Powerline Kompatibilität versch. Hersteller

voon

Commander
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Aug. 2006
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Sind die verschiedenen Herstellerkits zueinander kompatibel? Oder kann ich Zyxel Powerline nur mit Zyxel betreiben? Sind da wenigstens innerhalb des Herstellers die Modelle kompatibel zueinander? Ich würde drum gerne zwei aeltere Adapter mit einem dritten Ergänzen.

Nebenbei: Ist das ganze ungesund? Wir da mein Hausstromnetz zur strahlenden Katastrophe, wenn da Mbits drueberflutschen? :)
 
Kommt auf den Hersteller drauf an, entweder du erkundigst dich auf den jeweiligen Seiten oder fragst mal Mr. Google.
Ich denke das müsste zu schaffen sein, da was zu finden ;)

Und du brauchst keine Strahlenbelastung fürchten^^ Es fließt so oder so immer strom durch die Leitungen, auch wenn nix dranhängt. Die Paar Impulse die du da durchschickst werden dir schon nicht das Hirn vernebeln :freaky:
Ne mal im ernst, wenns danach geht müsstest du alles annähernd elektronische aus deinem Haushalt verbannen..
 
Schlimmer wie WLAN sollte es auch nicht sein - außer du spürst den Zorn der Nachbarschaft, falls dort jemand Amateurfunker ist . Besser wie WLAN ist die Technik in dieser Hinsicht aber wohl auch kaum.
 
hallo,

also so ganz ohne ist die strahlung da nicht, im grunde ist das ganze leitungsnetz des hauses dann eine riesige kurzwellenantenne die sendet, schließlich ist nix abgeschirmt. :freak:

lest mal hier:

http://www.edv-tipp.de/docs/dLAN.htm

... ... ...

"Frage:
Mit welchem Pegel senden dLAN-Geräte?

Antwort:
Die spektrale Sendeleistungsdichte beträgt -50dBm/Hz, auf Amateurfunkfrequenzen -80dbm/Hz, bei einer Bandbreite von ca. 17MHz sind das ca. +22dBm (160mW) bzw. ca. -8dBm (160uW) (alle Werte auf 50 Ohm bezogen.) Da die Einkopplung symmetrisch erfolgt, wird nur ein kleiner Teil dieser Leistung vom Leitersystem der Stromleitung abgestrahlt."

Was sagt uns das?

"dBm" ist erst einmal eine relative Leistungsangabe bezogen auf 1 mW. Daher entsprechen 0 dBm einer Leistung von 1 mW an einem definierten Abschlusswiderstand. Kleinere Leistungswerte haben negative dBm-Werte.

Devolo schreibt, das sie bei 17 MHz Bandbreite 160 mW Sendeleistung haben.

Die werden zwar symmetrisch ins Netzt eingespeist, doch das Netz ist nicht abgeschirmt und damit könnten Sie ein Problem bekommen.

Zumindest dann, wenn Sie gerne Kurzwelle hören und Fan von Sendungen im 19, 21, 25 oder 41 Meterband sind, dann sollten Sie sich einen solchen "MicroLink dLAN"-Adapter vermutlich besser abschminken.

Für mich persönlich bedeutete das, dass ich während einer Datenübertragung via "MicroLink dLAN"-Adapter meinen Sony-Weltempfänger selbst bei größerem Abstand von den "MicroLink dLAN"-Adaptern vergessen konnte.

Klar auch, denn mein ganzes Haus mit seinem Stromnetz ist durch den "MicroLink dLAN"-Adapter selbst ein einziger Sender in diesem Frequenzbereich.

Schon gut - wer hört noch Kurzwelle, werden Sie fragen? Ich höre Kurzwelle und da der "MicroLink dLAN"-Adapter die gleichen Frequenzen nutzt, habe ich da ein Problem.

Doch das steht auf keiner Verpackung und wird von keiner Redaktion erwähnt.

Na, zumindest sind die FAQ von Devolo im Internet verfügbar und wenn jemand die wirklich aufmerksam durchsieht, bekommt er schon ein paar Informationen zum Thema.


Der Deutscher Amateur-Radio-Club schreibt übrigens ergänzend zu PLC:

"Seit der Cebit 2003 sind im Handel auch Inhaus-PLC-Modems erhältlich. Diese werden im besonderen zur Heimvernetzung ohne das Verlegen neuer Kabel verwendet. Obwohl diese Technik teuer und langsam ist, gibt es zahlreiche interessierte Kunden. Inhaus-PLC-Modems erzeugen beträchtliche Störstrahlung im Frequenzbereich von ca. 4 bis 26 MHz! Der Störradius beträgt bis zu 100 m ! Dabei ist Wireless-LAN die cleverere Wahl. PLC ist frequenzverschmutzend und störanfällig." Quelle: http://www.darc.de/aktuell/plc/index.html

Auch die ADDX e.V., Assoziation Deutschsprachiger Kurzwellenhörer, beschäftigt sich auf einer speziellen PLC-Seite mit diesem Thema.

Sehr schön sind die Audio- und Videobeispiele, die man dort zusammengestellt hat. Ich kann Ihnen das nur wärmstens empfehlen.

Sehen Sie dazu auch http://www.darc.de/aktuell/plc/pdf/inhausplcinfo.pdf. Sehr spannend ist ebenfalls die Seite mit den zusammengestellten Dokumentationen.

Also, bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil und überlegen Sie evtl., ob es nicht sinnvoller ist, vor dem nächsten Tapezieren ggf. doch noch eine Ethernetleitung bzw. ein Leerrohr unter Putz zu legen. ;-)
 
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