Ratschlag / Ausbildung nach dem Studium ?

Wind1945

Ensign
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Hallo zusammen

Ich bräuchte mal eure Ratschläge und zwar habe ich erfolgreich mein Bachelor Maschinenbaustudium abgeschlossen. Seit Dez. 2012 bin ich auch als Ingenieure, in einem kleinen Betrieb, tätig. Zusätzlich habe ich mich noch zu einem berufsbegleitenden Master Maschinenbaustudium angemeldet, welches ich seit September 2013 besuche. Zusätzlich bin ich 27 Jahre alt.

Jetzt stelle ich mir folgende Frage sollte ich noch eine Ausbildung z.B. als Industiremechaniker machen ? Macht sowas Sinn ?
Das Masterstudium würde ich dann weiter machen.

Es werden sich jetzt einige fragen warum ? Dazu habe ich folgende Gründe/ Sorgen:
- Ich bin zwar als Ing. angestellt, aber bei kleinen Firmen ist die Arbeitsplatzsicherheit nicht so hoch.
- Ich denke eine Ausbildung könnte aufjeden Fall nicht Schaden und falls ich nichts als Ing. finde, könnte ich noch als Industriemechaniker arbeiten.
- Die Sicherheit des Arbeitsplatz ist mir ziemlich wichtig. ( Lieber als Industriemechaniker in einem großen Unternehmen arbeiten/ Das ist momentan meine Sicht aufgrund von Artikel wie diesen hier www.spiegel.de/karriere/berufsleben...eitslos-trotz-fachkraeftemangel-a-927750.html )
- Aktuelle gibt es kaum Stellen für Jung- Maschbau- Ing. im Ruhrgebiet und wenn dann nur für Professionells (mehr als 5 Jahre Berufserfahrung).

Vorab bedanke ich mich für eure Ratschläge

Gruß
 
Wind1945 schrieb:
Ich bräuchte mal eure Ratschläge und zwar habe ich erfolgreich mein Bachelor Maschinenbaustudium abgeschlossen.
Jetzt stelle ich mir folgende Frage sollte ich noch eine Ausbildung z.B. als Industiremechaniker machen ? Macht sowas Sinn ?
Nein.


Wind1945 schrieb:
- Aktuelle gibt es kaum Stellen für Jung- Maschbau- Ing. im Ruhrgebiet und wenn dann nur für Professionells (mehr als 5 Jahre Berufserfahrung).
Eventuell könnte man einen Umzug in Betracht ziehen.

Entweder gibt es in deiner Wohngegend tatsächlich keinen geeignet Job -> Umziehen.
Oder dir fehlen Softskills / ein souveränes Erscheinungsbild -> (Kampf-)Sport, unter Menschen kommen, (evtl.) an nützlichen Kursen teilnehmen.
Ansonsten möchtest du einfach nicht weg und gibst dich mit allem zufrieden -> bei einer Ausbildung bleiben und gesellschaftlich absteigen.
 
Ausbildung nach dem Studium halte ich für sinn-/zwecklos, mit Master-Abschluss wird dich kaum ein Unternehmen als Facharbeiter einstellen, da wärst ja höher qualifiziert als der Meister der ggf. dein Chef ist.
 
Sehe ich genauso. Wenn du die Ausbildung jetzt vor deinem Studium gemacht hättest alles gut, aber nach einem abgeschlossenen Studium noch eine Ausbildung machen, eher sinnfrei. Vorallem werden im Ing. Bereich doch eher Leute gesucht. Zumal arbeitest du doch jetzt schon und sammelst Arbeitserfahrung. Und ist es absehbar das du deinen Job in deinem derzeitigen Betrieb in den nächsten Jahren verlieren wirst?! Wenn nicht, würde ich mir jetzt nicht umbedingt sorgen um sowas machen ;)
 
Vorab Danke an euch Drei

Eventuell könnte man einen Umzug in Betracht ziehen.

Das wäre für mich auch eine Option, aber bis jetzt habe ich nur im Ruhrgebiet gesucht.

Ausbildung nach dem Studium halte ich für sinn-/zwecklos, mit Master-Abschluss wird dich kaum ein Unternehmen als Facharbeiter einstellen, da wärst ja höher qualifiziert als der Meister der ggf. dein Chef ist.

Das Argument der Überqualifizierung ist vertretbar, aber man muss es nicht seinen Meister immer auf die Nase binden, dass man höher qualifiert ist. Ich kann leider kein wirkliches Gegenargument finden und deshalb frage ich euch.

Und ist es absehbar das du deinen Job in deinem derzeitigen Betrieb in den nächsten Jahren verlieren wirst?! Wenn nicht, würde ich mir jetzt nicht umbedingt sorgen um sowas machen

Also das ist eher unwahrscheinlich, dass ich den Arbeitsplatz verliere. Ich will jetzt nicht großkotzig klingen aber ich denke, dass ich eine wichtige "Säule" für das Unternehmen bin.

Mal eine Rückfrage aus welchen Bereich der Arbeitswelt kommt ihr ?

Gruß
 
Jeder ist ersetzbar, egal welche Position er inne hat - von der Putzfrau zum Vorstand. Unternehmen stellen ja auch nur Mitarbeiter ein, da sie deren Arbeitskraft brauchen, egal ob dies die Putzfrau ist oder der Vorstand. Für jeden Job kann man die Wichtigkeit definieren. Soviel zur "wichtigen Säule des Unternehmens".

Wichtiger als sich auf einen Arbeitgeber zu fokussieren wäre eher in einer Region zu arbeiten wo entsprechend viele Firmen sind, welche Jobs der jeweiligen eigenen Fachrichtung benötigen. Dass schafft Arbeitsplatzsicherheit. Man muss nicht 45 Jahre im gleichen Unternehmen sein.

Zu deiner Frage:
-> hab bei einer Bank angefangen und bin jetzt bei einen Industrieunternehmen

PS ich schließe mich meinen Vorredner auch an, nach dem Studium eine Ausbildung ist völliger Quatsch. Du hast schließlich eine vernünftige Fachrichtung studiert und nicht BWL - Marketing oder Human Ressources ... ;)
 
Ich bin auch der Meinung der restlichen Poster, erst Studium und dann Ausbildung macht keinen Sinn. Mal ganz davon abgesehen könnte ich mir vorstellen, dass du auch Probleme haben würdest, überhaupt an eine Stelle zu kommen, ganz einfach weil du für eine Schlosserausbildung brachial überqualifiziert bist.


Hier mal ein Link zum Thema Arbeitsplatz"sicherheit" in großen Firmen: Klick
Und ob da jetzt Intel, Opel, Nokia, Bayer oder sonst wer steht: 100% sicher ist der Arbeitsplatz in keiner Firma. Wenn du einen sicheren Arbeitsplatz willst, hättest du Beamter werden sollen. Dass man in derselben Firma in Rente geht, in der man seine Ausbildung gemacht hat, gibt es heute eigentlich nicht mehr.

Ich denke, am einfachsten für dich wäre es, wenn du erstmal in deiner jetzigen Firma Berufserfahrung sammelst und dich gegebenenfalls in ein paar Jahren neu orientierst (was auch mit einem Wohnortwechsel verbunden sein könnte).

Edit: Das kommt davon, wenn man Threads zu lange unbeachtet offen lässt...

Edit2:


Wind1945 schrieb:
Das Argument der Überqualifizierung ist vertretbar, aber man muss es nicht seinen Meister immer auf die Nase binden, dass man höher qualifiert ist. Ich kann leider kein wirkliches Gegenargument finden und deshalb frage ich euch.

Der/ein Meister sitzt häufig im Bewerbungsgespräch/liest die Bewerbung. Der wird sich zweimal überlegen, ob er sowas wie dich an Bord holen soll.


Ich --> Chemie und Produktion von weiterzuverarbeitenden Speiseölen
 
Zuletzt bearbeitet:
Jeder ist ersetzbar, egal welche Position er inne hat - von der Putzfrau zum Vorstand. Unternehmen stellen ja auch nur Mitarbeiter ein, da sie deren Arbeitskraft brauchen, egal ob dies die Putzfrau ist oder der Vorstand. Für jeden Job kann man die Wichtigkeit definieren. Soviel zur "wichtigen Säule des Unternehmens".

Ich habe mich beim Thema "Ersetzbarkeit" ein wenig unglücklich ausgedrückt. Mir ist selbstverständlich bewusst, dass ich problemlos ersetzbar bin. Es ist nur eine Frage von Zeit und Geld um die neue Person einzuarbeiten. Ich kann dir in diesen Punkt 100% zu stimmen.

Ich bin auch der Meinung der restlichen Poster, erst Studium und dann Ausbildung macht keinen Sinn. Mal ganz davon abgesehen könnte ich mir vorstellen, dass du auch Probleme haben würdest, überhaupt an eine Stelle zu kommen, ganz einfach weil du für eine Schlosserausbildung brachial überqualifiziert bist. [...]

Der/ein Meister sitzt häufig im Bewerbungsgespräch/liest die Bewerbung. Der wird sich zweimal überlegen, ob er sowas wie dich an Bord holen soll.

Das ich für sowas überqualifiziert bin, ist mir schon bewusst. Wenn ein Meister meinen Lebenslauf liest müsste der sich nicht dann "freuen" ??? Wenn ich an meine Zeit als Praktikant zurück denke, dann gab es in der Lehrwerkstatt einige Kandidaten, die sich das Leben ziemlich schwer gemacht haben. Einfache logische Zusammenhänge erkennen. Ich will auf keinen Fall sagen, dass Leute mit einer Facharbeiterausbildung schlechtere/ dümmere Menschen sind.

Gruß
 
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