Power Point Design für Projekt

kenza

Lt. Junior Grade
Registriert
Jan. 2010
Beiträge
275
Ich frage mich schon die ganze Zeit, welches "Design" ich für meine Präsentation beim Abschlussprojekt (IT-Beruf) nehmen soll.

Wenn ich nach den Berufsschullehrern gehe, sollte sie möglichst wenig "aufgepeppt" sein. Präsentationsvorlagen von Firmen mit Logo etc. sollten nicht genommen werden, da es MEINE Präsentation ist. Wenn ich diese Leute richtig verstehe, müsste ich eine ganz simple Präsentation mit weißem Hintergrund und schwarzer, einheitlicher Schrift nehmen, damit auch alles gut lesbar ist und man nicht abgelenkt wird. Es sollten also keine großen Formatierungen gemachet werden und es soll alles sehr sachlich wirken.

Ich finde diesen Ansatz ganz gut, meine aber jedoch, dass so die Präsentation der Bedeutung der Abschlussprüfung nicht angemessen sein kann.

Mir geht es vor allem um das Design, also Hintergrund + Farbkombination. In meinen letzten Präsentationen hatte ich vor allem dunkle Hintergründe mit weißer Schrift (also entgegengesetzt der o.g. Empfehlungen!).

Die nächste Punkt ist die Schriftgröße: Bisher hatte ich immer für den Haupttext meist Schriftgröße 24pt. Bei meinen bisherigen Präsentation war die Schrift gut lesbar. Aber woher soll ich nun wissen ob diese Schriftgröße auch im Prüfungsraum groß genug ist?


Wie ist eure Meinung dazu?
Kann man ne Firmenvorlage nutzen?
Was haltet ihr von den Standard-Vorlagen von Power Point 2007?
Oder sollte man lieber ne eigene basteln?
Welche Farbenkombination ist am besten geeignet?
 
Was präsentierst du und wem präsentierst du es? Wenn du das weist kannst du dir überlegen wie du es präsentierst.

Im Prinzip musst du nur auf die Lesbarkeit achten, oder ob der Hintergrund/Layout vom eigentlichen Inhalt ablenkt.
 
Ganzer Schwung an Fragen.

Für ne Abschlussarbeit (weiß aber nicht was du für nen Abschluss machst), die man mittels PowerPoint votragen soll, könnte man schon ein eigenes Design entwerfen. Aber da konkrete Tipps zu geben ist schwierig, alleine zur Farbwahl könnte man ellenlange Diskussionen führen. Ein Standarddesign würde ich nicht nehmen.

Zum Beispiel sind bestimmte Farben in bestimmten Kulturen mit anderer Bedeutung behaftet. Je nach Thema und Farbe kann man so - ohne es vielleicht jemals zu erfahren wenn man es nicht weiß - voll ins Fettnäpchen treten.
Je nach Thema gibt es aber meist passende Farben. Seriösität verleiht z.B. blau; um das zu überprüfen schau einfach mal die Tagesschau an. Für "Umweltthemen" wäre grün auch keine schlechte Wahl. Sitzen hingegen Inder im Publikum, ist grün wiederum gaaanz schlecht,...
Zudem kannst du dir bei der Farbwahl nen Farbkreis angucken; gegenüberliegende Farben erzeugen eine Art Lebendigkeit/Spannung. Beieinanderliegende Farben vermitteln eine gewisse Ruhe. Warme Farben vermitteln Nähe, kalte Farben eine gewisse Distanz/Seriösität. Zu viele Farben sind allerdings dann ganz schlecht, maximal 4 Farben verwenden (wenn der Hintergrund weiß bleibt nur 3, d.h. 2 Farben für Layout und eine Farbe für Schrift).
Sei dir aber auch bewusst, dass es viele beschi**ene Beamer gibt, d.h. ein Rot kann auch mal als Grün an der Wand rauskommen.
Man kann die Farben auch als Leitsystem einsetzen, d.h. wenn z.B. mehrere Unterfolien zu einem Thema vorhanden sind bei diesen Folien eine der gewählten Farben aufhellen. Oder jedes Kapitel mit anderer Farbe,...

Designs kopieren von z.B. Unternehmen würde ich nicht empfehlen; zudem dürfte es nicht erlaubt sein bei einer Abschlussarbeit, d.h. im Zweifelsfall fliegst du deswegen durch.
Außerdem verwenden die meisten Unternehmen sehr einheitliche und strukturierte Layouts die sich durch alle Bereiche (auch PowerPoint) durchziehen, d.h. wenn du nur die Farben änderst kann jemand anders das evtl. leicht erkennen obwohl er nur ein Werbeplakat von der Firma kennt. Andererseits kann man sich bei den Designs Ideen holen.

Zur Schrift könnte ich jetzt nochmal soviel Schreiben... Wichtig ist, dass es nicht zu klein ist, aber je nach Schriftart kann man da keine generelle Empfehlung geben wie Schriftgröße 16 oder sowas. Ich würde prinzipiell Text vermeiden soweit es geht, d.h. Schlagwörter bzw. Halbsätze oder Bilder, evtl. sogar ein kleines Video wenn es zum Thema irgendwie passt. Fließtext ist oft - auch je nach Beamer - anstrengend zu lesen. Zudem hören dir die Leute dann nicht zu wenn sie (probieren zu) lesen. Kommt aber auch wieder auf die Arbeit an.

Ich habe erst gestern live sehr geile Vorträge mit PowerPoint gehört/gesehen, darunter vom Vice President Operations von XING und einem der StudiVZ Gründer und viele andere, etc... XING und Gomez hatten mehr oder weniger nen strikten Styleguide drin, d.h. komplett im Unternehmensdesign. Der Typ vom StudiVZ hat aber dennoch den interessantesten Vortrag gemacht. Die Folien waren bei weitem nicht so anspruchsvoll durchstrukturiert, aber die Geschichten (also der Vortrag) waren spannend. Da sah man auf einer Folie ein Foto, aufgenommen um 0.30, paar Wochen nach StudiVZ Gründung in einem 22m² Zimmer, viele Laptops, viel Cola und im Vordergrund liegt eine Frau auf einem Sitzball und bedient den Laptop auf dem Fußboden. Dasselbe Prinzip kam paar Folien später, als auf der Folie nur ein Foto vom McDonalds zu sehen war. Die Geschichte, dass sie dort ihre ersten Vorstellungsgespräche mit zukünftigen Mitarbeitern geführt haben hat den ganzen Saal gefesselt. Danach stieg er mit ganz einfach gehaltenen Schaubildern in sehr anspruchsvolle IT-Materie ein. Der von Gomez hat hingegen auf einer Folie 4 Schaubilder hingeklatscht; für jedes Schaubild hat man erstmal 5 Minuten gebraucht um es zu blicken....
Bilder sagen eben oftmals mehr als tausend Worte. Viel wichtiger ist eigentlich, dass du den Stoff von vorne bis hinten auswendig kannst und dir deiner Sache mehr als sicher bist. Wenn du dann das noch halbwegs rüberbringst, interessiert sich keine Sau für das Design, sondern hören dir gefesselt zu.

Ich lern das Zeug auf Prüfungen (mit PowerPoint als Karteikartensystem (Standarddesign)) und deine Fragen waren eine tolle Übung . Ich hoffe, ich habs gut beantwortet, konnte dir etwas die Unsicherheit nehmen und bekomme die volle Punktzahl. Ansonsten, 4 gewinnt ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Tipps.

Ich hab nun mal ein Desgin erstellt. Was haltet ihr davon?
 
Zuletzt bearbeitet:
kenza schrieb:
Wenn ich diese Leute richtig verstehe, müsste ich eine ganz simple Präsentation mit weißem Hintergrund und schwarzer, einheitlicher Schrift nehmen, damit auch alles gut lesbar ist und man nicht abgelenkt wird. Es sollten also keine großen Formatierungen gemachet werden und es soll alles sehr sachlich wirken.

Also ich würd es auch so machen.
Aufgepeppt wird das Ganze, wenn du Text durch sinnvolle (!) Grafiken ersetzt.

Außerdem:
- wenn du die Kapitel durchnummerierst kann du dir die Aufzählungspunkte sparen
- ich würde auf jede Folie Foliennummer, Datum, den eigenen Namen und evtl. den Präsentationstitel oder -anlass draufschreiben
 
Also ich finde Präsentationen mir dunklem Hintergrund grausam. Aber das ist wohl geschmackssache.
Ich würde einfach weißem Hintergrund und schwarze Schrift. Diese aber groß genug. Meiner Meinung nach gehört auf eine Folie sowieso kein längerer Text. Nur ein paar Schlagworte und dazu aussagekräftige Grafiken.
Auf jeden Fall würde ich die Präsentation vorher indem Raum testen wo auch der Vortrag gehalten wird, gerade bei grafiken wirkt das dann auf der Leinwand doch ganz anders.
Kannst ja unten auf jeder Folie deinen Namen, Titel der Arbeit und Foliennummer hinmachen. Das kann man dann auch optisch noch ganz nett (aber doch schlicht) gestalten
 
Weiße Schrift auf buntem Hintergrund = schlecht zu lesen und noch schlechter auszudrucken

Ich hatte das (Un)glück eine Menge Präsentationen das letzte Halbjahr sehen zu können. Da war alles dabei, vom hochauflösenden Hintergrund und unlesbarer Schrift, bis hin zur weißer-Hintergrund-schwarze-Standardschrift-Präsentation, die sicher keine Stunde Aufwand gebraucht hat.

Das beste ist

  • Durchweg strukturierter Inhalt (Agenda, mitlaufende Übersichtsleiste, damit der Zuschauer weiß, wie lange er noch zuhören muss)
  • weißer Hintergrund, schwarze Schrift, Größe 18-24
  • mäßig viele ergänzende Bilder und Organigramme
    Je mehr deine Zuschauer mitdenken müssen, um etwas zu verstehen, desto wacher bleiben sie. Müssen sie aber zuviel denken, besteht die Gefahr, dass sie völlig abschalten
  • konservative Einblendungen, die nicht ablenken
  • Keine Bilder und Texte verwenden, wo das Urheberrecht ungeklärt ist. Im Zweifelsfall (und dazu zählen irgendwie Firmenlogos) nie, denn man weiß nie, was dann passiert
So sieht meine Idealpräsentation aus und dazu gehört auch, dass sie nicht zuviel Aufwand bereiten soll. Das wichtigste ist nämlich nicht ihr Inhalt, sondern wie du das verkaufst, also das Auftreten, Blickkontakt, Gestik, Empathie.
 
Zurück
Oben