitionen getätigt werden müssen, und um die wieder reinzuholen müssen die Elektrolyseure ständig laufen, sonst rechnet sich das nicht. Das war gerade die Innovation in Chifeng, dass sie nur soviel Elektrolyseure bauen, wie sie garantiert ununterbrochen versorgen konnten, und jeglichen Überschuss dynamisch in Ammoniak umwandeln.
RMS_der_Zweite schrieb:
Gleich zu Anfang sagt er was von 55% Kohleanteil derzeit noch in China.
Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Der Ausbau von Erneuerbaren ist inzwischen größer als der Anstieg des Stromverbrauchs, und Kohlekraftwerke sind ab 2027 zum co-firing von 10% Ammoniak verpflichtet.
DarkSoul schrieb:
Ich lebe selbst in einer Region, die einen enormen Überschuss produziert, der abgeregelt werden muss. Da noch mehr hinzustellen, der ebenfalls abgeregelt werden muss und trotzdem bezahlt werden soll, ist nicht zielführend. Das ist nur unsäglich teuer und einige wenige schaufeln sich die Taschen voller Geld.
Ich tatsächlich schon, der Ausbau von Erzeugern muss verlangsamt werden, bis die Netze ausgebaut und Speicher geschaffen worden sind.
Dann passiert nie etwas. Der Netzausbau wurde Jahrzehnte lang verschleppt. Jetzt baut man für SuedLink Erdkabel anstatt Überlandleitungen, was die Netzentgelte und damit Stromrechnungen noch weiter belastet, nur damit ein paar Leute entlang der Route ihre Aussicht aus dem Fenster erhalten bleibt. Und dazu kommt noch dass Deutschland eine einheitliche Strompreiszone darstellt, was auch sehr viele Kosten verursacht mit denen die Verbraucher im Süden subventioniert werden.
Batteriespeicher kommen privat finanziert allein dadurch, dass sich der Strompreis je nach Tageszeit ändert. Man muss nur die Bedingungen schaffen, dass Speicherbetreiber z.B. nicht doppelt mit Netzentgelten belastet werden und einen Anspruch auf Netzanbindung haben.