News Pkw-Neuzulassungen: E-Autos liegen in Deutschland erstmals vor Benzinern

Boimler schrieb:
Ändert ja nichts daran, dass es bis 2035 keine Kapazitäten für E-Fuels gibt, mit denen man Energieüberschüsse nutzen könnte oder hab ich die riesige Fischer-Tropsch-Anlage irgendwo in der Republik übersehen, die das leistet?
Eine Argument aus dem Verbot heraus ist ... .
Ohne Probleme könnte man es bis dahin bauen, macht natürlich keiner, wenn die Planwirtschaft das Produkt nicht zulässt.
Ergänzung ()

trendliner schrieb:
Überschußstrom kann man mit nur sehr geringen Verlusten in Batterien speichern. Dazu muß man nicht rund ⅔ des gewonnenen Stroms aus EE in chemische Prozesse vergeuden. Zudem lassen sich Batterien bei Unterversorgung sekundenschnell ans Netz klemmen.
Man kann sogar BEV netzstabilisierend laden. Das ist heute schon Realität und von Stromanbietern beispielsweise durch sogenannte Grid Rewards gefördert.
Batteriespeicher sind zugelassen und werden begünstigt.
Wo sind die Großanlagen in Deutschland?
 
DarkSoul schrieb:
Zurecht! Ich lebe selbst in einer Region, die einen enormen Überschuss produziert, der abgeregelt werden muss. Da noch mehr hinzustellen, der ebenfalls abgeregelt werden muss und trotzdem bezahlt werden soll, ist nicht zielführend. Das ist nur unsäglich teuer und einige wenige schaufeln sich die Taschen voller Geld.
Da gäbe es Möglichkeiten. Zum einen feiner aufgeteilte Strompreiszonen, Beschleunigung des Netzausbaus, Verpflichtender Netzausbau, Verringerung der Ausgleichszahlungen, wenn die entsprechenden Anlagen keine Netznahen Speicher verbuchen können, ...

Naja und lokaler Ausbau muss sich lohnen. Als Vermieter, Eigentümergemeinschaft ist es derzeit PITA dezentrale Anlagen zu bauen.

DarkSoul schrieb:
Ich tatsächlich schon, der Ausbau von Erzeugern muss verlangsamt werden, bis die Netze ausgebaut und Speicher geschaffen worden sind.
Ich verstehe grundlegend den Ansatz nicht, wieso man verlangt auf die Bremse zu treten, um auch ja auf die Geschwindigkeit der stärksten blockierten Infrastrukturmaßnahmen runter zu kommen anstatt zu fordern, dass eben jene Maßnahmen beschleunigt bis erzwungen werden.

DarkSoul schrieb:
Solange die Erneuerbaren von Konventionellen gestützt und vom Staat subventioniert werden müssen, ohne an der Infrastruktur etwas zu ändern, die dafür mitverantwortlich ist (neben dem Merit-Order-Prinzip), läuft die Geldvernichtungsmaschine weiter und weiter.
Das Subventionsargument ist immer merkwürdig, denn die konventionellen Kraftwerke (Nuklear, Fossil) erhalten ebenso Subventionen (Bereithaltung, Übernahme von Umweltfolgekosten, Eingriffe in den Gasmarkt/Gasspeicher, ..).
Merit-Order ist halt wirklich so ein Ding, bei dem man mal ran könnte, dummerweise verschiebt das die konventionellen Kraftwerke in die Unwirtschaftlichkeit, sodass man denen noch mehr für Bereithaltung zahlen müsste.

DarkSoul schrieb:
Die Mär nach 100 % erneuerbarern hat nun mal kein Happy End, wenn der darüber erzeugte Strom doppelt und dreifach bezahlt aber nicht sinnvoll genutzt werden kann. Mit Binsenweisheiten wie "Die Sonne schickt keine Rechnung" lässt sich eine Energiewende, die durchaus sehr sinnvoll ist, eben nicht erreichen.
Die Forderung der grünen Realos ist deswegen ja auch Netzausbau beschleunigen/erzwingen, Speicher, Dezantralität und Angebotsorientierte Stromnutzung.
 
DarkSoul schrieb:
Und dabei nicht begriffen, dass es nicht nur um die Anschaffung eines Fahrzeuges ging, deswegen gehe ich nicht auf Ausführungen ein, wenn mein Gegenüber den Kontext schon nicht begriffen hat.
Ergänzung ()


...

Und Ihr selbst nicht begreift das mit 200-300 €/Monat nicht nur die Anschaffung finanziert wird sondern auch die Ladekosten sowie der verkaufte Verbrenner zusätzlich Kapital in die Haushaltskasse spült.
Ökologie ist schon schwierig zu verstehen, bei Ökonomie brennen dann alle Sicherungen scheinbar.
Schade.



Viele Grüße,
stolpi
 
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HerrAbisZ schrieb:
Wie viel Kühlwasser brauchen Atomkraftwerke ? Um wie viel Grad erhöht sich dadurch die Wassertemperatur ?
Das ist in der Tat ein schwieriges Problem, in China baut man aus genau diesem Grund alle Atomkraftwerke an der Meeresküste, weil das Risiko durch und für Binnengewässer zu groß ist.

Es gab mal Planungen, auch im Inland Atomkraftwerke zu bauen, die hat man nach Fukushima aber wieder auf Eis gelegt. Es wird wahrscheinlich erst dazu kommen wenn man Kraftwerke mit geschlossenen Kreisläufen (TMSR) hat.

User 37650 schrieb:
Bei der Anzahl von Kriegen und Raketen die irgendwas ins All bringen, vielleicht noch explodieren, ist es völlig egal ob man Egoist ist oder nicht. Es ist eher wie der Sack Reis in China.
Du verkennst, welchen Effekt das EEG hatte. Das System der Einspeisevergütung etwa wurde weltweit nachgeahmt, auch in China.
Hovac schrieb:
Wenn ich das Netz stabilisieren muss und dazu Anlagen abschalte oder Strom verschenke, bzw. nur mit Aufpreis losbekomme, das ganz aber auch nur bis zur Übertragungskapazität, dann rechnet sich die dezentrale Elektrolyse schon, selbst wenn ich mit dem Wasserstoff gar nichts mache, weil die Überschussvernichtung schon das verfolgte Ziel sein kann.
Nein, das Problem ist dass für die Elektrolyse erhebliche Investitionen getätigt werden müssen, und um die wieder reinzuholen müssen die Elektrolyseure ständig laufen, sonst rechnet sich das nicht. Das war gerade die Innovation in Chifeng, dass sie nur soviel Elektrolyseure bauen, wie sie garantiert ununterbrochen versorgen konnten, und jeglichen Überschuss dynamisch in Ammoniak umwandeln.

RMS_der_Zweite schrieb:
Gleich zu Anfang sagt er was von 55% Kohleanteil derzeit noch in China.
Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Der Ausbau von Erneuerbaren ist inzwischen größer als der Anstieg des Stromverbrauchs, und Kohlekraftwerke sind ab 2027 zum co-firing von 10% Ammoniak verpflichtet.

DarkSoul schrieb:
Ich lebe selbst in einer Region, die einen enormen Überschuss produziert, der abgeregelt werden muss. Da noch mehr hinzustellen, der ebenfalls abgeregelt werden muss und trotzdem bezahlt werden soll, ist nicht zielführend. Das ist nur unsäglich teuer und einige wenige schaufeln sich die Taschen voller Geld.
Ich tatsächlich schon, der Ausbau von Erzeugern muss verlangsamt werden, bis die Netze ausgebaut und Speicher geschaffen worden sind.
Dann passiert nie etwas. Der Netzausbau wurde Jahrzehnte lang verschleppt. Jetzt baut man für SuedLink Erdkabel anstatt Überlandleitungen, was die Netzentgelte und damit Stromrechnungen noch weiter belastet, nur damit ein paar Leute entlang der Route ihre Aussicht aus dem Fenster erhalten bleibt. Und dazu kommt noch dass Deutschland eine einheitliche Strompreiszone darstellt, was auch sehr viele Kosten verursacht mit denen die Verbraucher im Süden subventioniert werden.

Batteriespeicher kommen privat finanziert allein dadurch, dass sich der Strompreis je nach Tageszeit ändert. Man muss nur die Bedingungen schaffen, dass Speicherbetreiber z.B. nicht doppelt mit Netzentgelten belastet werden und einen Anspruch auf Netzanbindung haben.
 
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Hovac schrieb:
Eine Argument aus dem Verbot heraus ist ... .
Ohne Probleme könnte man es bis dahin bauen, macht natürlich keiner, wenn die Planwirtschaft das Produkt nicht zulässt.
Ergänzung ()
:D
Das "Verbrennerverbot" erlaubt explizit Verbrennungskraftmaschinen, deren Kraftstoff aus regenerierbaren Quellen gesteht. Es wäre komplett zulässig entsprechende Anlagen zu bauen und entsprechende Kraftstoffe zu produzieren. Es ist nur absolut unwirtschaftlich, vor allem da etwaige günstige Energie konkurrierenden Antriebskonzepten ebenso zur Verfügung stünden und diese (noch) wirtschaftlicher werden lassen.

Hovac schrieb:
Batteriespeicher sind zugelassen und werden begünstigt.
Wo sind die Großanlagen in Deutschland?
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https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR/Einheit/Einheiten/OeffentlicheEinheitenuebersicht

Jede fucking Speichereinheit, die dem Markstammregister bekannt gegeben wurde. Samt Summenfunktion über die Leistung (~35GW) leider nicht der Kapazität. Könnte man aber einen Crawler drüber laufen lassen.

PS: Ein Hoch an die ganzen Lobbyvereine und Parteien, die die Zugänglichkeit öffentlicher Daten als Ziel verfolgen.

Edit: Der Planet "Tattoine" hat zum Beispiel 8kWh.

Edit2: Es gibt auch ein Gesamtdatenauszug, zum 1. jeden Quartals und auch je zum Vortag. Eine "kleine" XML-Sauerei die knapp 2,9GB groß ist als gepackte zip. Ähhh mimimi, ich würde da auch gescheit Auswertungswerkzeuge für schreiben wenn mir wer genügend DDR5 ECC-Ram schenkt um die resultierende Datenbank im RAM zu halten.
 
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chithanh schrieb:
Man muss nur die Bedingungen schaffen, dass Speicherbetreiber z.B. nicht doppelt mit Netzentgelten belastet werden und einen Anspruch auf Netzanbindung haben.
Nein, man muss die Netzbetreiber in die Pflicht nehmen ihr Stromnetz sinnvoll aufzubauen und weiterzuentwickeln. Dazu müssen Kriterien erstellt werden und dann Sanktionen ausgesprochen werden, ohne dass die Bürger dann die Zeche zahlen. Die bauen dann schon selbst die Netze aus, bauen Speicher oder eben Wind- oder Solarkraft, da wo es sinnvoll ist. Alles andere führt nur zu Preiserhöhungen für den Bürger und überhaupt nicht ans Ziel.
Ergänzung ()

stolperstein schrieb:
Ökologie ist schon schwierig zu verstehen, bei Ökonomie brennen dann alle Sicherungen scheinbar.
Glashaus... den Rest kennst sicher.
 
Hovac schrieb:
Ohne Probleme könnte man es bis dahin bauen, macht natürlich keiner, wenn die Planwirtschaft das Produkt nicht zulässt.
Hast du auch Quellen zur These, das Produkt werde nicht zugelassen? Wie @Piktogramm schon geschrieben hat, sind E-Fuels nicht vom Verbrenner-Verbot betroffen, es gibt sogar Beimischungsquoten fürs Flugbenzin ab 2030. Es haben dir hier schon mehrmals Leute die Ineffizienz mit Belegen vorgerechnet und sogar Lobbypapiere zitiert, die weder von Planwirtschaft noch von Verboten sprechen (s. hier). Eigentlich ist das auch Beleg genug dafür, dass niemand hier ideologisch motiviert ist, sondern schlicht die Realität anerkennt.
 
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