Raumakustik‑Optimierung in kleinem Zimmer: Bitte um Experteneinschätzung

TomTDooley schrieb:
-Off-Topic---

Satire

Vielleicht kann man auch bei einem Hörakustiker entsprechende Kammer abkaufen?
Oder man zieht in den Keller, falls vorhanden.
Keller wäre meine zweite Wahl gewesen, aufgrund der hohen Feuchtigkeit und den dort lebenden Spinnen leider für mich untauglich.
Ergänzung ()

Mickey Mouse schrieb:
ich würde grundsätzlich erstmal den IST-Zustand analysieren, bevor man anfängt wild irgendwas umzubauen.

hast du ein Mess-Mikro (die üblichen Verdächtigen: ECM8000 UMIK-1 (noch besser 2)?
dann nimmst du z.B. REW und erstellst eine RT60 Messung bzw. Wasserfall-Diagram mit dem Abfallspektrum

daran siehst du dann die „bösen Frequenzen“ und kann mit Vergleichsmessungen auch versuchen herauszufinden, wo die herkommen, indem du z.B. bestimmte Bereiche mit in diesem Frequenzbereich sehr wirksamen „Matten“ abdeckst.
ich habe mir große Basotect „Würfel“ (50x50x50cm aus 5x 50x50x10 Platten) zusammen gebunden, erst ohne gemessen, platziert, wieder gemessen, verschoben usw.
nach den ersten paar Messungen (und natürlich Auswertungen), sieht man schon recht gut, wo der Hase langläuft und wo der Schuh drückt.

aber erst damit kannst du gezielt(!) Maßnahmen ergreifen, alles andere ist doch fischen im Trüben…
Interessant. Leider hab ich keinerlei derartiges Gerät. Wie die meisten aber schon vermutlich richtig erkannt haben, wird der Hauptschmerzpunkt die Tür sein. Bedeutet für mich soviel an der Tür machen wies geht:

Akustikvorhang davor hängen, Besendichtung unten an die Tür und die restlichen Akustikpanels die ich vor habe zu bauen/kaufen, so platzieren damit ich eine Kammer in Schreibtischbereich hinbekomme.
 
also, ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass du trotz paneel, vorhang und "normal" sprechen bei gutem mikro so krass zu hören bist. entweder sind die anderen so empfindlich, oder du hast ein organ wie meine nachbarin (ich nenne sie "quaki"), die telefoniert so laut, man hört die auch so im nachbardorf. und sie merkt es nicht mal.

aber BTT: klemm evtl ne alte matratze in die zarge ^^
 
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Einen Türvorhang aus Molton basteln?
 
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Was man bis jetzt noch nicht erfahren hat:

Wer fühlt sich denn eigentlich gestört? Eltern/Freundin/Mitbewohner(WG)?

Und warum stört es, dass Du am Flur gehört wirst?
Im Flur „wohnt“ ja in diesem Sinne niemand! Oder wird der Schall auch in anderen Räumlichkeiten wahrgenommen?
 
wie andere schon geschrieben haben - du brauchst schalldämmung, keine akustische raumoptimierung. das sind zwei verschiedene sachen.

zeig mal ein bild von der türe und prüfe, aus welchem material die ist. eine alte schwerere holztür oder ein modernes pappzeug ala ikea? beide können probleme haben. durch die papptüren geht das meiste einfach so durch, holztüren schwingen gerne (quasi passivmembran) und gerade bei älteren türen sind die dichtungen oft nicht... dicht.

die tür ist dein hauptproblem. absorber und diffusoren am aufnahmeplatz sind die kür, aber die lösen dein problem nicht.
 
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asapreki schrieb:
2x 80x180 große selbstgebaute Schallabsorbierende Panels (jeweils zwei mit Steinwolle ausgefüllte Holzrahmen) hinter mir und links von mir Richtung Tür (10 cm Mineralwolle)
"Gefüllter Holzrahmen" klingt so, als ob die Steinwolle dann beidseitig offen ins Zimmer zeigt? Würde ich dann eher nicht machen, das Zeug will man eigentlich nicht offen in der Wohnung haben 😅
 
asapreki schrieb:
jedoch habe ich jetzt zweckmäßig Material von den Schallpanels von Amazon abgeschnitten und in das Loch gestopft, scheint auch nicht viel zu bringen.
der beste gegner des schalls ist gewicht, gewicht und nochmal gewicht. deshalb sind schallschutztüren auch so verdammt schwer, deshalb ist kalksandstein besser als ytong bei mauern (aus schallschutzsicht), usw. natürlich muss man auch auf schallbrücken achten, aber in deinem fall wo bauliche veränderungen eher suboptimal umzusetzen sind (sind sie das? eigentum? wenn nein, mit dem vermieter sprechen ob du eine schallschutztüre einbauen lassen darfst. ich als vermieter hätte nix dagegen, das steigert den wert der immobilie).
 
-MK schrieb:
"Gefüllter Holzrahmen" klingt so, als ob die Steinwolle dann beidseitig offen ins Zimmer zeigt? Würde ich dann eher nicht machen, das Zeug will man eigentlich nicht offen in der Wohnung haben 😅
Keine Sorge, die Steinwolle wird nicht offen im Zimmer rumliegen :D Der Plan ist zwei Holzrahmen zu bauen, diese mit Steinwolle zu füllen (10cm dicke) dann Malerflies draufzulegen und den Rahmen anschließend mit Lautsprecherstoff abzudecken bzw am Rahmen festzutackern.
Ergänzung ()

lazsniper schrieb:
der beste gegner des schalls ist gewicht, gewicht und nochmal gewicht. deshalb sind schallschutztüren auch so verdammt schwer, deshalb ist kalksandstein besser als ytong bei mauern (aus schallschutzsicht), usw. natürlich muss man auch auf schallbrücken achten, aber in deinem fall wo bauliche veränderungen eher suboptimal umzusetzen sind (sind sie das? eigentum? wenn nein, mit dem vermieter sprechen ob du eine schallschutztüre einbauen lassen darfst. ich als vermieter hätte nix dagegen, das steigert den wert der immobilie).
Danke für den tollen Hinweis. Auf der Tür kleben aktuell noch billige Akustikpanels, hast du eine Idee was ich auf die Türe kleben könnte um mehr Gewicht draufzubringen? Tür austauschen ist leider keine Option. Eventuell wäre es eine Idee, um die Tür auch nicht zu beschädigen, auf die Akustikpanels 1-2 Teppiche draufzukleben?
Ergänzung ()

duskstalker schrieb:
wie andere schon geschrieben haben - du brauchst schalldämmung, keine akustische raumoptimierung. das sind zwei verschiedene sachen.

zeig mal ein bild von der türe und prüfe, aus welchem material die ist. eine alte schwerere holztür oder ein modernes pappzeug ala ikea? beide können probleme haben. durch die papptüren geht das meiste einfach so durch, holztüren schwingen gerne (quasi passivmembran) und gerade bei älteren türen sind die dichtungen oft nicht... dicht.

die tür ist dein hauptproblem. absorber und diffusoren am aufnahmeplatz sind die kür, aber die lösen dein problem nicht.
Hier sind ein paar Bilder von der Tür, eventuell auch hilfreich für die anderen Profis hier: @lazsniper @duskstalker @Mickey Mouse
 

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asapreki schrieb:
Danke für den tollen Hinweis. Auf der Tür kleben aktuell noch billige Akustikpanels, hast du eine Idee was ich auf die Türe kleben könnte um mehr Gewicht draufzubringen?
erste schicht bitumenpappe, zweite schicht akustik-verbundschaumstoff. kriegst du beim spezialisten für akustikschaumstoffe (z.b. https://www.aixfoam.de/sh007-sale) . das zeug ist richtig schwer. würde mich nicht wundern wenn du 30-50 kg draufkriegst auf die tür!
 
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lazsniper schrieb:
erste schicht bitumenpappe, zweite schicht akustik-verbundschaumstoff. kriegst du beim spezialisten für akustikschaumstoffe (z.b. https://www.aixfoam.de/sh007-sale) . das zeug ist richtig schwer. würde mich nicht wundern wenn du 30-50 kg draufkriegst auf die tür!
Danke! Das versuche ich mal auf die Tür noch bisschen was draufzukriegen.
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wombat12 schrieb:
Der Fliesenboden trägt auch zur Akustik bei. Ein Teppich oder Läufer wurden ja auch schon genannt und würden auch helfen.
Genau. Deswegen hab ich den Teppich auch verlinkt, ich werde das Zimmer mit den schweren Akustikteppichen auslegen weil die Fliesen anscheinend auch ordentlich Schall reflektieren.
 
asapreki schrieb:
Danke! Das versuche ich mal auf die Tür noch bisschen was draufzukriegen.
Du hast nur eine Tür mit den günstigen (einfachen) Beschlägen. Wenn du da Gewicht draufbringst werden die sich verziehen und die Tür hängt schief.

Selbst Zimmertüren mit doppelten Beschlägen werden mit der Zeit schief bei Belastung. Hatte jahrelang Jackenhaken oben auf einer Tür hängen und dann dauerhaft 4 - 5 Jacken/Mäntel dranhängen.

Irgendwann hat die Tür im Rahmen geschliffen und ich musste sie nachstellen. Das macht man ein paar mal und dann kann man nichts mehr nachstellen.
 
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@SaxnPaule Bedeutet also für die Tür ist der Plan mit Tür schwerer machen keine gute Idee. Selbst wenn ich nur eine dieser Schwerschaummatten anbringe, wird das vermutlich früher oder später die Tür schrotten? Das macht das ganze um einiges komplizierter...
 
asapreki schrieb:
wird das vermutlich früher oder später die Tür schrotten?
Das kann niemand mit Gewissheit sagen. Wenn du die Tür ganzflächig/gleichmäßig belastetes ist es ja auch ein anderer Hebel, als wenn man nur einseitig/punktuell Gewicht draufbringt.

Es macht auch einen Unterschied ob die Tür die größte Zeit offen steht oder geschlossen ist.

Hängt von vielen Faktoren ab und ich wollte es nur zu Bedenken geben.

Evtl. ist es besser auf der anderen Seite einen Vorhang in oder an der Zarge zu befestigen. Quasi wie ein Insektenvorhang, nur eben gegen Schall.

Sieht dann natürlich vom Flur aus bescheiden aus. "Treten Sie ein in mein Wahrsagerzelt"🤣
 
@SaxnPaule Ich muss mich mal informieren was so eine Schwerschaummatte wiegt und ob die Tür das aushalten würde. Die Tür ist eigentlich wirklich NIE offen. Außer ich geh rein und raus. Akustikvorhang außen und Schwerschaummatte innen wäre denke ich aber das beste was ich an der Tür machen kann, mehr als das geht denke ich nicht.
 
Ich habe gerade mal etwas recherchiert.
Die Maximalbelastbarkeit von 2-teiligen Türbändern wird meist mit 40kg angegeben.

Hänge deine Tür mal aus und wiege sie. Dann hast du schonmal einen groben Anhaltspunkt was noch geht.

Wenn es nur eine Papptür ist, musst du auch gucken, dass dir die Bänder beim Zusatzgewicht nicht ausreißen, da Schrauben in Pappe idR nicht sonderlich gut halten.
 
asapreki schrieb:
@Slayn Die Tür hat schon eine Abdichtung, ich glaube die größten zwei Probleme sind 1. der Türspalt unten, welcher relativ Frei liegt aufgrund der schiefen Fließen im Zimmer, und 2. Schlüsselloch.

An den Türspalt unten habe ich schon so ein "Türspaltschaber" oder wie man die Teile auch nennen mag geklebt. Hat leider nicht viel gebracht.
So einen Zugluftstopper gibt es auch im 1€ Shop, kA ob das akustische Auswirkungen hat. Ich nutze es wegen den Temperaturen xD.
Aldi hatte dies vor wenigen Wochen auch. Ich habe leider nicht die geringste Vorstellung was "Türspaltschaber" sein könnte.
 
SaxnPaule schrieb:
Ich habe gerade mal etwas recherchiert.
Die Maximalbelastbarkeit von 2-teiligen Türbändern wird meist mit 40kg angegeben.

Hänge deine Tür mal aus und wiege sie. Dann hast du schonmal einen groben Anhaltspunkt was noch geht.

Wenn es nur eine Papptür ist, musst du auch gucken, dass dir die Bänder beim Zusatzgewicht nicht ausreißen, da Schrauben in Pappe idR nicht sonderlich gut halten.
Die Tür wiegt (mit den aufgeklebten Akustikpanels von Amazon) ca 27,3Kg. Also laut ChatGPT ist das Gewicht von dem Akustik Schwerschaum: "Realistisch wiegt eine SH007‑Platte zwischen 0,3 und 1,2 kg, je nach Stärke." https://www.aixfoam.de/sh007-sale
 
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