Prozessorkauf von der Konsolen-Hardware abhängig machen, Sinn?

SimonK91

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Hallo Forum,

mich beschäftigt folgende Frage: Schon immer hat die Spieleentwicklung auf den Konsolen wie PS3 und XBOX auch meist direkt die Entwicklung der jeweiligen PC-Versionen stark beeinflusst. Ich denke dies kann man sehr gut an der FIFA-Reihe sehen, welche grafisch nun seit 4-5 Jahren quasi auf der Stelle trat, da die Konsolen ausgereizt waren und die PC-Version meist ein "Abklatsch" der Konsolenversionen war. Korrigiert mich wenn es falsch ist.

Worauf ich hinaus will:

Man weiß, dass die NextGen Konsolen einen AMD 8 Kerner besitzen. Macht es nun nicht Sinn, beim Kauf des nächsten Prozessors für den PC einen 8 Kerner von AMD zu kaufen, da die Hersteller die Leistung auf diesen CPU optimieren? Wenn man davon ausgeht, dass die Konsolengeneration wieder 6-7 Jahre andauern wird, dürften Multiplattform-Spiele nach meiner Logik in diesem Zeitraum immer auf einem zb AMD FX-8150 laufen. Bei PC-only Games, welche unter Umständen CPU lastiger sind (bsp die Anno-Reihe etc) lässt sich dies natürlich nicht anwenden.

Habe ich also einen Fehler in der Logik oder macht es durchaus Sinn? Aktuell möchte ich mir zB einen Gaming-PC zusammenstellen, in dessen Preisleistung eigentlich ein FX-6300 passt. Nun befürchte ich aber dass dieser relativ schnell ans Limit kommt da sämtliche Spielehersteller auf die Konsolen-Hardware hin optimieren, welche einen 8 Kerner AMD hat.:rolleyes:
 
Hm ich denke preislich macht es doch kein großen unterschied ob du dir nun ein Fx6300 oder ein FX 8xxx kaufst. Also würde ich persönlich definitv lieber zur 8er Reiher raten.

Bin ich jedoch immer noch der Meinung mit einem Intel deutlich besser zu fahren. Nein kein Fanboy, bin eher pro AMD :)
 
Irgendwas für die Zukunft zu investieren ist fürn Arsch, das hat noch nie wirklich geklappt.

Wenn man sich nen Gaming Pc kaufen will wartet man am besten ein paar Monate nach den release der Konsolen ab. Dan sieht amnn auch schon ne gute Tendenz wohin sich der markt entwickelt.

Bedenke das es fast immer zu nen großen Leistungssprung nach den erscheinen der Vergangenen Konsolen gab.
innerhalb kürzester zeit war jeder gaming Pc veraltet.
 
Der Fehler in der Logik: Wenn du in 3-4 Jahren BF3 in einer Qualität wie aktuell auf Xbox/PS3 spielen willst macht das Sinn. Auch wenn die Konsolenhardware gleich bleibt, gibt es nicht nur Konsolenportierungen und eben diese Spiele halten sich dann nicht an die Logik sondern fordern die Hardware die sie brauchen. Für die Konsolen wird dann eine (grafisch) abgespeckte Version produziert (siehe BF3).
 
SimonK91 schrieb:
Habe ich also einen Fehler in der Logik oder macht es durchaus Sinn? Aktuell möchte ich mir zB einen Gaming-PC zusammenstellen, in dessen Preisleistung eigentlich ein FX-6300 passt

Deine Logik ist keine, das ist bereits klargeworden.

Welches "Budget" hast Du denn und wann soll das passieren?
 
Der Gedanke hat einen Haken: Denn die Spielehersteller wissen sehr wohl um die Limits der Konsolen, und dass man dort nicht nachrüsten kann. Gute Konsolenspiele laufen daher auf der Konsole optimal. Dazu werden teilweise Texturen reduziert (Bandbreite schonen), Polygone verringert (GPU-Last mildern), Features deaktiviert (GPU- & CPU-Entlastung, bsp: Tesselation ist auf der Konsole nicht regelbar). Das führt dazu, dass der Hersteller sich auch mit dem Reduzieren von Details auseinander setzt - oder dem Erhöhen. Er wird experimentierfreudig für neue Sachen, testet auf einer Konsole und wenn es ruckelt, wird es wieder weggenommen.

Auf dem PC gibt es dieses Limit nicht. Da kommt einfach alles rein, kriegt eine Bezeichnung wie "Ultra" oder "Niedrig" (ja, es gibt ja auch schwächere PCs. Warum nicht die Erfahrung auch für diese nutzen), spendiert für fixe Konsoleneinstellungen einen Menüpunkt (Sichtweite, Renderweite, Tesselationslevel, Auflösung, etc.) und urplötzlich geht dem Konsolen-PC die Puste aus, wenn er alles hoch dreht. Auf Konsoleneinstellungen klappt es super - aber finde die erst mal heraus ;)
Und dann muss man noch bedenken, dass alle Grafik-Features unter DirectX / OpenGL auch eine gewisse CPU-Last erzeugen. Also der Gedanke "okay, super GraKa aber Konsolen-Prozessor" führt auch nur an die Wand. Abhilfe KÖNNTEN hier Mantle/HSA leisten, aber das frühestens bei der Playstation 5 / XBox Two. Denn aktuell wird Mantle nicht unterstützt (wird auch nicht nachgereicht für PS4 und Xbox One) und HSA ist noch nicht wirklich verfügbar.


Oft sind die Leute nicht bereit diese Einschränkungen zu tragen, weshalb die PCs dann doch deutlich über der Konsolenhardware gekauft wird. Speziell die geringe Auflösung der Konsolen ist gerne ein Streitpunkt.
 
Abschließend lässt sich das erst beurteilen, wenn eine passable Anzahl an Konsolenports vorliegt.

Man darf auch nicht vergessen, dass aktuelle Spiele fast durch die Bank weg z.T. erheblich besser auf Intel CPUs laufen.
 
Eine ähnliche Frage wurde hier schon durchgesprochen -> Bessere Performance bei PS4/XBOne-Konsolenportierungen mit FX-8350 zu erwarten?

Kurz gesagt, niemand weiss es sicher.

Rein rational betrachtet wird, was den Spielebereich angeht, immer mehr auf Mehrkern CPUs hingearbeitet um natürlich das Potential auszunutzen.
Wenn man aber mal zurückblickt, wie lange hat es gedauert bis die Quadcore ihr Potential ausfahren konnten? Ich zocke immer noch auf einem Q6600 (@3Ghz), HD7950 und 8GB RAM und das reicht vollkommen für alles derzeit und sicher noch eine Weile.

Eine andere Frage: Was nutzt das aber wenn die Grafikhardware an ihre Grenzen kommt? Diese entwickelt sich ja auch weiter und ist im PC Bereich austauschbar. Bedeutet einfach, abgespeckte Versionen für die Konsolen.

Das ist wie damals mit den zahlreichen Diskussionen ob ein Dualcore ausreicht oder man ein Quadcore kaufen sollte.

Ganz einfach:
1. Wieviel Geld habe ich?
2. Was kann ich dafür am besten holen?
3. Wenn Geld keine Rolle spielt, ist man mit einem Rechner (ohne Monitor) mit 800€ - 1000€ gut für eine ganze Weile gerüstet.
 
Wenn überhaupt kann der Gedanke nur bei den GPUs zünden. Bei den CPUs setzen AMD und Intel auf identische Befehlssätze und da die "pro MHz-Leistung" bei AMD eher übersichtlich ist und die CPU in den Konsolen auch noch dermaßen niedrig getaktet wird muss - wo es nur geht - auf "Multithreading" gesetzt werden und das kommt beiden Mehrkern-CPU-Herstellern auch auf den PC übertragen zugute. Das AMD für seine eigenen CPUs hier mit einseitig proprietären Entwicklungen punktet glaube ich kaum. Nur eine künstliche Limitierung wäre hier denkbar.

Ganz anders sieht es bei den GPUs aus. Hier kann und wird gerade auf Konsolen sehr hardwarenah entwickelt und dies soll sich mit Mantle auch einfacher auf den PC umsetzen lassen. Ob und was das bringt wird das entsprechende BF4-Mantle-Update für den PC zeigen. Grundsätzlich sollte es für PC-GCN-GPUs aber von Vorteil sein da die kleinen Brüder in beiden Konsolen eingesetzt werden. Und wenn es einfach nur weniger Kompatibilitsprobleme gibt.
 
Genau diese Diskussion findet doch in jedem Thread statt in dem es darum geht "Soll ich i5, Xeon oder i7 zum gamen nehmen" etc.
Auch hier spalten sich zwei Lager, die einen, die sagen, dass 4 Kerne zum gamen ausreichen sind und die anderen, die sich so wie du unter anderem auf Konsolen beziehen und auf HT oder 8 Kerne und die vermeintliche Zukunft setzen.
Genaueres wird man erst wissen wenn es soweit ist.
Meiner Meinung nach muss man in die Betrachtung sowieso auch immer die GPU miteinbeziehen und nicht nur isoliert die CPU.
 
Zuletzt bearbeitet:
@c-mate: da man nicht auf Vorrat kauft, zumindest nicht am PC Sektor, ist aktuell aber ein i5 ausreichend :)
Habe gerade für einen Freund einen i5-4670 verbaut und BF4 läuft darauf ohne Probleme, zu meinem i7 mit 6 Kernen & HT ist nicht wirklich ein Unterschied zu merken da wir beide trotz GTX780 ins GPU Limit laufen ;)

Was die Zukunft bringt wissen wir nicht, vor ein paar Jahren hätten wir auch Quadcores als Anforderung für Spiele als unrealistisch gehalten. Nur jetzt einen PC für "in 3-5 Jahren" zu kaufen macht einfach keinen Sinn.
 
@Visceroid
Ich hab ja auch nicht gesagt dass ein i5 nicht reichen würde ;)
Na ja auf Vorrat kaufen ist vielleicht bisschen übertrieben ausgedrückt aber wenn man schon aufrüstet dann will man doch versuchen das so umzusetzen, dass man 2-3 Jahre damit Ruhe hat.

Und kommt ja auch immer drauf an, was man neben gamen noch so alles mit dem PC macht.
Aber ich für meinen Teil würde vermutlich zb zum Xeon greifen, auch wenn man im Moment hauptsächlich spielt.
Könnte ja sein, dass sich das eigene Nutzungsverhalten ändert und dann ist man mit HT besser gerüstet.
Muss aber natürlich nicht sein und ein i5 ist eine mächtige CPU.
Und es kommt ja auch immer ein bissel auf die Kohle drauf an, die man zur Verfügung hat.
 
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