Privates Offsite-Backup treibt mich um..

0815burner schrieb:
Ich hatte ja im ersten Post Cryptomator genannt, das sollte das ja graphisch lösen können. Ist auch in den Paketquellen von Linux Mint drin und soll Open Source sein. Das darauf aber niemand eingeht weckt bei mir erstmal Zweifel, scheint nicht so das Tool der Wahl zu sein?!
Ich verwende Cryptomator schon auch um Lokal Daten zu verschlüsseln. Alternativ könnte man dafür auch Tools wie VeraCrypt verwenden. Cryptomator hat den Vorteil, dass es die einzelnen Dateien verschlüsselt und man nicht eine große Tresordatei. Wenn sich eine Datei ändert, muss man also nur die eine Datei synchronisieren und nicht den ganzen Tresor.

Warum es nicht weiter erwähnt wurde hier liegt vermutlich daran, dass Cryptomator für sich selbst kein Syncronisations-Tool ist. Erst in Kombination mit anderen Sync-Programmen wie Google Drive etc. macht es für die Offsite Sicherung Sinn.
 
Chris3511 schrieb:
Erst in Kombination mit anderen Sync-Programmen wie Google Drive etc. macht es für die Offsite Sicherung Sinn.
Und da wird es dann interessant, wenn man sich über Backups Gedanken macht. Synchronisierung ist bekanntlich kein Backup, wenn du zum Beispiel eine Datei oder einen Eintrag versehentlich löschst, ist der auch prompt auf allen anderen Geräten weg. Versionshistorie für 30 Tage ist nett, aber oft merkt man sowas erst ein Jahr später, wenn man den betroffenen Eintrag doch mal wieder braucht.

Noch dazu kann auch der Sync-Vorgang selbst die Dateien zerschießen (meist, wenn was mit Schreibzugriffen kollidiert und/oder der Sync Versionsänderungen nicht sauber mitbekommt).

Und auch z. B. Passwort-Datenbank an sich kann schon mal kaputt gehen. Da ist es gar nicht schlecht, ältere Versionen an verschiedenen Orten zu haben, die nicht automatisch alle auf den neuerdings zerschossenen Stand aktualisiert werden.
 
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Looniversity schrieb:
Synchronisierung ist bekanntlich kein Backup
Sehr guter Einwand. Mein Konzept sah auf die schnelle runtergezeichnet so aus:
1792308014116.png


Synchronisiert hätte ich immer nur eine Kopie auf der zweiten SSD. Die eigentlichen Laufwerke wären davon nicht berührt.
Die USB Laufwerke stecken natürlich nur bei Bedarf, wobei das Arbeiten auf "Backup1" sicher nicht optimal ist, im Sinne der Datensicherheit. Praktisch hätte ich dann aber 4 Kopien der Daten.
Mein Gedanke ist, da ja nie alles gleichzeitig läuft, sollte in einem beliebigen Fehlerfall immer noch mindestens eins, eher 2 Medien in Ordnung sein.
 
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Um ehrlich zu sein habe ich auch noch keine perfekte Lösung. Meine Password-Datenbank von Keepass XC lebt in OneDrive (genau das, wovor ich eben gewarnt habe!), und ich habe ein paar Kopien aus den letzten Monat(en) auf dem Laufwerk, auf einem Laptop/Zweitgerät (ohne Sync), in Onedrive (die werden nicht verändert, sind nur Kopien) und auf dem Handy.

Die Kopien (sowas wie "DB_Kopie_August_2026) teste ich jeweils nach dem Erstellen, damit ich nicht unversehens ein schon korruptes Archiv als Backup speichere. Weil die dann nach dem Erstellen nicht mehr geändert werden, ist das Sync ein Risiko, das ich in Kauf nehme.

So könnte mir die Festplatte, oder OwnCloud, oder das Handy sterben/verloren gehen oder die aktuelle Passwortdatenbank korrupiert werden und der Schaden hielte sich in Grenzen. Das zu automatisieren wäre bestimmt nicht schlecht, aber so passt es.

Nur falls mir die Wohnung abbrennt und das Handy auch dabei draufgeht habe ich ein Problem, in Onedrive rein- und an mein Backup dran zu kommen. o.O Das fällt mir gerade so auf, da hab ich noch nicht vernünftig dran gedacht....
 
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