Privates surfen noch möglich?

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Da die Überwachung im Web ja langsam noch nie dagewesene Formen annimmt wollte ich mal Fragen ob es überhaupt noch mittel und wege gibt anony zu surfen.
Wie sicher und gut sind proxys im Auland?
Was ist das beste das es diesbezüglich gibt, was kostet ist und was bringt es wirklich?
Thx
 
zieh den stecker von deinem pc! ... anonym surfen kannste an nem öffentlichen computer in ner stadt wo dich keiner kennt^^ - solltest dich halt nirgends einloggen :)
 
Dazu gibt es Milliarden von Foren beiträgen alleine hier und tausende von Fachartikeln deswegen stellt sich mir die Frage warum wir hier noch ein Thema brauche.

Um deine Frage zu beantworten wenn du etwas nicht selbt kontrollieren kannst ist es unsicher und ob man noch Privat surfen kann hängt davon ab wie paranoid du bist / welche straftaten du behen willst.
 
das seh ich grundsätzlich anders:)
privat ist privat.. ganz unabhängig davon was du machst..
deine antwort ist also nein kann man nicht - danke
 
Es kommt drauf an welchen Nutzen jemand davon hat genau dich zu verfolgen. Wenn man es drauf anlegt und man über das Know-How verfügt wird er dich finden
 
Na gut, wir wollen mal eine Stufe runterfahren:)
Sehen wir jetzt mal von Dingen ab wo das CIA direkt eine eigene Abteilung bildet :D

ZB in meinem Land wird alles ein halbes Jahr gespeichert.
ALLES . Namen Daten Beruf alles.. Grundsätzlich.

Bringt da ein proxi was?
Weil die ja dennoch alles Speicher was zu mir kommt und von mir weggeht oder?
Es kommt dann doch nur nicht von der Orinalseite aber sonst bleibt doch alles gleich oder?
 
Nein, es wird nicht "alles" gespeichert, nur die Verbindungsdaten, und das sind im wesentlichen welche IPs Du angewählt hast und welche Ports. Ein Proxy bringt also schon was, theroretisch -denn er muss vertrauenswürdig sein. Also muss er Dir gehören. D.h. Du kannst Dir einen VServer in Russland mieten und hoffen, dass der Betreiber möglichst nix mitloggt. Das kommt noch am ehesten an "privat" hin. Anonym ist aber nicht möglich. JEder, der dich finden will, dem kannst Du's nur schwerer machen mit jeder Hürde, aber nicht gänzlich unmöglich -so wie im realen Leben halt auch...

MfG, Thomas
 
Eine eventuelle Rückverfolgung findet ja von der fraglichen Webseite aus statt, nennen wir sie mal "einforum.de". Surfst du diese Seite von einem Proxy aus an (den wir proxy.de nennen), sieht man in den Logs von einforum.de erst einmal nur proxy.de, weitere Rückschlüsse auf dich hätte man nur, wenn du noch anders identifizierbar bist (zb über ein Cookie, ein Programm auf deinem Rechner).
Gehört proxy.de zum Tor Netzwerk, so speichert es keine Logs - und damit ist die Verfolgung auf normalem Weg beendet. Ist das nicht der Fall, findet man bei proxy.de deine IP und ist fertig.
Auch Tor bietet allein also keinen vollständigen Schutz, wenn du selbst noch andere Lücken in deinem System hast (siehe zB https://www.torproject.org/about/overview.html.en#stayinganonymous )

Wie ein Vorredner schon sagte, ist bei einem Login (zB in ein Forum) aber uU alles vorbei: So ein Forum kann nämlich deinem Account durchaus IPs der letzten Monate zuordnen, auch wenn du nun plötzlich anfängst, Tor zu nutzen.
Um ganz sicher zu sein müsstest du also alle Accounts neu anlegen - mit dem Problem, das Emails natürlich auch zurück verfolgbar sind.
Auch problematisch: Tor sichert dich zwar auf der Webseite, tut sonst aber nichts für dich.
Hat man Zugriff auf deine DNS Abfragen , dann sehe ich also eine Abfrage von deinem Rechner auf einforum.de - und dann eine anonyme Verbindung zu einforum.de. Nuja, wenn der Admin kein Trottel ist, kann ers (vorsichtig gesagt ;-) etwas eingrenzen ...

Antwort ist also: Ja, es geht, wenn du strikte Regeln befolgst, etwas wie Tor nutzt und mit entsprechenden Unannehmlichkeiten lebst. Das ist aber leider nicht leicht und sehr unkomfortabel ... deswegen könnte die Antwort genauso gut heissen: Nein, nicht für einen durchschnittlichen Internetnutzer.
 
-so wie im realen Leben halt auch...
ne , wenn ich im privaten leben mit dir einen spaziergang durch den wald mache um mit dir unter 4 augen zu reden dann reden wir unter 4 augen.
bislang ist noch nicht provisorisch überall ein mic. dabei um das gespräch aufzuzeichnen und im falle einer EVENTUELLEN straftat in folge diese gespräche rückwirkend auch noch zu kontrollieren..
das ist alles sehr neu.. ähnliche gesetze gabs vor 20 jahren nur is den ganz heftigen staaten ;)

@Sturmel

ja wenns denn so wäre.
aber wenn man sich einfach sagt, ach der herr xy der sieht uns irgendwie verdächtig aus..oder was auch immer... vielleicht hab ich ja ne tolle firma und derjenige der da irgendwo sitzt und zugriffsrechte hat ist geschäftsfähig und will firmengeheimnisse klauen.. oder oder oder...

da schauen wir doch einfach mal in die daten die es da ohnehin schon gibt..
ob das nun legal oder grauzone ist ist dahingestellt.. aber es geht und wenn ich das richtig verstehe kann man dagegen quasi garnichts machen oder?
ich meine jetzt wiegesagt nicht das die sich mit 50 mann dransetzen und nachforschen auf teufel komm raus..
sondern die ganz einfache methode des kurzen zugreifens auf ohnehin vorhandene daten die da halt ohnehin schon gespeichert werden/wurden.
 
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@hingis delight: Ich meinte hinsichtlich "Spuren verwischen". Über unsere aktuelle eigentlich verfassungsfeindliche Politik in der generell jeder verdächtig ist, will ich mich heute nicht aufregen, dafür ist der Tag zu jung.
Ich gehöre auch nicht zu denen, die behaupten "Wer nichts zu verbergen hat braucht sich nicht zu sorgen", denn auch mir ist meine Privatsphäre sehr wichtig. ALLERDINGS: Das was im Netz aufgezeichnet wird ist nicht viel mehr als: Du warst Da. Mit wem Du Dich über was unterhalten hast ist also nicht bekannt. Also analog: Du warst im Wald. Das ist nur sehr eingeschränkt ein Eingriff in die Privatsphäre. Vorratsdatenspeicherung hinsichtlich deiner Position anhand deines Handys ist zwar im Prinzip das selber nur geographisch, aber auf Grund der höheren Bedeutung des "Real Life" verglich mit deinem "Online Leben" würde ich sagen ist das noch weit problematischer...
Ich will das Dilemma mit Online-Traceability nicht runterspielen, aber es ist nur ein kleiner Teil eines riesigen Problems unserer aktuellen Bild-Niveau-Politik. Und langsam aber sicher macht sich bemerkbar wie Inkompetent Regierung(en) eigentlich sind. Ein guter Anführer zeichnet sich dadurch aus im Fall von Unwissen wen anderen zu fragen, der sich auskennt, Erfahrung hat und eine sich mit ein paar "Kollegen" über die beste Lösung für alle berät und diese dann umsetzt. Diese Fähigkeit sollten Politiker auch haben, tun sie aber nicht, und diese klassische Form der Regierung -nämlich alles unbedingt selbst entscheiden zu wollen und mit anderen Parteien rumzuhandeln von wegen wer für was stimmt- wird uns sehr bald auf den Kopf fallen... Der Leidtragende ist dann aber nicht der Minister in der S-Klasse mit Vollausstattung, sondern der Mittelstand, also kurzum: der Durchschnitts-CB-Member. Sieht man auch jetzt bei diversen Sparpaketen wieder wo als erstes gespart wird und wo überhaupt nicht.
Naja, mann müsste nur den Spieß umdrehen und ein paar namhafte Politiker durch Analyse der Protokolldaten ordentlich einfahren lassen... und das ist sicher nicht schwer da was zu finden, was der Öffentlichkeit garnicht gefällt. :rolleyes:

MfG, Thomas
 
hingis delight schrieb:
sondern die ganz einfache methode des kurzen zugreifens auf ohnehin vorhandene daten die da halt ohnehin schon gespeichert werden/wurden.

Solche Daten sind aber nicht vorhanden!

Es werden (noch) keine umfangreichen Profile durch den Staat erstellt. Die gesammelten Daten helfen hauptsächlich, im Falle einer Straftat dich durch deine hinterlassenen Spuren identifizieren zu können.

Im erfassen von Nutzerprofilen sind Google und Facebook viel konsequenter als unserer Staat. Diesen Datenkraken kann man aber noch relativ leicht blockieren, in dem man die entsprechenden Cookies und Scripts sperrt.

Das Sammeln von Daten durch den Internetprovider und den Staat kann man durch einen VPN oder Proxy umgehen. Wie sicher der VPN oder Proxy dann jedoch ist, und ob dieser wiederum Daten sammelt ist dann wieder eine andere Frage.

Bei deinem Beispiel: Im Firmennetzwerk genauso wie in jedem öffentlichen Netzwerk könnten deine gesamten Internetdaten gesnifft werden, von daher ist hier Schutz nur durch einen VPN möglich. Sollte keine Software direkt auf dem Firmen-PC installiert sein.

Ansonsten zur Anonymität: An sich ist anonymes Surfen sehr wohl möglich.

Da jeder Nutzer durch seine IP, seinen Browser (samt installierten Plugins, Auflösung, etc.) einen eindeutig identifizierbaren Fingerabdruck hinterlässt, wird man jedoch immer Spuren hinterlassen.
Doch zum einen sind die Internetseiten nicht derart miteinander vernetzt, als das die gesammelten Daten gleich global verfügbar wären, zum anderen lässt sich auch ein solcher Fingerabdruck ständig ändern ...
 
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Stainless schrieb:
Hier stand ein überflüssiges Zitat.

moment mal ... was ist das für eine informationspolitik.

du hättest wenigstens nur ein punkt aufzählen können wen du schon so überzeugt davon bist !
echt schawache leistung was du heir ablieferst...
 
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