Pro oder Contra Pyroverbot?

Pro oder Contra Pyroverbot?

  • Pro - Böllern ist schwachsinnig!

    Stimmen: 172 62,1%
  • Contra - Ich lasse mir diese Freiheit nicht nehmen!

    Stimmen: 66 23,8%
  • Mir egal.

    Stimmen: 39 14,1%

  • Umfrageteilnehmer
    277
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
@FrankenDoM
Stimmt, Chip berichtet nur darüber. Das macht die Umfrage aber nicht unbedingt repräsentativer.

FrankenDoM schrieb:
Welchen praktischen täglichen Nutzen hat den ein Küchenmesser noch im Vergleich zu Waffen?
Worauf willst du hinaus? Ich habe nur auf den schwachsinnigen Betrag geantwortet, wo man Schusswaffen mit Feuerwerk vergleichen wollte. Was halt überhaupt keinen Sinn macht, da Schusswaffen von manchen Menschen bewusst gekauft werden um Leute zu ermorden, währenddessen Schäden von Feuerwerken nur aus der Dummheit der Menschen herrühren weil sie die Bedienungsanleitung nicht richtig lesen können. Ich weiß gar nicht, was daran so schwer zu verstehen ist...

FrankenDoM schrieb:
Welchen Nutzen hat den die Batterie außer Egobefriedigung und Spaß?
Welchen Nutzen haben denn Karneval, Musikfestivals oder Volksfeste außer Spaß?
 
Feligs schrieb:
Welchen Nutzen haben denn Karneval, Musikfestivals oder Volksfeste außer Spaß?
Diese Frage kann wohl am besten ein Stadtkämmerer beantworten, der die Finanzen einer Stadt im Überblick hat, in der sowas stattfindet.
Natürlich hat auch der freie Verkauf von Silvesterfeuerwerk einen wirtschaftlichen Nutzen ... und auch nach Karneval und Volksfesten muss aufgeräumt werden (nichtmal weniger, als an Neujahr) .... die interessante Frage wäre also, ob es mehr einbringt, als es kostet (hlöhere Steuereinnahmen vs. Folgekosten) ... wenn sich das bei den Kosten in etwa die Waage hält, dann akzeptiere ich auch Spass als pro-Argument.
Dann aber auch bei allen Aktivitäten, die vordergründig dem Spass dienen und deren Folgekosten die Allgemeinheit trägt.
 
FrankenDoM schrieb:
@BeBur: Worauf ich hinwas will steht hier schon x-fach. Es wird mit Tradition und Gesellschaft argumentiert pro Feuerwerk. Darum meine Frage mit den 51%, steht hier schon 1000x, aber Du wirst auch wieder nicht darauf eingehen.
Na wenn du nicht konkret schreibst was du willst wirst du halt ggf schlicht nicht verstanden. Habe jetzt nur die letzten Seiten mitverfolgt und kenne nicht jeden Beitrag auswendig.
Meinst du, es ist nur eine Tradition, wenn eine Mehrheit sich dafür ausspricht? Dem ist nicht so, siehe z.B. den Kirchengang an Weihnachten. Auch halte ich es für fraglich, Dinge recht spontan abzuschaffen in Form eines Verbotes, die es seit Jahrzehnten schon gegeben hat. Ein langsames ausschleifen lassen oder regulieren ist da deutlich sinnvoller, so wie es auch mit Zigaretten gemacht wird.
Anscheinend machen ja eh nur noch 27% der Menschen Feuerwerk. Das ist doch schon ein gutes Zeichen. Falls es da einen Abwärtstrend gibt würde ich das als Signal sehen, dass ein Verbot schlicht unnötig sein könnte.

Und wie gesagt. Gesellschaftliche Ereignisse kosten nun einmal Geld.
Siehe auch hier: Artikel zu Fußball.
100 Millionen Euro Kosten jedes Jahr. 90% der Bevölkerung hätten es ganz gerne, wenn das nicht der Staat, sondern die Fußballvereine zahlen. Ist ein reiner 90-Minten-Spaß paar mal im Monat.
Siehe Karneval: Alleine Köln stellt jedes jedes Jahr ca. 1,7 Millionen Euro auf den Tisch Link
Deutschlandweit wird das ein x-faches sein.
Theater, Opernhäuser, noch viel teurer. Weihnachtsbäume: Umweltkatastrophe. Schultüte: Umweltverschmutzung.
Kirchen. 500 Millionen Euro. Kölner Dom alleine 1 Millionen Euro.
 
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Der Vergleich Feuerwerk und Küchenmesser macht mehr Sinn? Hier 100-fach genutzt...

Feligs schrieb:
Das macht die Umfrage aber nicht unbedingt repräsentativer.

Weil sie Dir nicht passt. Lies endlich den Artikel.

Feligs schrieb:
währenddessen Schäden von Feuerwerken nur aus der Dummheit der Menschen herrühren weil sie die Bedienungsanleitung nicht richtig lesen können.

Aha, und Briefkästen usw. sprengen sich deshalb weil man die Bedienungsanleitung nicht gelesen hat. Oder ist es doch eher Vorsatz?

Feligs schrieb:
Welchen Nutzen haben denn Karneval, Musikfestivals oder Volksfeste außer Spaß?

Wie viel Schaden richten den solche Ereignisse in gerade mal 2 Stunden an wie es Feuerwerk tut und das obwohl nur 27% der Deutschen aktiv teilnehmen?

@BeBur: Du verstehst nicht, dass ich es hinterfrage wenn mit Gesellschaft argumentiert wird, obwohl nur noch 27% der deutschen aktiv teilnehmen und fast die Hälfte ein Verbot befürwortet?
Wo sind die Zahlen der Einnahmen die es generiert, wenn wir jetzt auf die Kosten eingehen wollen...

BeBur schrieb:
Auch halte ich es für fraglich, Dinge recht spontan abzuschaffen in Form eines Verbotes

Dazu steht sogar was in meinem letzten Post ;)
 
FrankenDoM schrieb:
Ok, Du hast den Bericht nicht mal gelesen und hier die Texte scheinbar auch nicht, sonst wüsstest Du, dass Chip die Umfrage nicht gemacht oder beauftragt hat, sondern lediglich darüber berichtet und das habe ich hier sogar schon geschrieben...
Zudem ist die chip Seite nur eine von vielen die Du mit meiner Suche finden kannst.
Und wenn interessiert was vor 5 Jahren war? Frauen an den Herd und wählen brauchen sie auch nicht war auch mal aktuell...

Welchen praktischen täglichen Nutzen hat den ein Küchenmesser noch im Vergleich zu Waffen?
Welchen Nutzen hat den die Batterie außer Egobefriedigung und Spaß?

Wiederholen macht diesen Vergleich nicht sinniger... Keiner will Waffen oder Feuerwerk in Profis Händen verbieten...

@BeBur: Worauf ich hinwas will steht hier schon x-fach. Es wird mit Tradition und Gesellschaft argumentiert pro Feuerwerk. Darum meine Frage mit den 51%, steht hier schon 1000x, aber Du wirst auch wieder nicht darauf eingehen.
Ich sehe da nichts. Habe auch deine letzten Beiträge gecheckt und spontan nichts gesehen. Vielleicht gibt es auch zu viele Beiträge, ka, aber vielleicht ist es besser, wenn du deine Beiträge mehr so baust, dass sie mit weniger Kontext verständlich sind. Nehme mich da auch nicht aus, auch wenn ich manchmal darauf achte.

FrankenDoM schrieb:
Der Vergleich Feuerwerk und Küchenmesser macht mehr Sinn?
Nein, das halte ich nicht für einen passenden Vergleich, deswegen habe ich ihn auch nicht verwendet, sondern Fußballspiele, Karneval und Weihnachtsbäume hergenommen.
 
BeBur schrieb:
Ich sehe da nichts.

Steht doch sogar in meinen letzten Post, welchen Du zitiert hast und das nicht zum ersten Mal.

FrankenDoM schrieb:
Du verstehst nicht, dass ich es hinterfrage wenn mit Gesellschaft argumentiert wird, obwohl nur noch 27% der deutschen aktiv teilnehmen und fast die Hälfte ein Verbot befürwortet?


Was ist den hiermit im Bezug auf Deine Beispiele?

FrankenDoM schrieb:
Wo sind die Zahlen der Einnahmen die es generiert, wenn wir jetzt auf die Kosten eingehen wollen...

Oder hiermit?

FrankenDoM schrieb:
Wie viel Schaden richten den solche Ereignisse in gerade mal 2 Stunden an wie es Feuerwerk tut und das obwohl nur 27% der Deutschen aktiv teilnehmen?

Alles aus meinem letzten Post..............
 
BeBur schrieb:
Siehe Karneval: Alleine Köln stellt jedes jedes Jahr ca. 1,7 Millionen Euro auf den Tisch Link
Theater, Opernhäuser, noch viel teurer. Weihnachtsbäume: Umweltkatastrophe. Schultüte: Umweltverschmutzung.
Kirchen. 500 Millionen Euro. Kölner Dom alleine 1 Millionen Euro.

Merkwürdig, von den 600 Millionen Umsatz den der Karneval alleine in Köln bringt und den 6500 Arbeitsplätzen, die daran hängen ist kein Wörtchen die Rede. Da sind die 1,7 Mio Peanuts für die Werbung und das Image der Stadt.
Das Karneval und auch diese schwarze Bahnhofskapelle Touristenmagneten (und die Touris bringen ne Menge Geld in die Stadt) sind blendest du absichtlich aus.
 
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@FrankenDoM Vielleicht missverstehst du mein Argument.
Meine Argumente sind wie folgt:

1. Veranstaltungen, die wesentliche Teile der Gesellschaft betreffen verursachen fast immer Kosten und Verursachen fast immer einen Umweltschaden. Von daher müssen diese Kosten auch immer gegen die Größe der Veranstaltung aufgewogen werden. Denn sonst müsste oder könnte man mit dem Argument so ziemlich jede nicht-notwendige Veranstaltung (das ist so ziemlich jede Veranstaltung) verbieten und das ist eine eindimensionale Verbotsgesellschaft in der letztendlich niemand leben will.

2. In einer indirekten Demokratie spielen Meinungstendenzen zu einzelnen Sachfragen nur eine indirekte Rolle. Das kann man gut oder schlecht finden, ich finde es extrem gut, denn auf diese Weise werden Entscheidungen nicht nur auf Grundlage einer Momentaufnahme getroffen. Darüber hinaus halte ich es in einer Demokratie für richtig, wenn Dinge, die es seit Jahrzehnten gegeben hat nicht 'mal eben per Mehrheitsentscheid' abgeschafft werden, sondern darüber ausgiebig diskutiert wird (so wie z.B. auch hier), dann ggf. Kompromisse beschlossen werden oder Menschen schlicht von alleine damit aufhören oder auch eine Mischung daraus (siehe z.B. Rauchen). Oder das Ergebnis ist ein Verbot von privatem Feuerwerk, das wäre für mich im Sinne des demokratischen Prozesses ein ebenso legitimes Ergebnis wie keine Veränderung.
Selbst bei einer 75 % Mehrheit möchte ich es in einer Demokratie so haben, erst Recht bei einer 51% Mehrheit.


strempe schrieb:
Merkwürdig, von den 600 Millionen Umsatz den der Karneval alleine in Köln bringt und den 6500 Arbeitsplätzen, die daran hängen ist kein Wörtchen die Rede. Da sind die 1,7 Mio Peanuts für die Werbung und das Image der Stadt.
Das Karneval und auch diese schwarze Bahnhofskapelle Touristenmagneten (und die Touris bringen ne Menge Geld in die Stadt) sind blendest du absichtlich aus.
Absichtlich ausblenden würde ich nicht sagen. Ich habe jetzt nicht im Detail recherchiert, weil das a) nicht das Thema ist und ich vor allem b) auf etwas ganz anderes hinaus wollte und zwar im Prinzip das was du ansprichst:
'So einfach ist es nicht'. Man sollte nicht einfach einzelne Kennzahlen gegeneinander aufwiegen. Gesamtgesellschaftliche Phänomene haben zum einen manchmal komplexe Auswirkungen und zweitens lässt sich der Wert nicht unbedingt in Euro messen.

Wenn man mich spontan fragen würde: Ich bin klar gegen eine Abschaffung des Karnevals egal in welcher Form, ich bin mir unschlüssig was die Kirchen angeht, aber eher für die Finanzierung und ich bin dafür, dass Fußballvereine Teile der Kosten übernehmen, halte es aber prinzipiell für richtig, dass der Staat da finanziell beteiligt ist.
Immer aus dem selben obigen Argument Nummer 1. Ich finde es aber richtig, wenn diese Fragen immer mal wieder auftauchen und besprochen werden und die Sachlage ggf. angepasst wird, aufgrund von Argument Nummer 2.
 
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@BeBur: Danke, aber dann Frage ich mich worüber wir beide diskutieren. Ich Unterschreibe Deinen letzten Post so sofort. Ich befürworte auch kein Silvesterverbot, ich mag Feuerwerk, hier schon mehrfach erwähnt.
BeBur schrieb:
Oder das Ergebnis ist ein Verbot von privatem Feuerwerk, das wäre für mich im Sinne des demokratischen Prozesses ein ebenso legitimes Ergebnis wie keine Veränderung.
Genau das habe ich zb selbst schon mehrfach geschrieben.

Beim Thema 51% ging es mir darum, was ist, wenn plötzlich mehr für als dagegen sind. Kann man dann immer noch mit "die Gesellschaft will", nicht Dein Argument, aber mehrfach hier zu lesen gewesen, argumentieren. Ich wollte nicht damit sagen, dass ich ein Verbot für richtig halte, sobald 51% sagen, dass sie dafür sind.

Auch finde ich "es ist Tradition" kein Argument oder eben "man macht das schon so lange". Hab da etwas sarkastisch dann das Recht der Frau nicht wählen zu dürfen angeführt oder Amalgam in den Zähnen, was man ja auch lange so gemacht hat. Damit wollte ich aber auch nur sagen, dass ich das für ein schwaches Argument halte, aber auch nicht, dass genau darum ein Verbot richtig ist.
 
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50% Klugscheißereri (meine jetzt nicht unbedingt dich ;)) und 50% Missverständnis vielleicht? - Wer weiß :-D.
 
Alles gut, dass "Recht haben wollen" obwohl es gar nicht geht bei so einem Thema spielt wohl bei jedem mit rein ;)
 
@FrankenDoM
Da ich es langsam als verschwendete Lebensenergie ansehe, werde ich diesen Punkt mit dir jetzt nicht bis zum Erbrechen ausdiskutieren. Ich lasse es einfach so stehen, dass deiner Meinung nach Feuerwerk für den Privathaushalt zu gefährlich ist und es deshalb nur noch von Profis abgebrannt werden soll. Meine Meinung, dass es immer Idioten gibt, die Sachen falsch verwenden und deshalb Menschen gefährden bleibt auch so stehen und damit beende ich es an dieser Stelle.
 
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Natürlich soll und darf man auch Traditionen hinterfragen, aber nur weil man etwas nicht mag/braucht muß man es anderen nich gleich verbieten.
Die Schäden sind da mMn überschaubar.

Der Fall mit dem Affenhaus war natürlich blöd - aber wenn ne Hütte abbrennt weil ne Kerze ungünstig drauf landet...

Wenn man selber bischen das Hirn einschaltet is auch "Fremdverletzung" relativ ausgeschlossen.
Entsprechenden Abstand zu "stark alkoholisierten Knallern" einhalten, Kaputze auf oder nach innen und keine "Plastikkleidung" tragen reicht idR.

Ich kauf seit über 10 jahren keine Knaller mehr, aber ab und an zünd ich mal einen aus ner "befreundeten Tüte" an.
MIR macht da das anzünden auch mehr Spass als da irgendwelchen Pros aus der Entfernung zuzugucken.
Dieses Jahr hatten wir zu 5 so ne Aldi-Gemischt-Tüte - davon geht die Welt nicht unter.
Dafür sind wir brav mit den Öffis zur Party :evillol:
Gefühlt haben genauso viel Leute geknallt wie die letzten Jahre, ABER mit weniger Knallern (es waren alle schneller wieder drin).
Das lag wohl auch mit dran, dass man die Knaller nicht wie sonst drinnen abgeben konnte.
Mein Kumpel hatte das übersehen und mußte seine draußen "verstecken".
hat zum Glück keiner gefunden und der Schampus war auch noch da :D
 
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U-L-T-R-A schrieb:
Der Fall mit dem Affenhaus war natürlich blöd - aber wenn ne Hütte abbrennt weil ne Kerze ungünstig drauf landet...
Der Fall mit dem Affenhaus hat damit gar nichts zu tun: Die Laternen sind längst verboten und sind nicht einmal speziell für Silvester.
 
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Es hätte aber genauso gut durch ne Rakete oder n Blitzschlag oder n Kabelbrand... abbrennen können.
Bei so Reet-Dächern kann ich n Pyroverbot verstehn, aber war das Dach da aus Pappe?
Irgendwo wurden da doch mMn "ungeeignete Materialien" verbaut.

Ich mein O.K wenn da durch aufgewirbelten Staub ggf Fehlalarme der Rauchmelder losgehn und die deshalb nicht verbaut wurden...
Ich rauch bei mir in der Bude (allerdings in der Küche am Fenster) da kann ich mich ja auch nicht mit rausreden, warum ich zu Haus keinen Rauchmelder habe/haben möchte ;)
 
Ausgerechnet das Rauchen als Beispiel für etwas, was von selbst weniger geworden ist?

Es ist weniger geworden, aber eben nicht ohne Verbot .. es gibt sogar noch immer "Raucherclubs" ... ein Überbleibsel aus der Zeit, wo sich die Wirte noch aussuchen durften, ob man in ihrer Kneipe rauchen darf oder nicht.
Als das Rauchen in Kneipen und Resaturants verboten wurde, gab es ein ganz schönes Buhei um Umsatzeinbußen, die befürchtet wurden ... nicht von Rauchern, sondern von Gaststättenbetreibern, bei denen man rauchen durfte.
Es stand schon 1950 jedem deutschen Wirt frei, das Rauchen in seiner Gassttätte zu verbieten (Hausrecht) ... nur hat das freiwillig kaum einer gemacht bis die in diesem Fall ausnahmsweise mal als positiv betrachtete "Verbotskultur" zuschlug.

Heute halten wir es für vernünftig, sich im Auto anzuschnallen ... aber ohne ein Verbot des unangeschnallten Fahrens ("Gurtpflicht" ist das gleiche andersrum) haben das nur wenige Autofahrer in Deutschland eingesehen, der ADAC hat dagegen Kampagnen gefahren, die Autoindustrie ... und es gab bestimmt auch einen Verkehrsminister, der es für eine blöde Idee gehalten hat.

Nur zwei Beispiele für gesellschaftliche Veränderungen, die durch ein Verbot bzw. eine gesetzliche Regelung mit Strafbewehrung zumindest stark beschleunigt wurden.

Wenn ihr weiter dran glauben wollt, dass das Rauchen auch ohne Verbot in ähnlicher weise nachgelassen hätte, dann ist das euer eigenes Ding.
Ich halte das allerdings nur für die halbe Wahrheit ... auch wenn es sehr schön gewesen wäre, wenn die Vernunft sich mal selbst hätte durchsetzen können.
 
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Das Rauchen bezog sich auf den Rauchmelder.
Die hatten ja offensichtlich keinen, weil die Viehcher soviel Zeug aufwirbeln.
Das ich zu Hause (noch) rauchen darf entbindet mich auch nicht von dem Einsatz eines Rauchmelders.
 
Zuletzt bearbeitet:
U-L-T-R-A schrieb:
Das ich zu Hause (noch) rauchen darf entbindet mich auch nicht von dem Einsatz eines Rauchmelders.
Bei mir genauso ... Rauchen ist auch kein Problem für einen Rauchmelder, wenn man nicht gerade das absolut billigste Gerät am Markt verwendet.
Der in meinem Zimmer hatte noch keinen einzigen Alarm ... aber bestand bisher auch jede Funktionsprüfung.
Allerdings rauche ich mittlerweile auch nur noch am offenen Fenster.

Nur falls jemand das nicht weiß.
Der Mieter ist nicht dazu verpflichtet, seine Mietwohnung mit Rauchmeldern zu bestücken ... diese Kosten hat der Vermieter zu tragen ... und wenn er das nicht will, dann sind das eure Rauchmelder, und ihr dürft sie beim Auszug wieder abmontieren.
Ich weise drauf hin, weil es mein Vermieter bei mir versucht hat (der alte Geizhals).
 
Feligs schrieb:
Ich lasse es einfach so stehen, dass deiner Meinung nach Feuerwerk für den Privathaushalt zu gefährlich ist und es deshalb nur noch von Profis abgebrannt werden soll.

Nein, hab ich so nie gesagt, ist zu gefährlich also verbieten. Das ist ein Aspekt der Geschichte, ein einziger.
Aber alles andere ignorierst Du ja gekonnt.

Feligs schrieb:
Meine Meinung, dass es immer Idioten gibt, die Sachen falsch verwenden und deshalb Menschen gefährden bleibt auch so stehen

Auch niemals bestritten. Manche Menschen sind Idioten. Ich habe es lediglich in Frage gestellt, dass es nur wegen falscher Handhabung zu Unfällen kommt. Vorsatz oder defekte Produkte zb wurden ja ausgeschlossen.

Sehr selektiv gelesen und zusammen gefasst...

U-L-T-R-A schrieb:
aber nur weil man etwas nicht mag/braucht muß man es anderen nich gleich verbieten.

Stimmt.

U-L-T-R-A schrieb:
Die Schäden sind da mMn überschaubar.

Dann ist überschaubar aber sehr weit definiert für Dich.

U-L-T-R-A schrieb:
Irgendwo wurden da doch mMn "ungeeignete Materialien" verbaut.

Das wird ja grad ermittelt, aber mir persönlich ging es in der Diskussion hier nie um die tragische Geschichte mit dem Affenhaus.
 
Also bezüglich Feuerwerk muss ich mich hier vielen Meinungen anschließen. Ich habe zugegebener Maßen dieses Jahr das erstmal mal seit einigen Jahren wieder selbst Feuerwerk gekauft und muss sagen, ich war von den Preisen schon abgeschreckt. Ich habe für 50€ eingekauft, wobei ich dabei 4 Batterien und eine Packung Böller hatte. Ich muss sagen, von den Batterien war ich nicht wirklich überzeugt, die Böller waren ganz spaßig. Ich kann aber dazu sagen, dass ich das ganze Zeug direkt auf der Straße vorm Haus abgebrannt habe und noch in der Nacht meinen ganzen Dreck zusammengekehrt und in einem BLECHeimer in den vorgarten gestellt habe. Gibt ja so Dödel, die das dann direkt in die Mülltonne kippen und sich am Ende wundern, das die Hütte brennt.
Ich persönlich werde nächstes Jahr vermutlich kein Feuerwerk mehr kaufen. Da gebe ich mein Geld lieber für nachhaltigere Dinge aus. Die 10 min Licht, Knall und Dreck waren mir die 50€ nicht wert.

Früher als Jugendlicher war ich auf Silvester und Böller ganz scharf. Da haben meine Freunde und ich schon Tage vorher überlegt, was wir haben möchten und haben das dann mit einem Elternteil gekauft. Der Renner waren diese kleinen Böller in der kp.. 300er Schachtel oder wieviele das waren.
Und ja – wir waren auch solche, die dann ab dem 29.12 ab 12 Uhr mittags den ganzen Tag draußen rumgestolpert sind und lauter Sachen gesprengt haben. Allem voran Schneehaufen (irgendwie gabs in den Jahren an Silvester jedes Jahr Schnee), Erdhaufen, im Wasser, In gullis usw. Das gute mit den kleinen Böllern war, das da im Grunde nicht viel passieren konnte. Größere Böller haben wir aber auch nicht bekommen.
Gut, wir kommen vom tiefsten Land und es hat sich auch nie einer groß dran gestört, da wir zumeist außerhalb vom Dorf unterwegs waren. Heute nerven mich zugegeben auch die, die schon Tage vorher das böllern anfangen oder an Silvester selbst schon vorm Abendessen Batterien und Raketen zünden.
Was ein Verbot angeht bin ich auch sehr zwiegespalten. Einerseits bin ich dafür, da mir der Trubel um Silvester ohnehin auf die Nerven geht (Mir würde nichts fehlen, wenn es einfach ausfällt, man abends ins Bett geht und am nächsten Tag sich eben das Datum komplett geändert hat). Das Thema Müll, Umwelt, Feinstaub, Tiere ist definitiv auch ein Argument dafür.

Auf der anderen Seite steht die Tradition, die nun seit Jahrhunderten bestand hat und auch Gesellschaftlich sehr wichtig ist. Der generierte Umsatz aus Pyro-Verkäufen würde ich jetzt mal nicht als relevant ansehen. Natürlich hängen auch da wieder Arbeitsplätze dran, allerdings bleibt das zumindest für das Umsatzvolumen in DE doch überschaubar. In Pyrofabriken ist doch sicher ohnehin sehr viel automatisiert aufgrund der potentiellen Gefährdung.

Das Problem wird bleiben: Wenn man den Verkauf in DE verbietet wird nur umso mehr aus den Nachbarländern geschmuggelt. Dann haben wir da eben den gleichen Handel wie bei Drogen. Wenn es jemand unbedingt will, wird er sichs im Ausland beschaffen oder selbst bauen. Und gerade mit dem Zeug sprengen sich die Leute dann die Gliedmaßen weg oder verletzen andere Menschen z.T. schwer.
 
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