Praktikum im Bereich Biochemie

sirmoc

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Hallo Leute,

meine Freundin möchte im Oktober ein Biochemie Studium beginnen. Vorher möchte Sie jedoch ein Praktikum in diesem Bereich machen um sich ein Bild von der späteren Jobmöglichkeiten zu verschaffen.

Jetzt zum Problem:

Sie hat schon überall im Internet nach Praktikumsstellen geschaut, aber scheinbar gibts im Großraum Stuttgart nur sehr wenige Möglichkeiten ein solches Praktikum zu machen. Die meisten Angebote die sie gefunden hat, waren für Leute die bereits studieren.
Wie würdet ihr denn jetzt vorgehen? Habt ihr Tipps? Haben vielleicht Unis Ansprechfirmen o.ä.?

Leider habe ich von der Materie Biochemie keine Ahnung, weshalb ich auch nicht wirklich helfen kann.

Ich danke schonmal im voraus
 
Die meisten Angebote die sie gefunden hat, waren für Leute die bereits studieren.
Na wieso wird das wohl so sein.;)
Wieso sollte eine Biochemie Firma sie einstellen, wenn sie maximal als ungelernte Bürokraft einsetzbar ist? Davon hat weder die Firma, noch deine Freundin etwas.

Fragt am besten auf der Universität nach, ob mit ihr jemand einen Fakultätsrundgang macht.Ansonsten: Curriculum runterladen, ausdrucken und die einzelnen Lehrveranstaltungen durchsichten.


PS: Durch ein Praktikum bekommt sie bestimmt kein Bild über die späteren Jobmöglichkeiten. Dafür gibt es eigene Indizes bzw. fragt man auf der Universität einen Mitarbeiter. (evt per email)
 
sirmoc schrieb:
Die meisten Angebote die sie gefunden hat, waren für Leute die bereits studieren.
Wie würdet ihr denn jetzt vorgehen?
Ich würde mich bei den Angeboten trotzdem einfach mal melden. Oft sind diese Angaben nicht so eng zu sehen und in den ersten paar Semestern ist man eh nicht viel schlauer als nach dem Abi. Also sollte es keinen großen Unterschied machen. Engagement und Lernbereitschaft zeigen ist dabei sehr wichtig!

Wieso sollte eine Biochemie Firma sie einstellen, wenn sie maximal als ungelernte Bürokraft einsetzbar ist? Davon hat weder die Firma, noch deine Freundin etwas.
Das Gefühl hatte ich bei meinem Fachpraktikum nach dem vierten Semester aber auch. Das was ich da von meinem Studium (Luft- und Raumfahrttechnik) gebrauchen konnte, hätte ich mir auch während des Praktikums aneignen können.
 
vll mal im tierpark nachfragen ?
 
Natürlich hat die Firma nicht viel davon, wenn sie eine Abiturientin einstellt, die nur wenig Hintergrundwissen in diesem Bereich mitbringt.
Praktikas wären aber vor allem auch im Bezug auf das Motivationsschreiben für die Uni wichtig.

"Wichtig ist vor allem das Motivationsschreiben, in welchem ihr logisch nachvollziehbar euren Weg zum Biochemiestudium nachzeichnet (also "Biologie und Chemie haben mich schon immer interessiert" ist ein bisschen dünn...). Wir erwarten, dass ihr euch vorher über das Studium informiert und uns zeigt wieso ihr ausgerechnet Biochemie und nicht zum Beispiel Medizin oder Biologie studieren wollt. Daneben solltet ihr natürlich alles an Praktika und Wettbewerben angeben, was ihr gemacht habt damit wir dieses Engagement berücksichtigen können.

Die Erfahrung der ersten Auswahlverfahren hat gezeigt, dass ein gutes Motivationsschreiben durchaus den Ausschlag geben kann. Daher solltet ihr Euch auch hier besondere Mühe geben.
So werden zum Teil 1,1er Abiturienten abgelehnt weil kein Motivationsschreiben angefertigt wurde. Andererseits werden auch 2,5er Abiturienten genommen wenn die Noten in Biologie und Chemie stimmen und vor allem wenn neben der Schule vieles an Praktika und Wettbewerben absolviert wurde. "

Die Uni Tübingen hat beispielsweise keinen NC für Biochemie mehr.

Angefragt hat sie schon bei EMBL in Heidelberg(www.embl.de).


Viele Grüße
sirmoc
 
Also ich würde auch raten, einfach bei den Unternehmen anzufragen. Klar hat sie noch nicht so viel Ahnung wenn sie noch nicht angefangen hat zu studieren, aber viele Unternehmen sehen es gerne, wenn motivierte Leute sich schon früh über ein Unternehmensfeld interessieren. Bei einem solchen Praktikum geht es ja auch nicht darum, dass der Praktikant im operativen Geschäft hilft, sondern sich das Arbeitsumfeld ansehen kann. Immerhin, aus einem solchen Praktikant kann später auch ein Werkstudent werden, der durch das Praktikum schon gut eingearbeitet ist.
Ich würde einfach den verschiedenen Unternehmen ne Mail schicken und falls ein Unternehmen antwortet probieren in einem persönlichen Gespräch motiviert rüber zukommen (kleine Präsentation).
 
darf man fragen wie du zu biochemie kommst?hab mich vor gut einem jahr auch damit beschäftigt, mochte in der schule bio und chemie und damit war das der logische schluss für mich, nach zahlreichen gesprächen mit andern studenten (auch promovierenden) und Doktoren bin ich nun bei chemie gelandet und glücklich über die entscheidung.
Wenn du ne frage dazuz hast kann ich vllt. weiterhelfen, bzw. was stellst du dir unter BC vor?

Zum thema praktikum: ich hab damals als Vorbereitung meinen Zivildienst im Institut für Hygiene und Umweltmedizin gemacht, das war arbeiten im Labor, sowohl mikrobiologisch als auch chemisch.. allerdings dürfte es für den ZD zu spät bei dir sein oder?
 
@olle-wolle
Meine Freundin hat sich das Studium ausgewählt nicht ich ;-)

Ich hatte mal eine Unterhaltung mit einem Chemie Student und der meinte, dass bei sehr spezialisierten Studiengängen, z.B. nur Biologie oder nur Chemie, schon ein oder mehr Doktortitel hermüssen, damit man da was reißen kann. Wie gesagt, ich hab mich damit nie beschäftigt. Ich selber werde dieses Jahr mein Wirtschaftsingenieur Studium abschließen - da war irgendwie alles einfacher ;-)

Aber schonmal vielen Dank für die Tipps. Werd ich meiner Freundin nachher mal vorschlagen.
sirmoc
 
naja, für Chemiker ist es doch vollkommen normal, einen Doktortitel zu machen. Ich kenne niemanden, der nach dem Diplom sich auf Jobsuche begeben hat. Ob man da überhaupt was findet ohne den entsprechenden Titel?
 
also von biologie würde ich dir abraten.. viele studenten schlechte jobchancen, chemie braucht einen doktor das ist relativ sicher, ich weiß nicht genau was wirtschaftsingeneur ist, allerdings studiert meine freundin BWL, sicherlich noch ein bisschen anders aber zwischen unseren studien liegen welten.

Eigentlich sollte man sowas nicht seine freundin entscheiden lassen ;) du solltest dir überlegen was du vom studium erwartest und was du machen willst

"sehr spezialisierte studeingänge".. da hätte ich eher an BC als an chemie gedacht, chemie ist extrem breit gefächert, alleine im masterstudiengang kann ich ich zwischen ca. 25 wahlkursen entscheiden, wie das bei BC ist weiß ich nicht. Sicher ist auf jeden fall das in denersten 2 semester viel mathe und physik mit reinkommt bei chemie
 
olle-wolle schrieb:
Eigentlich sollte man sowas nicht seine freundin entscheiden lassen ;) du solltest dir überlegen was du vom studium erwartest und was du machen willst


Boah, da steht aber jemand gewaltig auf der Leitung, hm? Seine Freundin will Biochemie studieren, nicht er. Siehe erstes Posting, drittes und viertes Wort :freaky:
 
@olle

du verstehst da was falsch. Ich werde nich Biochemie studieren, sondern meine Freundin :)

@HD4890

Tja darüber lässt sich wohl streiten. ;-) Ebenso kann man sagen, dass ein Technischer Zeichner mit etwas Erfahrung n besserer Konstrukteur sein kann, als n Maschinenbauing. (im Bezug auf nichts halbes und nichts ganzes -> Wichtig ist es, das Erlernte auch Anwenden zu können und da seh ich in nem Wirtschaftsing. Studium mehr Praxisbezug und Anwendungsfälle als irgendwelche irrwitzigen Formeln, die der Großteil nicht versteht bzw. der Großteil nicht weiß warum er welche Formel wie anwendet - aber das ist auch nur meine Meinung also sei mir nicht böse) ... Für n Wirtschaftsing. gibts mMn. mehr Einsatzmöglichkeiten, sei es für den Vertrieb, Einkauf, Marketing, After Sales oder Produktmanagement...


Viele Grüße
sirmoc
 
okay das stimmt.. ungenau gelesen, hab mich auch schon gewundert, dennoch bleibt die grundsätzliche frage bestehen
 
Also soweit ich weiss bietet bei uns Bayer in Dormagen Praktika in dieser Richtung an.
Ob die im Raum Stuttgart vertreten sind weiss ich nicht.
 
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