News Rechenzentren in Deutschland: Ausgebremst durch Strommangel, Energiepreise und komplexe Regulierung

Andy

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Speziell in Frankfurt, dem größten Rechenzentrumsstandort in Europa, wird es aber allmählich eng.

Es ist ja nun auch maximal hirnverbrannt, Rechenzentren ausgerechnet in ein Ballungsgebiet zu pflanzen, anstatt diese z.b. im dünner besiedelten, dafür aber mit ungleich mehr erneuerbarer Energie gesegneten, Norden anzusiedeln... :freak:
Die Ausrede mit der Abwärme lasse ich da auch nicht so ohne weiteres gelten - zum einen findet man ja sonst auch für alles Schlupflöcher, zum andern muss diese Wärmenutzung ja (Spekulation, lasse mich gerne belehren) nicht zwingend für Fernwärme genutzt werden.

Davon abgesehen ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, etwas verhaltener auszubauen, anstatt voll auf der Hypewelle mitzuschwimmen und dann, wenn sich das Ganze normalisiert (was sich ja so langsam endlich beginnt, anzudeuten), mit massiven Überkapazitäten dazustehen ;)
 
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Man darf bei dem Thema nicht vergessen, dass der Stromverbrauch für KI einfach astronomisch ist und das auch entsprechende Kosten nach sich zieht.

Solange die Blase nicht platzt, halte ich es für sinnvoll, dass man nicht stumpf alles mit KI macht, nur weil es ein Tool dafür gibt - sondern man KI gezielt da einsetzt, wo sie einen echten Mehrwert bieten kann.
 
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Was ist aus den Konzepten geworden die Rechnenzentren direkt im Meer an der Künste zu versenken?
 
Nun ist in Deutschland der Strom nicht nur teuer, sondern auch Mangelware, wie die Einschätzung der Mainova zeigt. Laut Eco sei es daher wichtig, dass Rechenzentren ebenfalls eine Strompreisreduzierung erhalten
Das ergibt so keinen Sinn. Er ist teuer und Mangelware. Deshalb muss er vergünstigt werden.
 
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Die Mehrheit der Wahlbevölkerung will es genau so mit Energieknappheit, hohen Preisen und möglichst viel Regulierung für eigentlich alles. Es werden schließlich immer wieder die gleichen Parteien für die kommende Deindustrialisierung gewählt.
 
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Überrascht das irgendjemanden?
 
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Wir haben uns entschieden, ein Land zu sein, in dem Energie knapp ist. Das haben wir politisch alle gemeinsam so gewählt und die Konsequenzen müssen wir jetzt tragen.“ -Clemens Fuest im Pionier.

Ich kann zu dem Thema auch den Ronzheimer Podcast (u.a. Spotify) mit Daniel Stelter letzten Donnerstag zum Thema empfehlen. Interessante Infos wie Atomkraft in Deutschland bewusst unwirtschaftlich gerechnet wird. (Laufzeit, Auslastung etc)
 
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Dann müssen die Firmen für ihre Rechenzentren halt einfach eigene BHKWs bauen, Geld wird ja genug erwirtschaftet mit den Rechenzentren dann sollte auch das Geld dafür da sein.

Die Regelwut für Bauten ist in Deutschland ein Fall für sich.
 
Simanova schrieb:
Was ist aus den Konzepten geworden die Rechnenzentren direkt im Meer an der Künste zu versenken?
Ich hoffe es haben die Köpfe selbst festgestellt, dass das aus unterschiedlichsten Gründen extrem dumm ist!
 
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Simanova schrieb:
Was ist aus den Konzepten geworden die Rechnenzentren direkt im Meer an der Künste zu versenken?
Hat MS aufgegeben weil zu komplex bei Wartung und zu teuer im Unterhalt.

Tja, armes Deutschland. So langsam hängt uns der Rest der Welt ab.
 
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das wird mit Deutschland nix mehr. man ist sich in der Politik einig, dass alle nur mehr Stunden drücken müssen und dann läuft's hier wieder.

hier kann man wirklich nur noch den Untergang in Rekordgeschwindigkeit beklatschen.
 
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Im eng besiedelten Rhein-Main Gebiet ist es schwierig, zusätzliche Kapazität für erneuerbare Energien zu installieren. Einfacher wäre es ausserhalb der Ballungsgebiete.
Wind plus Solar plus Speicher plus Rechenzentrum auf der grünen Wiese ...
 
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Dann müssen die halt mal für 10 Mrd. € Gleichstromtrassen bauen, dann noch 10 Mrd. für Windparks, 10 Mrd. für Solarparks und 5 Mrd. für Batteriespeicher (welche Technick auch immer). Zack genug Strom für Rechenzentren. Wenn halt mal "Dunkelflaute" ist, einfach die Rechnezentren für ne Woche auf 30 bis 40 % laufen lassen. Oder noch mehr Speicher kaufen ^_^.

Stromherstellung und Stromtransport sollte bei jeder Rechenzentren-Planung an zweiter stelle stehen. Der kommt ja nicht einfach zugeflogen und billig soll er auch noch sein.

Wer sich auf die Reiche verlässt - der ist verlassen.

@Syrato würde auch reichen, wenn man mal bei den Parkplätzen von Lidl, Aldi, Obi, Kaufland u.s.w. anfängt und bei Logistikzentren und Fabrikhallen weiter macht, dass sind riesige Flächen wo es keine Überschattung gibt, aber die Politik macht das für die Firmen super unattraktiv. Und Plötzlich gebe es ja Konkurrenz am Markt, wenn die Discounter plötzlich 10000 MW (10-30 GW) Solarstrom hätten.
Das wären Großanlagen in der Stadt wo es extrem kurze Transportwege gibt
. Da braucht man auch nicht die klein Analgen mit 3 bis 10 kWp. So ein normales Lidl hat schon 100 - 400 kWp -Leistung (500 bis 2000 m2). Große Parkplätze bringen schnell 1-2 MW.
Muss man ein bisschen mit Zuckerbrot und Peitsche den Firmen mal einen Auftrag geben.

@CPat die wollen alle nach Frankfurt, wegen des Internetknoten DE-CIX
 
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garfield121 schrieb:
m eng besiedelten Rhein-Main Gebiet ist es schwierig, zusätzliche Kapazität für erneuerbare Energien zu installieren.
Auf jedes Dach PV Anlagen! Es geht, wenn man möchte, aber der Wille fehlt.

Dazu benötigt man endlich Speicher und ein besseres Stromnetz!
Unterm Strich ist es aber die Bürokratie und Politik, die alles verbockt!
 
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Nun ist in Deutschland der Strom nicht nur teuer, sondern auch Mangelware, wie die Einschätzung der Mainova zeigt.
Nur gut, dass wir Weitsicht betrieben und Ideologie-getrieben unsere Atommeiler stillgelegt haben. Dazu den Ausbau erneuerbarer Energie aufgrund German Love for Bürokratie verbocken und nun zum x-ten Mal die Rechnung zahlen dürfen dafür, versorgungstechnisch abgehängt zu sein, obwohl es auch technisch gesehen anders geht
 
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Wieder ein paar Spezialisten am Kommentieren und Hetzen. Es gibt keine Stromknappheit in Deutschland.

Der CB Artikel hat die Quellen verlinkt und lediglich "Mainova" (ehemals Stadtwerke Frankfurt) sagt ihre Kapazitäten in der Stadt für leistungsstarke Neuanschlüsse werden knapp. Macht auch vollkommen Sinn, denn Kapazitäten erhöhen sind Investitionskosten, oft mit Tiefbau aufwendig und teuer.
Bereits genehmigte zukünftige Rechenzentren betrifft das nicht.

Zukünftige Projekte könnten bspw. eine andere deutsche Stadt wählen.
 
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Termy schrieb:
Es ist ja nun auch maximal hirnverbrannt, Rechenzentren ausgerechnet in ein Ballungsgebiet zu pflanzen, anstatt diese z.b. im dünner besiedelten, dafür aber mit ungleich mehr erneuerbarer Energie gesegneten, Norden anzusiedeln... :freak:
Die Ausrede mit der Abwärme lasse ich da auch nicht so ohne weiteres gelten - zum einen findet man ja sonst auch für alles Schlupflöcher, zum andern muss diese Wärmenutzung ja (Spekulation, lasse mich gerne belehren) nicht zwingend für Fernwärme genutzt werden.

Davon abgesehen ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, etwas verhaltener auszubauen, anstatt voll auf der Hypewelle mitzuschwimmen und dann, wenn sich das Ganze normalisiert (was sich ja so langsam endlich beginnt, anzudeuten), mit massiven Überkapazitäten dazustehen ;)
Frankfurt ist der größte Internetknotenpunkt der Welt mit den global niedrigsten Latenzen. Deshalb wird alles dort angesiedelt
 
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In einer Stadt wie Frankfurt am Main, die aufgrund des Internetknotens DE-CIX der größte Rechenzentrenstandort ist, sind jedoch sowohl Flächen als auch Strom äußerst begrenzt. Denkbar wäre also, auf Standorte wie Brandenburg auszuweichen, wo es ausreichend Energie gibt. Der Haken an solchen Orten ist aber: Man wird die Abwärme nicht los.
Ich verstehe also in Frankfurt wird der Main als Kühlwasser benutzt?
Denn "frei an der Luft" bringt ja selbst schon die Amis auf die Barrikaden aufgrund der Lärmbelästigung:
https://www.golem.de/news/ki-rechen...d-fuer-7-millionen-us-dollar-2602-205942.html

Warum tun die so als würde es in Brandenburg keine Flüsse geben?
Die Krokodilstränen sind teilweise echt lächerlich.
 
Mal schauen, ob auch nur ein neues Rechenzentrum gebaut wird bis die CEOs merlen, dass nur die Schaufelhersteller mit KI richtig Geld verdienen. 😂
 
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