Rauchverbot in Deutschland und Argumente.

Rule2k

Lieutenant
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In Europa wurde schon seit längerer Zeit eine Regelung eingeführt, die dafür sorgen soll, dass alle EU-Mitglieder ein Rauchverbot in Öffentlichen Gebäuden einführen und das Werben von Zigaretten verboten werden soll.
Doch soweit ich weiß weigert sich Deutschland diese Regelungen ein zu führen bzw. haben sie diese Regelung noch nicht eingführt.
Herraus gefunden habe ich das, als ich mir diesen Artikel durch gelesen habe.
Dieser Artikel ist schon etwas älter aber beschrieben wird dort, dass Deutschland (Luxemburg ist erstmal nicht so wichtig) sich zu viel Zeit lässt ,diese Regelung ein zu führen und die Deadline schon längst über schritten wurde. Darüber ist die EU natürlich sauer und es entwickelt sich ein Konflikt zwischen der EU und Deutschland. Ein 2 Argumente werden seitens der EU schon genannt, warum diese Regelung eingeführt werden soll. Ich wollte gerne darauf näher eingehen und mehr Argumente von der EU und Deutschland herraus finden. Weil ich kann einfach nicht nach voll ziehen warum z.B. Deutschland diese Regelung nicht durch setzt und von der EU wollte ich gerne mehr Argumente hören bzw. Argumente hören die genau erklärt sind.

Und da kommt ihr jetzt ins Spiel. Da ich nicht so gut im Internet zurecht komme, wollte ich euch Fragen ob ihr damit schon Erfahrungen gesammelt habt, Argumente mir sagen könnt, vielleicht Informative Seiten kennt, in dem man nach lesen kann und ob eventuelle Nachfolgen bei diesem Konflikt entstehen können.


EDIT: An erster Stelle stehen aufjedenfall die Argumente von Deutschland, da wir von dieser Entscheidung auch betroffen sind. Wenn ihr noch mehr wisst, dann immer her damit :).
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Rauchverbaut in Deutschland und ihre Argumente.

Ein Grund, weshalb Deutschland sich sträubt, sind die sehr hohen Steuereinnahmen durch die Tabaksteuer. Poltiker entwickeln deshalb meistens
eine Hassliebe zum Thema Rauchen, da ein Großteil der Wählerschaft Rauchvebote und Werbeeinschränkungen befürwortet, aber andererseits
eben große Geldmengen fließen, die gut verwendet werden können.
 
Die Steuereinnahmen sind geringer als die volkswirtschaftlichen Kosten, die das Rauchen durch seine schädigende Wirkung erzeugt. Von daher Rauchen in der Öffentlichkeit verbieten.

Des weiteren schadet der Rauch auch den Nichtrauchern, auf die leider keine Rücksicht, trotz vieler Hinweise, Mahnungen und Bitten, genommen wird. Es gibt leider keine Vorsicht und Rücksicht bei den meisten Rauchern, sie lassen sich das rauchen nicht immer verbeiten, meist aus Trotz oder aus der Sucht heraus. Von daher Rauchen in der Öffentlichkeit verbieten.
 
Hier geht es nur um die mangelnde Umsetzung des EU-Rechts in Deutschland. Bitte daran halten. :)
Einen Nichtraucher/Raucherthread gibt es schon hier.
 
Das die Vorgaben aus Brüssel so schleppend umgesetzt wird, liegt in meinen Augen auch daran, dass die Raucherlobby in Deutschland vllt stärker ist, als in anderen Ländern und großen Einfluss auf einige Politiker ausübt.
 
Fu Manchu schrieb:
Die Steuereinnahmen sind geringer als die volkswirtschaftlichen Kosten, die das Rauchen durch seine schädigende Wirkung erzeugt. Von daher Rauchen in der Öffentlichkeit verbieten.

Des weiteren schadet der Rauch auch den Nichtrauchern, auf die leider keine Rücksicht, trotz vieler Hinweise, Mahnungen und Bitten, genommen wird. Es gibt leider keine Vorsicht und Rücksicht bei den meisten Rauchern, sie lassen sich das rauchen nicht immer verbeiten, meist aus Trotz oder aus der Sucht heraus. Von daher Rauchen in der Öffentlichkeit verbieten.

Die Aussage, daß die volkswirtschaftlichen Kosten höher sind als die fließenden Steuereinnahmen sind ist absolut korrekt, aber viel erschreckender ist die Sichtweise aus der es heraus resultiert bzw. warum die fundierte Aussage absolut egal ist für die Politik ist:

Die Steuereinnahmen fließen als direkte Abgabe cash in die Tasche vom Finanzministerium.
Die volkswirtschaftlichen Schäden werden durch indirekte Abgaben finanziert. Krankenkassen, Rententräger und andere Sozialträger. Heißt kein Geld was direkt durch die Hände vom Vater Staat fließt.
Daher hat er auch keine Motivation einen kontinuierlichen Geldstrom einfach abzudrehen für
Reduzierungen in einem Ausgabenfremdenbereich. Im fehlt schlicht und einfach die Gegenfinazierung um darauf zu verzichten, obwohl den durchaus bewußt ist, daß man Geld sparen könnte. Z.Bsp reduzierung der Lohnnebenkosten damit verbunden eine Erholung und Verbesserung des Arbeitsmarktes etc.
Ist denen alles klar nur es dauert alles zu lange bis aus der Senkung der Lohnnebenkosten neue Arbeitsplätze entstehen, die wiederum zu höhren Einnahmen führen durch Lohnsteuer und steigendne Kaufkraft bzw deren Nachfrage, die zu höhren MWSt.-Einnahmen führt.
Bis das alles realisiert wäre sindgrüße

Lartens 5 Jahre vergangen und dafür fehlt leider das Geld obwohl es volkswirtschaftlich absolut Sinn machen würde.

Man gibt lieber das Geld für Außenwirtschaftförderung, fragwürde Arbeitsmarktmodelle,
Finanzierung von korrupten Drittweltstaaten, eine ausuferende Bürokratie in Berlin/Brüssel,
Nettozahlungen an die EU, Kompromisse mit der Bund/Länderproblematik, sehr hohe Sozialstandards, Zinsen für gemachte Schulden (Markt, Rentenkassen etc.) und diverse andere Sachen aus.
 
Die schleppende Umsetzung gilt aber wahrlich nicht nur für Deutschland. In Frankreich, nur um mal ein Beispiel zu nehmen, sind die Vorgaben noch weit weniger (öffentliche Gebäude wie z.B. Universitäten) umgesetzt. Woran liegt das? Vielleicht daran, dass auch der frz. Staat die Einnahmen gut gebrauchen kann (Zigaretten sind in Frankreich wirklich teuer, trotzdem raucht jeder 4.Franzose)?
Ist wie bei der Mineralöl- bzw. Ökosteuer. Eigentlich möchte man ja dass "die Menschen sparsamer mit der Energie umgehen" und verteuert diese an Anreiz. Aber wehe die Menschen tun dies dann auch.
 
Ich empfehle jedem den Artikel im letzten Spiegel (24-2006).
Aber so langsam setzt sich auch hier DE was in bewegung. Selbst die Bundeskanzlerin verlangt ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Leider ist das anscheinend Ländersache und so muß man sich auf so Clowns wie Rüttgers und Co. verlassen :kotz:

EDIT:

Restaurants ohne Qualm [Quelle Spiegel 24-2006]
restaurantsohnequalm4hh.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Zumindest zeigt die Grafik eindeutig, dass es scheinbar keine Abhängigkeit gibt zwischen strenge der Einschränkungen beim Rauchen und der vorhandenen Raucher in einem Staat. In den meisten Ländern befinden sich die Anzahl der Raucher zwischen 25% - 30% der Bevölkerung, unabhängig von der Strenge der Regelmentierung.

Ob das darauf zurückzuführen ist, dass es zumindest eine Generation dauert bis Resultate ersichtlich sind oder aber ob junge Leute auch ohne Vorbilder zum Glimmstengel greifen kann ich nicht beantworten, ich vermute aber eher ersteres.

Ich wundere mich nur über die Zahlen, da ich immer von einem wesentlich höheren Raucheranteil ausgegangen bin. Mag aber auch sein, dass sich das in den letzten 10 Jahren schon drastisch geändert hat und ich immer noch Kindheitserfahrungen hinterherrenne.
 
schade, daß trotz der hohen (und seit langem bekannten) gesundheitlichen Risiken, die rauchen verursacht, immer nur der volkswirtschaftliche nutzen als hauptargument für ein öffentliches rauchverbot angeführt wird. da sieht man mal wieder, in was für einer gesellschaft wir leben.

gruß joe cool
 
Unter den Politikern im Bundestag werden überdurchschnittlich viele Raucher sein, siehe hier.
Sich selbst Zwänge auflegen? Nein danke :rolleyes:
 
Rauchen gehört ein für alle Male verboten! Ich rauche nicht, meine Frau nicht, meine Tochter nicht. Ein Tisch neben uns im Restaurant dann ein Raucher uns am verpesten - nein danke.


Meine Enkel - beide so um 14 Jahre alt - beschweren sich, "wenn wir nicht rauchen werden wir in der Schule nicht akzeptiert"...


Weg mit dem Dreck!
 
Nossi schrieb:
Zumindest zeigt die Grafik eindeutig, dass es scheinbar keine Abhängigkeit gibt zwischen strenge der Einschränkungen beim Rauchen und der vorhandenen Raucher in einem Staat. In den meisten Ländern befinden sich die Anzahl der Raucher zwischen 25% - 30% der Bevölkerung, unabhängig von der Strenge der Regelmentierung.

Stimmt. Die Grafik zeigt aber auch, dass es anscheinend keine Abhängigkeit der Anzahl der Raucher und dem Preis der Zigaretten gibt. Diese sind bei uns wie auch in Frankreich verhältnismäßig teuer, jedenfalls nicht zu vergleichen mit Polen, Tschechien oder Spanien. Das wirft doch die Frage auf, ob solche Maßnahmen überhaupt greifen können, um die Zahl der Raucher zu senken. Dem Schutz der Nichtraucher dient es imho aber in jedem Fall.
 
ein Rauchverbot halte ich für übertrieben, in der heutigen zeit gibt es dinge die wichtiger sind.. es gibt viele Menschen zu denen ich auch gehöre die gerne mal eine Zigarette rauchen :rolleyes:

wieso muss denn immer alles verboten und so streng geregelt werden, wir sollten mehr Eigenverantwortung entwickeln.

darauf erstmal ein Bier *prost* :freak:
 
Ctrl schrieb:
...

wieso muss denn immer alles verboten und so streng geregelt werden, wir sollten mehr Eigenverantwortung entwickeln....

Verbote sind dazu da um andere Leute zu schützen, nicht um die Betroffenen zu gängeln. Das ist so wie ein Verbot von Motorrad fahren auf Bürgersteigen. Man könnte in Eigenverantwortung ja auf der Straße fahren (so wie man außerhalb von öffentlichen Gebäuden rauchen könnte), aber es muss ein klares Verbot her um die Fussgänger zu schützen, nicht um Motorrad fahrer zu gängeln, die lieber auf ruhigen Gehwegen fahren würden, weil die Straße gefährlicher (weil das öffentliche Gebäude gemütlicher) ist. (damit sollen keine Motorradfahrer beleidigt werden, das nur als Gleichnis ;)).

Und zu beobachten ist auch, das Verbote immer erst später kommen, nämlich dann, wenn man gemerkt hat, das das Prinzip Eigenverantwortung nicht funktioniert. Man sieht es ja jeden Tag, selbst in Gebäuden wo schon das Rauchen verboten ist (unterirdische S-Bahnstationen) wird manchmal immer noch geraucht, da können nur Strafen wirken, die Eigenverantwortung versagt.

Außerdem wird mit diesem Verbot nur europäisches Recht umgesetzt. Wir hinken als moderner Staat hinterher.
 
Ich bin Raucher. Ich haette erstmal meine Probleme mit einer solchen (strengen) Regelung.

Aber is mir egal, ich finde es richtig.

Lustig dass die Amis diese Sache angefangen haben, wo doch die Tabakindustrie fast ausschliesslich in den USA sitzt. Da soll mir nochmal einer sagen die Amis wuerden nur machen was ihnen am meisten nutzt bzw. die meiste Kohle bringt. ;)

Ich sehe das wie die Amis, ich bin da auch Pragmat. Ist zwar kulturell schade, wenn Raucher so schikaniert werden... aber es macht Sinn und ist logisch. Ich mag sinnvolle, logische Politik. Darum mag ich ja auch die USA so sehr. :)
 
Ich verstehe dieses Trara nicht... Rauchen ist doch fast überall verboten.
Das in der Gastronomie generell zu verbieten halte ich für ziemlich faschistisch. Das sollte den Gastronomen selbst überlassen werden. Zugegebenermaßen würd' ich's in Restaurants verstehen, in Kneipen nicht.

Ausserdem ist das Grundproblem in meinen Augen, das es zu einfach ist Rauchen anzufangen. Wenn ich die ganzen 13, 14, 15-Jährigen sehe, die rauchen bekomme ich einen Hals. Woher kommt das Geld? Das einfachste Mittel dagegen wäre wohl Automaten abzuschaffen. Die kenne ich in der Massierung nur aus Deutschland.

Btw: Ich bin Raucher...
 
Ctrl schrieb:
ein Rauchverbot halte ich für übertrieben, in der heutigen zeit gibt es dinge die wichtiger sind.. es gibt viele Menschen zu denen ich auch gehöre die gerne mal eine Zigarette rauchen :rolleyes:

wieso muss denn immer alles verboten und so streng geregelt werden, wir sollten mehr Eigenverantwortung entwickeln.
Damit die Nichtraucher geschützt werden. Rauchen gefährdet die Gesundheit, im Grunde genommen ist es eine Angewohnheit, die hinterfragt werden sollte. Ich habe auch mal geraucht, besser wäre es gewesen, nie damit anzufangen.
 
mouette volante schrieb:
Ich habe auch mal geraucht, besser wäre es gewesen, nie damit anzufangen.

Ich denke einfach Raucher sollten mit ihrem ewigen Selbstmitleid aufhören und anfangen die Initiative zu ergreifen. Nicht die Schuld, bzw. die Schwere der Sucht bei den Zigaretten selber suchen und ewig klagen, dass es eine wirkliche Sucht und alles so schwer und schlimm sei. Meine Mutter raucht(e) seit rund 20 Jahren und hat nun endlich aufgehört und lebt ihr Leben neu. Wenn sie kocht guckt sie mich schief an und fragt ob ich was ins Essen gegeben habe und auch ihr Geruchssinn dankt es ihr.

Nie anzufangen ist natürlich die beste Lösung und das schafft auch jeder, der einer eventuellen Verführung wiederstehen kann (einer Verführung hab ich nie wiederstehen müssen). Aber wenn man den Rauchern mit Argumenten gegen das Rauchen in Gaststätten, Restaurants ect. kommt pochen sie auf ihr Recht auf Freiheit, dort rauchen zu können wo sie wollen, schränken zugleich jedoch die Freiheit, nicht vom Rauch belästigt zu werden, der Nichtraucher ein. Ich hoffe sehr, dass es auch in Deutschland endlich ein Rauchverbot geben wird. Das macht das gesellige Leben meinerseits um einiges einfacher. Ich denke Argumente muss man nicht suchen, sondern lediglich der Schutz von Nichtrauchern steht im Vordergrund, nicht das Unterstützen einer Sucht der ach so armen Raucher.
 

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