Privates Offsite-Backup treibt mich um..

0815burner

Commander
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Mich beschäftigt zurzeit ein fehlendes Offsite Backup meiner privaten Daten.
Grundsätzlich habe ich mehrere Kopien, die sich am Ende aber alle am selben Ort befinden und bei Feuer, etc. weg wären. Wie bei fast jedem "modernen" Menschen wäre ich bei Totalverlust in blanker Not. Vertragsnummern, Zugänge, Banken, ein riesiger Albtraum!

Daher brauche ich Empfehlungen zu einem Offsite Backup. Lacht nicht, mein Favorit war ein Bankschließfach und quartalsweiser Austausch. So was gibt es aber nur mit Warteliste und ich habe bei der örtlichen Bank kein Konto. Fällt also weg.

Vorab. Es dreht sich um ca. 8-10GB Daten die wirklich wichtig sind. Anbieten würde sich google Drive mit ihren 15GB, die ich schon habe und erst mal kein Geld kosten würde.
Dort lagern ungefähr 5GB Daten der Handysicherung. Das Google diese Daten einsehen kann gefällt mir auch nicht und das versuche ich später anzugehen.

Daher habe ich ein wenig recherchiert. Ich könnte:
  • Google Drive als Onlinekonto unter Linux Mint einbinden
  • Die zu synchronisierenden Daten per Cryptomator verschlüsselt hochladen
Das sollte an und für sich sicher sein, aber ich habe bisher alle meine Zwangskonten (Samsung, Google,PC, Linux Mint hat gar keine Kontoverknüpfung) strikt getrennt und nie zwischen Geräten synchronisiert oder sonst wie genutzt. Die eingegebenen Daten dort sind auch meist absichtlich falsch. Kein Klarname, keine Adressen, nur die absolut erzwungenen Backup-E-Mailadressen,etc. Abgesehen vom Google Backup hätte ich bei Verlust oder neuem Gerät einen neuen Account angelegt. Da müsste ich also erst mal richtige Daten angeben um im Zweifel Support zu erhalten.

Gibt es andere Konzepte, wie macht ihr das? Feuerfeste Geldkasetten oder sowas?
Ich wäre für Input und Meinungen dankbar.
 
0815burner schrieb:
Lacht nicht, mein Favorit war ein Bankschließfach und quartalsweiser Austausch.
Warum lachen .. ich hab meine M-Discs & Platten dort auch liegen.
Verschlüsselt natürlich.
 
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Als offline / offsite Backup habe primär 3 externe Festplatten, die regelmäßig durchgetauscht werden.

Eine liegt bei mir im Regal, eine liegt auf der Arbeit in der Schreibtischschublade, die dritte liegt bei meinen Eltern im Tresor. Andere Verwandte oder Freunde würden sich auch anbieten.
Ich habe die HDDs vollständig mit Bitlocker verschlüsselt und habe daher keine Sorge um die Daten.

Außerdem habe ich bei den Eltern im NAS eine Festplatte die theoretisch über VPN angeschlossen sein sollte und dann Nachts Datenänderungen per Delta-Sync erhält. Praktisch ist mit dem VPN-Setup was kaputt gegangen und ich muss mich damit nochmal intensiver beschäftigen.
 
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Ich hab mein Off-Site Backup im Büro.
In meinem abgeschloßenem Schrank für den nur ich den Schlüssel habe.

Edit: Und natürlich Bitlocker verschlüsselt.
 
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Ich weiß, bisschen over the top für dich. Aber du hattest gefragt, wie es andere hier handhaben 😂. Die Images sind natürlich verschlüsselt.
 
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Ja, Verwandte wäre ein Option. Bisher sind meine Backups auch nicht verschlüsselt.
Diebstahl hatte ich niedriger priorisiert als Verlust durch verschossene Verschlüsselung.

Also Cloud scheint nicht so der Favorit zu sein. Bin ich also nicht allein mit meinen Bedenken.

conf_t schrieb:
Ich weiß, bisschen over the top für dich. Aber du hattest gefragt, wie es andere hier handhaben 😂
Respekt. Bin aber kein Profi und will es auch nicht übertreiben. Es soll einfach möglichst einfach sein.

Bin auch eher der Typ, der lieber jeden morgen die Rolladen hochzieht als jeden Monat Backups für die Hausautomatisierung zu administrieren;-)
 
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Ich hab ein Offsite Backup bei meinen Eltern.

Früher hatte ich nur eine Festplatte bei ihnen liegen, die ich regelmäßig getauscht und aktualisiert habe.

Jetzt hab ich einen kleinen, sparsamen Mini-Rechner dort auf den ich per Wireguard verbinde und dann mit Restic die verschlüsselten Snapshots ablege. Das sind bei mir knapp 200GB an Daten.
 
0815burner schrieb:
Diebstahl hatte ich niedriger priorisiert als Verlust durch verschossene Verschlüsselung.
Bei den häufigen Problemen durch Verschlüsselungen die wir hier mitbekommen ein valider Punkt.
Man sollte da schon wissen was man tut.
 
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0815burner schrieb:
Es soll einfach möglichst einfach
Einmal eingerichtet läuft das voll automatisiert. Ich muss an gar nichts mehr denken. Kein „verdammt, vergessen die Platte zu aktualisieren“, oder kein „Mist vergessen die Platte zu tauschen.“. Ich bin einfach zu faul, deshalb das konstrukt. Spätestens beim Sicherstellen des Backups meiner Eltern würde ich an meine Grenzen kommen.
 
0815burner schrieb:
Also Cloud scheint nicht so der Favorit zu sein. Bin ich also nicht allein mit meinen Bedenken.
In meinem Fall habe ich auch ~6 TB im Backup. Das kostet bei AWS locker 60-80€ im Monat plus Zugriffsgebühren.

edit: am günstigsten wäre für mich wohl die Hetzner BX31 mit 25€/Monat... 300€/Jahr.
Im Vergleich: für zwei der drei externen HDDs mit 8 TB hatte ich 2019 jeweils 122€ gezahlt.

... wobei die Rechnung heute bei mindestens 35€/TB (und eher 40€) für eine neue HDD etwas schlechter aussieht.

0815burner schrieb:
Bin auch eher der Typ, der lieber jeden morgen die Rolladen hochzieht als jeden Monat Backups für die Hausautomatisierung zu administrieren;-)
Backups vergessen ist normal und problematisch. Daher sollte man das so viel wie möglich durchautomatisieren um den manuellen Aufwand zu minimieren.

Da meine HDDs aber absichtlich auch offline sind, ist ein gewissen Aufwand nicht zu vermeiden. Aber dafür habe ich auch lokale Backups die vollautomatisiert sind.
... und in Theorie das offsite Backup per VPN, das ich noch fixen muss.

0815burner schrieb:
Diebstahl hatte ich niedriger priorisiert als Verlust durch verschossene Verschlüsselung.
Ich hatte bisher keine Probleme, aber man sollte sein Backup natürlich auch so aufbauen, dass der Verlust von ein-zwei Datenträgern nicht existenzvernichtend ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
0815burner schrieb:
Also Cloud scheint nicht so der Favorit zu sein. Bin ich also nicht allein mit meinen Bedenken.
Doch, ich hab nen Managed Server bei all-inkl.com mit ner eigenen Nextcloud wo auch die Daten liegen und automatisch aktualisiert werden.
Aber ich dachte es geht dir mehr um physische Kopien.
 
Wäre ein Zipen ohne Kompression mit einfachem Passwort nicht ausreichend um das automatische mitlesen der Cloud zu verhindern?
 
Hol dir ne Hetzner Storage Box, block das Ding gegen jeden Zugriff außer deinen und lade die Daten dann sauber hoch.

Alternativ 8 - 10GB an Daten sind nicht viel das packt auch jedes Handy. Syncthing Verbindung zwischen PC und Handy einrichten kommst nach Hause ins private WLAN die Daten werden immer aktuell gehalten. Mybe kannst du diese Sicherung auch irgendwie standardmässig packen und nur diese Archiv Datei speichern, dann wird die Datei auch nochmal kleiner.

Bei einem Brand wird man vermutlich sein Handy mitnehmen. Das ist ja quasi immer am Mann.
 
Sonst würde ich z.B. noch Swiss Backup von Infomaniak anbieten: https://www.infomaniak.com/de/swiss-backup
Da könntest z.B. mit Duplicati arbeiten das läuft auch unter Windows (musst aber nicht, da ist man ziemlich frei - Hauptsache das Protokoll wird unterstützt). 1 TB kostet nur wenige Euro / Monat. 90 Tage Testzeitraum gibts auch.
Und dort wären die Daten ziemlich sicher, es gibt keine Interesse diese zu analysieren oder Geheimdiensten zur Verfügung zu stellen und Infomanik selber ist eine Stiftung.
 
Zu Verträgen, Banksachen usw ist es immer noch ratsam die Sachen auch auszudrucken und z.B. in einer feuerfesten Schliesskassette zu lagern. Papier hält viel mehr aus als Computermedien und braucht ausser Augen keinerlei Lesegeräte.
 
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conf_t schrieb:
Einmal eingerichtet läuft das voll automatisiert. Ich muss an gar nichts mehr denken.
Dann ist das wie mit den Projekten in der Firma. Erstmal wochenlang eingearbeitet, dann an den Kunden übergeben und wenn man alles wieder vergessen hat, zum ungünstigsten Moment ein Totalausfall. Irgendein Softwareupdate, irgendein Teilnehmer nicht im 1:1 Ersatz mehr erhältlich, irgendwas passiert immer.
Das will ich genau deshalb nicht.
Rickmer schrieb:
Backups vergessen ist normal und problematisch. Daher sollte man das so viel wie möglich durchautomatisieren um den manuellen Aufwand zu minimieren.
Ich persönlich halte es seit 10 Jahren+ durch. Demenz ist auch noch etwas weg. Ich mache nicht viel uppes. Sync per Freefilesync (mit schmerzlicher Lernkurve;-) auf 3 Medien, sogar ein USB Stick ist dabei, Risiko bekannt. Der Verlust von ein paar Tagen oder Wochen ist auch kein Weltuntergang bei mir.
Samez schrieb:
Wäre ein Zipen ohne Kompression mit einfachem Passwort nicht ausreichend um das automatische mitlesen der Cloud zu verhindern?
Auch schon dran gedacht. Müsste ich aber immer die volle Datenmenge austauschen. Kommt aber in die nähere Auswahl!
Scirca schrieb:
Bei einem Brand wird man vermutlich sein Handy mitnehmen. Das ist ja quasi immer am Mann.
Vermutlich. Auf dem Handy will ich das aber nicht, egal wie gut verschlüsselt, da streubt sich irgendwas in mir.
 
0815burner schrieb:
Ich persönlich halte es seit 10 Jahren+ durch. Demenz ist auch noch etwas weg.
Das mit der Demenz ist nicht altersgebunden. Diese Krankheit befällt auch 40-jährige und jünger.
Mit zunehmendem Alter steigt bloß das Risiko daran zu erkranken.
 
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0815burner schrieb:
Auch schon dran gedacht. Müsste ich aber immer die volle Datenmenge austauschen. Kommt aber in die nähere Auswahl!
Rsync (kann) das automatisch und für dich transparent auf Dateiebene übernehmen. Die Lernkurve ist aber auch, naja, der erste Versuch sollte vielleicht nicht direkt die kritischen Daten anfassen. :D
TorenAltair schrieb:
Papier hält viel mehr aus als Computermedien und braucht ausser Augen keinerlei Lesegeräte.
Gute Idee. Zumindest ein Export der Passwortmanager-Datenbank, die BitLocker Recovery Keys und so Versicherungssachen sind schon ganz gut als gedruckter Text im Banksafe aufgehoben. Wenn man sie mal braucht, will man nicht erst der Schwiegermutter erklären müssen, wie sie die Versicherungspolice entschlüsseln kann, in der das Geld für die Wiederherstellung der eingenen Gesundheit liegt. 👀
 
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