Rechner startet nicht mehr

T0ndor

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Moin,

ich bin im Moment etwas ratlos und brauche die Schwarmintelligenz und eure Hilfe.

[Bitte fülle den folgenden Fragebogen unbedingt vollständig aus, damit andere Nutzer dir effizient helfen können. Danke! :)]

1. Nenne uns bitte deine aktuelle Hardware:
(Bitte tatsächlich hier auflisten und nicht auf Signatur verweisen, da diese von einigen nicht gesehen wird und Hardware sich ändert)
  • Prozessor (CPU): AMD Ryzen 7 7800X3D (AM5)
  • Arbeitsspeicher (RAM): 32 GB (2×16 GB) G.Skill Trident Z5 RGB
    DDR5-6400 CL32
    Betrieb bisher manuell auf DDR5-6000
  • Mainboard: MSI MAG X670E Tomahawk WIFI
  • Netzteil: Seasonic Focus GX-850
  • Gehäuse: Be quiet! Silent Base 802
  • Grafikkarte: Sapphire Nitro+ Radeon RX 9070 XT (angepasst vorher Zahlendreher 7090)
  • HDD / SSD: Samsung 980 Pro 2TB
  • Weitere Hardware, die offensichtlich mit dem Problem zu tun hat (Monitormodell, Kühlung usw.):
    Be quiet Dark Rock Pro 4, alles andere habe ich ab/ausgebaut.

2. Beschreibe dein Problem. Je genauer und besser du dein Problem beschreibst, desto besser kann dir geholfen werden (zusätzliche Bilder könnten z. B. hilfreich sein):

Der Rechner lief über längere Zeit stabil.
Nach einem normalen Betrieb (letzter bekannter Zustand: Windows lief, über Nacht Windows-Update) bootet das System plötzlich nicht mehr.

Aktuelles Verhalten:
• Mainboard bleibt beim Einschalten dauerhaft bei roter CPU-LED + gelber DRAM-LED stehen
• Kein POST, kein BIOS-Bild
• Verhalten unabhängig davon, ob Laufwerke oder Peripherie angeschlossen sind

Auffällig:
Beim Testen der RAM-Module einzeln zeigte sich unterschiedliches Verhalten:
• Ein Modul ermöglichte zeitweise einen POST (CPU-LED aus, DRAM-LED aus, BOOT-LED kurz an)
• Das andere Modul führte immer zu CPU+DRAM-LED
• Inzwischen zeigt auch das zuvor „funktionierende“ Modul kein stabiles POST-Verhalten mehr

Zusätzlich:
BIOS-Flashback über den Flash BIOS Button wurde mehrfach versucht
• Flashback startet, die Flash-LED blinkt, beendet sich jedoch nicht (auch nach >20–40 Minuten)

3. Welche Schritte hast du bereits unternommen/versucht, um das Problem zu lösen und was hat es gebracht?
• CMOS-Reset mehrfach durchgeführt
(Netzteil aus, Batterie entfernt, mehrere Minuten gewartet)
• Minimalaufbau getestet:
Nur Mainboard, CPU, 1 RAM-Modul, Netzteil
Keine GPU, keine SSD/HDD, keine USB-Geräte
• RAM einzeln getestet:
Jedes Modul einzeln in A2 und B2
Unterschiedliches Verhalten der Module beobachtet
• Kühlerdruck geprüft:
Kühler leicht gelöst (¼–½ Umdrehung), keine Veränderung
• BIOS-Flashback getestet:
Mit RAM und ohne RAM
Mit zwei verschiedenen USB-Sticks (FAT32, MBR, nur MSI.ROM)
Flash-LED blinkt, Rechner bleibt aus.
Flash beendet sich jedoch nie (auch nach sehr langer Wartezeit)

Ich bin für jede Idee dankbar, insbesondere ob jemand ein ähnliches Verhalten beim X670E Tomahawk (CPU+DRAM-LED + hängendes Flashback) kennt oder noch einen sinnvollen Test sieht, bevor ich ein neues Mainboard bestelle oder RAM einsende.

Vielen Dank
 
Zuletzt bearbeitet:
War das Bios auf dem Board aktuell ?

Cpu schonmal auf Schäden geprüft ?

Schonmal nen richtigen Cmos Reset gemacht per Steckbrücke wie im Handbuch beschrieben ?

Das mit dem Flashback musste ich bisher noch nicht probieren aber ich hatte schon ähnliche Probleme mit den älteren Bios Versionen.
 
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Womöglich ist das BIOS defekt, was auch ein aufspielen einer anderen/neuen Version verhindert, manchmal hilft es nur den Chip auszulöten und den Chip außerhalb mit spezieller Hardware neu aufzuspielen, oder einen neuen Chip aufzulöten.
Dies machen Geschäfte die Reparaturen anbieten.
 
Weasel0815 schrieb:
War das Bios auf dem Board aktuell ?

Cpu schonmal auf Schäden geprüft ?

Schonmal nen richtigen Cmos Reset gemacht per Steckbrücke wie im Handbuch beschrieben ?

Das mit dem Flashback musste ich bisher noch nicht probieren aber ich hatte schon ähnliche Probleme mit den älteren Bios Versionen.

BIOS:
Das BIOS war relativ aktuell, ob es die absolut neueste Version war, weiß ich aktuell nicht aus dem Kopf.
Es handelte sich aber um eine stabile Version, mit der das System über einen längeren Zeitraum absolut problemlos im 24/7-Betrieb lief.

CPU:
Die CPU wurde bislang nicht ausgebaut, da das Verhalten von Anfang an stark RAM-abhängig war (unterschiedliches Verhalten je Modul).

CMOS-Reset:
Ein vollständiger CMOS-Reset wurde mehrfach durchgeführt:
Netzteil stromlos, Batterie entfernt, mehrere Minuten gewartet.
Einen Reset über die Steckbrücke hatte ich als erste Maßnahme durchgeführt.

BIOS-Flashback:
Mit dem Flashback hatte ich bei diesem Board bisher keine Erfahrung – es war eher eine Maßnahme aus der Fehlersuche heraus.
Der Flashback startet reproduzierbar korrekt (Flash-LED blinkt, Board bleibt aus, keine Lüfter), beendet sich jedoch nie, auch nach sehr langer Wartezeit (>20–40 Minuten).
Das Verhalten des Boards ist vor und nach den Flash-Versuchen identisch, ein erfolgreicher Abschluss fand also offenbar nicht statt.

Falls jemand eine konkrete BIOS-Version kennt, die sich beim X670E Tomahawk in solchen Fällen bewährt hat, oder noch einen gezielten Test sieht, den ich übersehen habe, bin ich für jeden Hinweis dankbar.
Ergänzung ()

Wolfgang.R-357: schrieb:
Womöglich ist das BIOS defekt, was auch ein aufspielen einer anderen/neuen Version verhindert, manchmal hilft es nur den Chip auszulöten und den Chip außerhalb mit spezieller Hardware neu aufzuspielen, oder einen neuen Chip aufzulöten.
Dies machen Geschäfte die Reparaturen anbieten.

Ja, diese Möglichkeit habe ich ebenfalls in Betracht gezogen, daher auch mein Versuch mit dem BIOS-Flashback.
Leider scheint dieser bei mir nicht sauber zu funktionieren bzw. sich nicht zu beenden.

Wenn ich sicher wäre, dass das Mainboard die Ursache ist, würde ich es entsprechend ersetzen.
Sollte der Fehler hingegen am RAM liegen, würde ich versuchen, diesen über die Lifetime-Garantie tauschen zu lassen.

Leider habe ich aktuell keine Möglichkeit, CPU, RAM oder Mainboard in einem anderen System gegenzutesten, weshalb ich versuche, das Problem über Ausschlussdiagnose einzugrenzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du die Möglichkeit ein anderes Netzteil zu probieren? Ich habe das selbe Model nur als 650 Watt Variante und der Fehler kommt mir sehr bekannt vor.
Seasonic hat einen sehr guten Kundenservice und meins wurde ausgetauscht.
 
netzteil oder mb ?
 
@Lextor MB mit 650 Watt musst mir mal zeigen.
Was für ne Frage 🤣
 
Übertaktet? Er hat ihn um 400 MHz untertaktet.

Azghul0815 schrieb:
Zur Not alles aufm Tisch aufbauen.
Nur 1 RAM in A2, GPU raus, SSDs raus und schauen.
Nur Keyboard anschliessen ans USB

Xoxo1 schrieb:
Hast du die Möglichkeit ein anderes Netzteil zu probieren? Ich habe das selbe Model nur als 650 Watt Variante und der Fehler kommt mir sehr bekannt vor.
Seasonic hat einen sehr guten Kundenservice und meins wurde ausgetauscht.

Das klingt doch nach einem guten Ansatz. Ich würde mit dem Netzteil anfangen.
 
Okay MT/s vs MHz, soweit klar, my bad. Aber wo steht hier was von einer Übertaktung?
 
Für den Ryzen 7 7800X3D ist MAX MEMORY SPEED ---> DDR5-5200.

Wieso gibt es eigentlich nicht schon ein Sticky, der davor warnt den Speicher über die Spec zu betreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Damit hat er den Speicher an sich nicht übertaktet, da der mit 6400 MT/s angegeben ist und er ihn mit 6000 MT/s hat laufen lassen.

Ich hatte mich zum Release von AM5 eingelesen und kam zum Schluss, dass es absolut unproblematisch ist, den Memory Controller mit 6000 MT/s laufen zu lassen, das sei auch der Sweet Spot. Hat sich daran was geändert?

Bei mir läuft der auch seit dem ich ihn habe problemfrei mit 6000 MT/s (G.Skill Flare X5 CL32 auf CL30).

Aber ja, du hast recht, 5200 MT/s ist die offizielle Spezifikation, ganz genau genommen könnte das der CPU auch nicht schmecken, wobei das denke ich eine absolute Ausnahme sein sollte.
 
Klingt für mich nach CPU oder Sockel, also Mainboard-Problem. Ich würde eine andere CPU mal testen, bei der bekannt ist, dass sie geht.
 
Naja der TE könnte sich auch mal melden. Sonst können wir schreiben was wir wollen 😉
 
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Moin,


vielen Dank an euch für die vielen hilfreichen Hinweise.


Anfangs war ich gedanklich stark auf den RAM als Fehlerquelle fixiert und wäre ohne eure Anregungen vermutlich nicht weitergekommen.

Der Tausch des Netzteils brachte leider keine Veränderung,
erst der Austausch des Mainboards hat das Problem schließlich behoben.

Kurzes Abschluss-Feedback:

Ich habe mit der alten CPU und dem alten RAM einen langen MemTest86-Durchlauf gemacht – ohne Probleme.
Nach dem Mainboard-Tausch läuft das System wieder einwandfrei und stabil.

Mal schauen ob ich das alte Mainboard bei MSI getauscht bekomme.

Vielen Dank nochmal an alle für die Unterstützung.
 
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