No Cars Go
Lt. Junior Grade
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Syrato schrieb:Lies bitte oben!
Kernenergie ist erstens die sicherste, zweitens die sauberste, drittens die effizienteste und viertens die technologisch fortschrittlichste Form der Energieerzeugung. Außerdem verbraucht sie mit Abstand am wenigsten Ressourcen und Land.
Solar und Wind sind Zufallsproduzenten, die keine gesicherte oder regelbare Leistung ersetzen können. Stromspeicher in der benötigten Größenordnung, um die Einspeisung von Solar- und Windstrom zu glätten, existieren nicht und können derzeit auch nicht gebaut werden. Um Solar und Wind zu brauchbaren Energiequellen zu machen, wären in Deutschland Stromspeicher im Volumen von mindestens 20 TWh erforderlich. Der Bau so großer Stromspeicher ist Stand heutiger Technik absolut unmöglich. Aktuell haben wir in Deutschland insgesamt Speicherkapazitäten von 0,04 TWh, also mindestens 500 Mal zu wenig. Daher ist ein Ausbau der Kernenergie die einzige Chance auf einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe in diesem Jahrhundert.
Der IPCC schrieb in seinem Special Report „Global Warming of 1.5°C“, dass sich der globale Output der Kernenergie bis zum Jahr 2050 mindestens versechsfachen muss, wenn eine Chance auf Erreichung der beschlossenen Klimaschutzziele bestehen soll.
Kerntechnik ist heute längst Niedrigrisikotechnik. Vom Schaden und den Auswirkungen her ist ein GAU in einem modernen Kernkraftwerk ein mittelgroßer bis großer Industrieunfall, wie er alle paar Monate irgendwo auf der Welt passiert. Dass sich viele Leute vor der Explosion eines KKWs fürchten, während sie keine Angst vor der Explosion einer Chemiefabrik, einer Ölraffinerie oder einer Gaspipeline, dem Bruch eines Staudamms oder dem Einsturz eines Minenschachts haben, liegt einfach nur an Fehlinformationen, irrationalen Ängsten, medialer Panikmache und überkommenen Vorstellungen. Bei den letzten beiden Kernschmelzen (in Harrisburg und Fukushima) ist jeweils kein einziger Mensch durch Strahlung gestorben.
Auf einer Liste mit den größten gesundheitlichen und ökologischen Gefahren der Welt würde Atommüll höchstwahrscheinlich noch nicht mal unter den Top 100 landen. Durch Atommüll ist noch nie ein Mensch zu Schaden gekommen. Atommüll ist auch nicht gefährlicher als gewöhnlicher Giftmüll, von dem Deutschland jedes Jahr Hunderttausende Tonnen produziert. Würde man die Kosten der Müllentsorgung auf den Strompreis aufschlagen, ergäben sich vernachlässigbar kleine Mehrkosten von 0,1 bis höchstens 0,2 Cent pro kWh. Tatsächlich wurde das in Deutschland auch bereits gemacht. Bis 2022 haben die KKW-Betreiber nämlich 23,5 Milliarden Euro für die Atommüllentsorgung an den Bund überwiesen.
Die Energiedichte von Uran ist so enorm hoch, dass man sie sich kaum vorstellen kann: etwa 2 Millionen Mal höher als die von Kohle und 1 Million Mal höher als die von Öl. Dementsprechend winzig sind die Probleme mit Bergbau und anfallendem Müll. Wenn der gesamte Energiebedarf eines Menschenlebens durch Kernenergie abgedeckt wird, fällt dabei eine Menge Atommüll an, die in eine Coladose passt.
Deshalb braucht man im Prinzip auch kein Endlager. Die Behälter halten locker ein paar Jahrhunderte. Darin lässt man den Atommüll einfach stehen, bis es genug schnelle Brutreaktoren gibt, die ihn als Brennstoff weiterverwenden können, bis Fortschritte in der Wiederaufbereitungstechnik einen geschlossenen Recycling-Zyklus ermöglichen oder bis seine Strahlung auf ein Niveau abgeklungen ist, bei dem keine Gesundheitsgefahren mehr drohen. Das ist bereits nach einigen Jahrhunderten der Fall.
Während jedes Jahr 7 Millionen Menschen durch Luftverschmutzung zu Tode kommen, hat Atommüll noch nie einer Fliege etwas zuleide getan.
Bisher ist jedes Mal und überall, wo ein Kernkraftwerk vom Netz gegangen ist, der Verbrauch fossiler Brennstoffe scharf angestiegen. Solar und Wind konnten nie mehr als einen kleinen Bruchteil der entstandenen Lücke auffangen. Die renommierten Klimawissenschaftler Pushker A. Kharecha und James E. Hansen kommen in einer Studie zu dem Schluss, dass Kernenergie durch ihren Beitrag zur Vermeidung von Luftverschmutzung bislang bereits 1,8 Millionen Menschen das Leben gerettet hat. Die Verbrennung von Kohle und Biomasse tötet JEDEN TAG mehr Menschen als alle Nuklearunfälle der Geschichte (inkl. Tschernobyl) insgesamt zusammen.
https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/es3051197
https://pubs.giss.nasa.gov/.../2013_Kharecha_kh05000e.pdf
https://www.giss.nasa.gov/research/briefs/kharecha_02/