News Pumpenloser Flüssigkeitskühler aus Darmstadt

Erstmal danke für die interessante und sehr gut schriebene News!
Insgesamt wirklich sehr nett, ob es über diesen Status hinaus auch was wird muss sich natürlich erst noch zeigen. Ich persönlich sehe aber bei all den Nettigkeiten auch ein paar richtige Hindernisse. Zum einen dürfte insbesondere die wohl eher immer geringer werdende TDP bzw. die Wärmeverlustleistung der aktuellen und zukünftigen CPUs im Mainstream Bereich (was der P4 ja klar ist) sinken und zum anderen sind aktuelle Luftkühlungen einfach zu billig um wirklich dagegen Konkurieren zu können. Insbesondere ersteres dürfte glaube ich ein wirkliches Problem werden, den ohne Trickserein wie einer künstlichen Siedepunkt Erniedrigung (z.B. mit Vakuum etc.) wird man dann in schwere Nöte kommen die erforderlichen Temps zu erreichen.
Im Bereich der Enthusiasten sehe ich deshalb eher eine "Überlebenschance" für einen solchen Ansatz, hier ist man vermutlich auch bereit einen entsprechenden Preis für das Produkt zu zahlen. Für 99,5% der restlichen PC User reicht auch der Box Kühler oder eben ne gescheite Luftkühlung für 20-40€, die mit entsprechenden Lüftern inzwischen auch unhöhrbar sind.
Im Serverbereich wird es vermutlich bessere Lösungen geben, ich gebe aber gerne zu hier keine Ahnung zu haben.
Mfg
 
Wow, klasse News! Respekt! Schöne Arbeit, hat richtig Spaß gemacht die News zu lesen :)
Freu mich schon auf das Ding, wenn es zu kaufen ist. Da wird noch viel verbessert und dann werden die Werte traumhaft sein. Da ist endlich die ersehnte Evolution bei der Kühlung :)
 
DvP schrieb:
Wie directNix schon geschrieben hat, braucht man wieder einen Wärmetauscher der die Temperatur irgendwo hin abgibt, an die Luft eben.

Um den Wärmetauscher kommt man nie drumrum.
Irgendwo muss die Wärme immer hin, man kann Energie schließlich nicht vernichten.
Der Vorteil der Kühlmethode hier ist, wie bei einer Wasserkühlung, dass man relativ frei ist was die Platzierung und Größe des Wärmetauschers angeht.

Zudem funktioniert die Kühlung hier wie ein Hybrid aus Wasserkühlung und Heatpipe.
Die Umwälzung erfolgt durch Kapillarkräfte und Konvektion.

Damit fällt die Pumpe als Stromverbraucher, Lärmquelle und Fehlerquelle weg.

Undichtigkeiten sind ja nach Medium für die Hardware (und Nutzer :D ) ungefährlich.

Die hohe Temperatur die nötig ist, damit das System funktioniert stellt kein Hinderniss da.
Heatpipes arbeiten auch erst ab einer bestimmten Temperatur, durch Druckregulation und Wahl des Mediums lässt sich diese aber verringern oder erhöhen.
Bei diesem System fällt Unterdruck vermutlich (aus gründen der Praxistauglichkeit) weg, also muss man eben noch ein geeigneteres Medium als Methanol finden.

Fluorwasserstoff wäre in der Hinsicht mit 19,3°C toll, hat allerdings zu viel unerwünschte Nebenwirkungen :D
 
Ich sehe neben dem fehlenden Pumpengeräusch absolut keinen Vorteil in dieser Konstruktion.
Das Teil ist mindestens genauso groß und Komplex, wie eine Wasserpumpe.

Ich für meinen Teil möchte aber neben meinem PC-Gehäuse nicht noch irgendwo eine kleine Kiste, einen Radiator oder sonst irgendwas stehen haben.
 
Schön wie es voran geht. Bin ja mal gespannt mit was wir so in 5 Jahren Kühlen werden und wie gut dann.

Kohlenstoff Nanoröhren kommen ja auch in den nächsten Jahren noch. Die solchen ja auch 100 fach besser Wärme Leiten als Kupfer.

Schön wie das GHZ Rennen wieder los gehen wird dann^^
 
Der Vorteil dieses Systems wird wohl darin liegen, dass es praktisch ausfallsicher ist, da kein mechanischer Verschleiß beispielsweise an der Pumpe entstehen kann. Also ist dieses System nicht so interessant für den Heimgebrauch, dafür aber mehr für den militärischen Einsatz oder in der Luftfahrt.

Es besteht aber sicherlich noch das Problem, dass die Schläuche nicht zu lang sein dürfen, denn sonst benötigte man zu viel Energie um das Kühlmedium "durchzupumpen" (dieser Ausdruck passt nicht ganz :D), was oft ein Problem ist, da man die Wärme meistens möglichts weit von der Hitztquelle wegschaffen will und nicht ein paar Zentimeter daneben wieder an die Luft abgeben.

Wie schon gesagt, sind das "nur" verbeserte und größere Heatpipes, und bei Heatpipes hat sich Wasser bei einem leichten Unterdruck durchgesetzt. Darum gehe ich davon aus, dass auch bei diesem System die Schläuche für einen Unterdruck ausgelegt werden und das Methanol gegen dem. Wasser ersetzt wird. Dadurch würde die Siedetemp. stark sinken, abhängig vom Druck sogar unter Raumtemperatur, und Wasser kann wesentlich mehr Wärmeenergie aufnehmen als Methanol, sowohl in Flüssiger Form wie auch beim Verdampfen.
 
Also mmn wäre es da Sinnvoller von der Kühlleistung her, eine CPU zu köpfen und direkt mit nur ganz wenig Bodenstärke nen Wasserkühler draufzupappen, oder halt n Synthetikzeugs statt Wasser mit besserer Wärmeaufnahme. Bringt viel mehr und kostet viel weniger, ausserdem ist Wasser was direkt durch gepumpt wird viel weniger anfällig auf Staub. Denn wenn das Zeug langsam ausdampft und das tut es zu 100%, denn absolut dicht ist sowas nie, dann kann man für die Füllung wahrscheinlich n Vermögen hinblättern. Denn Schmutz kann die Kapillare zerstören/verstopfen.

mfg Chuck
 
sehr interesant. Find ich echt Top auch mal news in eine etwas "andere Richtung" zu lesen.

Bei der Technik an sich bin ich auch etwas skeptisch, was den Massenmarkt betrifft. Dafür sind einfache Luftkühlungen viel zu billig und erfüllen ihren Zweck. Klar mag das hier beschriebene System deutlich leistungsfähiger und viel innovativer sein, aber es ist wohl für die breite Masse einfach "überdimensioniert" und zu teuer.
 
jetzt mal für alle die rumheulen was sie da von für einen Nutzen haben sollen oder das sie sowas nie einbauen würden... ganz toll für euch, meldet euch am besten bei gofeminin an und meckert das ihr die frauenprodukte garnicht gebrauchen könnt :freak:

Immer dieses ich-bezogene Gehabe :freak:


Dr.Proctor schrieb:
Um den Wärmetauscher kommt man nie drumrum.
Irgendwo muss die Wärme immer hin, man kann Energie schließlich nicht vernichten.

Schwarzes Loch? Ok, wäre ein bisschen risikoreich bei einem Leck^^
Und die Ausdehnung mit der Zeit wäre auch ein Problem.

Dr.Proctor schrieb:
Fluorwasserstoff wäre in der Hinsicht mit 19,3°C toll, hat allerdings zu viel unerwünschte Nebenwirkungen :D

Ja auch die Idee ist man schon vor einer Ewigkeit gekommen und vor Knapp 15 jahren ist auf die Idee gekommen das Zeug für die meisten Anwendungen zu verbieten.

Die Wunderwaffe Asbest ist irgendwie auch aus der Mode gekommen :lol:


Das System hier ist alleine dadruch das es vollständig ohne außenantrieb funktioniert schon genial. Früher ging das nicht so recht weil die Wärmeabfuhr mit größeren Kanälen zu schlecht war.

Auch der weitere Ansatz mit der Methanolenergiezelle wird schon lange verfolgt, die Kühlung ist eigentlich ein Nebenprodukt davon.
 
Warum verwenden die als Kühlmedium nicht einfach ein flüssiges Gas,wie Propan/Butan,ein anderes Gas,was den gewünschten Erwartungen entspricht oder gar ein extrem flüchtiges Flüssigmetall,was in einer kleinen Gasflasche enthalten ist ?

Das wäre dann ein komplett geschloßenes System,wo alle Verbindungsstücke des Kühlsystems luftdicht im Vakuum verschloßen wären.
Man müsste es lediglich nur noch montieren,an der zu kühlenden Komponente verbauen und verlegen,fertig.

Und wenn das Kühlmedium aufgebraucht wäre nach einigen Jahren,weil ja trotz Vakuum immer ein bisschen was vom Kühlmedium austritt nach einiger Zeit,müsste man einfach nur eine Alarmüberwachung in das PC System einbauen,was den Nutzer vor dem Kühlmittelverlust warnt und den PC bei zu geringen Druck im Kühlsystem von selbst abschaltet.

Und sobald man die Gasflasche in dem Kühlsystem auswechselt und der Betriebs Normdruck wieder hergestellt ist,gibt die automatische Sicherung des Kühlsystems den Betrieb des PC Systems wieder frei und die Kühlung läuft wieder normal weiter.

Das wäre wirklich extrem benutzerfreundlich und auch sehr sicher,weil das Kühlmedium nicht durch einen Benutzerfehler verschüttet werden könnte oder auf andere Art und Weise auslaufen könnte.
Da würden dann auch leicht entzündliche oder giftige Kühlmedien in Frage kommen zur Nutzung,da der Benutzer es so ungefährlich nutzen könnte,wenn er mit dem Kühlmedium nicht in Kontakt kommen kann.
Entsorgung müsste halt dann über den Sondermüll laufen,wie auch bei Batterien.

Man müsste lediglich verschiedene Normgrößen des Kühlsystems im Verkauf anbieten,weil man ja in dem Fall in einem geschloßenen System die Schläuche (in verschiedenen Längen),den Kühlkörper der CPU,die Verdampfereinheit,den Radiator und alle anderen wichtigen Teile der Kühlung nicht mehr selbst modifizieren könnte,da man sonst das Vakuum zerstören würde oder ein Leck verursachen könnte.

Wenn man es aber vernünftig umsetzt und realisiert,wäre das eine echte Revolution im Enthusiasten Kühlbereich und würde die High End Kühler und Wasserkühlsysteme wohl vom Markt verdrängen.

Auch würde es wohl die Übertaktungsmöglichkeiten gewaltig erhöhen,wenn man damit wirklich bis zu 500 Watt abführen und kühlen könnte auf einem sehr leisen und vor allen Dingen unkomplizierten Weg,ohne irgendwelche Risiken für die Bauteile des PC Systems oder gesundheitliche Risiken für den Nutzer.

Auf jeden Fall ein Top Artikel und eine geniale Erfindung der Engineersteams unserer Hochschulen.

Daumen hoch :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du das System druckdicht genug bekommst um Gase wie Methan flüssig zu halten, kannst du auch einen Unterdruck erzeugen und Wasser verwenden.
Weitaus ungefährlicher im Umgang.
 
Ohje. Jettzt können ja die 500W Grafikkarten kommen. Ich hoffe nicht.
Jedenfalls eine sehr gute Entwicklung. Wasser ist einer der best leitenden Elemente.
 
@crustenscharbap: Gab mal eine News zu 3 Slot GPU Kühler mit PCIe 3.0 Zukunft da sollten ja alleine schon 500 Watt Grafikkarten kommen glaube so gar in Singel GPU Karten.
Hoffe nur nicht das 500 Watt CPUs kommen, bis 200 Watt würde ich ja schon erste mal mit gehen maximal.
 
@Thomson1981

Das haut nicht hin weil das System auf Flüssigkeit basiert... die Tankblase ist aus Silikon und dint irgendwo zum Druckausgleich (was schon einen Sinn haben wird)

Mit Gas würde das nicht funktionieren, der Druck müsste viel höher sein, Gase ziehen sich auch nicht in den Wärmetauscher. Kapillarität funktioniert nicht bei Gasen!
 
Wattebaellchen schrieb:
Kapillarität funktioniert nicht bei Gasen!

Ich glaub er meint mit verflüssigtem Methan o. ä.

Das würde mit einem Druckfesten System durchaus funktionieren, aber wie schon gesagt könnte man dann auch mit einem Unterdruck und Wasser arbeiten.

Einer der Vorteile dieses "neuen" Systems gegenüber Heatpipes ist ja, dass im System praktisch der atmosphärische Druck herrscht.
 
Klar, mit Flüssiggas wird es auch gehen, aber dafür braucht man einen Kompressor? o.O

Dürfte schwer werden einen Kreislauf passiv unter Hochdruck am Leben zu halten, das Verhalten der Stoffe ist ganz anders und es ist fraglich ob die winzigen Röhren für den Kapilareffekt den Druck aushalten.

den 2ten kreislauf mit der Ausgleichsblase kannste dann auch vergessen.
 
" Bei einer Prozessorleistung von 102 Watt und einer Umgebungstemperatur von 24 °C wurde ein Prozessortemperatur von 88 °C gemessen.------------
-------------------, wird jedoch von vielen aktuellen CPUs noch toleriert. Bedenkt man zudem, dass der Verdampfer nur 1/3 der Fläche der gekapselten CPU kühlt und bei weitem nicht jede CPU so viel Verlustleistung produziert, ist noch reichlich Spielraum nach oben. "



Verstehe nicht was daran so überdimensional toll sein soll ,und warum haben sie nicht gleich die ganze Fläche gekühlt ?

Bin sehr für Innovationen ,und wünsche den Forschern auch das Beste ,aber das erscheint mir nicht so Bahnbrechend .
 
Wow! Kapillareffekt genutzt, nein wie kompliziert -.-
Demnächst baut man noch Mikro Energiekraftwerke mit Kapillareffekt und der darin genutzten Summe von Ad- und Kohäsionskräften um das hoch transportierte flüssige Medium fallend durch Turbinenräder o.ä. zu jagen.

Mensch mensch, hochbrisant
 
@Chi||Ang3L
wohl aus kostengrüngen, der Kühler dürfte mit seiner Rohrengröße von 40 µm schon teuer genug gewesen sein, ist ja wohl einer von nur ganz wenigen die man zu Forschungszwecken gebaut hat, wenn nicht vielleicht der einzige.

@DUNnet

Leute wie dich braucht das land -.-
 
Zurück
Oben