Robert Enke Tod?

rip robert

auch wenn ich kritik üben muss. wenn er sich umbringen muss (warum kann ich nicht beurteilen) dann doch bitte nicht vor einen zug.
mit sowas reißt man auch noch andere mit ins verderben, keiner denkt da an die lokführer, die nach sowas meist nicht mehr arbeitsfähig sind und immer im hinterkopf haben, einen menschen tod gefahren zu haben. diese schuldgefühle tragen die dann ein leben lang mit sich rum.

bei aller trauer darf man sowas nicht vergessen..
 
R.I.P. Enke.
Schade, Schade.

Aber das stimmt.
Der Lokführer wird niemals mehr "normal" leben können, denke ich. Was das für ein Schock sein muss.
Da gibt es wirklich "bessere" Methoden, so hart man das sagen muss.
 
# an Christi

ganz schön asozial sich vorn zug zu schmeißen!
 
@NephTis

richtig, so hart es klingt. pistole kaufen in den wald gehen und fertig. nie andere mit reinziehen, die können nämlich nichts für die probleme von selbstmördern.
 
Die Kritik, die Mapel und GevatterTod an meinem Kommentar geübt haben, ist unberechtigt.

Mapel, ich bin 30 Jahre alt und weiß ganz genau, dass ich noch kein Elend erlebt habe. Aber ich weiß auch genau, dass auch Robert Enke noch kein Elend erlebt hat, egal, wie wenig ich über sein Privatleben weiß. Dass Deine Nichte gestorben ist, tut mir sehr Leid, aber Krebs hat mit Selbstmord ja wohl gar nichts gemein.

Wie soloFox sagte, und genau darauf wollte ich hinaus, gibt es Menschen, die mit 1000 Mal schlimmeren Problemen zu kämpfen haben als wir hier jemals erleben werden. Und trotzdem war Enke so undankbar für seine Situation, sich am Ende das Leben zu nehmen. Und genau deswegen, weil Enke den für sich "einfacheren Weg" gewählt hat, wie GevatterTod sagte, und nicht an seine Nachwelt gedacht hat, fand ich die Tat feige.

Na ja, ändern kann man da jetzt eh nichts mehr dran. Und ich wünsche es keinem, psychisch so abzusacken, dass er Selbstmord als Lösung sieht...
 
Du hast nicht ein Wort von dem, was ich geschrieben habe, verstanden.
Noch einmal langsam: Robert Enke ebenso wenig wie jeder andere Selbstmörder NICHT die Wahl, entweder den "einfachen" Weg zu gehen, also sich umzubringen, oder sich seinen Problemen zu stellen. Prinzipiell hat man natürlich immer ein Wahl, aber schwer depressive Menschen erkennen ihre Situation nicht! Sie erkennen nicht, dass sie sich auch anders entscheiden können.

Hattest du mal Depressionen? Richtig schwere Depressionen? Glaub mir, diese Menschen haben kaum eine Wahl, wenn sie nicht durch irgend etwas wach gerüttelt werden. Und einige Menschen kann man leider einfach nicht wach rütteln, ganz egal wie sehr man sich bemüht.

Hast du die Pressekonferenz gesehen?
Robert Enke muss eine Verzweiflung verspürt haben, die selbst ich kaum nachvollziehen kann, und ich habe auch schon einiges erlebt. Robert Enke hatte Angst davor, als Fußballprofi zu versagen. Er hatte Angst davor, dass seine Depressionen alles zerstören. Vor allem aber hat er geglaubt, sich nicht mitteilen zu können, weil er Angst davor hatte, dass man ihm seine Adoptivtochter weg nehmen würde, wenn seine Erkrankung und vor allem die Schwere seiner Erkrankung bekannt werden. All die Jahre hat er seine Zustand geheim gehalten. Nur seine engsten Vertrauten wie etwa seine Frau wussten von seinem tatsächlichen Zustand, und selbst diese Menschen hat er zuletzt über seine wahre Verfassung belogen. Am Ende war er verzweifelt und mit seiner Verzweiflung allein, und all sein Geld und sein Ruhm wird ihm in dieser Verfassung nichts bedeutet haben.

Mag sein, dass das bei dir nur ein Schulterzucken auslöst, aber wenn ich mir vor Augen führe, wie sich Robert Enke zuletzt gefühlt haben muss, dann läuft es mir eiskalt den Rücken runter.
 
#60 Drachton
meine Aussage beruft sich z.B. auf einen Kommentar seines Trainers, auf diverse Berichte bezügl. seiner Depressionen, etc.

da ein Abschiedsbrief gefunden wurde, können wir nun von definitiv von Selbstmord ausgehen...
 
Also bitte keine Vorwürfe! Wir kennen ja die Hintergründe nicht. Wie schon bemerkt wurde, war er selber krank und keiner weiss darüber genaueres. Vielleicht gab es auch andere Gründe, wir wissen es nicht.
Selbstmord ist die härteste Entscheidung die ein Mensch treffen kann, ob er dies mit Bedacht getan hat, oder aus einer Kurzschlussreaktion heraus - man sollte das ernst nehmen, auch wenn man anderer Meinung ist.

Auf jeden Fall kann man Mitleid für die Hinterbliebenen zeigen und das ist in jedem Fall angemessen!
 
Ich denke das jeder generell das Recht hat über sein Leben zu entscheiden, aber wenn jemand den Freitod wählt, dann bitte mit Rücksicht auf andere.

Man hört immer wieder von schwer geschockten Lokführern, denen leute vor den Zug gelaufen sind. Meine Frage: Muss das sein?
 
@ltkrass
Das ist nicht so einfach. Das Problem ist, wenn man diese Entscheidung getroffen hat, meistens nicht mehr in der Lage ist Rücksicht auf Andere zu nehmen. Man nimmt nicht mal Rücksicht auf die Kinder, Ehefrau, Freunde. Wie soll man da noch an den Lockführer denken? Es ist schwer zu verstehen oder nachzuvollziehen, doch das ist leider der Fall...
 
@kampion

das stimmt natürlich auch. die leute müssen so abschalten, dass sie nix mehr interessiert und die welt ringsherum völlig vergessen. immerhin gehört schon was dazu, sich vor einen 160km/h schnellem zug zu werfen. für einen gesunden menschen einfach unvorstellbar.
 
mein Beileid der Famililie und den Rettungskräften
 
ziemlich scheisse von enke frau und kind zurück zu lassen das muss echt nicht sein.
 
loveherati schrieb:
ziemlich scheisse von enke frau und kind zurück zu lassen das muss echt nicht sein.

Urteile nicht, du kennst die wahren Hintergründe doch nicht. Ich selbst haben vor nicht allzu langer Zeit einen Suizid in der Famile (meine Mutter) erleben müssen. Sie kam einfach mit ihrem Leben nicht mehr zurecht und zum Schluß waren die Deppressionen so schlimm, das ein kleiner Funke eine Explosion ausgelößt hat, die zum Selbstmord geführt hat. Damals war ihre erste Enkeltochter noch kein Jahr alt und sie hat sie wirklich geliebt, doch auch das konnte sie nicht abhalten.

Die Famile hat mein vollstes Mitgefühl, aber Herrn Enke sollte man nicht verurteilen.
 
loveherati schrieb:
ziemlich scheisse von enke frau und kind zurück zu lassen das muss echt nicht sein.

Über soviel Unverschämtheit, Taktlosigkeit und Unkenntnis kann ich nur den Kopf schütteln.

Da hat sich ein Mensch das Leben genommen, weil er offensichtlich nicht mehr ein noch aus wusste, gesteuert durch eine Krankheit. Und dann wird hier so rumgeprollt. Denkst Du auch mal nach bevor Du was schreibst?

Mein Mitgefühl gilt der Frau von Robert Enke und seiner kleinen Adoptivtochter sowie allen anderen Angehörigen. Und auch dem Zugführer, der sicher mit der Situation zu kämpfen haben wird.

Ich hatte das Glück Robert Enke vor gut einem Jahr persönlich zu treffen. Ich habe in diesem zugegebener Maßen sehr kurzen Treffen und wenigen Worten einen stillen aber sehr höflichen und netten Menschen kennen gelernt. Sein Tod und die Art und Weise wie er zustande kam haben mich wirklich tief getroffen. Und auch ich kann nicht wirklich verstehen, wie man seinem Leben so ein Ende setzen kann. Aber das rechtfertigt nicht derartige Äusserungen. Man mag sich kritisch mit dem Thema auseinander setzen, aber doch bitte mit dem nötigen und angemessenen Takt und Respekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war gestern ziemlich geschockt von der Nachricht. Hatte ihn am Sonntag noch im Fernsehen beim Spiel gegen den HSV halten sehen und ihn mit nem Kumpel noch wegen eines Fehlers kritisiert. Und jetzt ist er nicht mehr...
Er wird seinen Mitmenschen als Persönlichkeit und dem Sport als Außnahmespieler fehlen.

Möchte nur mal eine Sache zu den Vorwürfen sagen:
Robert Enke hat anscheinend seit 6(!!) Jahren gegen Depressionen gekämpft (so viel zum Thema Feigheit). Da gibt es natürlich immer auch Aufs und Abs dazwischen, aber bei so einer langen Zeit als krankhaft Depressiver wunderts mich nicht, dass er irgendwann in einer schlechten Phase aufgegeben hat. Hier scheinen manche Leute schlichtweg keine Ahnung vom Krankheitsbild Depression zu haben. Einem Depressiven brauchst du nicht mit Logik kommen. Das ist primär nich unbedingt eine Sache des Verstandes. Denn rational gibt es (gerade hier in Europa) immer einen Ausweg. Aber den will oder besser gesagt kann ein depressiv erkrankter Mensch gar nicht sehen. Fragt mal nach bei Sebatian Deisler. Der kann ein Lied davon singen nichts von diesen ganzen materiellen Werten und gesellschaftlichem Ruhm zu haben.
 
Ich muss dazu 3 Sachen sagen:

1. Das ist eine schlimme Sache, gar keine Frage.

2. Wenn man sich schon umbringt, dann bitte nicht mit Hilfe eines Zuges, denn nun hat Robert Enke nicht nur sein Leben, sondern auch das des Zugführers zerstört.

3. Ich finde es abartig, wie die ganze Geschichte jetzt wieder ausgeschlachtet wird. Die Medien lecken sich wieder die Hände, dass sie was zum Senden haben. Jeden Tag begehen zig Menschen in Deutschland Selbstmord, davon wird nicht einer erwähnt, aber kaum ist es jemand Bekanntes, denkt man, die Welt sei untergegangen. Das ist einfach eine Perversion und absolut nicht richtig.
 
Franky90 schrieb:
3. Ich finde es abartig, wie die ganze Geschichte jetzt wieder ausgeschlachtet wird. Die Medien lecken sich wieder die Hände, dass sie was zum Senden haben. Jeden Tag begehen zig Menschen in Deutschland Selbstmord, davon wird nicht einer erwähnt, aber kaum ist es jemand Bekanntes, denkt man, die Welt sei untergegangen. Das ist einfach eine Perversion und absolut nicht richtig.

Das ist einfach eine ganz perverse Art von Entertainment, die Leute wollen sowas hören, deswegen berichten auch alle darüber..... da nehme ich hier alle Anwesenden nicht raus ....
 
hififan schrieb:
Da hat sich ein Mensch das Leben genommen, weil er offensichtlich nicht mehr ein noch aus wusste,

selbstmord ist feige! aber wollen wir uns jetzt nicht drüber streiten fakt ist das
Deutschland einen großartigen Menschen verloren hat :(
 
Heute morgen im Radio gehört und noch in der schule im schulsport unterhalten drüber keiner hatte mehr wircklich lust auf sport heute :(
 
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