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Radiator zur Wärmeaufnahme

MaxPaul

Cadet 2nd Year
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Hat schon mal jemand versucht Abwärme über einen / mehrere Radiator(en) abzuführen? Also mit den Radiatoren intern die Wärme aufnehmen und extern abführen?
Ich habe mir die Frage gestellt, da ich gerne einen PC bauen würde, welchen man auch in anspruchsvolleren Umgebungen (Witterungsgeschützt, aber an freier Luft) verwenden kann, ohne dass die HW total verdreckt wird.
 
Du willst die Wärme also erst in die Luft abgeben, dann mit einen Radiator in Wasser und dann wieder in Luft?
Warum so umständlich? Einfach eine normale Wakü mit Externen Radiator bauen und den Radiator über eine entsprechend langen Schlauch weiter weg vom PC aufstellen?

Oder eine entsprechend (staub-)geschützen PC kaufen.
 
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Was genau hast du vor?
Kannst du uns was skizzieren?

Man nimmt keine Wärme über Radiatoren auf, die wärme entsteht bei der CPU und GPU und wird dort über Kühlblücke aufgenommen und mittels Wasser zu den Radiatoren transportiert, wo die Wärme an die Umgebung abgegeben wird.
 
MaxPaul schrieb:
Hat schon mal jemand versucht Abwärme über einen / mehrere Radiator(en) abzuführen? Also mit den Radiatoren intern die Wärme aufnehmen und extern abführen?
Das macht jede Wärmepumpe, die meisten haben allerdings noch ein aktives Bauteil in der Mitte um's effektiver zu machen...
 
Kann mir gut vorstellen, dass das nicht sonderlich gut funktioniert.
Weil die Temperaturdifferenz zwischen Kühlmedium und Innenluft nur gering ist und entsprechend wenig Wärmeenergie übertragen wird.

Da ist eine AiO wahrscheinlich besser, die die Abwärme der CPU bzw. GPU direkt nach außen abführt.

Hermetisch Luftdicht verpacken ist aber keine gute Idee, Schwitzwasser wird einen Weg hinein finden. Also muss es irgendwo wieder raus fließen können.


Bei der Wahl deiner Filter bedenke bitte auch, das so ein warmes, trockenes Versteck eine Menge Ungeziefer anlockt. Das muss also Ameisen/Insektensicheres Material sein.
 
MaxPaul schrieb:
Ich habe mir die Frage gestellt, da ich gerne einen PC bauen würde, welchen man auch in anspruchsvolleren Umgebungen (Witterungsgeschützt, aber an freier Luft) verwenden kann, ohne dass die HW total verdreckt wird.
Da wäre es zielführender, ein möglichst geschlossenes System mit Wasserkühlung zu bauen und (wie bereits erwähnt wurde) dieses an einen externen Radiator abzuführen.
Deine Idee ist unnötig kompliziert gedacht und nicht zielführend.
 
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Nilson schrieb:
Du willst die Wärme also erst in die Luft abgeben, dann mit einen Radiator in Wasser und dann wieder in Luft?
Warum so umständlich? Einfach eine normale Wakü mit Externen Radiator bauen und den Radiator über eine entsprechend langen Schlauch weiter weg vom PC aufstellen?

Oder eine entsprechend (staub-)geschützen PC kaufen.
Natürlich würde ich grosse Wärmequellen wie CPU/GPU direkt an die Wasserkühlung hängen. Es geht eher darum, dass ich nicht das ganze Mainboard "unter Wasser" setzen muss. Also Spannungswandler, Chipsatz, NVMes, etc.

Ich habe vor 2 Tagen ein PURE BASE 500DX mit 5 Lüftern gebaut. Die Gigabyte Aorus SSD hatte im Idle 49°. Egal ob über oder unterhalb der Grafikkarte verbaut. In der Summe kommt da schon eine grössere Menge Wärme zusammen, die ich gerne ohne externen Luftstrom abführen möchte.

Sinusspass schrieb:
Für die Abwärme doch einfach über externe Radiatoren ab, dann gehts ganz einfach.
Das ist der Plan. Es geht ja darum, wie man die innere Wärme aufnehmen kann.

Fearing schrieb:
Was genau hast du vor?
Kannst du uns was skizzieren?
Ich habe keine direkte Vorstellung. Das war eher so eine Idee. Ob ich die HW in eine Kiste packe oder ein Gehäuse mit möglichst wenig Öffnungen, ist mir am Ende egal.
Ich möchte nur eine halbwegs anständige, nachrüstbare HW halbwegs geschützt im Freien betreiben.

Firlefanz_11 schrieb:
Ehrlich? Kann nicht glauben das die Frage Ernst gemeint ist. Ist es warm geworden unterm Aluhut?
Eingeschränkte Vorstellungskraft?
 
Du hast Wasserblöcke, um eben nicht Luft über die Komponenten blasen zu müssen. Es gibt durchaus Wasserkühler für sämtliche Hardware abseits des Netzteils, wo es mit der Wakü nun mal leider nicht klappt. Dann brauchst du auch keine Gehäusebelüftung mehr.
 
Man könnte dies auch mit den selben Wasserkühlungskomponenten bauen, das Gehäuse abdichten und dann halt die 2 Leitungen raus und diese ausserhalb abkühlen. Irgendwo hat ich auch sowas schon mal gesehen. Die Leitungen liefen da in den Keller und da war ein normaler aber riesiger Pc Radiator aufgehängt.

Wie man das dann innerhalb des Gehäused am besten macht, müsste man überlegen. Ich denke da z.b. an einen kleinen Lüfter der abseits von CPU und GPU auch die Luft zirkulieren lässt evtl kühlt man das auch noch etwas runter... .

edit:

wenn es nur darum geht eine PC im freien zu betreiben?!
Dann PC in eine zusätzliche Kiste und die Luftzufuhr mit schiefen Blenden (regenablauf, müsste es im Baumarkt geben, Lüftungszubehör) und Staubschutzgitter aka Fliegengitter. :D 😝
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das ganz soll länger im Freien bleiben bei Wind und Wetter ?

Auch wenn es geschützt steht würde ich mir da Gedanken machen wenn da Luft mit hoher Feuchtigkeit angesaugt wird wenn es zb mal länger regnet.
 
Na ja, wenn du das ganze in einem für Installationen im Freien vorgesehenen Stahlschrank (Kunststoff ginge auch, aber die können deutlich weniger Verlustleistung abführen bei gleicher Größe) verpackst wird das auch funktionieren solange CPU und GPU direkt über eine Wakü nach draußen atmen. Solche Schränke müssen schließlich auch andere Komponenten (Leitungs-, FI-Schutzschalter, Schütze, Relais etc.) mit Verlustleistung verkraften, dafür werden sie ja gebaut und Bauart geprüft. Also die Verlustleistung möglichst genau schätzen und danach die Auswahl treffen. Wieviel so ein Gehäuse dann abführen kann und wie weit sich der Innenraum aufheizt kann man berechnen - die Hersteller bieten dazu i.d.R. tools zum download an. Dann noch eine oder mehrere Membranverschraubung(en) - funzt wie Goretex - und man bekommt auch mit Schwitzwasser keine Probleme. Gegebenenfalls noch einen Hygrostaten mit Heizung verbauen und du kannst das Ding IP66 machen.
 
IMG_1333.JPG

Wenn die Haupsorge die anderen ungekühlten Komponenten sind... Das Bild meiner Wakü hier ist zwar etwas älter, aber das Prinzip erkennt man trotzdem.
Gehäuse ist ein Corsair 750D. Hier ist ein 240er Radiator in der Front (zwei Lüfter sind auf der anderen Seite montiert aber nicht sichtbar), und ein 420er an der Oberseite.
Luft wird durch den 240er in der Front ins Gehäuse geblasen, und durch den 420er oben ausgeblasen.
Wenn unter Last die Wassertemperatur einen gewissen Punkt überschreitet, könnten sich noch zwei 120er Lüfter im Boden dazuschalten und Frischluft mitreinblasen.
Die Hauptkomponenten sind somit direkt gekühlt und es herrscht für alle anderen Komponenten genug Airflow im Gehäuse. Über 2/3 der Abwärme wird ja schon über den oberen Radiator abgeführt, da mehr Fläche und dicker... da heizt sich durch den vorderen Radiator die Luft nicht nennenswert auf.

Mittlerweile hängt aber noch ein externer 420er-MoRa außerhalb vom Gehäuse mit dran, sodass die Wassertemperatur bei 600W Systemlast keine 40°C überschreitet. Nichtmal jetzt im Hochsommer bei 26-27°C Raumtemperatur.
Die Luft die oben aus dem Gehäuse kommt, ist schlimmstenfalls "Handwarm".
Ich hatte das Monster zwar zweimal mit auf LAN genommen, dafür den externen Radiator extra über Schnellverschlüsse verbunden, aber für den mobilen Einsatz trotzdem völlig ungeeignet, kA was Du vorhast.
 
ohne luftstrom, nur mit einem kühlen wärmetauscher im gehäuse werden dir die komponenten zu heiß.
oder du hast massive kondensatbildung, wenn du den wärmetauscher stark herunterkühlst (wie im kühlschrank).
normale mainboards und komponenten sind für sowas einfach nicht ausgelegt.

mein tipp wäre da eher der "standard", wenn du keinen staub im gehäuse haben magst: überdruck im gehäuse, einblasende luft wird gefiltert.
so wird kein dreck eingeblasen und durch die anderen öffnungen kommt auch nichts herein.
 
Sinusspass schrieb:
Du hast Wasserblöcke, um eben nicht Luft über die Komponenten blasen zu müssen. Es gibt durchaus Wasserkühler für sämtliche Hardware abseits des Netzteils, wo es mit der Wakü nun mal leider nicht klappt. Dann brauchst du auch keine Gehäusebelüftung mehr.
Das ist eben der Punkt, den ich zuvor angesprochen habe. Ich möchte es vermeiden alles mit Wasserblöcken versehen zu müssen. Erweiterungen oder Reparatur an der HW würden so (für mich) einfach zu viel Zeit und Geld kosten. Daher suche ich ja nach einer (möglichst) gehäusebasierten Lösung.
Red€y€ schrieb:
Man könnte dies auch mit den selben Wasserkühlungskomponenten bauen, das Gehäuse abdichten und dann halt die 2 Leitungen raus und diese ausserhalb abkühlen. Irgendwo hat ich auch sowas schon mal gesehen. Die Leitungen liefen da in den Keller und da war ein normaler aber riesiger Pc Radiator aufgehängt.

Wie man das dann innerhalb des Gehäused am besten macht, müsste man überlegen. Ich denke da z.b. an einen kleinen Lüfter der abseits von CPU und GPU auch die Luft zirkulieren lässt evtl kühlt man das auch noch etwas runter... .

edit:

wenn es nur darum geht eine PC im freien zu betreiben?!
Dann PC in eine zusätzliche Kiste und die Luftzufuhr mit schiefen Blenden (regenablauf, müsste es im Baumarkt geben, Lüftungszubehör) und Staubschutzgitter aka Fliegengitter. :D 😝
Das reicht leider nicht gegen Pollen & Staub.
Weasel0815 schrieb:
Und das ganz soll länger im Freien bleiben bei Wind und Wetter ?

Auch wenn es geschützt steht würde ich mir da Gedanken machen wenn da Luft mit hoher Feuchtigkeit angesaugt wird wenn es zb mal länger regnet.
Die Sorgen muss ich mir doch nur machen, wenn ich externe und interne Luft vermische?
der Unzensierte schrieb:
Na ja, wenn du das ganze in einem für Installationen im Freien vorgesehenen Stahlschrank (Kunststoff ginge auch, aber die können deutlich weniger Verlustleistung abführen bei gleicher Größe) verpackst wird das auch funktionieren solange CPU und GPU direkt über eine Wakü nach draußen atmen. Solche Schränke müssen schließlich auch andere Komponenten (Leitungs-, FI-Schutzschalter, Schütze, Relais etc.) mit Verlustleistung verkraften, dafür werden sie ja gebaut und Bauart geprüft. Also die Verlustleistung möglichst genau schätzen und danach die Auswahl treffen. Wieviel so ein Gehäuse dann abführen kann und wie weit sich der Innenraum aufheizt kann man berechnen - die Hersteller bieten dazu i.d.R. tools zum download an. Dann noch eine oder mehrere Membranverschraubung(en) - funzt wie Goretex - und man bekommt auch mit Schwitzwasser keine Probleme. Gegebenenfalls noch einen Hygrostaten mit Heizung verbauen und du kannst das Ding IP66 machen.
Dein Ansatz gefällt mir. Kann man die Kühlung nicht mit einem thermoelektrischen Kühler übernehmen und sich die Berechnungen sparen? Man müsste nur die Spannung irgendwie automatisch regulieren können um die Temperaturunterschiede gering zu halten und im Winter ganz zu deaktivieren.
71zt9V7YSmL._AC_SX679_.jpg

Fearing schrieb:
Wenn die Haupsorge die anderen ungekühlten Komponenten sind...
[...]
Die Luft die oben aus dem Gehäuse kommt, ist schlimmstenfalls "Handwarm".
Und in wie weit ist das Staubgeschützt?

Mal so eine ganz dumme Frage am Rande. Wie ist es denn mit Frostschutz im Winter? :D
Ergänzung ()

n8mahr schrieb:
ohne luftstrom, nur mit einem kühlen wärmetauscher im gehäuse werden dir die komponenten zu heiß.
oder du hast massive kondensatbildung, wenn du den wärmetauscher stark herunterkühlst (wie im kühlschrank).
normale mainboards und komponenten sind für sowas einfach nicht ausgelegt.

mein tipp wäre da eher der "standard", wenn du keinen staub im gehäuse haben magst: überdruck im gehäuse, einblasende luft wird gefiltert.
so wird kein dreck eingeblasen und durch die anderen öffnungen kommt auch nichts herein.
Und das ist "Staub- & Pollendicht"?
 
MaxPaul schrieb:
(...)Ich habe mir die Frage gestellt, da ich gerne einen PC bauen würde, welchen man auch in anspruchsvolleren Umgebungen (Witterungsgeschützt, aber an freier Luft) verwenden kann, ohne dass die HW total verdreckt wird.
Du willst Hardware, die für Innenraumanwendungen ausgelegt wurde, im Außenbereich verwenden.

Entweder beschaffst Du Dir Hardware, die für Schaltschränke im Freien ausgelegt wurde oder Du haust den Innenraum-PC in ein klimatisiertes (Temperatur und Feuchtigkeit) Gehäuse ein.

Geht es um eine Schnapsidee oder um Geschäftliches?
 
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Pollen und Staub, dafür gibt es feinere Filter. :D
Feuchtigkeit im Pc da könnte man die großen Versionen dieser Feuchtigkeitspäcken benutzen. :D

Natürlich muss man das ganze ab und zu einer "Inspektion" unterziehn. Mein Verständis war auch eher im eigenen Garten etc. :daumen:

Falls das ganze aber unter sehr speziellen Verhältnissen oder sogar professionell eingesetzt werden soll, würde ich da auch eher was fertiges kaufen.

Ganz andere Idee, du betreibst den Rechner in "Oil", dieses Oil kühlst du dann als eigenen Kreis. :D
Der PC ist dann geschlossen und nur die kühlung des "Oil" ist der Umgebung ausgesetzt, zumindest in meinem Kopf gerade. 🤪
Ob man da Oil oder irgendeine andere Flüssigkeit nimmt ist aber ein anderes Thema.
Google mal dannach, falls du mehr wissen willst.
 
Ein ganz normaler Schaltschrank mit Lüftern wär dann wohl das beste.
https://www.ebay.de/itm/204065638738

Da brauchst auch keine Experimente mit Wakü etc. machen,einfach ne Lüftgekühlte Kiste reinstellen und gut is.
Wenn da ne 800W Gamingkiste rein soll dann wirst wohl die normalen Lüfter des Schaltschranks gegen 6000er Miniturbinen austauschen müssen :D
 
MaxPaul schrieb:
Kann man die Kühlung nicht mit einem thermoelektrischen Kühler übernehmen
Ich würde das nicht machen - zu viel Aufwand. Mein Vorschlag wäre:
1. Edelstahlgehäuse aus dem Bereich Elektrotechnik in IP66 angepasst auf die abzuführende Verlustleistung excl. CPU und GPU
2. Wakü für CPU und GPU, Schläuche zum Radi über Kabeleinführungen nach außen - Gefrierschutz beachten für den Winter!
3. Membranverschraubungen gegen Schwitzwasser
4. Hygrostat + Heizung gegen Schwitzwasser und ggf. zur Beheizung im Winter

Ich habe so ein ähnliches Konstrukt (Membranverschraubung, Hygrostat, IP67) für einen eigentlich ungekapselten Druckschalter zur Pumpensteuerung in meinem Brunnenschacht. Da schwitzt nix - obwohl noch das eiskalte Wasser durch die Rohre am Druckschalter fließt. Im Winter ist das Ding zwar aus, aber durch den Einbauort kommt es auch nicht unter 10°C.
 
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