Radxa ROCK 5C / Orange Pi 5 Armbian als Smart TV Ersatz

Snakeeater

Captain
Registriert
Aug. 2004
Beiträge
3.454
Hallo,

in Anbetracht meiner aktuellen Überlegung in der Umgestaltung wie ich meinen Gamingdesktop nutze, habe ich für mich in Erwägung gezogen. Für Youtube bzw. Streaming im Allgemeinen in Zukunftt auf einen Minicomputer umzusteigen. Die KI hat mir dazu die beiden Platinen aus dem Titel empfohlen, mit jeweils Armbian bespielt und dann über Jellyfin oder Kodi als Multimedia Plattform.

Hat da jemand Langzeit Erfahrungen mit? Mir geht es bspw. darum wie ich diese beknackten Smart TV Funktionen ersetzen kann oder einfach nur wie ich Strom sparen kann beim simplen Streamen (YT und Co) statt gleich den dicken Desktop damit laufen zu lassen. Alternativ könnte ich auch einfach mein Smartphonen über ein HDMI USB-C Adapter an den Monitor schließen, um mal schnell ein Video über den großen Bildschirm zu streamen...aber so ist man immer auf das Smartphone angewiesen etc.

Was sind so eure Erfahrungen?
 
Was verbraucht den den Pc so?
So ein Mini Pc auf ARM Basis ist recht teuer und nicht besonders schnell.
Warum nicht ein Tv Stick? Dann hättest du sogar ne Fernbedienung
 
Moin,
Radxa kann ich als Marke absolut empfehlen. Für Jellyfin und Co. würde ich dir allerdings den Radxa X4 mit dem Intel N100 ans Herz legen, den ich auch selbst verwende. Wenn es um On-the-fly-Transkodierung geht, gibt es in dieser Preisklasse einfach nichts Besseres als Intel Quick Sync.

Zusätzlich habe ich noch einen Radxa Zero 3E im Einsatz (der ist kaum größer als ein Feuerzeug), auf dem ausschließlich AdGuard Home läuft. Beide Boards funktionieren übrigens wunderbar mit ressourcenschonenden DietPi.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Lindar, ByteBlur und madmax2010
Ich habe hier auch diverse Boards mit RK3588* wie die von dir genannten. Sehr krasse Hardware zu dem Preis, allerdings sind die Mainline Treiber fuer den Hardware De-/Encoder nicht gut.
"Hardware Decoding: Easily handles 4K at 120 fps and up to 8K at 60 fps. It natively supports codecs like H.264, H.265 (HEVC), AV1, and VP9" Ist zwar korrekt, jedoch nur bei ANdroid Basierten Images.
Unter Debian / Ubuntu geht 4K gerade mal in H264.

HEVC kommt sehr zeitnah:
https://www.collabora.com/news-and-...port-merged-in-the-upstream-linux-kernel.html
AV1 soll funktioniert wohl angeblich in Jellyfin.

Wenn du mit android fein bist, passt das. Sonst einfach was @bin/bash

Fujiyama schrieb:
So ein Mini Pc auf ARM Basis ist recht teuer und nicht besonders schnell.
habe mit 256GB eMMC, 32GB RAM, touchscreen und Alucase inklusive zoll ca 230 gezahlt und die Teile sind brutal schnell. Selbst mit vollem Gnome / KDE nutzbar und die 6 TFLOP/s NPU ist auch obszön schnell
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mr.Zweig
Ich hab hier nen Radxa Rock 5B (RK3588) und habe unter anderem nen Plex Server im Container laufen. Läuft 1A. Die Filme habe ich auf einer externen Platte mit USB am Rock direkt, quasi ein Mini Home Server. Über Samba kann ich von allen Clients im Netzwerk darauf zugreifen.
Allerdings sind die Radxas sehr sehr picky was das korrekte Netzteil/USB-C Kabel angeht. Unbedingt das Originale benutzen. Das hat bei mir viel unnötige Tüftelei und Zeit gekostet, bis ich das korrekt am laufen hatte. Auch vom internen NVMe Port mit ner M2 SSD zu booten war nicht ohne und funktioniert aktuell nur mit nem Workaround. Armbian mit Docker läuft allerdings hervorragend (bei mir als Minimal Installation mit Ubuntu Noble). Zusätzlich laufen noch PiHole und Homebridge. Da reichen auch die 4GB RAM locker. Habe sogar nen Dolphin Emulation über XFCE probiert. Läuft richtig gut, benötigt dann aber auch eine entsprechend ordentliche Kühlung! Bedenke auch, dass einige Radxa Boards (u.a. mein Rock 5B) keinen integrierten WLAN/Bluetooth Chip an Board haben, falls das benötigt wird.
Plug and Play war da ingesamt jedenfalls nichts. Die Dokumentation ist teilweise auch sehr kryptisch aus dem Chinesischen... Wenn man allerdings etwas Zeit damit verbringt, bekommt man einen sehr leistungsfähigen, effizienten und lautlosen Mini Home Server.
 
Fujiyama schrieb:
Was verbraucht den den Pc so?
Definitiv mehr als ein Smartphone oder eine Laptop, siehe Signatur. Laut Chatbot sind da hundert Euro Ersparnis drinnen, nur aufs Jahr gerechnet, bei 2 Stunden Youtube pro Tag.

Laut Recherche ist Jellyfin ein Server/Client System, wohingegen Kodi direkt auf dem Gerät laufen würde, klingt für mich interessanter.

Das 4k Streaming ist auch eher eine Ausnahme denke ich, 1080p wird wohl meistens reichen. Mir geht es auch erstmal darum Infos zu sammeln, wie sinnvoll das Ganze ist. Eine Andere Option wäre ja einfach den Laptop bzw. wie bereits erwähnt das Smartphone über einen HDMI Adapter an den Bildschirm anzuschließen.
 
Youtube Videos schaue ich auf der Hardware.
schafft sogar der Software decoder

200 euro sind bei deinem PC ca 356 Tage dauerhafter YouTube Betrieb.
bei 2 Stunden pro Tag sind das dann 10 Jahre
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob das wirklich hunderte Euro sind halte ich für kaum haltbar. Da muss der PC schon sehr viel bei Youtube verbrauchen und du extrem viel Streaming machen.
Wenn du am Tag 1 KW/h einsparst kommt das hin, aber soviel wirst du nie einsparen.

Wieviel Video schaust du den am Tag? bei zwei Stunden würde ich die Ersparnis bei 0,1 bis 0,2 KW rechnen.
 
ActivityDesktop Cost/YearBest OptionBest Option Cost/Year% Savings€ Saved/Year
Web Browsing~31 €Smartphone only~1 €96–97%~30 €
YouTube 4K~36 €Smartphone only~1–2 €95–97%~34–35 €
Gaming 4K~88 €Gaming Laptop + Monitor~40–55 €40–55%~35–48 €
Total (6h/day)~155 €Mixed best options~45–60 €~61–71%~95–110 €

Er geht halt von 4k aus rein für YT und ich habe evtl. unterschlagen das ich das Gaming bereits mit drinnen hatte, sorry für die Verwirrung.
 
Wenn ich den Test auf CB der GPU richtig interpretiere sind bei Youtubevideowiedergabe rund 40 - 60 Watt zu rechnen. (4K@30/60 FPS)
Kannst ja selber mal rechnen wie lange es da dauert bis man den Invest wieder drin hat.
 
Es geht mir nicht um Invest oder dergleichen, es steckt schon Absicht dahinter das meinen Gaming Desktop nicht mehr für Schwachsinn nutzen möchte. Also es geht nicht um darum herauszufinden was am günstigsten ist, sondern auf lange Sicht gesehen für die Zukunft am sinnvollsten ist, in der Aufteilung für Geräte und Anwendung.
 
Wenn das Thema Stromersparnis bzw Stromkosten abgehackt wurde (es wird sich höchstwahrscheinlich nicht ausgehen) können wir gerne über die Vorteile und Nachteile von einem Zusätzlichen Abspielgerät reden.
 
Mein Radxa läuft eh 24/7. Wenn Du sowieso mit nem Pi Clone rumexperimentieren willst, dann ist das ne super Sache. Direkt per HDMI an den Fernseher, Festplatte rein, Filme drauf und nen sparsames Linux mit Kodi. Fertig ist der Selbstbau Pi Media Center.
Das Coole sind bei ner Rockchip Basis halt die zusätzliche Leistung fürs Tüfteln mit Emulatoren oder anderem Kram.

Wenn Du nur ein bisschen Youtube schauen möchtest, dann kauf Dir einfach nen günstigen Streamer. Gebrauchtes Apple TV 4K zum Beispiel. Günstiger geht natürlich immer.
 
Wenn das Teil bei einem Strompreis von 33ct/kWh auch nur 100€ im Jahr einsparen sollte bei 2h YouTube am Tag müsste der PC beim YouTube gucken 2,4kW WENIGER als der 2. PC verbrauchen.

Das macht wirklich keinen Sinn um Geld zu sparen einen 2. PC anzuschaffen. Auch die hochleistungspc brauchen wenns hoch kommt vielleicht 100-200W bei sowas. Bildschirme und so sind ja bei beiden in Betrieb.
 
Also bisher klingt die Radxa Lösung mit Kodi am entspanntesten. Aber wie löst ihr das mit der Tastatur und Maus? Muss die Peripherie über den Monitor KVM gesteuert werden? Wie sonst stelle ich sicher, das ich mit einer Tastatur und Maus beide Geräte (Gaming PC und Minipc) steuern kann?

Und wenn man jetzt davon ausgeht beide Geräte sind an einem Monitor angeschlossen, läuft der MiniPC dann dauerhaft bzw. regelt man das über einen Sleep?
 
@Snakeeater

Kodi und Youtube kannst Du jeweils mit der Remote App vom Handy oder Tablett steuern.

Bei Windows Rechnern ging das früher per Remote Desktop App von Microsoft ebenfalls direkt vom Smatphone/Tablett aus. So habe ich immer meinen Gaming Rechner runtergefahren, wenn ich zu faul war ins Büro zu laufen :evillol: Die Remote App wurde dann irgendwann in die „Windows App“ integriert. Die habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.

Ansonsten kommt das ganz auf dein spezifisches Setup und Geräte an…

Ich steuere meinen Radxa ausschliesslich über SSH im Terminal oder die dort installierten Programme direkt über Remote Link im Browser von meinem Laptop/Smartphone aus. Musst Du in dem Programmen entsprechend erlauben. Da kannst Du Dir auf jedem Endgerät die entsprechenden Remote Links zu den laufenden Programmen als Bookmark im Browser speichern und von jedem Gerät im Netzwerk darauf zugreifen.

Starten und Runterfahren geht per Wake On Lan, Remote Zugriff/App oder beispielsweise automatisiert per Smart Plug. Hab zum Beispiel meine Stereoanlage per Smart Plug ins Home Kit geholt und kann die vom Handy aus- und einschalten. Die meisten Pis booten direkt wenn sie Saft bekommen. Kann man alles konfigurieren/automatisieren.

Kannst im Endeffekt auch nen einfachen Bluetooth/2.4Ghz Gaming Controller nehmen oder ne günstige Bluetooth Fernbedienung, wenn Du eh nur im Big Picture Modus unterwegs bist.

Der Klassiker ist natürlich die Logitech K400 oder der Rii i4 Mini Controller.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Snakeeater
Mr.Zweig schrieb:
Ich steuere meinen Radxa ausschliesslich über SSH im Terminal oder die dort installierten Programme direkt über Remote Link im Browser von meinem Laptop/Smartphone aus. Musst Du in dem Programmen entsprechend erlauben. Da kannst Du Dir auf jedem Endgerät die entsprechenden Remote Links zu den laufenden Programmen als Bookmark im Browser speichern und von jedem Gerät im Netzwerk darauf zugreifen.
Das klingt wirklich interessant, danke die Hinweise. Remotelink im Browser sagt mir jetzt nichts, ist das etwas Kodi spezifisches?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mr.Zweig
Sorry war etwas kryptisch ausgedrückt. Mit Remote Link meinte ich in dem Fall einfach den Zugang über das jeweilige Webinterface über den Browser auf einem anderen Gerät im Netzwerk. Wie wenn Du Dich mit deinem Rechner mit ner lokalen IP im Browser auf deinen Router einwählst, kannst Du das auch mit den Programmen auf dem Radxa machen die in den Containern laufen.

Da kannst Du Dir dann zum Beispiel gemütlich vom Tablet aus den aktuellen Status des Radxas mit Netdata anschauen und detailliert Prozesse überwachen. Schauen was PiHole im Hintergrund an Werbung wegblockt oder deine Container mir Portainer verwalten ohne nen Monitor direkt am Radxa zu haben.

Die Programme geben Dir dann eine lokale Adresse (normalerweise IP des Radxas) und nen spezifischen Port. Das kannst Du Dir dann im Browser als Bookmark speichern und bist mit einem Klick z.B. in der Kodi Verwaltung.

Mit Diun und Gotify kannst Du Dir sogar wichtige Update Benachrichtigungen oder Fehlermeldungen lokal als Nachricht auf dein Smartphone schicken lassen.

Ist schon echt cool, was man alles mit den kleinen Dingern anstellen kann!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ah okay also simple "Webserver". :P Ich muss mich mal bei Kodi einlesen, was da so möglich ist.

Bzgl. Pihole, an sich hätte ich auch daran Interesse, aber braucht das Teil um als DNS zu fungieren keine ordentliche Anbindung? Also zumindest Ethernet, statt Wifi?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mr.Zweig
Je nachdem wie gut dein Wifi ist, sollte das grundsätzlich auch wireless funktionieren, am besten mit festen IPs. Ich hab den Radxa natürlich direkt am Router. Einfach ausprobieren.
 
Zurück
Oben